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Test: Livid Instruments Code v2, MIDI-Controller

Qualität

Mit der Qualität des Code 2 bin ich sehr zufrieden. Der Controller ist formschön verbaut in robustem Aluminium und einer Holzverkleidung und hinterlässt einen sehr stabilen Eindruck, nicht zuletzt des Gewichts wegen.

Die gummierten Knöpfe haben einen erstaunlich leichtgängigen und sehr angenehmen Druckpunkt. Einziges Manko ist hier meiner Empfindung nach der recht große Abstand zwischen den Buttons und dem Rand der ausgefrästen Öffnung. Der Button verschwindet nicht immer gerade abwärts, sondern hat hier recht viel Spiel. Der eine oder andere Millimeter mehr Aluminium den Button umschließend hätte hier Abhilfe geboten – aber das ist Jammern auf hohem Niveau und auf die Funktion hat dieser Fakt keinen Einfluss.

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13 Buttons, 32 Push-Encoder

13 Buttons, 32 Push-Encoder

Der Druckpunkt der Push Encoder schließt sich dem der Buttons an, er ist angenehm und punktgenau. Die Encoder besitzen gummierte Kappen, die nicht nur schön griffig sind, sondern sich auch beim provozierenden Ziehen nicht leicht lösen. Der Drehwiderstand ist ebenso wirklich angenehm, spürbares Klicken der Rasterung, jedoch ohne große Kraft aufwenden zu müssen. Auch hier zeigt sich alleine durch die Haptik bei der Nutzung, dass die Qualität kein Punkt ist, an dem gespart wurde.
Somit befindet sich der Livid Code auf einem ganz anderen Niveau, als man es von gängigen MIDI-Controllern her kennt – das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder.

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Einziger Kritikpunkt, der hier genannt werden könnte, ist der geringe Platz zwischen den einzelnen Encodern. Im Studio mag es nicht unbedingt negativ auffallen, im Live-Bereich befürchte ich, wird man beim schnelle Einsatz schon einmal daneben greifen. Bei einer Matrix von acht mal vier Encodern benötigt man einen genauen Blick, welchen Encoder man anfasst, hier ist Konzentration gefragt, statt 100% Intuität.

Was Firmware und Software betrifft, gibt es bei den aktuellen Versionen sicherlich noch Luft nach oben und mehrere Punkte, bei denen nachgebessert werden könnten und müssten. Hier helfen regelmäßige Updates und dann wird sich hier mit Sicherheit auch noch viel Neues ergeben. In jedem Fall bietet der Code eine Menge Entwicklungspotential, auch getragen durch jeden Nutzer.

Ein quasi-Vegasmode

Ein quasi-Vegasmode

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Fazit

Der Code Controller findet nicht nur Anwendung im Live-Bereich im Mixingprozess zur Steuerung von Plug-ins, sondern kann auch als Sequencer oder interaktives Instrument genutzt werden. Durch die frei wählbare Programmierbarkeit des Controllers sind der Kreativität hinsichtlich der Nutzung fast keine Grenzen gesetzt.

Qualitativ überzeugt der Code wie beschrieben vollkommen. Den Käufer erwartet kein Schnickschnack, sondern ein MIDI-Controller mit klaren Linien und einem schlichten Design. Hochwertige Materialien und sehr gute Verarbeitung erwecken hier durchgehend einen sehr guten Eindruck. Auch visuell macht der Code viel her. Weißes Aluminium, die Holzvertäfelung an den Seiten in Kombination mit dem Heer von Encodern, so wird der Code auch in jedem Studio Blicke auf sich ziehen.

Als Ergänzung zu einem Controller, der nicht gut mit Potis bestückt ist (wie zum Beispiel einem Novation Launchpad oder einer AKAI APC 20) ist der Code definitiv eine tolle Erweiterung des Setups.
Jedoch ist dies mit rund 499,- Euro kein günstiger Einkauf. Gute Qualität und Verarbeitung sowie die Exklusivität einer geringen Auflage machen sich hier in der Tat beim Preis bemerkbar.

Sehr zu empfehlen ist übrigens das englischsprachige Wiki auf der Seite von LI, welches sehr umfangreich ist und anscheinend für jede Frage auch eine Lösung auffindbar macht.

Der Livid Instruments Code v2 ist ein hochpreisiger, jedoch qualitativ sehr hochwertiger Controller mit vielen Anwendungsmöglichkeiten, der jedem, der Wert auf hohe Qualität und gute Verarbeitung gepaart mit einem schönen, schlichten Design legt, den Preis wert sein sollte.

 

Plus

  • sehr gute Verarbeitung / gute Materialien
  • kompakte Außenmaße, massive Bauweise
  • Buttons sowie Push Encoder mit LED-Ring für direkte visuelle Rückmeldung
  • aktuelle Software sowie sehr umfangreiches Wiki auf der Homepage

Minus

  • hoher Preis
  • Potis eng bei einander / kein Platz für Beschriftung

Preis

  • UVP: 655,31 Euro
  • Straßenpreis: 499,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Farbfalter  

    Sehr verlockender MIDI controller. Danke für den Test!
    Wenn ich nur daran denke was man damit alles machen könnte…z.B ein mapping für den Blofeld. Oder mehrere Parts meines Virus manipulieren und externe effekte steuern, alles live!
    Raektor oder VCV patches moduliere usw…
    Wird gekauft ;)

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