Das Ende von Rosetta 2
Vor einigen Tagen fand Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2026 statt, im übrigen die letzte unter dem aktuellen Chef Tim Cook. Zum 01. September 2026 wird John Ternus das Ruder bei Apple übernehmen. Auf der WWDC wurde u.a. das neue Betriebssystem macOS 27 Golden Gate vorgestellt, das ab September 2026 erhältlich sein wird. Für alle Nutzer, die Plug-ins noch unter Rosetta 2 nutzen, bringt das neue Betriebssystem einige wichtige Änderungen mit sich.
Apple beendet Rosetta 2
Mit der Einführung der Apple-Silicon-Chips im Jahr 2020 läutete Apple einen großen Umschwung ein: weg von Intel-Macs hin zu Rechnern, die auf ARM-Code basieren. Während die bisherigen Macs auf Intel-Prozessoren und damit auf der x86-Architektur basierten, setzen die neuen Apple-Silicon-Chips auf die ARM-Architektur. Um die Kompatibilität mit bestehender Software sicherzustellen, entwickelte Apple Rosetta 2 – eine Übersetzungstechnologie, die Intel-Anwendungen auf den neuen Macs lauffähig macht.
Dass Apple diese Übergangszeit irgendwann beenden wird, war vorauszusehen. So wird das ab September erhältliche macOS 27 Golden Gate nach aktuellem Stand das letzte Betriebssystem sein, das Rosetta 2 unterstützt. Voraussichtlich im Herbst 2028 wird dann macOS 28 erscheinen und damit auch die offizielle Rosetta 2 Unterstützung enden. Ein bisschen Zeit ist also noch, um sich endgültig von Rosetta 2 zu verabschieden.
Einen kleinen Haken gibt es allerdings: sofern ihr aktuell Rosetta 2 nutzt, wird macOS 27 Golden Gate dieses automatisch deinstallieren. Wer Rosetta 2 unter macOS 27 nutzen möchte, muss es nach dem Update also aktiv wieder neu installieren.
Was sollten Rosetta 2 Nutzer jetzt tun?
Bevor man sich im September an die Installation des neuen macOS Betriebssystem macht, sollte man zunächst herausfinden, welche Software oder welches Plug-in überhaupt noch Intel-only ist oder ob alle Tools bereits als Universal-2-Binärdatei vorliegen, was bedeutet, dass sie sich sowohl auf Intel-Macs als auch Silicon-Rechnern nutzen lassen. Die App Rosetta Check 2.0 kann hierbei behilflich sein und scannt alle installierten Plug-ins auf eurem System.
Grundsätzlich sind die aktuellen Versionen der großen DAWs alle bereits umgestellt, so dass diese nicht mehr unter Rosetta 2 genutzt werden (müssen). Auch die meisten Hersteller von Software-Instrumenten und Plug-ins haben ihre Tools in den vergangenen Monaten/Jahren bereits auf die ARM-Architektur umgestellt. Wer aber noch das eine oder andere Oldschool-Schätzchen auf seinem Rechner nutzt, sollte zumindest wissen, dass es dieses unter den neuen macOS-Systemen nicht mehr funktionieren wird.

































Hoffentlich aktualisieren Steinberg ihren Download Assistant und Library Manager und iZotope ihr Product Portal noch rechtzeitig. Die laufen noch unter Rosetta 2.
@Franky Die haben noch über ein Jahr Zeit. Bei solchen unkomplizierten Apps muss der Source Code nur neu kompiliert werden. Das sind meistens nur die Standard Frameworks, die dafür benötigt werden. Zumindest ist das dann leicht, wenn sie in Swift programmiert sind.
@Markus Galla Vielen Dank für die Info 🙂