Major-Update 2.0 für die Roland Fantom Workstation

19. September 2020

Fantom wird zum vollwertigen Sampler

Roland wertet die aktuellen Workstation-Modelle Fantom 6, 7 und 8 mit dem umfangreichen Update 2.0 deutlich auf.

roland fantom workstation update 2.0

Im Fokus des Updates steht die Sampling Engine. Neben der direkten Zuweisung „To Pad“ kann jetzt ein Sample auch „To Keyboard“ aufgenommen werden. Parallel dazu kann ein Sample auch gleich „To Storage“, also auf einem Speichermedium aufgezeichnet werden. Dabei lassen sich auch Effekte wie der Vocoder und eine Kompression am Audioeingang mit aufnehmen.

Endlich unterstützt Fantom auch richtige Multisamples. Keyboard Samples und Multisamples lassen sich am Gerät editieren und lassen sich dann als Basis für Oszillatoren bzw. Partials in einem ZEN-Core Tone verwenden. Funktionen wie Auto-Trigger und Auto-Mapping unterstützen die Erstellung der Multisamples.
Ein Multisample kann aus bis zu 352 einzelnen Samples (88 pro Tone) bestehen. Mit vier Oszillatoren pro Tone und bis zu 16 Tones pro Scene sind die Möglichkeiten für aufwendige Sounds gegeben.

Zusätzlich zu der Master-Section gibt es nun den TFX-Prozessor (Total Effects). Damit können zusätzlich zu den vorhanden Master Compressor und EQ kann ein beliebiger Effekt den 90 Algorithmen eingebunden werden, sei es für einen Filtersweep der Summe oder ein extra Limiter.

Im Sequencer kann in der Piano Roll-Ansicht nun mit drei neuen Tools über das Touch Dsiplay editiert werden um zum Besipiel CC-Verläufe einzuzeichnen. Im neuen Microscope-Modus lassen sich Noten jetzt sehr detailliert editieren.

Weiterhin gehören zum Update neues Pad Sampler Routing, Zoom Edit, erweitertes Output Routing, Scene Chain Markers, erweiterte Steuerung und Transponierung der Zones.

Das Update 2.0 steht für alle Besitzer von Fantom 6, 7 und 8 bei Roland zum Download bereit.

Forum
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    Holden  

    Der Fantom ist nun ein echter Sampler? Sample recording, sofort abspielen, Startpunkt suchen oder erst blind gespeichert und dann in Tones importiert werden? Das Video hat einen cut an der stelle und ich glaube die nutsen uns. Wenn nein dann ist Fantom nun der beste sampler seit ASR-10 auf dem Markt. Wow!

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      Stef M Froelich  

      Hä? Aber das konnte mein Fantom-S von 2003 auch schon. War sogar ziemlich einfach, das Sampling, aber im Vergleich mit dem ASR-10 natürlich nie so intuitiv. Wobei das Intuitive beim ASR, wenn man es ein bisschen gemein ausdrücken will, ja daher kommt, dass die Funktion des Displays einem nicht im Weg ist, anstelle dass es das zentrale Element darstellt mit Wellenformdarstellung, grafischer Darstellung von Start, End, Looppunkten … wie bei allen moderneren Samplern. Und das alte – und wahrscheinlich auch das neue – Fantom stürzt NIE ab, ganz im Gegensatz zum geliebten heißen Ensoniq :)

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        Holden  

        Fantom G ist wie S und sampling ist nicht intuitiv. Keynote ist nicht echtzeit nur in liste anwählbar, sample muss über separate touchbutton getriggert und nicht über keys und kann nur aufwendig einzeln nicht global gespeichert werden. Wenn da dieser verbessert wurde mit besseren fx und 6 out ist Roland nun ein echter gewinner.

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    pulpicon  

    Auto-Sampling gibt es nicht im Fantom 2.0. Sample-trigger ist ein Threshold, kein Notentrigger-Autosampling wie bei aktuellen MPCs.

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    Holden  

    Loopop hat ein sehr informatives Video gemacht. Die Zahl der Schritte bis ich ein Sample spielen kann ist lang. Kein automatischer Nulldurchgang beim loopen, lange Lade und Rechenzeiten und fehlender Timestrech sind auch nicht gerade 2020. Nach Geräten wie V-Synth und VP-9000 die vor 17 Jahren rausgekommen sind ist das echt mau. Schaut man sich alte Tests von Fantom S und G an, ist bis auf das User-Interface und „Zen-Core“ tatsächlich wenig neues dabei.
    Das läßt die alten Geräte auf dem Gebrauchtmarkt gut dastehen und auch der ehrwürdige Ensoniq ASR-10 muss keine Konkurrenz fürchten.
    https://www.youtube.com/watch?v=V-NgoVwZlnU

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