Preiswerte DJ-Controller im Überblick
DJ-Controller unter 300,- Euro – Der Start in die Welt des Auflegens muss nicht teuer sein. Deswegen möchten wir uns heute anschauen, was der Markt an DJ-Controllern heute im niedrigeren Preissegment zu bieten hat. Denn auch wenn es möglich ist, mit Laptop oder dem Tablet aufzulegen, sind haptische Bedienelemente einfach angenehmer. Außerdem kann man so natürlich auch kontrollierter mehrere Elemente gleichzeitig steuern.
Inhaltsverzeichnis
DJ-Controller – Was ist das eigentlich?
Auch wenn es für die Mehrheit bereits klar ist, möchten wir gerade Einsteiger an die Hand nehmen und kurz erläutern, was ein DJ-Controller eigentlich ist.
Vom Layout her orientieren sich Controller dabei in einer etwas reduzierten Form an einem klassischen DJ-Setup, bestehend aus zwei Multimedia-Playern und einem DJ-Mixer.
Mit einem solchen Controller steuert man eine DJ-Software. Das bedeutet, dass, mit dem passenden Layout sämtliche Funktionen der Software auf dem DJ-Controller mit verschiedenen Bedienelementen gesteuert werden kann. Fader, Drehregler, Buttons und Jogwheels, sie alle dienen dazu, dass das DJ-Set gelingt.
Hercules DJControl Inpulse Reihe
Die eine Funktion, die alle drei Inpulse-Controller von Hercules verbindet, ist der sogenannte Beatmatch Guide. Ein ideales Feature für alle Anfänger. Mit LEDs am Pitch-Fader und unter dem Jogwheel wird euch visualisiert, in welche Richtung das jeweilige Bedienelement bewegt werden muss, damit der neue Song synchron zum bereits laufenden Titel läuft. Genial ist, dass man das Feature manuell über einen Button am jeweiligen DJ-Controller an- und ausschalten kann. So haben Anwender Stützräder per Knopfdruck, falls man noch in Sachen Beatmatchen etwas unsicher ist.
In unseren Augen eins der besten Features, um klassisches Auflegen zu lernen.
Hercules DJControl Inpulse 200 MK3
Das jüngst vorgestellte Modell der Inpulse Reihe ist mit das günstigste im hier vorgestellten Ensemble. Für gerade einmal 109,- Euro erhalten wir hier einen kleinen, aber feinen DJ-Controller mit 3-Band-Equalizer, Filter pro Kanal und immerhin vier Performance-Pads.
Softwaretechnisch haben wir, wie auch bei den anderen Modellen der Reihe, die Wahl zwischen Serato DJ Lite und der hauseigenen DJ-Software DJUCED.
Anschlusstechnisch gibt es hier neben dem 3,5 mm Klinkenausgang für den Anschluss der DJ-Kopfhörer den Master-Out via Cinch.
Wer mehr über diesen günstigen DJ-Controller für Einsteiger lesen möchte, findet hier unseren Testbericht.
Hercules DJControl Inpulse 300 MK2
Der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 führt das Konzept etwas weiter und bietet mit acht Performance-Pads und separaten Bedienelementen für die Effekte über dem jeweiligen Jogwheel noch etwas mehr Eingriffsmöglichkeiten, um die eigene Performance noch interessanter zu gestalten.
Bei diesem Modell haben wir zudem noch eine kleine Loop-Sektion, mit der wir auch unabhängig der Performance-Pads agieren können, und zudem eine 5-teilige LED-Anzeige, die uns das Kanal- und Master-Volume anzeigt.
Neben einer 3,5 mm Klinkenbuchse auf der Vorderseite haben wir beim Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 auf der Rückseite auch lediglich Cinch als Ausgang.
Was die Kosten angeht, ist dieses Modell solide eingepreist und ist für 174,- Euro verfügbar. Unseren Testbericht findet ihr hier.
Hercules DJControl Inpulse 500
Mit dem Hercules DJControl Inpulse 500 gibt es wahrscheinlich das versatilste Modell der vorgestellten DJ-Controller. Mit acht RGB-Performance-Pads pro Track-Deck können wir in verschiedenen Modi Hot Cues triggern, Loops setzen oder auch softwareinterne Features wie Stems bedienen. Softwaretechnisch setzt der Hersteller einerseits auf seine hauseigene DJ-Software DJUCED, aber selbstverständlich auch auf Serato DJ Lite.
Darüber hinaus gibt es pro Kanal neben dem 3-Band-Equalizer ein Filter. Zudem können wir auf der Rückseite über einen 6,3 mm Klinkenanschluss ein Mikrofon anschließen. Das Master-Out-Signal wird sowohl über Cinch als auch asymmetrisch 6,3 mm Klinke ausgegeben.
Preislich ist dieser DJ-Controller in unseren Augen wirklich gut bepreist, denn man bekommt ein Modell in einer angenehmen Größe und mit der Möglichkeit, über den AUX-In noch eine weitere Soundquelle in den Mix fließen zu lassen. Dieses kann man entweder über Cinch, aber alternativ auch über 3,5 mm Klinke anschließen.
Dies kann bei einer Party zur Not natürlich auch mal ein Smartphone sein, aber das Einbinden von einem Multimedia-Player wäre später so auch möglich. Das AUX-In-Signal kann durch einen eigenen, bipolaren Filter wahlweise mit einem High-Pass- oder einem Low-Pass-Filter bedingt werden.
Aktuell gibt es den DJ-Controller für 245,- Euro. Wer mehr über dieses Modell erfahren möchte, findet hier unseren Testbericht verlinkt.
Hercules DJ Control Mix Ultra
Besonders im Portfolio des Herstellers ist sicherlich der Hercules DJ Control Mix Ultra. Dieser kompakte DJ-Controller kann durch den verbauten Akku auch ohne direkte Stromversorgung benutzt werden.
Softwaretechnisch steuert der DJ-Controller dabei Algoriddims djay Pro auf sowohl iOS als auch Android, und das nicht etwa kabelgebunden, sondern via Bluetooth. Das hat in unserem Test auch problemlos und vor allem ohne irgendwelche merklichen Latenzen funktioniert.
Mit djay Pro stehen dem Nutzer auch Funktionen wie das „Neural Mixing“ zur Verfügung, womit man statt EQ-Bänder verschiedene Stems direkt mixen kann. Abseits des 3-Band-Equalizers haben wir auch hier pro Kanal ein bipolares Filter und acht Performance-Pads mit verschiedenen Modi.
Was die Anschlüsse angeht, so gibt es auf der Rückseite lediglich einen USB-C-Port, welcher jedoch nur zum Aufladen des Akkus dient. Der Hercules DJControl Mix Ultra hat keine verbaute Soundkarte. Das Audiosignal wird über euer Smartphone oder Tablet ausgegeben. Wer über Kopfhörer vorhören möchte, der findet einen passenden Klinkenadapter im Lieferumfang, jedoch wird es bei den neusten Tablets oder Smartphones einen weiteren Adapter benötigen, da der normale Kopfhöreranschluss nicht mehr verbaut wird.
Preislich liegt der Hercules DJControl Inpulse 300 MK2 bei 155,- Euro und wer mehr über das Gerät erfahren möchte, findet hier unseren ausführlichen Testbericht.
Numark Mixtrack Platinum FX
Mit dem Numark Mixtrack Platinum FX haben wir den einzigen DJ-Controller für unter 300,- Euro, mit dem sich vier Decks steuern lassen können. Dafür bedarf es jedoch Serato DJ Pro, welches kostenpflichtig erworben werden müsste. Alternativ dazu kann der Controller selbstverständlich mit Serato DJ Lite verwendet werden, ohne direkt Mehrkosten in Kauf nehmen zu müssen.
Ein Highlight des DJ-Controllers sind die in den Jogwheels verbauten Displays. Dadurch sehen wir einerseits, welches Track-Deck aktuell gesteuert wird, die BPM und Länge des laufenden Titels.
Abseits davon verfügt das Modell über einen 3-Band-Equalizer und bipolares Filter pro Kanal, und darüber hinaus über eine recht üppige Effekt-Sektion, passend zum Beinamen „FX“. So können wir direkt die Effekte HPF, LPF, Flanger, Echo, Reverb und Phaser auf dem DJ-Controller anwählen und über FX-Wippen entweder durchgehend oder nur für den Augenblick aktivieren. Darüber hinaus können wir einerseits das Dry/Wet-Verhältnis selbst über ein Poti steuern und zusätzlich das Timing der Effekte über einen weiteres Poti anpassen. Dadurch können wir subtil Effekte in den Mix bringen.
Die acht Performance-Pads und die Loop-Sektion, mit der sich per Knopfdruck ein Loop mit fester Länge aktivieren lässt, der dann mit den benachbarten Buttons verdoppelt oder halbiert wird, runden die Features des DJ-Controllers gelungen ab.
Anschlusstechnisch verfügt der Numark Mixtrack Platinum FX lediglich über einen Master-Out per Cinch-Ausgang und abseits der Kopfhörerausgänge auf der Vorderseite noch über einen Mikrofon-Eingang auf der Rückseite via Klinke.
Preislich liegt der Numark Mixtrack Platinum FX bei 265,- Euro. Mehr über den DJ-Controller könnt ihr in diesem Testbericht erfahren.
Numark Mixtrack Pro FX
Wer sicher ist, dass er keine vier Track-Decks steuern möchte und auch keine Displays im Jogwheel benötigt, sollte sich den Numark Mixtrack Pro FX anschauen.
Abseits der genannten Abstriche bekommt man hier die gleiche FX-Kontrolle, Performance-Pads und Anschlüsse, aber für einen günstigeren Preis von 219,- Euro. Den ursprünglichen Testbericht findet ihr hier verlinkt.
Reloop Buddy
Auch Reloop hat einen DJ-Controller für unter 300,- Euro. Mit dem Reloop Buddy erhalten wir ein Modell, welches auch auf Algoriddims djay Pro ausgerichtet ist.
Zwar kann der Reloop Buddy auch in Verbindung mit dem Rechner verwendet werden, aber an diesem Controller haben wir eine extra Rille, um unser Tablet oder Smartphone zu platzieren.
Durch Algoriddims djay Pro können wir hier das Neural-Mixing-Feature zum Pegeln von einzelnen Stems verwenden. Allerdings verfügt dieser DJ-Controller lediglich über einen 2-Kanal-Equalizer. Dafür gibt es aber immerhin ein Filter pro Kanal sowie eine Effektsteuerung via Kipp-Schalter.
Anschlusstechnisch haben wir beim Reloop Buddy neben dem Kopfhörerausgang mit 3,5 mm Klinkenanschluss den Master-Out per Cinch-Ausgang.
Abseits davon verfügt der DJ-Controller über einen Push-Encoder, mit dem wir Loops setzen und die Länge dieser anpassen können, sowie acht Performance-Pads mit verschiedenen Modi.
Preislich liegt der Reloop Buddy bei 209,- Euro. Den Testbericht zu diesem DJ-Controller haben wir euch hier verlinkt.
Wir hoffen, dass euch diese Übersicht an verfügbaren, günstigen DJ-Controllern eine gute Auswahl bietet und ihr eventuell ein passendes Modell findet, mit dem ihr den Schritt zur ersten Hardware gehen könnt.


































