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Laney Cub 12R – wenn Briten die Zähne zeigen!
Laney

Wer einen herrlich rauen, britischen Sound mag und seinen Verstärker auch öfters mal zu Gigs und/oder Proben mitschleppt, für den könnte der Laney Cub 12R genau das Richtige sein. Allzu viel Erwartungen sollte man bei diesem knochig-trockenen Briten bei den Cleansounds allerdings nicht haben – die Endstufe mit ihren zwei EL84 Glaskolben gerät recht schnell an ihre Grenzen und aus einem weichen und trotzdem verdammt druckvollen Cleansound entstehen so schnell erste Verzerrungen. Die aber verdammt gut klingen und sich durch den sehr ausgeprägten Mittenbereich auch perfekt im Bandgefüge Platz verschaffen. Für eine noch bessere Ortung des Sounds sorgt eine Stütze an der Unterseite des Gehäuses, die den Amp leicht in Schräglage versetzt und somit den Abstrahlwinkel des verbauten 12″ HH-Speakers aus dem Hosenbeinbereich in Richtung Ohrmuscheln lenkt.

Neben einem Gainpoti sowie einer klassischen Dreiband-Klangregelung verfügt der Laney Cub 12R weiterhin über ein Tonefilter für die Endstufe, somit könnte man ohne schlechtes Gewissen auch von einem Vierband-EQ sprechen. Ein Halleffekt auf digitaler Basis befindet sich ebenso an Bord wie ein Einschleifweg, der Hall lässt sich zudem auch per Fuß zu- bzw. abschalten. Eine Art Powersoak gibt es auch an dem kleinen Laney, hier dienen die Inputbuchsen zur Reduzierung der Gesamtlautstärke der Endstufe.

Laney Panel

Leistung: 15 Watt

Kanäle: 1

Lautsprecherbestückung: 1x 12“ HH Speaker

Röhrentypen: 3x ECC83 Vorstufe und 2x EL84 Endstufe

Klangregelung: 1x Volume, 1x Gain, Dreiband-EQ, Toneregler für Endstufe, Reverb

External Speaker Out: Nein

Effekte: Digital Hall & Effektweg

Abmessungen und Gewicht: 427 x 435 x 235 mm, 11,5 kg.

Preis: 349,- Euro

Amazona Testbericht Laney Cub 12R

 

Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für diese sehr informative Übersicht. Was mich erstaunt, ist die Empfehlung des Randall als Wohnzimmer-Amp, weil man dessen Leistung ja auch nicht reduzieren kann. Ich habe zwar diesen noch nicht gespielt, aber andere 5W Amps überwinden Zimmerwände bei voller Dröhnung mühelos. Im Grunde ist das Problem der Wohnzimmer oder Bedroom-Amps, dass man für volles Brett kleiner 1W braucht und für clean mit ein bisschen Headroom mindestens 5W, besser 10-15W, so wie das bei dem Palmer und dem Laney der Fall ist. Mein Wunsch-Wohnzimmeramp hätte einen 3-stufigen Powersoak (z.B. 1/2, 1, 5 oder 1, 5, 12) für Metal, Blues, Clean, dann Effekt-Loop und Recording Out.

  2. Profilbild
    monticola

    Super Übersicht !
    Es wird schnell deutlich, daß man vor der Entscheidung Probespielen sollte. Darum braucht es hier auch keine „Hitliste“ mit Plätzen.

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