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Martinic AX73, Akai-Synthesizer als Plug-in

8. Oktober 2021

Mit 73 zurück in die 80er

Martinic AX73 ist eine Software-Emulation des gleichnamigen analogen Synthesizers von Akai. Das Plug-in ist jedoch gegenüber dem Vorbild in mehreren Punkten erweitert.

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Die Klangerzeugung des originales AX73 basierte hauptsächlich auf CEM-Chips, die das Plgu-in AX73 mit einer sogenannten Advanced Circuitry Emulation-Technologie nachzubilden versucht. Hier gibt es zwei Synth-Engines, die als Split oder Layer mit jeweils zwei Oszillatoren eingerichtet werden können. Die Oberfläche orientiert sich an der Optik des Originals, hat jedoch deutlich mehr Fader. Alternativ gibt es ein praktisches Panel, das ohne Menü-Diving direkten Zugang auch zu den weiterführenden Parametern gewährt.

martinic ax73 synthesizer plugin new panel

Das Plug-in besitzt eine Effektsektion mit Compressor, Phaser, Flanger, Chorus, Delay, Reverb, Distortion und EQ. Diese lassen sich in einer FX-Kette mit beliebigen Positionen anordnen.
Weiterhin ist, wie beim Akai AX60, ein Arpeggiator integriert, der hier mit 11 unterschiedlichen Modi und Funktionen wie Shuffle und Improv ausgestattet ist. Vom Synthesizer AX80 hat man das Konzept eines zweiten VCOs und eines Suboszillators übernommen, die wie bei diesen Modellen einen erweiterten Oktavbereich besitzen. Auch die Modulationsmöglichkeiten sind größer als beim Akai AX73. Es sind vier Hüllkurven (drei davon sind zuweisbar) und vier zuweisbare LFOs pro Layer vorhanden.
Das Plug-in besitzt eine Library von mehr als 600 Presets.

Martinic AX73 ist als VST- und AU-Plug-in für MacOS und Windows verfügbar. Eine Demoversion steht zur Verfügung. Zur Einführung kostet das Plug-in 43,50 Euro, regulär wird es dann 87,- Euro kosten.

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Zu den originalen Akai Synthesizern gibt es auf AMAZONA.de zwei Vintage-Storys. Der VX-90 ist die technisch identische Rack-Version des AX73 und Elemente des AX80 bzw. AX60 flossen in das Plug-in mit ein.

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Preis

  • Einführung: 43,50 Euro
  • regulär: 87,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Herr_Melin  

    Ich habe ausgesprochen großen Respekt vor den Programmierern derartiger Apps. Aber ich frage mich allmählich schon, wer diese hier eigentlich kaufen soll. Was kann die besser als die vielen digitalen Wiedergänger der zahllosen wirklichen Klassiker, die schon auf dem Markt sind? Der Synth, der hier wohl Vorbild war, war schon in den 1980ern soundtechnisch sowas von abgehängt. Mir fällt auf Anhieb niemand ein, der bei dessen Anblick Hosenschlottern bekam – obwohl mir das Design dieser Synths damals sehr gefallen hat, das muss ich zugeben. Aber das war Hardware.

    Letztlich war der hier aber eher etwas für die Nische, für Leute, die sich einen Jupiter-8 nicht leisten konnten und die dann eben aus irgendwelchen Gründen nicht bei einem Juno 6 oder Alpha Juno oder meinetwegen Polysix hängen geblieben sind – alles reduzierte, aber geile Maschinen. Heute sind die Teisco-Synths wohl eher was für Sammler. Und die rühren Plugins kaum an.

    Warum ich mir diesen Softsynth nun kaufen soll? Aus diesem Kurzbericht geht es nicht hervor. Ich wünsche dem Programmierer, dass er hier einen modernen Kult schafft. Sonst wird’s aus meiner Sicht schwer.

    Aber ich lasse mich gern überzeugen: Was ist am AX73 so besonders?

    • Profilbild
      Mookovic

      Mir gefällt das Elka Panther Organ sehr gut.
      Aber bei diesem Synthplugin frage ich mich auch wer das bei all den Synthplugins noch braucht.

  2. Profilbild
    Andreas Bruhn  

    Akai Sampler waren eine glatte 1 und davon gibt es ja auch Emulationen. Drummachines (Wolf??) und Synths allerdings waren schon damals soundmässig das Grauen. Wer soll sich davon ein Plug in antun?

    • Profilbild
      UAP

      *Achtung: Ironie!* Ich freue mich über jeden Kommentar, in dem AKAI-Synthesizer so schön pauschal abgewatscht werden wie hier. Vielleicht werden die Originale dann endlich zu fairen Preisen angeboten und ich komme endlich zu einem AX80 (Träumchen)! 😉

  3. Profilbild
    defrigge  AHU

    Seinerzeit war die Hardware ein für Analog-Hype zu spät gekommener Nachkömmling, der trotzdem klanglich top war.

    Die Kritik am Plugin kann ich nach ebenfalls anfänglicher Skepsis nicht teilen. Mein Interesse war zunächst auch sehr gering, aber dann wurde ich durch ein Video von Doctor Mix neugierig, der auch ein halbes Dutzend Presets beigesteuert hat.
    https://youtu.be/HiX3ekcgXCw

    Inzwischen hab ich mir das Plugin nach näherem Hinhören mit Vergnügen besorgt, und es rangiert unter meinen Top 10 unter den vielen VA Synths auf dem Markt und auf meinem Rechner: es klingt einfach richtig gut und ist m.E. als Analog-Nachbildung klanglich so gelungen wie nur wenige andere VAs.

    • Profilbild
      UAP

      100% Zustimmung! Ich bin ein ausgesprochener Fan der AKAI-Synths, die leider auf dem Gebrauchtmarkt (weil sie relativ selten sind) zu überteuerten Preisen angeboten werden.

      Das Martinic-Plugin ist so nutzerfreundlich programmiert, wie nur wenige andere, die ich habe. Der Klangcharakter ist offenbar sehr nah am Original, und erfreulicherweise werden sämtliche Presets/ROM-Patches des Originals mitgeliefert. Zudem gibt es noch Hunderte anderer Presets (darunter etliche „Brot-und-Butter“-Sounds, die man mal wirklich „out of the box“ einsetzen kann ohne viel rumschrauben zu müssen) sowie die besagten sechs vom Onkel Doktor, die ebenfalls sehr gelungen sind.

      Obenauf gibt es eine ganze Reihe an Features, die das Original nicht hatte: Möglichkeit, zwei Sounds über die Tastatur zu splitten oder die Sounds zu stacken (speziell Letzteres: feeeett!). Von der erweiterten Polyphonie gar nicht zu reden, gibt es nun auch eine Unison-Funktion und das volle Angebot an Effekten, von Reverb, Chorus und Delay bis hin zu Phaser, Flanger und Distortion. Die Nutzeroberfläche lässt sich mit einem Klick umschalten, und es liegen alle Einstellungsparameter offen vor einem – etwas, von dem man beim umständlich zu programmierenden Original nur träumen kann!

      Preis-Leistung ist hervorragend. Daumen hoch Martinic! Jetzt bitte ein BIT One-VST! 😁

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