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Mario Höll

Profilbild von Mario Höll

Mitglied seit: 11.03.2013

AHU Punkte: 24

Kommentare: 8

Erfahrungsberichte: 0

99310

Ich Bin Musiker, Autor
Musikrichtungen Experimental, Ambient, Avantgarde, Progressive
Über mich 1987 gründete ich mein Musikprojekt „BF“ (heute „Balsamfieber“). Auf meiner Internetseite beschreibe ich das so: „In etlichen Themenalben und einem umfangreichen Archivprojekt,schafft es Balsamfieber immer wieder, mit komplexen Kompositionen, Improvisationen, elektronischen und akustischen Klängen, gepaart mit sinnreichen, mehrsprachigen Texten, Filmen und Bildern sowohl live als auch im Studio – seit über 25 Jahren als Gesamtkunstwerk – zu begeistern.“
Musikalischer Status Semi-Professionell
Künstlername Mario Höll
Meine Bands Balsamfieber
Einflüsse Pink Floyd, Eloy, Klaus Schulze, Popol Vuh, Ax Struck
Im Web

Soundcloud Feed

Mein Equipment

Korg Z1
Korg Z1 Synthesizer
Kawai K5000S
Kawai K4
Kawai K1 II
Korg Monotron
Yamaha RM1x

Meine neusten Kommentare

Na, ja, der Klang ist immerhin eigenständig und nicht so glattpoliert und steril, eher rauh. Und die vielen Möglichkeiten waren damals enorm. Den Vocoder fand ich auch nicht schlecht. Klar war die Sprachverständlichkeit nicht besonders gut, aber man konnte z.B. die Drums da durchjagen und an die Filterbänder bearbeiten. Ich hätte das Ding gerne behalten, wenn nicht die katastrophale Software gewesen wäre. War es ein Montagsgerät? Jedenfalls stürze der ständig ab, wenn man etwas rumschraubte oder gar was aufnahm, da gab er keinen Ton mehr von sich oder reagierte in Zeitlupe und der Tastaturchip war mehrmals kaputt. Die haben das zwar anstandslos repariert, aber es hielt nicht lange. Mein Fazit deshalb: Tolles Gerät mit Eigenklang und vielen Möglichkeiten, sehr einfach zu programmieren aber die Software lief nicht, auch nicht nach mehreren Reparaturen.
Wenn ich nicht vom Legendenstatus dieser Synthesizer wüßte, würde ich denken, die können nur pfeifen, zwitschern und schneiden, jedenfalls sind so die meisten Klangbeispiele. Es wäre zu wünschen, mall zu hören, wie die Klingen, wenn man das Filter etwas schließt und die Resonanz rausdreht. Es gibt doch sicher auch Anwendungen, wo mal ein weicherer Sojund gebraucht wird. Die Klangbeispiele sind jedenfalls nicht nur hier sehr, sehr einseitig!

Green Box: Kawai K4, Synthesizer

am 11.04.2013 16:15 Uhr
Der Kawai K4 ist ein sehr unterschätzter Synthesizer von 1989. Immerhin kann man 4 Oszilatoren mischen, 2 separat filtern und hat einen großen Vorrat an Grundwellenformen. Auch die Amplitudenmodulation erzeugt ähnlich wie im K1 interessante Effekte und eignet sich auch zum Aufrauhen der Samples, auch entstehen bei entsprechenden Einstellungen völlig neue Spektren. Auch sind neben den Samples etliche per Additive Synthese erzeugter Wellenformen an Bord. Das sehr gut klingende Filter hebt den Gesamtklang, der sehr warm daherkommt, angenehm von anderen Synthesizern, die oft sehr steril klingen, ab. Oft meint man, man hätte es mit einem Analogen zu tun. Deshalb bekommt man sehr warm klingende Flächen und auch einen Mix aus digital und analog sehr gut hin. Der Prozessor ist sehr langsam und bei perkussiven Klängen knackt das Filter leider auch sehr laut, überhaupt produziert er bei einigen Einstellungen unangenehme Nebengeräusche, auch häßliche Verzerrungen. Dreht man die Resonanz des Filters auf (nur 7 Stufen sind möglich), wird es sehr heftig und jenseits von HiFi, das hat manchmal Vorteile, nämlich immer dann, wenn es sich im Mix durchsetzen soll. Der starke Eigenklang ist auch deutlich spürbar. "Echte" Instrumente nachmachen ist nicht so seine Stärke, es hat halt alles eine deutliche Färbung und das liebe ich so an den Kawai-Synthesizern, sie versuchen nicht wie alle anderen zu klingen, man bekommt viel Eigenständiges. Hier mal zwei Stücke mit allen Sounds aus dem K4: http://www.myspace.com/balsamfieber/music/songs/think-on-the-heros-89206976 http://www.myspace.com/balsamfieber/music/songs/think-on-the-heros-89206976
Hier mal ein Stück mit dem Werks-E-Piano gespielt: http://www.myspace.com/balsamfieber/music/songs/later-in-a-better-world-89206963 und hier komplett alles vom K1 II (außer der "Gesang" :-)). Das geht auch, sollte natürlich Avantgarde sein :-) http://www.myspace.com/balsamfieber/music/songs/tuesday-morning-40-remake-41-89290526
Auch der Kawai K1 ist so ein Synthesizer, der gerade wegen seiner Macken interessant klingt. Wenn man den schwachen Prozessor richtig ran nimmt (Samples extrem hoch oder runter pitchen) und oder die sehr unterschätzte Amplitudenmodulation benutzt, entstehen so noch nie gehörte Klänge, die da eigentlich gar nicht drin sind. Das Ding ist ein prima Effektlieferant. Durch die geringe Auflösung von nur 8 Bit erhält man viel Schmutz, viele interessante Röchel- und Hauchsounds bekommt man so hin. Das alles klingt auch garantiert LoFi. Da es auch nicht viele Parameter einzustellen gibt, kommt man schnell zu interessanten Ergebnissen. Als Simulationsmachine taucht er natürlich nicht. Und filtern geht eben auch nicht. Vielmehr bringt er das gewisse Etwas im Mix, so eine Art „Salz in der Suppe“, gerade wenn alles andere so sauber und perfekt klingt, da ist er auch deutlich herauszuhören. Ich verwende ihn hauptsächlich für Effekte, aber auch zum unterlegen unter andere Sounds. Wenn man an in Echtzeit an dem Joystick (anders geht es ja auch nicht) dreht, bekommt man prima Überblendungen, die, dezent angewendet, zur Verfeinerung dienen können. Da stecken immer noch ungeahnte Möglichkeiten drin, gerade wenn man die Samples gegenseitig Amplitudenmoduliert.

Aktion