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polyaural ••••

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Mitglied seit: 01.04.2009

AHU Punkte: 621

Kommentare: 212

Erfahrungsberichte: 4

42369 Wuppertal

Ich Bin Keyboarder
Musikrichtungen Electronic, Ambient, Berliner Schule
Musikalischer Status Hobby
Künstlername POLYAURAL
Meine Bands Polyaural
Einflüsse Berliner Schule
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Meine neusten Kommentare

Man mag mich verlachen, aber meine absoluten Lieblinge sind JX-8P, Juno60 und D-50. Und bevor ich dem Jupiter 8 ein Ohr leihe muss ich zugeben, dass ich den Jupiter 6 lieber mag. Der System 1m ist meiner Meinung nach ein echter Gewinn. Und damit meine ich nicht die Möglichkeit ein PlugOut zu hosten.
„Es gibt Instrumente, die man nicht nach Ausstattung und Funktion beurteilen sollte, man könnte rasch enttäuscht werden, ohne den wahren Wert zu erkennen.“ . Ich würde sogar sagen, kein Instrument sollte nach so undurchsichtigen und manipulativen Gesichtspunkten wie Ausstattung und Funktion beurteilt werden. Oder genauer, gar nichts. Ausstattung und Funktion sind keine Fakten, allerhöchstens Versprechen. . Seit ich mich für technische Geräte interessiere werde ich durch Poeten von eigenen Gnaden hinters Licht geführt, die in ihren Prospekten Ausstattung und Funktionen in allen Farben des Lichtes hervorheben, die sich am Ende aber nur unter deutlich schmerzhafter Auslegung der geschriebenen Worte mit der Realität in Einklang bringen lässt. Wenn man nicht von einer plumpen Lüge sprechen will. Im Marketing nennt man das Feature-F*cking. . Wer auf solche Listen vertraut, oder sie sogar zur Entscheidungshilfe erhebt, ist eine willkommene Beute dieser Machenschaften. Ich weiß wovon ich spreche, ich bin jahrelang auf so was reingefallen …
Elektron ist für mich eine Ausnahmefirma. Sie trauen sich Dinge anders als alle anderen zu machen, damit sie besser werden. Sie bauen in sehr guter Qualität (was nicht bedeutet das nichts kaputt gehen kann!). Ich habe den Support als extrem kulant und Ergebnisorientiert erlebt. . Ausserdem widerstehen sie der Versuchung alle zwei Jahre mit „neuen“ Modellen in einen gesättigten Markt zu verkaufen, sprich: Frühere Investitionen obsolet zu machen. . Mit diesen Eigenschaften sind sie sicherlich nicht einzigartig. Trotzdem gibt es Marken die das Thema Instrumente ganz anders sehen. Mein Beatstep funktioniert nicht richtig, und wie ich erfahren habe hat er nie richtig funktioniert. Es gab immer Probleme damit. Und Arturia so? Nix, kaufe den Pro, der geht. Hallo? . Und jetzt bringt Elektron Updates um meinen alten OT soweit es geht an den Neuling anzupassen. Das schafft Vertrauen. . Tack så mycket, Elektron.
Und ich mag die errechneten Klänge immer noch nicht. Warum ein analoges Gerät emulieren? Damit es in einen Computer passt? . Und genau da ist der Ansatzpunkt. Ich bin mit Musik aus Kleiderschranken aufgewachsen, die ein Bedienpanel hatten. Meine Tochter (11) hat das seltene Glück jemanden als Vater zu haben, der ein Drittel seines Arbeitszimmers mit Hardware zugestellt hat, und viel Zeit darin investiert eine kreative Arbeitsumgebung zu schaffen. Aber wozu? . Wenn sie denn tatsächlich mal selbst Musik machen will dann wird sie ihren Laptop oder das Tablett hervorkramen, und Spaß haben. Sie hat iMaschine und Ähnliches auf ihrem Handy, und macht richtig feine Beats damit. . Um es offen zu sagen, Menschen wie mich sind abgehängt. Ich verstand die Miniloug- und Boutiquisierung der Instrumente lange nicht. Jetzt verstehe ich sie. Für das Geld das ich 1983 in den furchtbaren MS-20 investierte kann ich heute Musik machen und veröffentlichen. Der 20er hatte nicht mal Echo oder Hall. Der klingt trocken wie ein Autounfall. Die kleinen Klimperkisten klingen stark, aber sind nur eine Zwischentechnologie, wie die Energiesparlampe. . Nein, die Frage ob Hardware oder In-The-Box wird immer nur von den alten Männern gestellt. Und maximal denen die den Umbruch miterleben. Meine Tochter wird von Hardware nix wissen wollen. Wozu auch?

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