Messe-Report: Checkpoint.DJ

8. November 2018

Die neue Fachmesse für den DJ-Bereich?

Checkpoint.DJ – zum zweiten Mal wurde Anfang November geladen zu der möglicherweise neuen Fachmesse für den DJ-Bereich. Eingeladen wurde am 04. und 05. November in die Stadthalle in Bielefeld, zentral gelegen direkt neben dem Bielefelder Hauptbahnhof.

Das sehr neue Format Checkpoint.DJ ist gewachsen zum Vorjahr, so viel steht fest.
Interessant ist auch hier die Entwicklung, die parallel zu einigen Jahren läuft. Die Frankfurter Musikmesse (und auch ein wenig die Pro Light & Sound) hat einen Knacks bekommen, das schon vor einigen Jahren.
Parallel dazu haben sich neue Formate entwickelt, allen voran sicherlich die Superbooth in Berlin als die neue Messe oder nennen wir es besser Fachtreffen, Nerd-Meeting, für Fans von Synthesizern, modularen Spielzeugen und analoger (oder digitaler) Klangerzeugung. Diese fand dieses Jahr zum dritten Mal statt.
Zum zweiten Mal fand dieses Jahr die Guitar Summit in Mannheim statt, der neue Pilgerort für Gitarren-Begeisterte.

Die Checkpoint.DJ fand in diesem Jahr das zweite Mal statt, 2017 Hannover, 2018 nun in Bielefeld.
Die Richtung scheint klar zu sein. Während die Musikmesse seit einigen Jahren deutlich an Besucherzahlen verliert und auch organisatorisch einige Fehler zu Lasten der Aussteller zu verbuchen hatte, scheinen sich kleinere, fachspezifische Messen zu etablieren, zu denen die Hersteller und Vertriebe derweil abwandern.
Schaut man sich die Superbooth an, die Atmosphäre, die Liste der Aussteller vom kleinen DIY-Schrauber bis hin zu großen Herstellern wie AKAI, dann dürfte das niemanden wundern.

Zwar gibt es auf der Musikmesse für den DJ-Bereich anstatt diverser Hersteller mit Einzelständen wie früher noch die DJ-Con als Messe in der Messe, diese aber befindet sich in einem Foyer zu einer der Halle und war tatsächlich in den letzten Jahren sehr übersichtlich. Positiv ausgedrückt. Pioneer DJ war am Ende der letzte Hersteller mit einem großen Stand auf der Messe. Denon DJ, Reloop oder Audio-Technica / Allen&Heath Xone-Series hatten nur noch kleine Aufsteller auf der DJ-Con.

Dagegen fand man im zweiten Jahr der Checkpoint.DJ rund 40 Hersteller aus verschiedenen Bereichen. Die Messe richtet sich an klassische Veranstaltungs-DJs bis hin zu Club DJs, bildet dabei sowohl den Audio- als auch den Lichtbereich ab und bietet neben den Hersteller-Präsentationen auch ein umfangreiches Angebot an Vorträgen.

Checkpoint.DJ

Checkpoint.DJ 2018 in Bielefeld

Zu finden waren in diesem Jahr Hersteller wie Pioneer DJ, Audio-Technica / Allen&Heath, PLAYdifferently, Magma Bags, AKAI, Denon DJ, Rane DJ, JBL, Native Instruments, Numark, DJ Skins, Chauvet DJ, IMG Stage Line, Daslight, Steinigke, Soundcraft, S-Cases, Crown, GLG Light sowie viele weitere Marken. Das Angebot ist also in der Tat umfangreich, von Audio über themennahe (oder nicht so nahe) Austeller bis hin zu Licht.

Das Angebot an Workshops umfasst Vorträge zu den Themen Marketing, Firmengründung, Crowd Reading, Licht-Steuerung und Programmierung bis hin zu Raumakustik oder Producing.

Während es am Sonntag durchaus gut besucht war, war es am Montag eher ruhig. So blieb genügend Zeit für längere Gespräche an allen Ständen mit doch durchaus vielen bekannten Gesichtern.

So gab es große wie auch kleine Stände, Pioneer DJ zusammen mit Chauvet Lightning gehörten zu den größeren, ebenso Steinigke mit Produkten aus dem Bereich Licht zusammen mit Madrix aber auch den Omnitronic Rotary-Mixern.

Allen&Heath war vor Ort und bot für viele einen ersten Blick auf den Xone:96, auch auf ein PLAYdifferently Model 1. Native Instruments hatte natürlich den Kontrol S4 MKII und den Kontrol S2 MKIII mit Traktor Pro 3 dabei und gewinnt auf jeden Fall den Preis für den gemütlichsten Stand.

Pioneer DJ hatte neben den aktiven Lautsprechern alles Wichtige an Equipment dabei, von der Toraiz-Serie über die NXS2-Modelle, XDJ und DJM-250 bis hin zu den Controllern wie XDR-RR, DDJ-1000 oder DDJ-400.
Direkt neben Pioneer DJ hatte sich Chauvet angedockt und zeigte dort neben einigen Licht-Geschichten auch die Kombination von Chauvet Licht und dem Pioneer DJ DMX-Interface.

Auch Denon DJ hatte einen großen Stand mit der kompletten Prime-Serie neben Rane mit dem neuen Seventy-Two und natürlich dem Twelve. Mit einem ebenso großen Stand war LSS Audio präsent, mitten auf der Fläche standen die Lösungen für Truss und Deko von Expand Cover. Weiteres Licht gab es an Ständen von GLG Light oder Ape Labs.

Wir haben ein paar Eindrücke gesammelt für euch …

Hearsafe war vor Ort und informierte über Gehörschutz, Klotz Audio war mit einem kleinen Stand für das Kabelsortiment vor Ort. Natürlich war auch in Orange der BVD vor Ort, der Bundesverband Discjockey e.V.. Selbst Sennheiser war mit einem kleinen Stand vor Ort, das war ohne Frage eher unerwartet. Auch Silent Disco hatte einen Stand und informierte über die Funktion wie auch Möglichkeiten der Partys mit Kopfhörer.

Auch abseits von Herstellern oder Veranstaltern gab es diverse Stände. So war ein Stand der AIDA Flotte zu finden, AIDA Careers, ein Arbeitgeber, der ja doch für einige DJs interessant ist. Jobs gab es auch am Stand von Musiker Jobs.

Die Qualität der Vorträge und Präsentationen war in der Tat unterschiedlich, ebenso wie die Themenwahl. Leider verhielt es sich hinsichtlich der Anzahl der Besucher ähnlich. Am Sonntag gab es sowohl einige gut besuchte Vorträge und Demonstrationen, ebenso leider einige, die wegen Mangel an Besuchen ausfielen. Montag sah es im Prinzip so aus, dass sich zu keinem Vortrag mehr als fünf bis zehn Besucher eingefunden hatten, was sicherlich aber auch daran lag, dass der Großteil der Besucher bereits am Sonntag auf der Messe war. Das wird sicher auch ein Punkt sein, über den die Veranstalter nun nachdenken werden. Für das Besucher-Spektrum zwischen Endkunde, berufstätigem DJ, ob Veranstaltungs- oder Club DJ, wie auch Verleiher kann natürlich ein Sonntag immer genau so ein Werktage sein (oder der Tag nach einer Werknacht) wie wiederum ein Montag auch.

Native Instruments gewinnt den Preis für den gemütlichsten Stand!

Ohne Frage ist die Messe einem Tag mehr als gut machbar – dafür sind aber auch die Eintrittspreise ausgelegt. Die Anzahl der Anbieter vor Ort konnte man im Vergleich zum letzen Jahr steigern und mit den namhaften Firmen sind auch genau die Hersteller vor Ort, die man als DJ unbedingt sehen möchte/sollte. Genau jene, die zum Beispiel in den letzten Jahren von der Musikmesse verschwunden sind.
Diese Übersichtlichkeit sorgt aber auch für eine sehr schöne Atmosphäre, da es unmöglich ist, sich nicht zu begegnen. So trifft man gefühlt an jeder Ecke ein bekanntes Gesicht, knüpft über genau diese neue Kontakte und führt schöne Gespräche an verschiedenen Ecken. Ein Gefühl eines gemeinsamen Events, auch bedingt durch die dem Publikum nahe Organisation, wie es die Musikmesse schon seit Jahren nicht mehr realisieren konnte.

Gespannt sein darf man ohne Frage auf das Jahr 2019. Nach diesem Jahr wird die Messe mit Sicherheit erneut stattfinden und so wie es von den verschiedenen Seiten her klang, sind alle wohlgemut, dass die Messe erneut wachsen wird und neue Hersteller dazukommen werden. So könnte sich die Checkpoint.DJ in den nächsten Jahren ohne Zweifel zu der wichtigen DJ-Messe in Deutschland entwickeln.

Wir freuen uns auf 2019!

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