Kleine Keyboards mit großen Unterschieden
Kompakte MIDI-Keyboards sollen wenig Platz brauchen und trotzdem genügend Kontrolle für Musikproduktionen und den Live-Einsatz bieten. In diesem Vergleich treten das AKAI Professional MPK Mini IV, das Arturia MiniLab 3, das Nektar Impact LX25 mk3 und das Novation Launchkey Mini 25 MK4 gegeneinander an. Auf den ersten Blick ähneln sich diese 25-Tasten-Modelle zwar, beim Spielen und Bedienen fallen aber schnell einige Unterschiede auf. Am Ende geht es in diesem Vergleichstest vor allem darum, welches Keyboard für seinen Preis das beste Gesamtpaket bietet.
| Kategorie | AKAI Professional MPK Mini IV | Arturia MiniLab 3 | Nektar Impact LX25 mk3 | Novation Launchkey Mini 25 MK4 |
| Spielgefühl und Verarbeitung | 4/5 | 5/5 | 5/5 | 3/5 |
| Praxis- und Anschlussfähigkeit | 5/5 | 5/5 | 4/5 | 4/5 |
| Zusatznutzen | 5/5 | 4/5 | 4/5 | 5/5 |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | 5/5 | 5/5 | 4/5 | 3/5 |
| Gesamtbewertung | 5/5 – Sehr gut | 5/5 – Sehr gut | 4/5 – Gut | 3/5 – Befriedigend |
Inhaltsverzeichnis
Grundlage des Vergleichstests
Die vier MIDI-Keyboards werden in den folgenden Bereichen verglichen und bewertet:
- Spielgefühl und Verarbeitung
- Praxis- und Anschlussfähigkeit
- Zusatznutzen
- Preis-Leistungs-Verhältnis
Den größten Einfluss auf die Gesamtwertung hat das Preis-Leistungs-Verhältnis. Fast genauso wichtig ist das Spielgefühl. Hier geht es beispielsweise um die Größe und Länge der Tasten, ihren Widerstand, die Geräuschentwicklung und das Verhalten bei Akkorden oder beim Spielen auf den schwarzen Tasten, was auf kleinen Tasten schnell zur Herausforderung werden kann. Auch Pads, Encoder, Fader sowie Pitch- und Modulationsregler fließen in diese Kategorie ein.
Bei der Praxis- und Anschlussfähigkeit zählen etwa Pedalanschlüsse, MIDI-Ausgänge, die Bedienung mit einer DAW und die Eignung für den mobilen oder den Live-Einsatz. Beim Zusatznutzen werden Funktionen wie Arpeggiator, Akkord- und Skalenmodi, Note-Repeat, eigene Belegungen, Editorprogramme und mitgelieferte Software berücksichtigt. Die finale Gesamtwertung ist kein einfacher Durchschnitt aller Sterne. Die Kategorien Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Spielgefühl und Verarbeitung zählen stärker als der Rest.
Spielgefühl und Verarbeitung
AKAI Professional MPK Mini IV: 4 von 5 Sternen
Das erste Modell in der alphabetischen Auflistung unserer Testkandidaten bietet für seine kompakten Abmessungen angenehm große und vergleichsweise lange Minitasten. Melodien, Basslinien und einfache Akkorde lassen sich meiner Meinung nach gut darauf spielen. Die Klaviatur und einige Bedientasten klappern allerdings leicht, was den ansonsten guten Eindruck ein wenig dämpft.
Sehr gelungen finde ich die klassischen Pitch- und Modulationsräder, denn sie liegen angenehm unter den Fingern und lassen sich gut dosieren. Auch die acht anschlagdynamischen Pads machen einen sehr soliden Eindruck und eignen sich für Drums ebenso wie für Samples. Das kleine Farbdisplay zeigt beim Spielen unter anderem die Anschlagstärke der Pads an. Dadurch sieht man sofort, wie kräftig ein Pad betätigt wurde. Auch die acht Encoder und der zusätzliche größere zentrale Encoder fügen sich gut in das kompakte Bedienfeld ein.
Arturia MiniLab 3: 5 von 5 Sternen
Unter den drei Geräten mit Minitasten spielt sich das Arturia MiniLab 3 für mich am angenehmsten. Die 25 Slim-Tasten besitzen einen spürbaren Widerstand, ohne schwergängig zu wirken. Dadurch lassen sich leise und kräftige Anschläge gut kontrollieren. Die Tasten klappern kaum und vermitteln einen etwas solideren Eindruck als beim AKAI-Modell. Auch bei Akkorden lässt sich gut in die Tastatur greifen.
Die beiden Touch-Flächen für Pitchbend und Modulation funktionieren gut, auch wenn echte Räder etwas mehr haptische Orientierung bieten. Pads, Encoder und Fader fühlen sich insgesamt sehr wertig an. Vor allem die vier Fader sind für viele Live-Einsätze ein großer Vorteil. Keines der anderen drei Modelle besitzt solche Schieberegler. Trotz der vielen Bedienelemente wirkt die Oberfläche nicht überladen. Man findet sich schnell zurecht und das OLED-Display hilft bei der Bedienung.
Nektar Impact LX25 mk3: 5 von 5 Sternen
Dieses Modell ist deutlich größer als die anderen drei Geräte des Vergleichstests. Dafür besitzt es große Tasten, die sich fast wie normale Keyboard-Tasten anfühlen. Akkorde, schwarze Tasten, Basslinien und Synthesizer-Parts lassen sich dadurch besonders angenehm spielen. Für Live-Bass oder kurze Soloparts würde ich das Nektar Impact LX25 mk3 wegen dieser größeren Tasten den drei kompakteren Modellen vorziehen.
Auch die großen Pitch- und Modulationsräder sind im Live-Betrieb ein großer Vorteil, denn sie lassen sich schnell finden und angenehm bedienen. Die Pads und Drehregler fühlen sich meiner Meinung nach allerdings etwas weniger hochwertig an als bei den Modellen von AKAI und Arturia. Auch das dreistellige LED-Display wirkt einfacher als die grafischen Anzeigen der Konkurrenz. Trotzdem erreicht das Nektar Impact LX25 mk3 beim Spielgefühl die gleiche Wertung wie das Arturia MiniLab 3. Das Arturia-MIDI-Keyboard überzeugt innerhalb der Mini-Klasse, während das Nektar-Modell durch seine größeren Tasten punktet.
Novation Launchkey Mini 25 MK4: 3 von 5 Sternen
Das Novation Launchkey Mini 25 MK4 ist das kleinste und handlichste Gerät in diesem Vergleich. Die sehr kurzen Tasten sind allerdings auch sein größter Nachteil, denn man kann kaum in die Tastatur hineingreifen, was vor allem beim Spielen auf den schwarzen Tasten schnell unangenehm wird. Für einzelne Noten oder einfache Basslinien reicht die Klaviatur sicher aus. Akkorde und anspruchsvollere Passagen spielen sich wegen der größeren Tasten auf den anderen drei Modellen aber deutlich angenehmer.
Die Touch-Flächen für Pitchbend und Modulation funktionieren insgesamt gut. Auch die 16 anschlagdynamischen Pads mit polyphonem Aftertouch sind ein großer Pluspunkt. Die acht Drehregler oberhalb der Pads fallen jedoch klein aus und stehen so dicht beieinander, dass die Bedienung mit größeren Händen etwas fummelig werden könnte.
Zwischenfazit: Spielgefühl und Verarbeitung
Arturia und Nektar liegen in dieser Kategorie gemeinsam vorne, verfolgen dabei aber unterschiedliche Ansätze. Das Arturia-Modell bietet die angenehmste Minitastatur und eine sehr gelungene Bedienoberfläche. Das Nektar-MIDI-Keyboard spielt sich durch seine größeren Tasten noch natürlicher, benötigt dafür aber wesentlich mehr Platz.
Das AKAI Professional MPK Mini IV folgt dahinter und bietet eine gut brauchbare Klaviatur, sehr gute Pads und angenehme Pitch- und Modulationsräder. Das Novation Launchkey Mini 25 MK4 fällt beim eigentlichen Tastaturspiel deutlich ab. Seine kurzen Tasten sind vor allem beim Spielen auf den schwarzen Tasten und für größere Hände ein Problem.
Praxis- und Anschlussfähigkeit
AKAI Professional MPK Mini IV: 5 von 5 Sternen
Das MIDI-Keyboard von AKAI ist für Software und externe MIDI-Geräte gut ausgestattet. Es besitzt einen USB-C-Anschluss, einen klassischen fünfpoligen MIDI-Ausgang und einen 6,35-mm-Anschluss für ein Sustain-Pedal. Der MIDI-Ausgang kann entweder die eigenen Spieldaten oder vom Computer kommende MIDI-Daten ausgeben. Dadurch lässt sich das Gerät auch als einfache Verbindung zwischen Computer und externer Hardware verwenden.
Für seine geringe Größe bietet das AKAI Professional MPK Mini IV viele direkte Bedienelemente: Acht Pads, acht Encoder, Pitch- und Modulationsräder sowie das Display ermöglichen eine vielseitige Nutzung. Außerdem können eigene Presets abgespeichert werden, um Pads und Regler für bestimmte Instrumente oder persönliche Belegungen anzupassen.
Arturia MiniLab 3: 5 von 5 Sternen
Das Arturia MiniLab 3 bietet ebenfalls einen USB-C-Anschluss, einen fünfpoligen MIDI-Ausgang und einen 6,35-mm-TRS-Eingang für Pedale. Der Pedaleingang kann nicht nur für Sustain genutzt werden, sondern auch für Schalt- und Expressionpedale.
Die Kombination aus acht Encodern, vier Fadern, acht Pads und dem Hauptregler ist im Alltag sehr nützlich. Lautstärken, Effektanteile und Instrumentenparameter lassen sich direkt bedienen. Mehrere verbreitete DAWs werden unterstützt und weitere Programme können über allgemeine MIDI-Zuweisungen oder Mackie Control eingebunden werden. Auch die Stromversorgung über ein iPad ist laut Hersteller möglich.
Nektar Impact LX25 mk3: 4 von 5 Sternen
Das Modell von Nektar wird über USB-C mit Strom und MIDI-Daten versorgt. Zusätzlich gibt es einen 6,35-mm-Eingang für einen Fußschalter. Dieser ist normalerweise für Sustain vorgesehen, kann aber beispielsweise auch andere MIDI-Befehle senden. Ein separater MIDI-Ausgang fehlt beim Nektar Impact LX25 mk3, was die direkte Verbindung mit Synthesizern oder Drumcomputern einschränkt.
Dafür bietet das Nektar-MIDI-Keyboard viele eigene Tasten für Transport, Spurauswahl, Mixer, Instrumente und Presets. Im DAW-Betrieb müssen deshalb weniger Funktionen über Tastenkombinationen aufgerufen werden. Die große Bauform hilft beim Spielen und bei Live-Auftritten, ist auf kleinen Schreibtischen oder unterwegs aber weniger praktisch als die kompakteren Modelle dieses Vergleichstests.
Novation Launchkey Mini 25 MK4: 4 von 5 Sternen
Das Novation-Keyboard wird ebenfalls über USB-C verbunden und besitzt einen 6,35-mm-Eingang für ein Pedal. Für externe MIDI-Geräte steht ein Ausgang im Miniklinkenformat bereit. Wer ein Gerät mit klassischer fünfpoliger MIDI-Buchse anschließen möchte, benötigt also einen passenden Adapter.
Die 16 Pads sind besonders für Clips, Drums und Akkorde praktisch. Auch die Einbindung in Ableton Live, Logic Pro, FL Studio, Cubase und weitere Programme ist sehr umfangreich. Das kleine Gehäuse eignet sich vor allem gut für unterwegs, führt aber zu engen Abständen zwischen den Reglern und den kleinen Tasten. Gerade bei größeren Händen ist die Bedienung dadurch weniger angenehm als bei den übrigen Modellen.
Zwischenfazit: Praxis und Anschlussfähigkeit
Das Arturia- und das AKAI-Modell sind bei den Anschlüssen am vollständigsten, denn beide besitzen USB-C, einen klassischen fünfpoligen MIDI-Ausgang und einen Pedaleingang. Das Arturia-Keyboard bietet zusätzlich die vielseitigste Pedalnutzung. Das Novation-Modell ist gut für mobile und clipbasierte Anwendungen geeignet, benötigt für klassische MIDI-Geräte aber einen Adapter. Das Nektar-MIDI-Keyboard überzeugt bei der DAW-Bedienung und auf der Bühne, verliert aber Punkte durch seine Größe und den fehlenden MIDI-Ausgang.
Zusatznutzen
AKAI Professional MPK Mini IV: 5 von 5 Sternen
Das AKAI Professional MPK Mini IV bietet besonders viele Funktionen für Beatproduktion und elektronische Musik. Der Arpeggiator besitzt verschiedene Laufrichtungen, mehrere Oktavbereiche, Swing, Gate, Latch und externe Synchronisation. Mit der Freeze-Funktion kann ein Arpeggio weiterlaufen, während zusätzliche Noten gespielt werden. Scale- und Chord-Modi helfen beim Erstellen von Melodien und Akkordfolgen.
Besonders nützlich ist Note-Repeat im Stil der MPC-Geräte, wodurch gehaltene Pads wiederholte Noten in verschiedenen rhythmischen Werten spielen. Eigene Belegungen für Pads und Regler lassen sich zudem als User-Presets speichern. Zum Software-Paket gehören unter anderem Ableton Live Lite 12, die Studio Instrument Collection und Native Instruments Komplete 15 Select.
Arturia MiniLab 3: 4 von 5 Sternen
Das Arturia-MIDI-Keyboard besitzt einen Arpeggiator, einen Akkordmodus und eine Hold-Funktion. Eigene Akkorde können gespeichert und anschließend über einzelne Tasten in verschiedenen Tonhöhen gespielt werden. Einen eigenständigen Skalenmodus oder eine Note-Repeat-Funktion wie beim AKAI-Modell gibt es allerdings nicht.
Ein großer Vorteil ist die Verbindung mit Analog Lab Intro. Sounds lassen sich über den Hauptregler auswählen, während die Encoder und Fader wichtige Klang- und Effektparameter steuern. Mit dem MIDI-Control-Center können eigene Belegungen erstellt und in fünf Benutzerprogrammen gespeichert werden. Außerdem liegen Ableton Live Lite, Native Instruments The Gentleman, UVI Model D und Komplete 15 Select als Software-Beigaben bei.
Nektar Impact LX25 mk3: 4 von 5 Sternen
Das Nektar Impact LX25 mk3 bietet einen Skalenmodus, einen Akkordmodus und zwei Hold-Varianten. Im zweiten Hold-Modus können bestimmte Töne gehalten werden, während man auf den übrigen Tasten normal weiterspielt. Die acht Pads können Noten oder MIDI-Befehle senden und es lassen sich bis zu acht Pad-Belegungen speichern. Ein eigener Arpeggiator ist bei diesem Modell nicht vorhanden.
Seine größte Stärke liegt meiner Meinung nach bei der DAW- und NKS-Steuerung. Die Encoder können Mixerkanäle, Panorama, Sends und Instrumentenparameter bedienen. Presets lassen sich direkt durchschalten und für einige Programme gibt es zusätzliche Funktionen für Loops, Clips und Aufnahmen. Zum Software-Paket gehören Bitwig Studio 8-Track, MOK Miniraze und Komplete 15 Select.
Novation Launchkey Mini 25 MK4: 5 von 5 Sternen
Der Kandidat von Novation besitzt im Vergleich den größten Funktionsumfang: Der Skalenmodus kann unpassende Noten verschieben, ausblenden oder eine Tonleiter auf die weißen Tasten legen. Hinzu kommen eine Akkorderkennung und drei Akkordmodi. Eigene Akkorde können außerdem auf den Pads gespeichert oder über einzelne Tasten transponiert gespielt werden.
Der Arpeggiator bietet beispielsweise Swing, Gate, Oktavbereich, Rhythmusvariationen, Mutate und einen eigenen Pad-Modus. Vier eigene Pad-Modi und vier eigene Encoder-Modi können über Novation Components programmiert werden. Zum Software-Paket gehören Ableton Live Lite, Novation Play, das GForce Bass Station Plug-in und Komplete 15 Select.
Zwischenfazit: Zusatznutzen
Das AKAI Professional MPK Mini IV und das Novation Launchkey Mini 25 MK4 bieten in dieser Kategorie die meisten kreativen Funktionen. Das AKAI-MIDI-Keyboard richtet sich vor allem an Beatmaker und punktet mit Note-Repeat und seinen Pad-Funktionen. Das Novation-Modell bietet die größte Auswahl an Akkord-, Skalen- und Arpeggiatorfunktionen.
Das Keyboard von Arturia ist etwas reduzierter, ergänzt seine Hardware aber durch eine sehr gute Verbindung mit Analog Lab und einen vielseitigen Editor. Das Nektar Impact LX25 mk3 konzentriert sich stärker auf DAW-Steuerung und große Tasten als auf kreative Funktionen im Gerät selbst.
Preis-Leistungs-Verhältnis
AKAI Professional MPK Mini IV: 5 von 5 Sternen
Für 99,- Euro bietet das AKAI MPK Mini IV insgesamt sehr viel. Die gut brauchbaren Minitasten, sehr guten Pads, klassischen Pitch- und Modulationsräder und das Farbdisplay ergeben für mich ein stimmiges Gesamtpaket. Hinzu kommen acht Encoder, eigene Presets, ein fünfpoliger MIDI-Ausgang und ein Sustainpedal-Anschluss.
Auch bei den Zusatzfunktionen ist das AKAI-Modell gut aufgestellt, denn Arpeggiator, Scale-Mode, Chord-Mode und Note-Repeat bieten viele Möglichkeiten für Beatproduktion und elektronische Musik. Die Studio Instrument Collection, Ableton Live Lite 12 und weitere Software-Beigaben erhöhen den Gegenwert dieses MIDI-Keyboards. Die leicht klappernden Tasten und Taster fallen zwar auf, sind bei diesem Preis aber kein schwerwiegender Nachteil.
Arturia MiniLab 3: 5 von 5 Sternen
Das Arturia MiniLab 3 ist mit 90,- Euro das günstigste Gerät dieses Vergleichstests und bietet meiner Meinung nach trotzdem das ausgewogenste Gesamtpaket. Die Tastatur lässt sich unter den Mini-Modellen am angenehmsten spielen, die Oberfläche wirkt ordentlich verarbeitet und die Bedienung geht schnell von der Hand. Vier Fader, acht Encoder, acht Pads und der Hauptregler bieten viele Möglichkeiten.
Auch USB-C, der fünfpolige MIDI-Ausgang und der vielseitige Pedaleingang sind in dieser Preisklasse überzeugend. Hinzu kommen Analog Lab Intro, Ableton Live Lite, weitere Instrumente und das MIDI-Control-Center. Das Arturia-Modell besitzt zwar nicht ganz so viele kreative Funktionen wie die MIDI-Keyboards von AKAI oder Novation, bietet für 90,- Euro aber die beste Mischung aus Spielgefühl, Bedienung, Anschlüssen und Software.
Nektar Impact LX25 mk3: 4 von 5 Sternen
Das Nektar kostet 109,- Euro. Sein wichtigster Vorteil sind die großen Tasten, die sich deutlich angenehmer spielen lassen als die Minitasten der Konkurrenz. Auch die großen Pitch- und Modulationsräder, die Transporttasten und die umfangreiche DAW-Steuerung sprechen sehr für das Gerät.
Test: Nektar Impact LX61 Mk3, LX49, LX25, LX88, MIDI-Keyboard
Dem stehen allerdings das einfache Display, der fehlende MIDI-Ausgang, die weniger hochwertig wirkenden Pads und Regler sowie die großen und für mobile Anwendungen entsprechend unpraktischen Abmessungen gegenüber. Auch ein Arpeggiator fehlt. Wer vor allem gut spielen möchte und genügend Platz hat, erhält hier trotzdem einen überzeugenden Controller. Für mobile Anwendungen oder externe MIDI-Hardware bieten die Modelle von Arturia und AKAI aber mehr.
Novation Launchkey Mini 25 MK4: 3 von 5 Sternen
Das Novation Launchkey Mini 25 MK4 kostet 111,- Euro und ist damit das teuerste Modell in diesem Vergleich. Dafür bietet es 16 Pads mit polyphonem Aftertouch, ein OLED-Display, acht Encoder, viele DAW-Funktionen, drei Akkordmodi und einen umfangreichen Arpeggiator. Auch die Software-Beigaben und Novation-Components sind sehr nützlich.
Trotzdem kann das Gerät seinen Preis meiner Meinung nach nicht vollständig rechtfertigen. Die Tasten sind sehr kurz und lassen sich deutlich schlechter als bei den anderen drei Modellen spielen. Auch die kleinen und eng nebeneinander liegenden Regler erschweren die Bedienung, besonders bei größeren Händen. Wer hauptsächlich Pads, Clips und Akkordfunktionen nutzt, bekommt hier viel geboten. Als MIDI-Keyboard überzeugt das Novation-Modell für 111,- Euro aber weniger.
Zwischenfazit: Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Modelle von Arturia und AKAI erhalten jeweils fünf Sterne. Das Arturia-Keyboard ist das günstigste Modell und bietet die beste Minitastatur, vier Fader, vielseitige Anschlüsse und ein umfangreiches Software-Paket. Das AKAI Professional MPK Mini IV kostet nur 9,- Euro mehr und punktet mit sehr guten Pads, klassischen Rädern und vielen Funktionen für Beatproduktion.
Das Nektar Impact LX25 mk3 erhält in dieser Kategorie vier Sterne. Seine großen Tasten und die DAW-Steuerung sind starke Argumente. Beim Display, Anschlüssen und Mobilität muss man allerdings Abstriche machen. Das Novation-Modell landet mit drei Sternen am Ende der Bewertung dieser Kategorie. Die vielen Funktionen und 16 Pads sind interessant, doch die kurzen Tasten und die kleinen, eng angeordneten Regler schränken die Bedienung meiner Meinung nach zu stark ein.










































