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Moog Liberation Synthesizer

Der Moog zum Umhängen

21. März 2026
Moog Liberation Keytar Synthesizer

Moog Liberation Keytar Synthesizer 1980

Den Moog Liberation hat schon (fast) jeder im deutschen Sprachraum, der ungefähr in meinem Alter ist (auch Jüngere können getrost weiterlesen), einmal gehört. Michael Busse, Keyboarder der Spider Murphy Gang, hat in den frühen 80er-Jahren damit das berühmte Staccato-Akkord-Riff im Song „Skandal im Sperrbezirk“ gespielt – ich vermute, dass auch das Synth-Solo im Song damit gespielt wurde. Der Moog Liberation kann viel mehr, als man erwarten würde und lässt z. B. bei den Funktionen einen Moog Prodigy alt bzw. noch älter aussehen.

Kurz & knapp

Moog Liberation

Hersteller: Moog Music

Baujahr: ca. 1980-1984

Monophoner Analogsynthesizer mit Polysection

Ausführung als Keytar aka Umhängekeyboard

Oszillatoren: 2 + Noise + Ringmodulator + Polysection

VCO 1 mit Sägezahn, Dreieck und Pulse;  Fußlagen 32’ 16’ 8’

VCO 2 mit Sägezahn, Dreieck und Rechteck; Fußlagen 16’ 8’ 4’

Filter: 24 dB Moog Ladder Tiefpassfilter mit Resonanz, 

ENV: 2 ADSR, Decay und Release nicht getrennt regelbar, 

LFO: 1, Dreieck, Rechteck. Sample & Hold, Frequenz reicht nicht in den Audiobereich

Besonderheiten: Polysection (Rechteck Wellenform), Oszillator Synchronisation, Ringmodulator, Keyboard mit Aftertouch, LFO kann ENV triggern, einzige Keytar von Moog

Aktuelle Alternativen: Wenn man eine Keytar mit analoger Klangerzeugung sucht, dann keine. Sonst z. B. Roland AX-Edge

Bewertung

Moog Music Moog Liberation

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Moog Liberation

Aufbau

Der Moog Liberation besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus der Tastatur mit dem Bedienfeld und dem „Hals“, zum anderen aus einer 19-Zoll-Einheit mit 2 HE, in der das Netzteil, die Control Voltage (CV)-Anschlüsse und der 6,35 mm Klinken-Output in Mono untergebracht sind. Die Keytar (Key-board + Gui-tar-e) mit dem 44-Tasten-Keyboard wird mit einem rund 10 m langen Kabel mit einem 6-poligen XLR-Stecker mit dieser 19-Zoll-Einheit verbunden. Aufgrund des Gewichts von rund 6,5 kg hätte Moog damals dem Instrument besser einen 10er-Block für den Physiotherapeuten beilegen können. Aber vielleicht waren die Keyboarder in den frühen 80ern auch physisch einfach stärker als heute.

Moog hat den Liberation in einem schicken Koffer, einem Gitarrenkoffer ähnlich, ausgeliefert. Dort hat alles Platz, auch die 19-Zoll-Einheit, das Kabel und ein Gitarrengurt. 

Moog Liberation mit original Koffer

Moog Liberation mit originalem Koffer

Was steckt unter der Haube?

Alles, was ein Synthesizer braucht, siehe Kurz-und-Knapp-Kasten. Die beiden VCOs haben allerdings nur drei auswählbare Fußlagen (ist aber bei vielen kleineren Moogs so), VCO 2 lässt sich gegenüber VCO 1 verstimmen. Die Pulsbreite ist nicht einstellbar und somit auch nicht modulierbar. Das Filter klingt sehr schön nach Moog, die Resonanz reicht bis zur Selbstoszillation. Die Hüllkurven sind wunderbar knackig. Es gibt einige Besonderheiten – dazu später. 

Moog Liberation Kreimer

Moog Liberation

Der Skandal-um-Rosi-Sound

Niemand denkt bei diesem Song an einen Moog-Synthesizer der frühen 80er-Jahre, waren die doch meistens monophon. Der Moog Liberation hat aber eine Polysection. Diese durchläuft zwar das Filter und auch die Hüllkurven, jedoch nur paraphon. Das heißt: Alle Töne teilen sich das Filter und die Hüllkurve bzw. die Einstellung, die gerade ausgewählt ist. Drückt man eine Taste, beeinflusst das alle andere Tasten mit. Der Release-Parameter wirkt bei der Polysection auch nicht. 

Lange Zeit war ich der Meinung, dass das „Skandal um Rosi“ Riff von einer Orgel stammt und ich finde, der Gedanke ist nicht allzu weit hergeholt, nachdem der Sound der Polysection des Moog Liberation an den Sound einer Orgel erinnert. Der Oszillator, der auf einer Frequenzteiler-Schaltung beruht und somit vollpolyphon spielbar ist, liefert nur eine Rechteck-Wellenform bzw. Schwingungsform. Kurzer Exkurs an dieser Stelle: Der richtige physikalische Ausdruck ist Schwingungsform, auch wenn sich der Begriff Wellenform stärker verbreitet hat, weswegen ich nur den verwende.

Und nun zum Rosi Sound: Der Sound ist sehr schnell und einfach zu programmieren. Cutoff auf ca. 3, Emphasis (so heißt bei den Moog Synthesizern der Resonanzparameter) auf ca. 7, VCF ENV Amount (AMT) auf ca. 8, Attack und Decay beider Hüllkurven auf Minimum und Sustain auf ca. 6. 

Man hört sogar im Song, wie Busse das Filter ab und zu auf- und wieder zumacht – das geht im Übrigen auch mit einem Controller am Hals. Durch die minimale Attack-Zeit schmatz der Sound am Anfang etwas, da aber das Filter ziemlich zu ist, klingt das Ganze wirklich wie eine (Hammond-) Orgel, bei der die ersten 3 Zugriegel herausgezogen sind. Das Riff und das Solo habe ich in einem Video nachgespielt.

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Was kann der Keyboard-„Hals“?

Am Keyboard-Hals befinden sich vier Drehregler, zwei Schalter und ein Ribbon-Controller. Der erste Drehregler ändert die Lautstärke, der zweite macht das Filter auf und zu. Dieser hat eine Feder und springt von selbst wieder auf den Startpunkt zurück. Der dritte ist quasi das Modwheel. 

Moog Liberation Hals Kreimer

Der „Hals“ des Moog Liberation

In der Mitte sitzt der Ribbon-Controller, mit dem lässt sich der Ton rund eine Sext nach oben beziehungsweise nach unten pitchen. Einstellen kann man das Intervall wie bei den meisten alten Synthesizern nicht, das Intervall liegt dann an oder in den Ohren des Keyboarders. Danach kommt ein Schalter für Glide ein/aus zur Verwendung. Danach ein Drehregler, der die Intensität des Aftertouch-Effekts regelt.

Zu guter Letzt findet sich ganz außen ein Schalter, der als Ziel der Aftertouch-Funktion entweder „Modulation“ oder „Bending“ auswählt, Aftertouch wird beim Moog Liberation im übrigen „FORCE“ genannt. Damit der Keyboarder oder die Keyboarderin auch weiß, welche Funktion wo liegt, ist das Ganze zwei Mal beschriftet und somit auch von oben lesbar. Das ist für jene wichtig, die den Liberation umgehängt haben und damit über die Bühne laufen.

Der Hals in der Praxis

Einfach zu bedienen sind die Funktionen nicht, finde ich. Beim Ribbon muss man recht fest drücken, damit man ein Bending auslösen kann. Bedient man gleichzeitig den kleinen Modwheel-Regler, heißt es, die Finger ziemlich zu spreizen. Wie ich finde, lässt sich damit nicht ausdrucksstärker spielen als mit einem Pitchbend- und einem normalen Modwheel.

Wird der Regler für das Filter aufgedreht und hält man diesen (sonst springt er wieder zurück), damit der Sound heller ist, ist ein Bending mit dem Ribbon unmöglich. Prinzipiell ist aber alles da, was man braucht.

Alles in allem ist der Moog Liberation ein Instrument, das man ausdrucksstark spielen kann. Dafür sorgt das Aftertouch, für dessen Effekt ist eine gefederte Metallleiste unter den Tasten verantwortlich, die über die ganze Tastatur geht. Drückt man nun zwei weiter entferntere Tasten fester nach, merkt man, wie beide Tasten nach unten gehen, auch die, die man gar nicht fest gedrückt hat. Mit Aftertouch lässt sich eine Modulation auslösen (Filter oder VCO bzw. beides zugleich), schaltet man am Hals von „MOD“ auf „BEND“ um, lässt sich der Sound pitchen beziehungsweise auch das Filter auf- und zumachen. Und ab geht die Oszillator-Sync-Post! Auf die Polysection wirken das Bending via Aftertouch oder Ribbon im Übrigen nicht. 

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Ringmodulator

Der Moog Liberation hat auch einen Ringmodulator. Dieser kann über den Mixer den anderen Signalen beigemischt werden. Es lassen sich also gleichzeitig beides, Oszillatoren, Rauschen, Ringmodulator und die Polysection, spielen. Beim Input des Ringmodulators liegen nur Rechteck-Wellenformen an. Wählt man eine andere Wellenform an, ändert sich der Sound nicht. Damit lassen sich abgefahrene, metallische Sounds erzeugen. Man kann mit VCO 1 Lines in tune spielen, während man die Tonhöhe von VCO 2 ändern und so den Ringmodulator Sound beeinflusst. Dabei handelt es sich um ein Feature, das es nicht gibt, wenn man das komplette Signal eines Synths in einen Ringmodulator leitet. 

Moog Liberation 1 Kreimer

Mixer, Filter und die beiden ENVs. Die rote LED leuchtet, wenn ein Signal durch die ENVs geht.

Besonderheiten

Ich spiele gerne mit der Polysection und den VCOs gleichzeitig. Man kann Akkorde spielen und die Topnote wird durch die beiden Oszillatoren hervorgehoben. Es ist fast wie bei einem Saxofonsatz, in dem das Lead-alt oben noch mal so richtig rausknallt. Oder du spielst mit der linken Hand Akkorde und mit der rechten eine Melodie, die jedoch mit den beiden Oszillatoren gespielt wird. 

LFO triggert ENV

Das ist ein Feature, das ich bei Synthesizern immer gerne habe. Der LFO triggert die Hüllkurve, dadurch entsteht ein Groove. Mit der veränderten Decay/Release-Time lassen sich so wunderbare rhythmische Muster erzeugen. Leider aber geht der LFO nicht in den Hörbereich. 

Moog Liberation 2 Kreimer

LFO und die beiden Oszillatoren. Die rote LED zeigt die Geschwindigkeit des LFO an.

Ist der schon ein richtiger Moog?

Vergleicht man nur den Grundsound der beiden Oszillatoren mit anderen Moog Synthesizern, lässt sich sagen: Einem Minimoog kann er nicht das Wasser reichen. Die Oszillatoren klingen doch dünner. Außerdem reichen alle drei Oszillatoren des Mini um eine Oktave tiefer als der VCO 1 des Liberation.

Der Moog Liberation wird ja gerne mit dem Moog Prodigy verglichen (beide haben Oszillator Synchronisation). Ich persönlich finde, dass der Liberation auch hier etwas dünner klingt, auch wenn der Unterschied minimal ist. Trotzdem haben seine Oszillatoren und das Filter den typischen Moog Sound und der Liberation glänzt aufgrund seiner durchdachten zusätzlichen Funktionen. 

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Klangbeispiele
Fazit

Cooler Moog Synthesizer mit vielen Funktionen. Allerdings reicht er an die Breite z. B. eines Minimoogs nicht heran. Wer eine Keytar sucht, sollte sich besser ein moderneres und leichteres Gerät zulegen. Der Moog Liberation ist auf jeden Fall mehr ein Sammlerstück als ein Synthesizer, den man sich als Musiker unbedingt zulegen muss.

Plus

  • typischer Moog Sound
  • Polysection
  • Aftertouch
  • LFO triggerd ENV
  • Ringmodulator

Minus

  • hohes Gewicht
  • Polysection hat kein Bending und keine Release-Zeit
  • Hals etwas knifflig zu bedienen
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Über den Autor
Profilbild

Franz Kreimer Keys RED

Absoluter Keyboard und Synth-Nerd. 17 Jahre Keyboarder der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung). Mehr als 3000 Auftritte im deutschsprachigen Raum. Abgeschlossenes Musikstudium (Saxofon).

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Numitron AHU

    super Artikel danke! 😃
    hab den Ende der 90er bei Moog cookbook das erste Mal gesehen.
    da hat meine Leidenschaft angefangen.
    mit Roland mc303 mit schiefem realtime sequencer und Atari ST von meinem opa (damit passte das Timing)
    letztes Jahr hab ich mir nach 30 Jahren träumens eine rote Roland ax1 keytar gekauft.
    😉😀🔥🎉

  2. Profilbild
    herw RED

    Jaaaa – das nenne ich mal einen Vintage-Test, denn die wundervollen Klangbeispiele zeigen eindrucksvoll, was ein Profimusiker aus (jedem?) Instrument herausholen kann, sogar aus einem über 40-Jahre altem Instrument mit gegenüber heutigen Modellen eingeschränkten Möglichkeiten.
    6,5kg wären allerdings tatsächlich ein großer Nachteil für den Rücken, daher hätte ich ein Standmodell bevorzugt, wenn ich damals das Geld gehabt hätte.
    Bei mir ist es eine AX-Synth (heutzutage AX-Edge), die ich gerne ab und zu spiele, meistens als Presetschleuder oder sehr gerne über Midi mit den Softsynth-Gitarren von MusicLab. Dort ist alles etwas handlicher.

    Vielen Dank für die wundervolle Vorstellung und das eindrucksvolle Intro!

  3. Profilbild
    Codeman1965 AHU

    Ich glaube, daß viele Live-Keyboarder gerne mal „ganz vorne“ ihren Senf dazugeben würden (und viele das auch tun). Aber es geht ja nicht nur um „sehen und gesehen werden“. 🤔

    Es gibt ja vereinzelt die These. daß man Gitarre nicht auf dem Keyboard spielen sollte/kann.
    Wer sich bei YT mal Keytar Jeff reingezogen hat, der weiss, daß das SO nicht ganz stimmt. Da kann sich der „richtige“ Gitarrist der Band im 3. Set ruhig mal ne Stunde hinlegen…

    Der Liberation war seinerzeit sicherlich ein toller Moog-to-go, aber heute sind die Möglichkeiten für den Stagehopper an den Tasten ja fast grenzenlos.
    Wie Du schon schreibst, Franz, aus Nostalgiegründen oder als Sammlerstück sicherlich gut, aber ansonsten eher nicht mehr wirklich relevant.

    Dankeschön für den Artikel (und den kleinen Exkurs in den Sperrbezirk)…! 👏🙂

    • Profilbild
      k.rausch AHU

      @Codeman1965 Die Sling-On Keyboards sind allesamt Showteile. Und ja, man kann dann mal an den Bühnerand vorne und erfahrungsgemäß mag das Publikum so ein kleines Extra zur Abwechslung. Ich hatte das mit dem Yamaha CS01 gemacht, weil der kleine Synth über einen Fender Showman mit 2×12″ ziemlich fett kam und man so einen Überraschungseffekt hinkriegt. Besonders komfortabel ist die vertikale Spielweise aber nicht, finde ich. Gitarre auf Tasten geht nur als Krücke, weil man keine Lagen spielen kann. Aber es gehen andere Sachen, die auf der Gitarre nicht so einfach klappen, schnelle Arpeggien über mehrere Oktaven etwa. Und man kann unter das tiefe E, ohne das Ding runterzustimmen. Den Liberation hatte Tom Coster bei der Präsentation seinerzeit auf der Musikmesse gespielt. War sehr geile Performance, unvergesslich der Sync Sound.

    • Profilbild
      Franz Kreimer Keys RED

      @Codeman1965 Aktuelle beeindrucken mich die Gitarren auf den Roli Seaboards am meisten. Auch die Software dort klingt ausgezeichnet und es gibt hier wahre Meister.

  4. Profilbild
    Dirk Wisny RED

    Guter Bericht über ein schönes Teil. Erinnert mich daran, dass ich da auch was zu schreiben wollte. Aber bei den schönen Klangbeispielen wäre ich da kaum rangekommen.
    Nur so viel: Der Sound und die Klangerzeugung sind eine Mischung zwischen Prodigy und MG-1 mit abgehobeneren Bedienelementen. Etwas schwer zu spielen, aber sehr ergebnisreich

    • Profilbild
      Nvelope AHU

      @Dirk Wisny Ich las schon vor mehreren Jahrzehnten (als ich damals beide dieser Geräte hatte – des ‚Rogue‘ & des ‚MG-1‘), dass die Technik des MOOG ‚Rogue‘ die technische Basis für viele Anteile des ‚Liberation‘ war – war der ‚Rogue‘ ja auch die Basis für den REALISTIC ‚MG-1‘ (identisches Gehäuse) . . .
      Typisch am ‚Liberation‘ ist dafür ja auch das Layout der Gerätefront der beiden anderen.

      • Profilbild
        Franz Kreimer Keys RED

        @Nvelope Der MOOG MG1 wird tatsächlich dem Liberation am Nächsten kommen. Ich besitze ihn leider nicht. Darum wollte ich auch hier keinen direkten vergleich starten.
        Der Prodigy wird oft als ähnlich erwähnt – ich nehme an das liegt daran, dass er mehr verbreitet ist. Aber das ist auch der Grund, warum ich diesen erwähnt habe.

    • Profilbild
      TobyB RED

      @Dirk Wisny , ich hab die Tage 3 Tage geschraubt bis ich den Bass aus Just Be Good To Me der SOS Band hinbekommen hab. Ich hatte es mit dem Moog Messenger probiert, war nicht so passend und dann im Nachgang hab ich mit der Moog Grandmother hinbekommen. Ich glaub mit dem Liberation wär das schneller gegangen. 😂 Was halt am Liberation geil ist, dass man mit wenig und den Controllern viel erreichen kann.

        • Profilbild
          furanku

          @Franz Kreimer Keys Man sieht zumindest in den damaligen (Playback-)Videos der SOS Band oft einen Liberation auf der Bühne. Ich habe auch gehört, dass der tatsächlich im Studio für die Bässe verwendet wurde. Ich hab’s auch mal mit einem Minimoog versucht und war nie so richtig zufrieden. Ich vermute aber eher, dass das an mir lag … und daran, dass da noch so einiges mit Effekten (leichter Chorus, viele Vintage Kompressoren, leicht gesättigte Preamps …) gemacht wurde und ich den Klang einfach in einem fertig gemixten Song von Vinyl im Ohr hatte. Ist doch oft so, dass selbst wenn man auf einem Preset-Synthi genau das Preset gefunden hat, es immer noch nicht wie auf dem Album klingt. Und manchmal einfach nur weil man selber älter geworden ist und nicht mehr so leicht begeisterbar wie noch vor 20 Jahren …

  5. Profilbild
    SynthNerd AHU

    Wie schon beim Artikel zum System 100 und 101 sind die Klangbeispiele sehr beeindruckend und inspirierend – Da freue ich mich schon auf die nächsten Beiträge… 🙂

  6. Profilbild
    Tai AHU

    Komm, Franz! Von den beiden, die dieses Ergebnis erzielt haben, hat der Liberation den kleineren Anteil. 😜 Ich habe schon Performances auf einer billigen Casio Schleuder gesehen, dass ich sofort interessiert war.

    Nee gute Beispiele. Ich hatte den öfter gespielt, er kam nicht so gut weg wie hier.

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Tai was wären „da, da, da“, „get Carter“, „Thriller“, „under mi sleng teng“ und andere ohne Casio Kinder tischhupen Sound. liebe die! hab den dm100 mit 8 Bit sampling oben und unten fixen PCM Samples auch in 8 Bit. es gibt einige coole YouTube Videos. man kann mit den eingebauten Boxen spielen und das lofimässig sampeln.🤘😎

  7. Profilbild
    Herr Rorschach 1

    Auch DEVO haben den Liberation seinerzeit gerne verwendet.
    An die Spider Murphy Gang- Nummer kann ich mich noch gut erinnern. 5216 8.

    Viele Grüße

    • Profilbild
      TobyB RED

      @Herr Rorschach , Devo waren nur Moog Endorser. Tatsächlich haben die den Moog Liberation nie eingesetzt, weder live noch im Studio.

        • Profilbild
          TobyB RED

          @Herr Rorschach , für kleine oder große Münzen häng ich mir den Liberation auch um den Hals und tu so als ob. Von Devo gibts eine englische Bandbio als Buch, Mark Mothersbaugh hat einen Memorymoog, Moog Sonic Six aber die Moog Liberations waren nur Show.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Herr Rorschach Ohne jetzt zu sehr klugscheißen zu wollen … aber es war »32 16 8«. Das weiß ich deshalb, weil mir damals als alter Computerfreak sofort die schöne binäre Zahl aufgefallen ist (binär: 111000). 😁

  8. Profilbild
    Nvelope AHU

    Den hatte ich leide nie in meiner 76-Synthie-Sammlung Anfang der ’90er . . .
    Aber der Bericht hier ist sehr gut und beschreibt die Möglichkeiten realistisch, die dieser Umhänge-Klopper für ‚besonders tragfähige Keyboarder‘ bot bzw. bietet, wenn man denn einen davon sein Eigen nennen kann.
    Interessant, dass damals noch ein 19“Gehäuse mit stattlichen 2 Höheneinheiten (= 8,4 cm) nötig war, um das bisschen Electronic des Netzteils und der Periphere für den Mono-Ausgang unterzubringen; aber alle MOOG-Geräte in 19“-Gehäusen waren meiner Erinnerung nach in 2-HE-Gehäuse eingebaut … vielleicht war das damals deren Standard.
    Heute ließe sich diese Electronic in einem signifikant kleineren ‚Kästchen‘ unterbringen – doch die meisten der damaligen Netztransformatoren waren wohl noch keine Ringkerntrafos, die doch auch in flacheren 1-HE-Gehäusen untergebracht werden konnten. Moderne SMPS-Netzteile erfordern ohnehin nur noch wenige cm Bauhöhe …

  9. Profilbild
    PanAtlantik

    „Devo treats itself to FREEDOM“ war der damalige Moog Anzeigentext, mit dem die Band für den Liberation warb. Dafür standen sie in der berühmten Devo-Corporate-Phalanx vor der Kamera und hatten jeder so ein Ding um den Hals.
    Those were the days.

  10. Profilbild
    Flowwater AHU

    Hahaha! 😃 Wie immer bringt es genau so viel Spaß, dem Herrn Kreimer beim Spielen zuzusehen, wie seinen Erkenntnissen in den Videos zu lauschen … bzw. den Artikel zu lesen, jetzt da er hier bei Amazona schreibt. Der »Liberation« ist nun wahrlich nix für mich, aber etwas darüber zu erfahren ist auf jeden Fall spannend (ich kann mich auch nicht wirklich daran erinnern, selbst auf YouTube zu dem Synthesizer mal etwas erfahren zu haben). 👍

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Flowwater bist du keiner der davon träumt cool wie der Gitarrist zu sein ohne Gitarre spielen zu können?
      OK, fast so cool 😃

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Numitron Nee, echt nicht. Ich war immer jemand, der lieber im Hintergrund agiert. Außer, ich habe selber mal das Mikro in der Hand und nutze meine Stimme als Instrument. Und/oder in dem Fall dann auf der Bühne neben jemandem zu stehen, der echt geil auf Gitarre/Keytar ist, und dann gemeinsam für das Publikum abzujammen, das ist geil … das bringt schon Spaß. Aber so Gitarre oder KeyTar alleine … nee, lieber nich‘! 😀

  11. Profilbild
    Viertelnote AHU

    klanglich hebt er sich gut ab gegen rouge
    als keytar finde ich Roland AX Series mehr sexy🙂
    und ca 7kg für den liberation – männer zeigt mal durchhalten😜

  12. Profilbild
    markusfrisch

    Ich kannte früher einen Keyboarder, der Speichererweiterungen für den Polysix verkauft hat.der hat sich tatsächlich Gurtknöpfe angeschraubt und sich dann den Polysix auf der Bühne umgehängt…

    • Profilbild
      Codeman1965 AHU

      @markusfrisch Gurtknöpfe hat mein CZ-101 auch.

      Ich habe ihn ja lieb, aber nicht mal zuhause im Dunklen würde ich mir den umhängen wollen!

      In den 80ern vielleicht, da hatten wir auch komische Klamotten und Frisen… 🤔😁

  13. Profilbild
    Filterpad AHU

    Schöner Artikel. Beim Moog Muse dachte ich erst, woher kommt nur das Design der Schieberegler? Derweil gibt es einige Moogs mit diesem Design. Einer davon ist der sicherlich der Liberation. Wenn man hier lediglich die Hüllkurven betrachtet, erinnert es einen an den aktuellen Muse. Ich als Bayer kenne natürlich die SMG und sah diese auch schon und ganz ehrlich: Ich dachte ebenfalls bis heute, es sei eine kleine Koffer-Tanzorgel, wie sie jede Dorfband in den 70ern hatte, oder eventuell eine Hammond. Interessant das dies ein Moog Liberation Umhängekey war. Aber das war vermutlich ausschließlich früher in Gebrauch. Als ich die sah war das auch kein Keytar mehr, waren sie doch schon im gehobenen Alter. Als Umhängekey vielleicht nicht mehr relevant, aber als Moogsynthi auf dem Keyboardständer? Warum nicht! Inzwischen bin ich bezüglich Moog bedient. Aber es gab Zeiten in meiner Anfangsphase, da hätte ich mich auch über einen Liberation sehr gefreut. Als günstiger Beginnermoog sozusagen! Überhaupt sind diese Keytars das Videoclip-Aushängeschild der 70er und 80er, nebs Digitalgurke namens DX7. Wie alles gibt es auch bei denen aktuell einen kleinen Vintage-Hype. Einen sehr kleinen…..

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