Modifications needed
Der Moog Prodigy war der erste monophone Analogsynthesizer, den ich mir um 2003 gekauft hatte. Gleichzeitig hatte er auch die Sammlerleidenschaft in mir geweckt und ist bis heute Teil meiner Sammlung geblieben. Mein Moog Prodigy steht auch regelmäßig auf den Bühnen dieses Landes und war sogar eine kurze Zeit bei der Ersten Allgemeinen Verunsicherung im Einsatz. Unter seiner Haube stecken außerdem ein paar interessante Veränderungen. So, nun Vorhang auf für den Moog Prodigy!
Moog Prodigy Monophonic Analogsynthesizer
Hersteller: Moog Music
Baujahr: 1980-1984
Oszillatoren: 2, Saw, Triangel, Pulse (Square)
Filter: Moog Ladder Filter 24 dB/Okt. Low-Pass, Selbstoszillation
LFO: 1 Triangel, Square, reicht nicht in den Hörbereich
Besonderheiten: Oszillator Sync
Fazit: Kleiner, leichter Moog. Optisch sehr ansprechend. Kann allerdings mit aktuellen Moogs wie dem Moog Messenger von den Funktionen her nicht mithalten.
Inhaltsverzeichnis
Moog Prodigy
Der Unternehmensgründer Robert Moog, ein studierter Physiker, gilt als Pionier der elektronischen Musikinstrumente. Richtig ausgesprochen lautet sein Name übrigens „Moog“, das nur am Rande. Ich bevorzuge allerdings das gute alte „Muugh“. Der Moog Prodigy wurde von 1980 bis 1984 hergestellt und zählte zu den erfolgreichsten Produkten des Unternehmens. Mehr als 11.000 Exemplare des kleinen Monophonen wurden verkauft – genügend also, um noch heute den einen oder anderen Prodigy am Gebrauchtmarkt anzutreffen. 2017 wurde hier schon ein Vintage-Bericht zum Moog Prodigy veröffentlicht, den ich gerne verlinke. Er enthält auch sämtliche technischen Details. In diesem hier wird es mehr um die Praxistauglichkeit des kleinen Moog gehen.
Der Prodigy wird oder wurde ja gerne als günstigere Alternative zum Minimoog gesehen, was er eigentlich nicht ist. Zu viele Unterschiede trennen die beiden. Der Mini hat einen fetteren Grundsound, drei statt zwei Oszillatoren, doppelt so viele Schwingungsformen, White & Pink Noise, mehr Modulationsmöglichkeiten durch den dritten Oszillator, mehr Fußlagen bei den Oszillatoren und so weiter.
Wenn für mich ein Minimoog infrage käme, würde ich eindeutig zu einem der aktuellen Klone greifen.
Nein, der Bericht ist an dieser Stelle nicht zu Ende. Er beginnt erst.
Die Stärken des Prodigy
Der Moog Prodigy hat Oszillator-Synchronisation. Diese klingt schön dreckig und lässt sich wunderbar einsetzen. Einen Wermutstropfen gibt es: Man kann die Intensität nur mit dem Pitchbend steuern. Die Steuerung des Effekts durch eine Hüllkurve ist nicht vorgesehen. Wer also Sync-Sounds spielt, muss auf Bendings verzichten, da bei eingeschaltetem Oszillator-Sync das Pitch-Rad nur auf den synchronisierten VCO und nicht auf die Tonhöhe des gesamten Synthesizers wirkt.
Ein weiterer Pluspunkt für den Prodigy ist sein Grundsound. Er klingt wie ein Moog klingen soll. Knackige Bässe, cremige Leads. Außerdem ist er supereinfach zu editieren. Wer keine Effektsounds möchte, hat nach ein paar Sekunden ein Ergebnis, das zu 99 % brauchbar klingt. Die Potis und Schalter haben die richtige Größe, man muss nicht herumfummeln wie bei manchen anderen kleinen, aktuellen Analogsynthesizern. Das Gerät kommt ohne Menü und ohne Doppelfunktionen der Schalter aus.
Für mich ist der Moog Prodigy ähnlich einfach zu bedienen wie der Roland Juno-60. Zwar kann der nicht wirklich viel, klingt aber immer ausgezeichnet und fast alles, das man darauf einstellt, ist brauchbar.
Ich schätze auch seine kompakte Größe und das geringe Gewicht von „nur“ 7 kg. Trotzdem macht er auf der Bühne eine gute Figur und schaut nicht mickrig aus – das Auge hört schließlich mit.
Moog Prodigy vs. Moog Messenger
Gleich vorweg – ich besitze keinen Moog Messenger. Vergleiche ich allerdings die Möglichkeiten beider Geräte, dann hat der Prodigy keine Chance. Was die Langlebigkeit und die Bedienbarkeit betrifft, wird sicher der Prodigy die besseren Karten haben. Ein Feature, das mir bei Analogen bzw. auch bei Monophonen selten fehlt, ist die Anschlagsdynamik. Schaue man sich nur an, wie viele Hits mit den Moog-Bässen und Leads gespielt wurden – und das alles ohne anschlagsdynamische Tastatur. Aus meinen Augen lässt sich darauf am ehesten verzichten.
Ob nun der Grundsound des einen oder des anderen besser ist, kann ich nicht beurteilen. Um schnell einen Bass oder einen Solosound zu machen, brauche ich beispielsweise keine zwei LFOs oder einen Suboszillator, wie sie der Moog Messenger hat.
Modifikationen
In meinem Moog Prodigy sind einige Mods verbaut. Sie bringen den Prodigy deutlich näher an den Messenger heran. Ich hatte das Glück, dass – bis auf den externen Eingang – alle schon beim Kauf verbaut waren. Leider hat der Vorbesitzer meines Gerätes viel gepfuscht und ich musste noch zusätzlich Geld in die Hand nehmen, um das Gerät wieder rund zum Laufen zu bringen.
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Eine wirklich wichtige Modifikation oder sogar ein Muss ist ein Oktavschalter, der den ganzen Prodigy um eine Oktave nach unten schalten kann. Die Tastatur des Minimoog hat ja nach unten eine Oktave mehr, diese fehlt dem Prodigy, um im Bassbereich ordentlich Dampf zu machen. Wenn ich live Bass spiele, dann brauche ich einfach oft das tiefe E, D oder C. Normalerweise wäre beim F Schluss – aber nicht mit dieser Modifikation.
Zur Frage, wie aufwändig diese Modifikation nachzurüsten ist, habe ich den Keyboard-Experten Gert Prix vom Eboard-Museum in Klagenfurt kontaktiert. Er hat mir versichert, dass dies jeder Fachbetrieb problemlos und ohne großen technischen Aufwand erledigen kann. Leider konnte er keine Auskunft zu den Kosten geben.
PWM
Mein Prodigy hat für jeden Oszillator eine einstellbare Pulsbreite. So kann man z. B. Leadsounds à la Steve Winwood produzieren. Der Minimoog hat ja von Haus aus verschiedene Pulsbreiten zur Auswahl, der Prodigy jedoch nicht. Oszillator 2 hat bei meinem Synth auch eine regelbare Pulsbreitenmodulation. Damit sind schön schwebende Sounds möglich.
Filter FM
Filter FM ist bei mir auch nachgerüstet. Damit sind metallische oder kreischende Sounds möglich. Wenn ich die Resonanz in den Bereich der Selbstoszillation bringe, kann ich über die Lautstärken der beiden Oszillatoren oder über das Filter die abartigsten Klänge einstellen. Das Ganze ist natürlich ausschließlich für den Effekt gedacht und nicht wirklich musikalisch nutzbar. Das ist übrigens auch die Funktion, die ich am seltensten bis gar nicht nutze, da ich den Prodigy nicht als Effektmaschine einsetze.
Jetzt werden manche sagen: Mit diesen ganzen Mods ist der Prodigy ja nicht mehr einfach zu bedienen! Doch, ist er.
Der Prodigy live
In meinen Anfängen bei der EAV habe ich für Leadsounds immer einen monophonen Analogsynthesizer mitgenommen, zu Beginn den Moog Prodigy und dann den Korg MS20. Ich musste rasch feststellen, dass ich beide Synths in diesem Live-Kontext nicht handeln konnte. Der Leadsound musste immer zu einhundert Prozent gleich sein und das war mit diesen Analogen einfach nicht möglich. Einen Millimeter zu weit nach rechts oder links gedreht und schon klang der Sound anders. Auch muss ich meinen Prodigy jede Stunde mindestens einmal nachstimmen, das war mir bald einmal zu blöd. Somit habe ich mein Analogzeitalter auf der großen Bühne (wir haben auch vor 40.000 Leuten gespielt) relativ schnell wieder beendet.
Aktuell verwende ich den Prodigy live als Bass-Synthesizer, wenn ich mit der Oliver Mally Group spiele. Wir treten meistens in Clubs auf, ich spiele ihn immer über die verschiedensten Bass-Amps. Ohne Octave-Down-Schalter würde das nicht gehen. VCO 1 steht bei 32’ und VCO2 bei 16’. Der Hauptdruck kommt also vom 32’ VCO, während der höhere leiser eingestellt ist und einfach nur zur Klangfarbe beiträgt.
Spielt man über einen Bass-Amp, würde sogar ein Oszillator reichen.
Je nach Verstärker vor Ort (ich besitze keinen eigenen) muss ich den Sound des Moog Prodigy ändern und das geht in Sekundenschnelle, oft auch während des Spielens. Damit ich schnell die Lautstärke ändern kann, habe ich ein Volume-Pedal zwischen dem Prodigy und dem Amp geschaltet.
Ich spiele ja auch oft Hammond und mit dieser auch Bass. Sie hat zwar keine Velocity, aber dafür eben ein Volume-Pedal (Schweller).
Den Bass am Moog Prodigy stelle ich so ein, dass er ähnlich wie ein Kontrabass oder wie ein alter Fender Precision Bass klingt. Er knackt dann schön, klingt aber nicht nach Synthesizer, sondern nach einem richtig fetten Bass. Falls ich doch mal zu laut bin, ändere ich das blitzschnell mit dem Volume-Pedal.
Kaufgrund
Wie schon ausgeführt: Gegen die Funktionen eines Moog Messengers hat der Prodigy keine Chance. Optisch und auch haptisch ist der Messenger für mich jedoch eine Niederlage. Der Prodigy macht auf der Bühne viel her. Für Pragmatiker mag das bedeutungslos sein, nicht aber für mich.
Preislich ist der Messenger im Vergleich zum Prodigy klar im Vorteil. Einen Prodigy wird man aktuell nicht unter 1.000,- Euro bekommen – und da ist noch kein Oktavschalter dabei. Außerdem sind die Angebote selten geworden in letzter Zeit. Vielleicht spielt doch bei mehreren Musikern und Musikerinnen das Auge eine größere Rolle, als man glaubt.


































😀😀😀😀😀 😎😎😎 🤩🤩🤩🤩🤩.
Die erste Version ohne Interface-Buchsen kostete bei mir DM 865,- die zweite mit Interface-Buchsen dann 895,-.
Die Kombination mit dem Fricke-Seqzencer MFB 401 für DM 480,- war die ideale Kombination für diejenigen Kunden, die Fans von Klaus Schulze und Tangerine Dream waren und sich eine großes Moog Modular-System nicht leisten konnten.
In meinem kleinen Synthesizer-Spezialladen gingen etwa 900 Prodigys über die „Ladentheke“. Wir hatten keine, aber eine Sitzecke, da unterhielt ich mich mit den Besuchern als erstes, um herauszufinden, wo sie musikalisch zu verorten waren. Danach habe ich dann den Prodigy über vier JBL 4343 vorgeführt und bei Schwebungen zwischen den beiden Oszillatoren schwang die Schaufensterscheibe bedenklich, ging aber glücklicherweise nie zu Bruch.
Ich habe 1971 das erste Fachgeschäft für elektronische Musikinstrumente gegründet, das als kleiner Hinweis für die jüngere Leserschaft. Ja, wenn der Opa erzählt.
https://elektropolis.de/opa_kapitel_1.pdf
@Dirk Matten „…Die Kombination mit dem Fricke-Seqzencer MFB 401…“
Genau die beiden habe ich noch aus den Achtzigern, leider beide defekt und daher im Abstellraum. Müsste der MFB 601 sein, 401 war m.W. das Handclap-Modul.
@lambik Stimmt, habe mich verhauen.
@Dirk Matten Genau den mit Interfacebuchsen hab ich 1981 bei Euch gekauft, lieber Namensvetter ;-). Trotz 2 linker Lötkolbenhände Oktavschalter eingebaut. Hab ihn noch immer im Einsatz und werde ihn nie hergeben.😍
@Dirk81 Die Demokratisierung der Produktionsmittel – Maschinen für das Volk
letztes Jahr auf dem Flohmarkt von Musik Produktiv, war einer für 750,-€ (bestimmt noch verhandelbar). Er sah arg ramponiert aus und ob er funktioniert, konnte nicht beantwortet werden…trotzdem, jetzt beiße ich mir in den Allerwertesten.
Zum Messenger…wir müssen uns nichts vor machen. Der Zauber, Anmut und die Qualität von Moog Synthesizern ist vorbei und dieses mal wird er auch nicht zurückkommen!
Na ja, man soll niemals „nie“ sagen, aber wir werden das wohl nicht mehr erleben.
@Mick wer weiß… vielleicht hättest du viele tausender reingesteckt…
@Numitron Tausender reinstecken kannst du beim prodigy ausschließen. Ich glaub alle meine Reparaturen (weil so gepfuscht wurde) plus der Einbau des Audio in haben ca 300€ gekostet
@Franz Kreimer Keys naja. aber insgesamt?😉
oder ist das bei dir so günstig?
hier in Wien hab ich schon vor Jahren bei den alten roländern (106&jx3p) mehr als 200€ gezahlt. und jetzt müsste ich die 2 nach mehr als 10 Jahren Mal wieder servicieren lassen. wahrscheinlich jetzt mehr als 300€ …
@Numitron Ich lasse auch das meiste in Wien machen. Jedoch ist der Prodigy im Vergleich zum Juno 106 wie ein Golf 1 zum Golf 6 😉
@Franz Kreimer Keys ich finde 106 ist gut in warten.wenn baustelle man weis
VoiceCards / Filter okay bekommt man in France / Frankreich.
ist das gemacht so dann man hat ruhe okay röntgenaugen
hat man nicht.🙂
@Franz Kreimer Keys hehe. verstehe 😉
was ist der Golf GTI?
😄🔥der Jupiter 8?
@Franz Kreimer Keys da ist der electrodoktor teurer als ein fabrikneues model d von onkel uli.
@plumperquatsch ja, leider.
aber bei Uli kann es sein, dass es defekt ankommt 😁
@Numitron ich hab die letzten Jahre model d, wasp, cat, 606, Moog ringmdulator, tube preamp, den Jarre Phaser und den tc electronics IR loader und den tc electronics stereo chorus+ bei onkel Uli gekauft.
alles ok & schweinebillig. 🙂
ich hab jetzt besseren analogen krams (rauscht weniger) als in den 90igern und hab viel viel weniger dafür bezahlt als damals. 😂
@plumperquatsch Dafür kann der Elektrodoktor sich auch seine Brötchen leisten und es landet weniger Schrott am Schrottplatz 😉
ich war vor 2 Jahren im e Board Museum!
ein heißer Tipp, Mr. Bad Gear hat es auch Mal vorgestellt mit gaz Williams (sonicstate). deutlich mehr als in Berlin, allerdings kann man in Berlin die 50 Synths selber spielen und auf einen USB Stick aufnehmen!
die Band „the prodigy“ hat ihren Namen natürlich auch von dem Moog Prodigy.
finde den Messenger cool und für 650€ endlich erschwinglich.
wenn alle synth teurer sind als die Konkurrenz wird es halt schwer.
wie bei den Harleys oder Gibson les Paul sterben langsamen die Leute weg die viel Geld und das Interesse haben.
ich Wette 1980 haben manche minimooguser lüber den Prodigy gespottet, heute ist er auch ein Klassiker.. 😃
@Numitron einen minimoog und einen Jupiter 8 konnten sich normal sterbliche nicht leisten
man musste fressen was einem fürs Geld geboten wurde 😁
Bei den Klangbeispielen fehlt mir der berühmte Sync-Sound, schön ausdrucksstark per Pitchbend-Rad gespielt. Das ist ja ein entscheidender Pluspunkt gegenüber dem Minimoog, der ja quasi als Referenz für die sogenannten „Haushalts-Synthesizer“ gilt. Übrigens immer zehnerweise bestellt. DM 2.995,- war ja auch ein recht guter Kurs.
@Dirk Matten ah, deswegen Haushalt😃
„HaushaltsMengen“
oder emerson& wakeman auf Tour 😉
@Numitron Das ist Originalton Heinz Funk.
@Dirk Matten ah!
@Dirk Matten Der Bericht aus dem Jahre 2017 hat sogar zwei Sync Sounds. Ich wollte nicht das gleiche wieder machen
@Franz Kreimer Keys Wirkungsvoll und nicht über mehrere Töne gespielt, hier ab 3:13 https://www.youtube.com/watch?v=fqsMCEgHMrE. Da ist es der ARP Odyssey per ADSR-Steuerung. Das geht natürlich auch mit dem Handrad.
würde mir im traum nicht einfallen 1000€ für so ne abgerockte Kiste zu bezahlen. 😂
wat soll der quatsch noch wenn ich einen neuen minimoog clone mit midi&usb für 200€ hinterhergeworfen bekomme? 🤷🏻♂️
schräge sync sounds macht ein wasp eindeutig besser, den man heute ebenfalls hinterhergeworfen bekommt. 🤷🏻♂️
schöne neue welt :)
@plumperquatsch tja, ein teurer Markenname sozusagen 😃
@plumperquatsch Manche kaufen sich eben auch lieber einen schönen Oldtimer für 40.000 zum Fahren anstatt irgendeinen Dacia für 12.000 ………
@plumperquatsch na ja…der Unterschied ist halt…die Kisten von der Supi-Clone-Firma haben, nachdem du auf die Kauftaste gedrückt hast, maximal noch Elektroschrott-Wert…was es eigentlich dann auch ist, denn
diese Kisten werden 40 Jahre später nicht mehr funktionieren , geschweige einen relevanten monetären Wert haben…
😴…wat soll denn der Quatsch mit dieser Philosophie von hinterher bzw. wegwerfen?
Danke für den Artikel! Evtl. habe ich mich doof angestellt, jedoch öffnet sich nicht mich Klick auf den Link des Museums.
Ist es dieses? https://www.eboardmuseum.com/home_de.html
😱
@CDRowell ja!
bei mir funktioniert es mit Android, allerdings links ein verstecktes menü.
vielleicht deshalb.
@Numitron Jau, Dank! 😇
@CDRowell gerne! 😃
@CDRowell Ja
@Franz Kreimer Keys Dank!🫠
@CDRowell Im Link war etwas doppelt, deshalb hat er nicht funktioniert. Habe ihn repariert.
@Markus Galla Danke, da bin ich erleichtert, dass ich nicht an Selbstüberschätzung gescheitert bin!🤪
Das Internet zeigt seine Tücken insbesondere im Backend, da könnte ich Fanfahren mit und ohne Paukeneinsatz trällern….🫣
danke für test! schön zu lesen.
nehmen rouge dazu und man hat sehr schöne combi
ergänzen sich gut in funcion und klangpalete ist da sehr ergiebig.🙂
Preis: okay vintageLiebhaber…ich rate zu messenger
jede mod tut weh..loch bohren.geheuse sagt danke:-)
@Viertelnote Ich wäre auch skeptisch bei einem Gerät das über 40 Jahre alt ist, wenn es im Netz zum Verkauf steht. Der Messeger ist neu, günstig und vielseitig. Der Geist ist seit dem Little Phatty nicht mehr vorhanden, weil Leute nun mal ableben. Aber die Firma lebt weiter und das ist auch gut so. Zum Porodigy. Ja, fand ich auch interessant als ich die Tatsache mit der Band gehört habe. Ist allerdings schon länger her und dies ist tatsächlich nicht die einzigste Ausnahme: „Sequential One“, heute besser bekannt als DJ ATB, hatte auch den Namen von gleichnahmiger Firma. Zurück zum Thema: Ich kann den Vintagehype verstehen. Vor ein paar Jahren war ein Micromoog im Netz für 1010€. Ich war nah dran zuzugreifen. Als ich die Kohlen zusammen hatte, ist es der Matriarch geworden. Ein schönes Gerät, wenn auch ohne Geist. Nicht das der Bob bei mir im Zimmer rumspukt. xD
@Filterpad ja capacitors können schnell zu ausgedrückt dochte von kerzen werden.bei guten
sichbar defect okay dann löten.
prodigy ist sehr nah an messenger.rouge klingt wilder.
weißt du ja matriarch hab ich noch stehen seele fehlt mir da auch.
parafon 4voice mit chorus lustig weil klingt muse nicht unähnlich.ich aber noch intensive
mal da ran gehe🙂
PS: okay bob kann fliegen bei mir nur er segelt gegen balken von dach..😀
@Viertelnote „[…]matriarch hab ich noch stehen seele fehlt mir da auch.”[…]
Dir fehlt die Seele?????
Matriarch liebe ich seit meinem Workshop. Leider schiebe ich einen Kauf immer auf.
@herw Warum schiebt der Herr W?
@Filterpad Ich schiebe den Kauf des Matriarchs einerseits wegen des stolzen Preises auf und da ich nicht dem GAS erliegen will. Andererseits möchte ich vorher ausprobieren, ob ich denselben Klang nicht mit meinem Iridium nachbauen kann und zudem bietet mein Modularsystem locker viel mehr Möglichkeiten.
D.h. ich hege selbst den Verdacht, dass es nur ein Haben-Wollen-Wunsch ist und dem möchte ich nur sehr ungern nachgeben.
Vielleicht bleibt es auch besser ein unerfüllter Traum. Wenn ich ihn mir nicht erfülle, dann nutze ich eventuell viel besser meine vorhandenen Möglichkeiten.
Also Alles ist gut 😀
@herw Grandmother hat seele die matriarch nicht so zeigt-der ist
so ich sage -drauflos-
Oder anders: Grosmama und encel (matriarch)😄 okay matriarch
erdrückt mich als moment.GM hat herz offen.🙂
@Viertelnote Ja, der Matriarch hat einen sehr warmen und organischen Sound und ist dennoch durchsetzungsfähig. Genial ist allerdings die äußerst solide Hardware. Kein Ekel-Schmiere-Gummi und extrem zartchremige Regler. Nur die eckigen Drucktasten machen mir langfristig ein wenig Sorgen. Nix gegen Prodigy, Micromoog und Co. Aber die Matriarchin würde ich nicht eintauschen wollen. Minimoog, Voyager und selbst der Muse sind meines Erachtens nochmal eine andere Kategorie. Traumschiff bleibt für die meisten der One. Dieser vereint alle Kandidaten zusammen.
@Filterpad moog ich nur monofon in ohr habe.polyfon hab ich ja
roland. hardware bei matriarch sehr gut. klang ist organic wie du
schön gesagt so hast. semimodular okay neuland für mich aber ist
geplant in der sonne.🙂problem: ich verliere mich schnell und concept hab
ich da nicht mehr aber vieleicht macht gerade das aus. so strict dinge
wie man so vorstellung kippen dann😄 aber das ist erleben.
Herrlich Deine Instrumenten… sagen wir Essays ;- ) Wunderbar zu lesen. Danke dafür.
Der Synth ist ja sehr einfach ausgelegt – aber klingt für mich gleichzeitig immer (!) unglaublich gut und lädt mich immer zum Musikmachen ein. Die Tastatur ist mir zwar immer etwas zu begrenzt gewesen, aber mit externem Keyboard über CV/midi ist das ja kein Problem mehr. Den werde ich nie verkaufen!
Mein erster Synthesizer war ein Korg Poly 800. Muss so Anfang Mitte der 80er gewesen sein. Irgendwann wurde der mir dann zu langweilig, und ich wollte ihn verkaufen. Damals über die „Zweite Hand“ in Berlin, wurde mir dann ein technisch einwandfreier und im guten Zustand befindlicher Moog Prodigy zum Tausch angeboten.
Zum heutigen Zeitpunkt natürlich ein Traumtausch 😉
MIdifiziert, damals noch mit Atari ST und Notator, hatte ich ihn dann über ein Döpfer-MIDI- Interface für glaube ich 200 Mark.
Aber wir wurden niemals so richtig warm miteinander. Das mit der schwankenden Stimmung kann ich bestätigen. Der musste erstmal 30 Minuten warm laufen, bis die Stimmung einigermaßen stabil war.
Der Sound war natürlich gigantisch, aber zur damaligen Zeit war monophon nichts für mich.
Es war einfach die Zeit, in der digitale Synthesizer (idealerweise noch mit Multi-Mode) „in“ waren. So wurde das Gerät auch entsprechend selten benutzt.
Und so wurde er nach einem knappen Jahr, ich glaube für 400 DM, verkauft und in meine erste Playstation verwandelt.
Trauere ich den Verkauf heute hinterher? Nein eigentlich nicht. Die Playstation wurde einfach mehr genutzt.
@AntonAmazona Mein Moog Prodigy ist nach normaler Warmlaufzeit stimmstabil. Vielleicht hast Du ein frühes Modell mit solchen Problemen erwischt? Ich benutze meinen ständig als Standard-Synth für on-the-fly Lead- und Bass-Sounds.
Danke, Franz, für den tollen Bericht. Da kommen Nostalgiegefühle auf: mein erstes Setup war ein fender Rhodes und ein prodigy (mit Ibanez Analogdelay).
Später habe ich das Rhodes verkauft und gegen eine Korg CX 3 getauscht. Da habe ich in einer bassistenlosen Band den Moog als Basssynth verwendet und die CX 3 über ein Morley Wah pedal und ein Analogdelay gespielt – was für Zeiten !!
Alle Achtung – wenn der Herr Kreimer in dem Tempo weitermacht, geht ihm bald das noch nicht bearbeitete vintage gear aus… 😀
@radfan_holgi Bei etwa 80 Gerätschaften inklusive Softwareprodukte ist das für die nächsten Jahre gesichert. Dazu kommt ja wöchentlich neuer Staff hinzu, dem sich Hr. Kreimer gut und gerne widmen kann. Zum Beispiel wäre ein Blick auf den ‚Baloran – the River‘ sehr interessant, auch wenn dieses Teil nicht mehr ganz ‚up to date‘ ist. Hierzu gibt es meines Wissens nach noch keinen Bericht, obwohl Amazona ein eigenes Video darüber hat und es sich um ein riesen, wirklich riesen 5k Flaggschiff handelt. Sound übrigens Vorbild Moog Sourge. Weiteres gibt’s neue PPGs, wenn auch preislich etwas overpriced. Ich persönlich würde mich auf weitere Patchbeispiele MS-20, MS-20 Mini/K-2 freuen.
@radfan_holgi Weiß zwar nicht, was du mit dem nicht bearbeitetem gear meinst, aber mir geht noch lange nicht das vintage gear aus😎
@Franz Kreimer Keys Sorry, war wohl etwas mißverständlich geschrieben – ich meinte mit „bearbeitet“, für welche Geräte es schon einen Artikel / Bericht gibt. Auf jeden Fall finde ich die Beiträge immer sehr unterhaltsam -vielen Dank! Meine ersten Erfahrungen sind wohl mangels hardware kaum noch nachvollziehbar: ein 2-manualiges Großmöbel mit (oben) Matador-Orgel und (unten) Claviset. Es hieß (glaube ich) „Kombiinstrument EMP 34“. Das oben drauf liegende „Piano-Strings“ von Vermona ist noch eher zu bekommen. Aber da habe ich nicht al nostalgische Gefühle – die Teile hatte ich nur, weil für mich nichts besseres zu kriegen war… 🙂
Ich glaube, der Prodigy war damals für viele ein Ohrenöffner. Als junger Mensch konnte man sich damals einen Minimoog kaum leisten, es sei denn, man gehörte zu den Privilegierten. Da wurde es dann halt zuerst ein günstigeres japanisches Modell. Die machten zwar auch Spaß, ließen aber nicht genau die erhofften Klänge zu. Man begnügte sich damit und schaffte es trotzdem, interessante Klänge zu erzeugen. Auf den Minimoog würde man dann sparen. Aber die Synthesizer-Entwicklung holte einen ein – es kamen ständig innovative Modelle auf den Markt –, sodass der ursprüngliche Wunsch, sich einen Minimoog anzuschaffen, immer mehr in den Hintergrund trat.
Mein Erster war der CS-10. Auf den war nach zwei Jahren intensiver Nutzung mein Gehör geeicht, weshalb ich auf dieser Schiene weitermachen und mir einen CS-30 (mit Sequenzer) sowie einen CS-40M (speicherbar) zulegen wollte. Geplant war zudem der Bau eines Elektor Formant. In meinem Kopf waren Klangwelten entstanden, von denen ich überzeugt war, dass ich sie mit diesen Geräten und der Erfahrung, die ich mit dem CS-10 gesammelt hatte, hätte umsetzen können. Ich wage mal zu behaupten, dass mir der CS-30 und der CS-40M (sowie der Formant) ein Leben lang gereicht hätten. Doch die Verunsicherung durch Fachzeitschriften und das Einreden bzw. Ausreden durch Spezialisten trieb mich zum Kauf des Prodigy. Sein Erwerb war wie das Hineinbeißen in die verbotene Frucht, in den Apfel der Erkenntnis.
@Tangelis Wer hat dir den Moog Prodigy angedreht?
@Dirk Matten Werter Herr Matten,
Ihre Frage nach der Urheberschaft des Prodigy-Erwerbs verkennt die deterministische Kraft der apparativen Anordnung, die Sie in der Franzstraße pflegten.
Indem Sie die CS-Serie mit dem – zugegebenermaßen wenig wissenschaftlichen – Prädikat des „Beschissenen“ belegten, vollzogen Sie eine klangliche Exkommunikation. Sie verweigerten mir indirekt die serielle Arbeit am CS-30 und drängten mich stattdessen zur Adaption des Moog’schen Filter-Dogmas. Die von Robert Moog signierte Anzeige im FACHBLATT fungierte hierbei nicht nur als Werbung, sondern als ein akustisches Manifest, dem man sich in jener Ära der strukturellen Unsicherheit kaum entziehen konnte.
Der Prodigy wurde somit zum Auslöser eines tiefgreifenden Moog-Traumas: Er zwang mich in die monophone Rückschau, während ich die elektronische Existenz bereits in der Duophonie des CS-40M verortet hatte. Es war ein Rückfall in das Subjektive, weg von der reinen, materialgerechten Gestaltung.
Doch die Geschichte hat sich dialektisch weiterentwickelt. Inzwischen habe ich die Synthese vollzogen und den CS-40M in mein Dispositiv integriert. Ich verfüge nun über die notwendige Klangmaterie, um sowohl den impulsiven Druck als auch die strukturelle Tiefe abzubilden. Die Ordnung ist wiederhergestellt.
Mit freundlichem Gruß aus der apparativen Welt.
@Tangelis MORGEN
Unser Ziel ist es, auch weiterhin dynamische Strategien zu entwickeln, um bewährte und neue Ideen zukunftweisend für Ihren Bedarf nutzbar zu machen.
Mit der Kompetenz, die aus Erfahrung reift, erkennen wir heute innovative Konzepte, die Ihnen morgen kreative Sicherheit gewährleisten.
https://www.elektropolis.de/ssb_anzeige_90_08.htm
Ein bißchen weine ich ihm hinterher und tröste mich derweil recht erfolgreich mit dem Messenger :)
Der Prodigy ist wirklich unverwüstlich. Ich hatte meinen 1981 gekauft, oft live eingesetzt und habe ihn immer noch – allerdings ohne Modifikationen. Alles funktioniert noch immer problemlos. Der einzige Haken beim Live-Einsatz war, dass der eine Weile zum Warmlaufen brauchte. Nach dem Einschalten lag er noch fast einen Halbton zu tief :-)