NAMM 2020: Sequential Pro 3 Paraphonic Hybrid-Synthesizer

14. Januar 2020

Special Prophet mit Klapp-Panel

Mit dem Sequential Pro 3 stellen Dave Smith und sein Team einen neuen Mono/Paraphonic-Synthesizer vor.

Sequential Pro 3

Sequential Pro 3 – Standard Version

Der Sequential Pro-3 tritt die Nachfolge von Pro 1 und Pro 2 an. Bei neuesten Modell dreht sich vieles um die Zahl 3. Es gibt drei Oszillatoren (zwei VCOs und einen Wavetable-OSC), drei Vintage-Filter und drei LFOs. Außerdem gibt es vier loopbare Hüllkurven, eine Modulationsmatrix mit 32 Slots, eine duale, digitale Effektsektion und einen 16 x 16 x 4 Sequencer.
Der digitale Oszillator ist mit 32 Wavetables, die jeweils 16 Waves beinhalten, und Wave Morphing ausgestattet. Der Klang kann über Tuned-Feedback und analogem Distortion entsprechend bearbeitet werden.

Die Filter des Pro 3 orientieren sich an Vintage-Schaltungen. Filter 1 ist ein 4-poliger Tiefpass, wie er beim Prophet-6 eingesetzt wurde. Filter 2 ist eine klassische Transitor-Kaskade mit optionaler Resonanzkompensation. Filter 3 ist ein 12 dB Variable State Filter wie im OB-6, das stufenlos zwischen Tiefpass, Notch und Hochpass geregelt werden kann. Zusätzlich ist ein Bandpass-Modus vorhanden.

Sequential Pro 3 rear

Sequential Pro 3 – Rückseite

Der Sequencer hat 16 Track mit 16 Steps und vier „Phrases“. Er verfügt über Echtzeit- und Step-Eingabe, Ratcheting, variable Gate- und Sequenzlängen, verschiedene Play-Modi und einen paraphonen Modus. Er kann zur MIDI-Clock oder einen externen Audiosignal synchronisiert werden und gibt auch CV-Signale aus. Über die Modulationsmatrix sind vom Sequencer aus 132 Ziele adressierbar.
Zur Anbindung an Modularsysteme und analoger Synthesizer sind vier CV-Eingänge, vier CV-Ausgänge und ein Gate-Ausgang vorhanden, über die die internen Modulatoren abgegriffen bzw. die Klangerzeugung von außen moduliert werden kann.
Die Effektsektion erzeugt Delays, Reverbs, Chorus/Phasing/Flanging und mehr.

Der Sequential Pro 3 ist grundsätzlich als Monosynth konzipiert, kann aber auch 3-stimmig paraphon arbeiten. Das Keyboard wird in zwei Varianten erhältlich sein, eine normale Version mit Kunststoffseitenteilen und eine Special-Edition-Version mit einem klappbaren Panel und eine Gehäuse aus Walnussholz (was optisch an den Minimoog Voyager erinnert).

Sequential Pro 3 Standard soll ab Ende Januar erhältlich sein und wird 1.599 US-Dollar kosten. Die Pro 3 SE Special Edition wird dann ab Februar erhältlich sein und 2.099,- US-Dollar kosten.

Sequential Pro 3

Sequential Pro 3 SE

Sequential Pro 3 Spezifikationen

– Two analog, voltage-controlled oscillators
– One DSP-based digital oscillator
– Analog oscillators produce three classic wave shapes: (triangle, saw, pulse) with variable shape modulation/pulse width on each
– Digital oscillator produce 32 digital wavetables of 16 waves each with wave morphing, plus classic wave shapes (sine, triangle, saw, variable-width pulse) and super saw
– Digital oscillator 3 can function as an LFO for complex wavetable-based modulation
– White noise generator
– Hard sync, per-oscillator-glide
– 3-voice paraphonic mode with individually-gated envelopes per oscillator
– Three classic filter types
– Three syncable LFOs with phase offset and slew per LFO
– Five waveshapes: triangle, saw, reverse saw, square, and S&H
– Four ADSR envelopes with delay (Filter, VCA, and two Auxiliary envelopes)
– Envelopes freely assignable to multiple modulation destinations
– All envelopes can repeat/loop
– Tuned feedback with Grunge for extra-aggressive tonal destruction
– Programmable analog distortion

Erstes YouTube Sound-Demo:

 

 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
Forum
  1. Profilbild
    filterfunk  

    OHA – Features und Design finde ich ja mal extrem ansprechend!
    Jetzt bitte noch eine 16-stimmige Variante und das Konto ist schon so gut wie geplündert….

  2. Profilbild
    Kari  

    Ein Traum. Ganz ehrlich, ich bin oberflächlich und habe mich bereits in das design verliebt. Kann es kaum erwarten ihn zu hören.

  3. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Gefällt mir auch, besonders als SE. Meinem Sub37 bleibe ich jedoch treu, allen lockenden Features zum Trotz. Ein Moog ist eben ein Moog…

      • Profilbild
        Marcel Halbeisen  

        Enttäuschen sicher nicht, aber bei mir ist ein Moog eben auch ein Moog. Ich habe 3 Moogs und einen OB-6 der sicher klasse klingt, aber klanglich passt der einfach nicht so ganz zu den Moogs. Nicht schlechter, nicht besser, einfach nicht moog’isch ;-)

        Daher ist Deine Aussage „ein Sequential ist ein Sequential“ eben auch richtig.

    • Profilbild
      SynthNerd  

      Und ein Ferrari ist ein Ferrari. Aber heißt das, dass da kein Porsche daneben stehen kann?
      Also ich hätte nix gegen beide, wäre da nicht mein 2020 Vorsatz gegen die GAS-Krankheit anzukämpfen. ;-)
      Und nun schau ich in meinen Gerätezoo und stelle fest: der sub37 ist da und vom Dave noch nix. Offenbar hab ich da auch eine leichte Moog-Präferenz :-)

  4. Profilbild
    Motion Drive

    So sexy das Teil auch aussieht…aber am Ende alter Wein in neuen Schläuchen und dazu noch abgespeckt. Die Oscis vom P6 / Toraiz und vom alten Pro 2, die gleichen Filter, jedoch nur einzeln verfügbar. Weniger Mod Sources, -1 OSCi, etc. Haut mich nicht wirklich vom Hocker.

  5. Profilbild
    Soundreverend  

    Vielleicht stellt sich da auch ein bisschen die Mono(p/t)honie ein… Ich kann gerade gar nicht sagen, was ich von von Sequential erwarte, aber das ist es halt nicht. Freue mich aber trotzdem auf einen Testbericht und Soundbeispiele ;-)

  6. Profilbild
    Henrik Fisch  

    Ich freue mich, dass eine meiner Lieblings-Synthesizer-Firmen ein neues Gerät entwickelt. Zumal der »Pro 2« auf meiner »Haben Wollen«-Liste relativ weit oben steht. Zudem freue ich mich, dass es überhaupt einen Nachfolger gibt, denn der »Pro 2« wurde relativ sang- und klanglos abgesetzt (kleiner Schock beim Blick in den Thomann-Shop). Und eventuell hat das einen Einfluss auf die Gebrauchtmarktpreise für den »Pro 2«.

    Aber … hmm … ganz im Ernst: Den »Pro 2« finde ich, so von den reinen nackten technischen Werten her, sexier.

    P.S.: Eigentlich könnte doch auch Waldorf mal wieder einen monophonen Synthesizer entwickeln, oder? Das was Sequential und Arturia können, beherrschen die doch mit links.

  7. Profilbild
    Bono1962

    Wow,gefällt mir sehr!
    Warum aber nicht mit 8 oder gar 16 Stimmen? Leider nur paraphon…schade, denn selbst der Vorgänger hatte zumindest 4 Stimmen…

    • Profilbild
      Hectorpascal  AHU

      Ja, böse Kommentare bezeichnen den als Rückschritt und sehen den Pro 2 und Prophet 12 Rack als die besseren Synths. Auch wenn Toby mich gleich haut sehe ich das ähnlich und der „Verfall“ hat m.M.n. bereits mit dem REV2 angefangen. Das hier ist ergo ein monophoner REV2 mit Wavetable, Filterspielchen, CV und Sequenzer. Ach ja, schönes aussehen ist heute auch wichtig. Mein Trigger auf den OB6 wird immer heftiger, bevor auch der weggestrichen wird. :)

      • Profilbild
        Akula81

        Die analogen Oszis vom Rev.2 und vom Prophet 6 und damit auch die vom Pro-3 unterscheiden sich deutlich, auch das verbaute Lowpass-OTA-Filter im P6 und das des Rev.2… hinzu kommen ja beim Pro-3 das Ladder- und das 12db State-Variable-Filter, welches der Rev.2 auch jeweils nicht hat… monophoner Rev.2 ist daher Quatsch…

        • Profilbild
          Hectorpascal  AHU

          Bitte nicht böse sein! Ich empfinde den REV2-Sound nicht wirklich ohrschmeichelnd. Den Pro 3 will ich bestimmt nicht vorverurteilen. Vielleicht ist beim Sound sogar ein Upgrade drin. Drei Filtertypen sollten schon was bewirken. Wir werden hören ob hier ein Pro 5, OBI und Moog drinsteckt. Der Preis läßt es zumindest hoffen. ;)

          • Profilbild
            filterfunk  

            Nun ja,die Analogie „je höher der Preis, desto besser der Sound“ ist nicht wirklich immer zutreffend…. :-)
            Ich finde die Kombination mit verschiedenen Filtertypen klingt sehr reizvoll- der Andromeda lässt grüßen!
            Ausserdem hat der Pro 3 2 auch „echte“ VCOs. Jetzt fehlt nur noch, dass der digitale Osci als User-Osci ausgeführt ist, a la prologue.
            Der Rev 2 findest Du nicht ohrenschmeichelnd -echt?? Ich habe an keinem Synth mehr Spaß am Sounds erstellen gehabt…

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hector, ich hau hier höchstens Artikel oder Kommentare raus ;-) Ich finde das der Pro 8 Rev2 ein Klasse Synth ist. Und sowohl kalt oder warm klingen kann. Entscheidend ist immer das davor und danach. Jetzt kannst du mich hauen, ich nehme den Pro 8 mit einem AD Wandler an und schick den so in den MX1. Der Pro 3 wird schon noch die eine oder andere Überraschung haben und wir werden in einem Test sehen was er kann. Optisch sind beide Varianten polarisierend gut. Und wer über die Anschlüsse meckert, Ja gut. Ich hätte auch gerne einen Trigger In. Aber egal. Klanglich kann ich dir sagen, der Pro 3 ist sehr genial. Ich habe ihn schon hören können. Und wie immer gilt, die Welt ist bunt und granatenstark.

    • Profilbild
      SynthNerd  

      Solange ich in meinem Gedächtnis suche, fällt mir kaum ein 8- oder 16-stimmig-paraphoner Synth ein (Stringsynths/Mellos mal außen vor gelassen). In dieser Stimmen-Zahl-Region wird es eher polyphon und dafür gibt’s schon den rev2.

  8. Profilbild
    SynergyMan  

    Nur ein Wavetable OSC …. drei wären auch nicht schlecht gewesen, da hätte die Paraphonie ja vielleicht noch Sinn gemacht. 32 Tables sind aber „übersichtlich“.

    • Profilbild
      Dirk Siegmund  

      Ja, das finde ich auch etwas unverschämt für einen Klappmechanismus. Bei M sind es genau 500,-

      Oder gibt es da noch mehr Unterschiede ?

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.