NAMM 2026 Highlights: Gitarren & Bass Neuheiten von Neural DSP, Boss, Blackstar & mehr
Nun ist sie schon wieder vorbei, die NAMM 2026. Wie immer gab es reichlich Neuigkeiten in allen Bereichen, mal spektakulär, mal dezent, aber wirkungsvoll. Für alle Daheimgebliebenen gibt’s hier jetzt einen Überblick über die Bass- und Gitarren-Highlights der NAMM 2026.
Inhaltsverzeichnis
Neural DSP Quad Cortex Mini
Das könnte das fehlende Puzzleteil sein. Den einen war das Quad Cortex zu groß (und teuer), den anderen das Nano Cortex zu klein und unpraktisch. Was Neural DSP jetzt liefert, ist quasi der Bildschirm des QC mit vier Fußschaltern und das prädestiniert die Allzweckwaffe für kompakte Pedalboards. Ein richtiges Schnäppchen ist das Quad Cortex Mini zwar nicht, aber angesichts der durchdachten und erprobten, dem großen Bruder ebenbürtigen Software ein ganz klarer Vertreter der Bass- und Gitarren-Highlights der vergangenen NAMM 2026.
Boss GX-1 und GX-1B
Die Boss GX-Serie wird vielen schon bekannt sein, zuletzt hat mir das GX-10 den Mund wässrig gemacht. Nun kommen die Einsteigermodelle GX-1 für Gitarristen und GX-1B für Bassisten hinzu. Beide profitieren natürlich von der Erfahrung der großen Geschwister und bringen dementsprechend hochwertige Architektur mit, was auch die patentierte AIRD-Technologie zur Ampsimulation beinhaltet.
Peterson StroboVUE
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns Gitarristen und Bassisten glücklich machen. Tuner gehören tatsächlich zu den am meisten unterbewerteten Gadgets auf dem Board. Mal ist ohnehin einer im Multieffektgerät enthalten, mal hat man einen dieser Headstock-Tuner am Instrument. Wer aber so eine richtig präzise Tune-Machine sucht, kommt um einen Strobo-Tuner nicht herum.
Durch den integrierten Pure-Buffer der Peterson StroboVUE Modelle bleibt das Signal auch bei langen Kabelwegen stabil. Somit eignet sich das Gerät als Always-on-Pedal und verrichtet seinen Dienst exakt, unauffällig und professionell. Ein weiteres Highlight sind die 135 „Sweetened Tunings“, die gezielt auf typische Schwächen von Gitarren, Bässen und anderen Saiteninstrumenten reagieren und vor allem im Studio zuverlässige, saubere Stimmung ermöglichen.
Revv Dirtdog Joey Landreth Overdrive
Nachdem Revv erst vor wenigen Monaten den Joey-Landreth-Signature-Amp vorgestellt hat, kommt das passende Pedal früh und überraschend. Schaut man sich das offizielle Video an, wird aber schnell klar, warum das für mich eins der Gitarren- und Bass-Highlights der diesjährigen NAMM ist. Pur, ungeschliffen und dirty.
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Natürlich sind offizielle Videos selten schlecht, aber im Netz tummeln sich noch ein paar Videos, die wirklich Hoffnung auf einen neuen Stern am Distortionhimmel machen.
Walrus Audio Canvas Volume & Mantle Bass Preamp
Volume-Pedale sind, wie auch die Tuner, oft unterschätzte und stiefmütterlich behandelte Geräte. Dabei steckt da oft echt viel Potenzial drin. So auch im Walrus Audio Canvas Volume, das ein paar interessante Features mitbringt. Der komplette Verzicht auf mechanische Verschleißteile verspricht einen zuverlässigen, langlebigen Dienst im Sinne des Volumens.
Aber auch 9 dB Boost sind möglich sowie eine Minimal-Volume-Einstellung. Highlights aber dürften die Lag-Funktion sein, die dem Pedal eine gewisse Trägheit in der Volume-Kurve verleiht, sowie die Taper-Varianten, die sich an den Sweep-Kurven bekannter Pedale orientieren oder auch frei gestaltet werden können. der Betrieb ist, dank zahlreicher Anschlussmöglichkeiten, Mono, stereo oder dual-Mono möglich. Einen Tuner-Output gibt’s ebenfalls. Klasse Teil, aber wahrlich kein Schnäppchen.
Der Walrus Audio Mantle Bass Preamp ist eine neue Preamp und D.I.-Lösung für E-Bassisten. Die neu entwickelten Sapphire-Übertrager ermöglichen dabei, den Charakter klassischer Neve- und API-Schaltungen zu simulieren. Das Ergebnis ist ein druckvoller Bassbereich, klare Mitten und sauber artikulierte Höhen.
Die beiden Tone-Regler sind als Stufenpotis ausgelegt, die im Hintergrund deutlich komplexere Kunststücke vollführen, als man von linearen Potis gewohnt ist. Spannend!
Blackstar ID:X Floor und TV-10 Amps
Die Blackstar ID:X-Serie wird um ein umfangreiches Pedalboard-Amp-Konzept erweitert. Die ID:X-Amps sind in der Beliebtheitsskala bei Gitarristen ganz weit oben, weil sie neben Flexibilität und Vielseitigkeit auch richtig gute Sounds bieten, wobei die finanzielle Schmerzgrenze jedoch immer erfreulich unangetastet bleibt.
Das Board kommt in drei unterschiedlichen Größen, vom einfachen Treter, über eine Version mit Pedal bis zum umfangreichsten Profi-Board. Maximal 299,- Euro muss man dafür berappen und das ist angesichts der Features schon eine kleine Sensation und ein echtes Gitarren-Highlight.
- Blackstar ID:X Floor
- Blackstar TV-10
Die Blackstar TV-10A und TV-10B-Modelle kommen jeweils als Topteile mit Cabinet oder 1×12″ Combos und bieten puristischen Class-A-Röhrensound. Das Modell TV-10A deckt dabei die britische EL34-Keule ab, während das Modell TV-10B amerikanisch gediegen auf 6L6-Kolben schwört. Bei 10 W Ausgangsleistung und einem glasklaren Cleansound dürften das wundervolle Pedalplattformen sein, allerdings gibt es jeweils auch einen zweiten Kanal, der den Freuden des Overdrives frönt. Spannende Teile.
DSM & Humboldt Dumblifier
Der Name „Dumble“ allein reicht bei vielen Gitarristen schon aus, den Speichelfluss reflexartig zu erhöhen. Und in der Tat kann sich wohl kaum einer dem Charme dieser seltenen und mystifizierten Amps entziehen. Ob das nun berechtigt ist oder nicht, dürfte auf anderen Kanälen bereits völlig ausreichend, dabei aber stets „ergebnisoffen“ diskutiert worden sein.
Wer jetzt aber unbedingt und unter allen Umständen in den Genuss des Dumble-Sounds kommen möchte, der kann jetzt aufatmen, das Ersparte in die Renovierung der Küche stecken und den neuen Dumblifier bestellen. Dabei handelt es sich um einen Pedalboard-Amp und Overdrive-Pedal, das einfach unfassbar geil aussieht. Wenn das Ding so klingt, wie es aussieht, ist das ’ne Sensation.
Ibanez Mode & Alpha Serie
Für viel Aufsehen hat die Mode-Serie von Ibanez gesorgt. Dabei handelt es sich um moderne Varianten des klassischen Jazzbass. Erhältlich als 4-, 5- und 6-Saiter verfügen die Bässe über eine neu entwickelte Elektronik, der Clou auf der Rückseite des Instruments wohnt. Ein Schalter, der aus den zwei Grundmodi „L“ (für Low) und „H“ (für High) wählt. Eine umfangreiche, 6-bändige Mittenregelung sorgt dann für den Feinschliff im Sound.
Meine allerliebste Lieblings-Kinga hat sich so ein Monster schon mal geschnappt und lässt meinen Subwoofer wandern. Krass gut!
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Die Gitarristen gehen natürlich nicht leer aus, das hat hoffentlich auch keiner befürchtet. Die Alpha-Serie bietet ein futuristisches Design, 7 oder 8 Saiten, Fishman Fluence Pickups und Multiscale-Hälse.
Die NAMM 2026 zeigt deutlich, dass sich der Markt für Gitarren- und Bass-Equipment weiter in Richtung praxisnaher, durchdachter Lösungen bewegt. Ob kompakte Modeling-Systeme wie das Neural DSP Quad Cortex Mini, flexible Multieffekte à la Boss GX-1/GX-1B oder puristische Röhrenkonzepte wie die Blackstar TV-10 Amps – die Hersteller setzen verstärkt auf Anwenderfreundlichkeit, Vielseitigkeit und musikalische Nutzbarkeit.
Auch im Pedalbereich überzeugen Produkte wie der Revv Dirtdog Overdrive, das Walrus Audio Canvas Volume oder der Peterson StroboVUE mit klaren Konzepten und professionellem Anspruch. Ergänzt wird das Bild durch innovative Instrumente wie die Ibanez Mode- und Alpha-Serie, die zeigen, dass auch klassische Bass- und Gitarrendesigns noch Raum für neue Ideen bieten.




































































Da gebe ich dir absolut recht, das Teil dürfte ein neuer Standard werden. Ich hab schon eins zum Testen geordert 😎
Ich vertraue seit Jahren in diesem Bereich einer deutschen Firma, LEHLE.
Die haben einige der von dir als interessant eingeordneten Merkmale schon seit einigen Jahren.
Sorry, wegen der Werbung für eine der besten Firmen in diesem Bereich, zumindestens nach meinem Kenntnisstand. ;-) ::-)