Neue DJ-Hardware auf der NAMM 2026 – unsere Highlights
Da die NAMM 2026 nun vorbei ist und im Rahmen der Messe sowie mit etwas Vorlauf einiges an Produktneuheiten vorgestellt wurden, möchten wir euch mit einem kleinen Rundgang die Highlights im DJ-Bereich präsentieren. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Palette an neuen Geräten sehr überschaubar war, gab es in diesem Jahr einige wirklich spannende Neuheiten, darunter auch eine Weltpremiere.
Inhaltsverzeichnis
Rane System One, Standalone-DJ-System
Fangen wir mit dieser Premiere an: Mit dem Rane System One wurde das erste Standalone-DJ-System mit motorisierten Plattentellern vorgestellt. Damit knüpft man an die Produktneuheit des Vorjahres an, den Rane One MKII, nur dass man jetzt vollständig auf den Laptop in der DJ-Booth verzichten kann.
Mit dem Betriebssystem Engine OS, das uns in der Vergangenheit bereits bei Geräten wie dem Denon DJ SC Live 4 überzeugen konnte, wird eine einzigartige Kombination aus digitalen Funktionen und Vinyl-Feeling möglich.
Für alle Freunde von Scratch-Einlagen gibt es mit dem MAGFOUR den passenden Crossfader, dessen Widerstand sich selbstverständlich über eine Schraube auf der Vorderseite anpassen lässt.
Unter dem Namen „Omnisource” wurde zudem das neue Konzept des Herstellers vorgestellt, mit dem sich spielerisch leicht zwischen verschiedenen Musikquellen wechseln lässt. Auf der Rückseite des Rane System Ones befinden sich neben einem SD-Karten-Slot mehrere Anschlussmöglichkeiten für USB-Sticks, darunter nun auch in USB-C-Ausführung. Wer seine Musikbibliothek direkt auf dem Gerät speichern möchte, kann auf der Unterseite des Standalone-Systems auch eine interne Festplatte einbauen.
Mit dem Rane System One kann außerdem auf fast alle gängigen Streaming-Dienste zurückgegriffen werden. Spotify wird in naher Zukunft ebenfalls unterstützt, aktuell können jedoch bereits Songs von Apple Music, Amazon Music Unlimited, Tidal, Beatsource oder Beatport und natürlich auch Soundcloud genutzt werden. Wem das nicht reicht, der kann über einen AUX-Anschluss per Kabel eine weitere Klangquelle einbinden. Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, Songs via Bluetooth an das Standalone-System zu senden.
Darüber hinaus verfügt der Rane System One über sämtliche Raffinessen, die wir in den letzten Jahren von dem Hersteller kennenlernen durften. Mit Touch FX, Sweep FX, Main FX, Fader FX und Touch FX haben wir nicht nur eine Vielzahl an Effekten zur Hand, sondern auch komplett unterschiedliche Handhabungen.
Es gibt selbstverständlich auch eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit Stems zu mixen. Aktuell müssen diese jedoch vorab in Engine DJ erstellt und auf euer Speichermedium übertragen werden. On-Board-Stems sollen im Verlauf des Jahres folgen.
Mit den im Vorfeld erstellten Stems könnt ihr aktuell über dedizierte Buttons aus einem Song wahlweise eine Acapella oder ein Instrumental erstellen. Hinzu kommt ein EQ-Modus, mit dem sich die einzelnen Stem-Parts unabhängig voneinander pegeln lassen, sowie die herkömmliche Stummschaltung über die Performance-Pads.
AlphaTheta RMX-Ignite, DJ-Effekteinheit
Auch aus dem Hause AlphaTheta gab es natürlich auch dieses Jahr etwas Neues. Mit dem AlphaTheta RMX-Ignite wurde endlich ein Nachfolger des beliebten Pioneer DJ RMX-1000 angekündigt.
Das überarbeitete Design wirkt klar strukturiert und etwas übersichtlicher, soll aber natürlich auch an den Vorgänger anknüpfen.
Zum einen bringt das Gerät Lever-FX mit, die über Kippschalter auf einzelnen Bändern aktiviert werden können. Zur Auswahl stehen hierbei Echo, Reverb, Juggle, Reverse, Solo und Stretch.
Daneben gibt es mit den Effekten Tape Echo, Reverb, Drive, Filter, Duck und Rhythm sogenannte Isolate FX. Diese lassen sich pro Band mit einem großen Potentiometer steuern.
Beide Effektarten verfügen über ein weiteres Potentiometer, mit dem sich ein passender Subparameter steuern lässt. Mit einem Release-Button können sämtliche Effektmanöver beendet oder bei Bedarf mit einem kurzen Echo-Tail ausgefadet werden.
Zusätzlich verfügt der AlphaTheta RMX-Ignite über einen Sampler mit vier Slots. Hier können One-Shots abgespielt oder Rhythmen durch manuelles Einspielen oder mithilfe der Sample-Roll-Buttons aufgenommen werden.
Preislich liegt die Effekteinheit mit Sampler bei 1.199 Euro.
AlphaTheta DJM-V5, 3-Kanal DJ-Mixer
Auch im Bereich der DJ-Mixer gibt es eine Neuheit des Herstellers. Mit dem AlphaTheta DJM-V5 ist ein 3-Kanal-DJ-Mixer auf den Markt gekommen, der als kleiner Bruder des DJM-V10 zu verstehen ist.
Zwar verfügt er nicht über Beat-FX, wie man sie von anderen DJM-Modellen kennt und auch nicht über einen 3-Band-Master-Isolator, wie er beim größeren V10-Modell zu finden ist. Dafür ist er mit einem neuen Filter namens XPF ausgestattet, mit dem sich die Bässe beibehalten lassen, während zuerst die Mitten in Richtung der Höhen entfernt werden.
Darüber hinaus verfügt der DJ-Mixer über überarbeitete Send-FX mit einer neu aufgebauten Sektion sowie einen 4-Band-Equalizer und einen Kompressor pro Kanal, wie er auch beim gängigen DJM-V10-Modell zu finden ist. Mit diesem lassen sich beispielsweise Drum-Machines oder ältere Schallplatten, die nicht nach heutigen Standards hinsichtlich der Lautstärke abgemischt wurden, auf ein Level bringen, sodass sie im Mix gut mithalten können.
Als Send-FX stehen Nutzern Short Delay, Reverb, Shimmer, Tape Echo, Ping Pong und Echo Verb zur Verfügung. Bei der Verwendung der letzten drei Effekte kann nur zwischen den ausgewiesenen Zeit-Inkrementen gewechselt werden. Dafür sorgt eine hardwareseitige Mechanik, die wir schon vom AlphaTheta Euphonia kennen.
Bei den anderen drei Effekten lässt sich das Poti für das Timing des Effekts frei bewegen. Besonders ist sicherlich auch die Designentscheidung, einerseits auf einen Crossfader zu verzichten und andererseits einen separaten Fader für das Level der Send FX zu verbauen.
Der AlphaTheta DJM-V5 ist zum Preis von 1.999 Euro erhältlich und da wir bereits ein Modell zum Testen erhalten haben, könnt ihr hier unseren Artikel dazu lesen.
Reloop Go Flux, USB-C DVS-Interface
Reloop hat in diesem Jahr ein DVS-Interface vorgestellt, das durch seine geringen Abmessungen und sein Gewicht von nur 168 g überzeugt.
Nach dem Anschluss des Interfaces via USB-C werden sofort die Vollversionen von Serato DJ Pro und Serato DVS freigeschaltet. Es müssen keine Treiber installiert werden und das Gerät ist sofort einsatzbereit. So kann aus jedem Mixer schnell ein DVS-System werden.
- Die Anschlüsse auf der Vor-
- Das Interface im Hosentaschenformat
Über DIP-Schalter am Interface selbst kann zwischen dem Eingang eines Phono- oder Line-Signals gewechselt werden, sodass das Reloop Flux Go problemlos mit Multimedia-Playern oder Plattenspielern verwendet werden kann. Dank hochwertiger D/A-Wandler, einer Auflösung von 24 Bit/96 kHz und eines Kopfhörerausgangs kann das Reloop Flux Go auch als Studiokarte verwendet werden.
Überzeugen dürfte viele auch der geringe Preis des DVS-Interfaces von 219,- Euro.
Reloop RP-5000 MK4, DJ-Plattenspieler
Auch einen neuen Plattenspieler für DJs gab es im Rahmen der diesjährigen Messe. Mit dem Reloop RP-5000 MK4 präsentiert der Hersteller einen Turntable mit Direktantrieb und einem hohen Drehmoment von 2,5 kg pro Zentimeter und einem überarbeiteten Layout. Auch das Chassis wurde neu angepasst und verspricht eine bessere Dämpfung. Dies soll zusätzlich durch die verbesserten, vibrationsreduzierenden Füße gewährleistet werden.
Selbstverständlich können Strom-, Cinch- und Erdungskabel abgenommen werden. Das eingelassene Anschlussterminal verspricht zudem eine saubere Kabelführung, auch wenn der Plattenspieler im Battle-Mode aufgebaut wird.
Egal, ob 33, 45 oder sogar 78 RPM: Der Reloop RP-5000 MK4 deckt alle Abspielgeschwindigkeiten ab und verfügt über eine Pitch-Range von +/-8 %, +/-16 % bis hin zu +/-50 %, sodass auch größere Tempo-Differenzen ausgeglichen werden können. Selbstverständlich wird beim Pitch-Fader auf eine Mittenrasterung verzichtet. Zusätzlich verfügt der Plattenspieler über eine Reverse-Taste, mit der sich Schallplatten rückwärts abspielen lassen. Der Plattenspieler verfügt über einen S-förmigen Tonarm mit hydraulischem Lift, Anti-Skating und SME-Anschluss.
Reloop PTB-2, 2+1 DJ-Mixer
Mit dem Reloop PTB-2 wurde ein DJ-Mixer im extrem portablen Format vorgestellt, der trotz seiner Größe einiges an Features spendiert bekommen hat.
So haben wir neben einem Record-Out-Anschluss auch einen Aux-In. Diese „+1“-Spur kann alternativ zum AUX-Input jedoch auch zum Einspeisen einer Klangquelle via Bluetooth benutzt werden. Der Mixer verfügt zudem über ein verbautes USB-C-Audiointerface, mit dem man in Kombination mit der Software djay Pro von Algoriddim schnell ein DVS aufbauen kann.

Der Reloop PTB-2 ist mit einem 2-Band-Equalizer und einem Filter pro Kanal ausgestattet. Mit einem Schalter auf der Rückseite kann zwischen Line, Phono oder USB/DVS gewechselt werden. Die Portabilität des Mixers wird dadurch gefördert, dass die Stromversorgung via USB-C stattfindet und man in Verbindung mit einer passenden Powerbank auf herkömmliche Steckdosen verzichten kann.
Hercules DJControl T10, motorisierter DJ-Controller
Zusätzlich wurde noch der Hercules DJControl T10 angekündigt. Das Alleinstellungsmerkmal dieses DJ-Controllers sind die motorisierten Plattenteller mit einem Durchmesser von 10 Zoll. Weiterhin ist lediglich bekannt, dass das Gerät Serato DJ Pro freischaltet, wenn es an euren Rechner angeschlossen wird. Definitiv ein spannendes Gerät, über das wir euch weiter berichten, wenn uns mehr Informationen vorliegen.
Das war es auch schon wieder mit Neuigkeiten von der diesjährigen NAMM aus dem DJ-Bereich. Wir sind gespannt auf die Produkte und was das Jahr noch an wunderbaren Gerätschaften bringt.



































































