Neues Plug-in mit Röhren-Feeling
Mit FreqTube FT1-EMU ist ab sofort ein Plug-in erhältlich, das die Freqport FT1-Hardware des Herstellers emuliert und so für passenden „Röhren-Sound“ in der DAW sorgen soll.
FreqTube FT1-EMU
Grundsätzlich arbeitet das FT1-EMU Plug-in auf Basis der sogenannten SPICE-Schaltung und emuliert die FT1 Hardware des Herstellers. Dynamik, Röhrensättigung etc. werden vom Plug-in nachgebildet. Dabei betont der Hersteller, dass man nicht nur ein weiteres Sättigung-Plug-in entwickelt habe, sondern der analoge Signalpfad des FT1 reproduziert laut Freqport die tatsächliche Reaktion der Schaltung.
Mit Hilfe der Dual-Tube-Architektur lässt sich beim FreqTube FT1-EMU zwischen unterschiedlichen Röhrentypen wechseln, was Charakter und Klang des Plug-ins deutlich beeinflusst. Eine automatisch Gain-Anpassung sorgt dafür, dass der Ausgangspegel unabhängig von den Plug-in-Einstellungen wie Sättigung und Harmonics identisch bleibt. Wer die FT1-Hardware von Freqport bereits besitzt, kann dazu mit einem Klick auf diese umschalten, so dass man die Hardware ohne Umschweife direkt in die DAW integrieren kann und das Signal über die Röhren des FT1 geschickt wird.
Die Freqport Hardware FT1:
Innerhalb des Plug-ins stehen diverse Parameter wie Drive, Harmonics, Filter, Phasenkontrolle und Signalfluss zur Verfügung, dazu gib es verschiedene Filter-Typen.
Und wie für ein Plug-in üblich, lässt sich natürlich alles automatisieren, es gibt einen Dry/Wet-Mix-Regler und es lassen sich Presets anlegen.
Erhältlich ist das FreqTube FT1-EMU von Freqport für macOS und Windows. Einsetzen lässt es sich in den Formaten VST3, AU und AAX.
Preis und Verfügbarkeit für das Plug-in sind bisher noch nicht bekannt.



























































Also wenn es genauso klingt wie die Hardware, wird diese ja überflüssig. Warum sollte man dann noch die Hardware kaufen?
@ollo Weil dem nicht so ist. Ich gehe davon aus daß es Sampling/Faltung/Profiling ist, wobei die etwas neuere Version ohne statische Einstellung zum Einsatz kommt. Wie die Hersteller das machen ist wohl unterschiedlich, von mehreren Impulsantworten ausgehend interpolieren bis Manipulation auf spektraler Ebene oder beides oder Vermischung mit gängigen Sättigungs/Filter-Algorithmen, alles ist denkbar. Was es nicht sein kann ist eine 100% Emulation. Es klingt vielleicht gleich bis ähnlich. Kemper hat damit Millionen verdient, also gibt es da einen Punkt. Alleine das ewige Oversampling ist schon eine Sache für sich, wenn es überhaupt angewendet wird. Annähernd sauber ginge das wohl nur mit Sampleraten außerhalb des gängigen Gebrauchs wie 192Khz. Gerade Sättigung erzeugt Harmonische die sehr anfällig für Artefakte sind und in die unteren hörbaren Frequenzen Aliasing einbringen. Hören wir es bei komplexen Spektren nicht, dann kann das Marketing sagen 100%. Das Problem ist, daß Freqport nicht grundsätzlich in 192Khz arbeitet, ich habe keine Aussage dahingehend gefunden. Wenn dem nicht so ist, dann habe ich das umsonst geschrieben. Ansonsten, wer arbeitet schon mit einer auf 192Khz optimierten DAW und zugehörigen Plugins? Gibt es überhaupt eine DAW die auf „rohe“ 192Khz optimiert ist und macht es Oversampling bei Kaskadierung mehrerer Plugins wirklich überflüssig? Spätestens hier hört es bei mir auf.
@Kazimoto Die Frage ist halt immer, ob das letzte Quäntchen besserer bzw anderer Sound es einem wirklich Wert ist. Mir würde wohl das Plugin reichen, vorallem, da ich es endlos in der DAW einsetzen kann.