Die Keys- und Synthesizer-Highlights der NAMM
Die Keys-Highlights im Überblick! Wie jedes Jahr im Januar pilgert die Musikgemeinde in Richtung Anaheim, Kalifornien, wo seit vielen Jahrzehnten die NAMM Show stattfindet. Synthesizer, Studio- und Recording-Equipment, Gitarren, Mischpulte, PA-Speaker – und zwischendrin immer wieder mal einige Stars und Sternchen der Musikbranche. Denn die Nähe zu Los Angeles führt dazu, dass die Hersteller regelmäßig bekannte Künstler, Sänger und Session-Musiker einladen, um an ihren Ständen für Musik und natürlich Aufmerksamkeit zu sorgen.
In den letzten Tagen haben wir euch mit allerhand News zu neuen Produkten auf dem Laufenden gehalten. Teilweise liefen die Meldungen in einer Windeseile durch den Ticker (aka News-Bereich), so dass der eine oder andere da möglicherweise den Überblick verloren hat. Daher haben wir euch für jeden Redaktionsbereich eine Übersicht mit den Highlights zusammengestellt. Wir wünschen viel Spaß mit den Keys-Highlights der NAMM 2026.
Inhaltsverzeichnis
AKAI MPC XL
Eines der Highlights dieser NAMM Show war die Vorstellung der AKAI MPC XL. Alle Informationen dazu findet ihr in unserem Beats-Report und in unserer MPC XL News.
ASM Leviasynth
Auch wenn der Leviasynth von ASM zu den wenigen Synthesizer-Neuheiten der NAMM 2026 gehört, ist er dadurch nicht weniger interessant. Dieser Hybrid-Synthesizer bietet acht Oszillatoren pro Stimme, eine Kombination aus analogen und digitalen Filtern sowie eine sehr interessante Oszillatorsektion.
Der Leviasynth wird in zwei Versionen erhältlich sein. Einmal als 61-Tasten-Modell, einmal als Desktop-Modul. Die 61 Tasten des Synthesizers sind mit polyphonem Aftertouch ausgestattet, dazu gibt es einen 4-oktavigen Ribbon-Conttoller. Darüber hinaus ist die Soundengine MPE-kompatibel.
Die Bedienoberfläche ist mit allerhand Reglern und Buttons ausgestattet, die rund um einen farbigen Touchscreen platziert sind. Technisch identisch ist das Desktop-Modul ausgeführt, dieses bietet zusätzlich allerdings noch 16 Pads mit Velocity und Poly-Aftertouch.
Alle weiteren Informationen zum ASM Leviasynth bekommt ihr in unserer News und im folgenden Video:
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Behringer JN-80
Am Behringer Stand gab es auf der diesjährigen NAMM Show einiges zu sehen und zu hören. Ein Highlight war der JN-80. Streng genommen handelt es sich hierbei um keine richtige Neuvorstellung, denn bereits im Jahr 2023 stellte Behringer den Neptune-80 vor, ein analoger Synthesizer nach Vorbild des Roland Juno-60, allerdings mit acht Stimmen. Schon optisch – aber auch hinsichtlich der Klangerzeugung – ähnelt der JN-80 stark dem Original.
Der JN-80 verfügt über einen DCO plus Suboszillator und Noise, ein resonanzfähiges und modulierbares Tiefpassfilter, ein statisches Hochpassfilter, VCA, Hüllkurvengenerator und LFO. Auch ein Chorus, Speichermöglichkeiten und ein Display sind an Bord.
Im folgenden Video könnt ihr euch einen ersten Eindruck vom JN-80 machen. Genaue Informationen zur Verfügbarkeit und dem Preis hat Behringer noch nicht gemacht. Neben dem JN-80 zeigte Behringer auf der NAMM auch Vorserienmodelle des JT-2 und der BMX, allerdings ohne neue Informationen dazu. Außerdem wurde der Behringer D Mini gezeigt.
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Hammond XK-7 & XK-7D
Von Hammond gibt es in diesem Jahr wieder, wenig überraschend, zwei neue Orgeln. Die beiden Modelle XK-7 und XK-7D sind technisch identisch, unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der Manuale. XK-7 ist ein-manualig ausgeführt, XK-7D bietet zwei Manuale.
Beide setzen dabei auf die neue Klangerzeugung VEM (Virtual Electro-Mechanical). Diese basiert auf Physical-Modeling und soll laut Hersteller eine äußerst realistische Nachbildung des Hammond Orgel-Sounds bieten. Neu hinzugekommen ist der Sound einer Hammond L-112. Aber auch die anderen Sounds, allen voran die Combo-Sounds Italian, British und Japanese, die Pfeifenorgeln wurden für die zwei neuen Modelle überarbeitet.
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Korg Kaoss Pad V
Das bestens für Performances geeignete Kaoss Pad von Korg kommt in der fünften Generation auf den Markt. Highlight des neuen Effektgeräts ist die Dual-Touch-Funktion, bei der mit zwei Fingern unterschiedliche Parameter gleichzeitig moduliert werden können.
Das zentrale Element des Kaoss Pad V ist wieder ein X/Y-Pad. Es steht eine umfangreiche Auswahl von Effekten zur Verfügung (insgesamt 170 Presets), darunter Filter, Modulations-Effekten, Verzerrern, Reverbs, Delays, aber auch speziellere Sachen wie Voice- und Vocoder-Effekte. Die Effekte lassen sich mit Hilfe eines Editors anpassen und das Kaoss Pad bietet insgesamt 100 Speicherplätze.
Ebenfalls vorhanden ist eine Sampling-Funktion. Hiermit lassen sich Tracks in Echtzeit sampeln, loopen und remixen.
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Korg phase8
Bereits auf der Superbooth 23 zeigte Korg die erste Version seines phase8-Synthtesizers. Auf der NAMM 2206 wurde er nun offiziell vorgestellt.
Die Einordnung des phase8 fällt etwas schwer, denn er lässt sich nicht in die üblichen Kategorien analog, digital o. ä. einsortieren. Korg betitelt ihn als Acoustic Synthesizer, weil er auf physischen Elementen und einer haptischen Interaktion derer basiert.
Der Korg phase8 ist mit acht unterschiedlich gestimmten Metallresonatoren ausgestattet, die durch elektromagnetische Impulse in Schwingung versetzt und über Regler im Klang und Lautstärke moduliert werden können. Dafür stehen Funktionen wie Envelope-Shaping, Sequencing, analoges Wavefolding und tonhöhenabhängige Modulation zur Verfügung. Jeder Resonator fungiert als eine Stimme, somit lässt sich phase8 bis zu achtstimmig spielen.
Durch Berühren wie Anschlagen, Zupfen oder einem andersartigen Kontakt lassen sich die Resonatoren beeinflussen. Der Aufbau des Korg phase8 ist bewusst offen gehalten, so dass die Resonatoren jederzeit für eine spontane Manipulation zugänglich sind. Dazu erwähnt Korg, dass die ab Werk montierten Resonatoren auch gegen andere Modelle ausgetauscht werden können.
Der Korg phase8 bietet einen Sequencer mit Step- und Live-Recording. Die Sequenzen können maximal 8-stimmig sein und es gibt acht Speicherplätze.
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Nord Electro 7
Nicht ganz ohne einen Seitenhieb auf Behringer (Slogan: we hear you) hat Nord die nächste Generation seines Stagepianos vorgestellt, das Nord Electro 7. Zunächst wurde das Piano ohne Pitchbend- und Modulationsrad präsentiert, was bei vielen Nutzern für Kritik sorgte. Denn diese wünschen sich die zwei Räder schon lange. Einige Tage später gab es dann ein Facebook-Video, in dem man bekannt gab, dass man das Kunden-Feedback Ernst nähme und man Pitchbend- und Modulationsrad kurzerhand noch hinzugefügt habe.
Das Nord Electro 7 ist wieder in drei verschiedenen Tastaturversionen erhältlich. Die 61 Tasten und 73 Tasten Varianten besitzen die bewährte halbgewichtete Waterfall-Tastatur, das Electro 7 HP ist mit einer neuen 3-fach-Sensor-Tastatur von Kawai ausgestattet. Dazu sind alle drei Varianten nun mit physikalischen Zugriegeln bestückt.
Es gibt ein neues Farbdisplay und die klassischen Sound-Sektionen Piano, Orgel und Synthesizer (neu). Neben neuen Sounds und der Orgel-Simulation der Nord Organ 3 bietet das Electro 7 eine Synth-Sektion mit analogen Schwingungsformen und FM-Synthese sowie Samples aus der Nord Sample Library. Die Synth-Sektion umfasst die Modi Mono, Legato und Glide für eine passende Performance-Steuerung sowie Low-Pass-Filter mit Resonanz und zwei ADR-Hüllkurven für Amp und Filter/FM Amount.
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Studiologic Numa X Piano GT SE
Als Nachfolger seines vor vier Jahren vorgestellten Numa X Piano präsentierte Studiologic auf der NAMM 2026 das Studiologic Numa X Piano GT SE. Ausgestattet mit einem erweiterten Speicher, der neuen Firmware 3.0 sowie exklusiven Materialien wird das Stagepiano bald im Handel erhältlich sein.
Ausgestattet ist das Numa X Piano GT SE mit der neuen Klangerzeugung Studiologic TrS2. Die Acoustic-Piano-Engine soll dank erweitertem Physical-Modeling besser und vor allem realistischer klingen, hierfür stehen einige neue Parameter bereit. Auch die Klangerzeugung der E-Pianos wurde überarbeitet, wobei hier vor allem die Amp-Simulation von Studiologic zum Tragen kommt. Insgesamt wurde der Speicher auf 4 GB erweitert.
Komplett neu ist die virtuell analoge Synth-Engine, die eine breite Palette an Sounds bereit halten soll. Von klassischen bis hin zu komplexeren Sounds, von Lead-Sounds bis hin zu sich entwickelnden Klanglandschaften, soll Nutzern hier einiges geboten werde. Zur Editierung der Sounds bietet das Studiologic Numa X Piano GT SE eine grafische Benutzeroberfläche und spezielle Bedienelemente.
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2026 scheint ein gutes Jahre zu werden was Synthesizer betrifft. Mal sehen was noch kommt! ASM Leviasynth und B. JN-80 werde ich definitiv im Auge behalten.
@Filterpad Wenn ich mir die NAMM-Reports für Synthesizer und Keyboards aus früheren Jahren hier auf amazona.de angucke, finde ich eher, dass 2026 eine schwache Neuheitenparade mit sich brachte. Mal zum Vergleich: 2019 gab’s den MicroFreak von Arturia, von Waldorf den Kyra, Black Corporation Xerxes, Flame Mäander, Behringer Crave, KORG Minilogue XD, und das ist nur eine Auswahl, da wurden noch viel mehr Geräte neu vorgestellt. Im Vergleich dazu ist die diesjährige Vorstellung eher mau, finde ich.
Nun ist seit 2019 viel passiert… Covid-Krise, Chip-Krise, Ukraine-Krise, Wirtschafts-Krise… eine Krise nach der anderen. Anscheinend zeigt sich das an einer insgesamt deutlich gesunkenen Zahl von Neuheiten. Vielleicht ist es aber auch so, dass solche „haptischen“ Messen einfach nicht mehr so wichtig sind, und dass die Hersteller ihre neuen Geräte eben erst dann rausbringen, wenn sie fertig sind. 🤷♂️ Im Zeitalter des Internets ist es ja eigentlich auch eh Wurscht.
Das ist doch rein subjektiv. Die Tatsache, dass ein Hersteller wie Korg diesen Weg beschreitet, würde ich schon als kleine Sensation bezeichnen. Geräte dieser Art würde man sonst ehr von kleinen lokalen Herstellern auf der Superbooth erwarten, nicht aber von einem Global Player wie Korg auf der NAMM.
Schauen wir mal, wie die Resonanz nach unserem Test so ausfällt.
Natürlich ist das ein Highlight. Ja wohl eher als die hier auch vorgestllten x-ten Behringer Klone oder irgendein weiteres Stage Piano.
Korg Berlin hat hier mal etwas Neues probiert. Klar ist der Preis für das Gebotene vermeintlich hoch und es wird sicher kein Topseller. Eher etwas für Liebhaber oder experimentelle Musiker. Dennoch ist der Phase8 für mich ganz klar ein Highlight. Ohne Hersteller, die mal etwas wagen und neues Terrain erforschen würde doch immer alles Gleich bleiben. Wer weiß, was da noch aus den gewonnen Erkenntnissen entstehen wird.
huh wie langweilig 😴
oder bin ich nur satt?
halbgare Korg Produkte, dazu Orgeln & E-pianos
was ein Juno macht weiß man auch …
man hat nichts verpasst wenn man nicht da war 🤷🏻♂️
kein wunder das sonicstate da nicht rumläuft, die wussten es gibt nix zu sehen
@plumperquatsch Gebe Dir recht. Meistens: Alter Wein in neuen Schläuchen.
Produkte wie Phase 8 wären an sich „wichtiger“ denn je, WENN man sich denn mehr Zeit für eine profunde Ideen-Entwicklung nehmen würde.
Aber da etliche Marketing-Abteilungen uns ja ständig „revolutionäre Neuheiten“ verkaufen wollen – müssen noch die sinnlosesten Beta-Produkte wie der Phase 8 auf den Markt geworfen werden.
ABER: Geschuldet ist das auch der weit verbreiteten, irrsinnigen Consumer-Mentalität – auch als GAS bekannt und berüchtigt. Viele sind ständig auf der Jagd nach vermeintlich noch sensationelleren Neuerungen und sind dabei oftmals nicht mal in der Lage das bereits vorhandene Equipment
überhaupt sinnvoll zu nutzen.
Manchem Kollegen wäre auch dringend anzuraten, mal was grundlegend für die eigene Spieltechnik zu tun…. anstatt jeder durchs Dorf getriebenen Hard- und Software-Sau hinterher zu hecheln!!!
Und NEIN: Sequenzen und Arpeggios und Groove-Clips und Artverwandtes helfen da ganz sicher nicht weiter.
Diese Art „Demokratisierung“ des „Musikbetriebs“ führt schon seit Langem immer wieder zielsicher auf ein musikalisches Abstellgleis. Es entsteht eine Wahnwelt mit aberwitzigen Illusionen bezüglich der eigenen „Fähigkeiten“…
Doch zurück zum Thema – speziell KORG hat eine Meisterschaft entwickelt entweder altes Zeug „neu“ zu verpacken (Nautilus, „neuer“ Kronos) oder Halbgares zu präsentieren (Drum Logue, Multipad MPS-10, Kaoss Replay und vermutlich auch das aktuelle Kaoss Pad V)…
Aber all das sind Luxus-Betrachtungen angesichts der Weltlage, vor allem hinsichtlich des Abschmierens der USA in einen faschistischen Terrorstaat.
@plumperquatsch Vergiss nicht den Casiosampler!
Casio ist zurück!
Big News imho !🎉
Ich glaube der Leviasynth ist das interessanteste Teil, oder?
Scheint irgendwie keine Wünsche offen zu lassen. Auch wenn ich leider kein Platz mehr habe, würde ich mir das echt noch überlegen :D