3 neue Digitalpulte von Peavey
Die Türen der NAMM 2026 sind seit wenigen Stunden geschlossen, doch ein paar wenige Nachzügler-News haben wir noch für euch. Der Hersteller Peavey präsentierte auf der Musikmesse drei neue Digitalpulte, die vornehmlich für Studio- und Content-/Podcast-Produktionen beworben werden, sich aber auch für den Live-Bereich eignen. Hier alle Informationen zu Peavey Unity-4, Unity-6 und Unity-8.
Peavey Unity-4, Unity-6 und Unity-8
Alle drei neuen Peavey Digitalpulte erstrahlen in hellem Gelb und fallen im Studio also sofort auf. Alle drei Pulte, die sich lediglich hinsichtlich der Kanalanzahl unterscheiden, sind kompakt gehalten. Zur Ausstattung gehören XLR/TRS-Combo-Eingänge, Phantomspeisung, Hochpassfilter und Hi-Z-Eingang. Dazu gesellen sich Stereo-Eingänge in Cinch- und Miniklinkenformat, Bluetooth und ein Anschluss für Headsets.
Ausgangsseitig bieten Peavey Unity-4, Unity-6 und Unity-8 jeweils zwei Klinkenbuchsen und einen Kopfhörerausgang. Die größte Version der Pulte, das Peavey Unity-8 bietet zusätzlich einen USB-Port, an den USB-Medien zum Abspielen von Playbacks o. ä. angeschlossen werden können, sowie XLR-Ausgänge.
Alle drei Pulte verfügen über einen USB-B-Port, über den sie an einen Computer angeschlossen und als Audiointerface genutzt werden können. Pro Kanal bieten die Pulte einen Equalizer und diverse Effekte. Wer die Pulte live einsetzt, darf sich dazu über einen Feedback-Suppressor freuen.
Preis und Verfügbarkeit der neuen Digitalpulte Peavey Unity-4, Unity-6 und Unity-8 sind noch nicht bekannt.




























































Och, die sind aber hübsch. Wirklich schön! Ich hatte Peavey ja sowas von gar nicht auf dem Schirm, wenn es um Mischpulte geht. Machen die das schon länger?
@UAP Och, das ist aber eine nette Frage. Mein PV-10 (damalige Geräteserie PV-6 bis PV-14, ich glaube, es gab auch einen PV-20…) ist schon mehr als 13 Jahre alt … extrem solide gebaut und unkaputtbar! Etwas später kam dann eine gleichnamige Serie mit diesem silberfarbigen Layout – dann allerdings mit USB !
Es war sehr interessant, dass sie in der OUT-Section einen ‚Contour‘-Schalter hatten (ähnlich der ‚Loudness‘-Schalter in früheren HiFi-Verstärkern …) !
Darauf folgte dann eine deutlich andere PV-Serie mit schwarzer Oberfläche … und Bluetooth!
Das waren wirklich gute Kleinmixer – aber es gab auch schon große PEAVEY-Mixer, die sich vor anderen und mit ihren Namen wirklich bekannten Live-Konsolen absolut nicht verstecken mussten. Ich erinnere mich auch an einen komplexen, damals in den USA gefertigten und deshalb wirklich teuren Mixer, der speziell für Kirchen und ‚Worship‘-Zwecke gebaut und vertrieben wurde . . .
In Tansania fand ich vor vielen Jahren von lokalen Händlern aus China importierte Derivate dieser früheren PV-Serie: bis in kleinste Details absolut identisches (silberfarbiges) Oberflächen-Layout mit denselben verschiedenfarbigen Knöpfen – aber eben ‚Powered Mixer‘ (also mit eingebauter Stereo-Endstufe ungenannter Leistung) sowie mit einem 7- oder 9-Band EQ für das Summensignal.
Unter teils heftigen Misstrauen der dortigen Händler machte ich Fotos und schickte sie an PEAVEY in den USA & UK … und erhielt eine Mail mit einem Danke hierfür (etwa: ‚oh – diese Geräte kannten wir noch nicht … da macht unser chinesischer Hersteller in den Nachtschichten wohl eine ‚No-name‘-Serie, kopiert frech unser Layout und nimmt vielleicht auch noch unser Material hierfür!‘)!!!
@Nvelope Och, so eine tolle, informative und spannende Antwort hatte ich gar nicht erwartet. Herzlichen Dank dafür! 👋😊
@UAP Aber gerne doch – genau deswegen sind wir alle hier: zum Austausch von Erfahrungen.
Ich vergaß noch anzumerken, dass zumindest diese erste PV-Serie (silberfarbige Gehäuse) den für mich klaren Nachteil hatte, dass die Mittenklangregelung nicht parametrisch war, was ich in der Nutzung mit Mikrofonen schon als echten Nachteil empfinde.
Dafür waren allerdings alle Mono-INs mit einem Insert-Anschluss versehen, über den beliebiges Outboard-Equipment (ich habe viele 19“-Geräte hierfür) angeschlossen werden können.
Ein für mich aber sehr wichtiger Vorteil bei Live-Beschallungen waren allerdings die individuellen ‚Signal‘-LEDs in allen Eingangskanälen, die auch bei geschlossenem Fader das Eintreffen eines Signals auf dem betreffenden Eingang anzeigten; sowas hab/tten nur wenige Kleinmixer …