Die Highlights in der Übersicht!
Was waren das wieder für ereignisreiche Tage. Die NAMM 2026 ist Geschichte und wer unsere Website in den letzten Tagen regelmäßig besucht hat, kam bei all den News-Meldungen vermutlich nicht mehr hinterher. Die News, vor allem aus dem Bereich Studio und Recording, prasselten im stetigen Takt auf uns ein und wir haben versucht, euch stetig auf dem Laufenden zu halten. Da wir eine große Anzahl von News-Meldungen veröffentlicht haben und sicherlich nicht jeder jede einzelne Meldung mitbekommen hat, haben wir für euch im folgenden Artikel die Studio- und Recording-Highlights der NAMM Show zusammengestellt. Den kompletten Überblick aller News findet ihr dagegen hier.
Inhaltsverzeichnis
NAMM 2026: Audiointerfaces
Bereits einige Tage vor dem offiziellen Start der NAMM Show hat Fender seine ersten Produktneuheiten für dieses Jahr präsentiert – und damit gleich für viel Diskussion gesorgt. Denn nachdem man Presonus vor einigen Jahren gekauft hat, war es für den Konzern wohl an der Zeit, die ersten Presonus Produkte mit Fender Logo und Namen zu versehen.
Fender Quantum LT 2, LT 4, LT 16
Neben den nur umbenannten und optisch neu designten Quantum-Interfaces HD2/HD8 hat Fender mit Quantum LT 2, LT 4 und LT 16 auch drei neue Audiointerfaces vorgestellt. Die drei neuen Interfaces sind allesamt mit MAX-HD-Preamps, Instrumenteneingänge, Low-Latency-Treiber sowie einer Loopback-Funktion ausgestattet.
Ansonsten unterscheiden sich die Interfaces vor allem hinsichtlich der Kanalanzahl, wobei sich das größte Interface der Serie, das Quantum LT 16 mit acht Combo-Mikrofoneingängen und acht TRS-Line-Eingängen, MIDI und DC-coupled Ausgängen, etwas von LT 2/LT 4 abhebt.
Yamaha URX22, URX44, URX44V
Auch im Hause Steinberg/Yamaha gab es einige Änderungen. Bereits im Herbst 2025 benannte der Yamaha-Konzern einige Steinberg-Interfaces um und brachte sie unter neuem Namen neu auf den Markt. Technisch hat sich, bis auf einige Details beim Lieferumfang, nichts geändert.
Ganz neu sind dagegen die zwei Audiointerfaces Yamaha URX22, URX44 und URX44V. Alle verfügen über XLR-Kombibuchsen und Preamps, die bis zu 78 dB Gain aufholen können, einen AUX-Eingang und zwei Kopfhörerausgänge. Das URX44 und URX44V besitzen zudem einen microSD-Kartenslot, wodurch sie auch Standalone einsatzfähig sind.
Die Bedienung der drei Interfaces erfolgt über einen LCD-Touchscreen. So lassen sich Parameter über vier drückbare Drehregler anpassen und genau wie bei den neuen MGX-Mischpulten Features wie Auto Gain, DSP-Effektprozessoren und sogar Scenes einstellen und verwalten.
Eine Sonderstellung nimmt das URX44V ein, denn dieses ist aufgrund seines zusätzlichen HDMI-Audio/Video-Interfaces für Videoaufnahmen oder -durchschleifungen in 4K-Auflösung nutzbar.
Apogee Symphony Nova
Für viele sicherlich ein kleines Highlight: Apogee hat auf der NAMM Show das Symphony Nova Audiointerface vorgestellt. Leider ist das Interface noch nicht auf der Website von Apogee gelistet, so dass noch nicht alle Informationen verfügbar sind. Jedoch klingen die bisherigen definitiv interessant.
Das Symphony Nova ist mit vier analogen Mic-Eingängen ausgestattet, die sich dank eines DSPs bereits während der Aufnahme mit Effekten, Dynamics o. ä. bearbeiten lassen, alles latenzfrei und ohne zusätzliche Belastung des Computers.
Die Kanäle verfügen über den neu entwickelten ECS Channelstrip, der einen 4-Band-Equalizer, Kompressor, Reverb, Delay, Sättigung, Drive sowie Hoch- und Tiefpassfilter bietet.
Dazu gibt es für Gitarristen interessante Re-Amping-Funktion sowie eine integrierte Raumkorrektur-Software von Sonarworks. Auch spezielle SoundID-Kopfhörer-Profile lassen sich in das Interface importieren.
Anschlussseitig bietet das Symphony Nova u.a. ADAT und MIDI, so lässt sich das Interface unkompliziert in bestehende Setups einbinden bzw. zusätzliche Preamps integrieren.
NAMM 2026: Controller
Fender Motion 16/Motion 32
In Sachen Controller hat Fender die beiden Produkte Motion 16 und Motion 32 vorgestellt. Durch die Timeline der DAW navigieren, auf Instrumente und Funktionen zugreifen, diese aufnehmen, bearbeiten oder live spielen, all das soll mit den zwei Controllern möglich sein – mit der besten Integration in die DAW Fender Studio Pro (siehe DAWs). Aber auch mit anderen DAWs funktionieren die beiden Controller.
Hierfür bietet der Fender Motion 16 kontextsensitive FATAR-Pads, die zwischen Schlagzeug-, Melodie- und Akkord-Modus umgeschaltet werden können, während beleuchtete Encoder eine Steuerung der Wiedergabe, Bearbeitung und des Mixings ermöglichen. Neben den 16 Pads und den Encodern bietet der Motion 16 einen Touch Strip, eine Transportsektion sowie zahlreiche Buttons.
Der Motion 32 ist etwas anders aufgebaut und erinnert an den früheren Presonus Controller ATOM SQ. Er bietet 32 Pads, die im Stil einer Klaviertastatur aufgebaut sind, acht Encoder, zwei Touch Strips, eine Transportsektion sowie ein Display, das aktuelle Parameter darstellt.
Alle weiteren Informationen gibt es hier:
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Yamaha CC1
Mit dem Yamaha CC1 wurde ein weiterer Controller vorgestellt – der aber deutlich kompakter und auf einen Motorfader beschränkt ist. Der motorisierte 100-mm-Motorfader wird durch Tasten für alle nötigen Transportfunktionen sowie einen AI-Drehregler ergänzt. Letzterer ermöglicht das Steuern eines beliebigen Parameters, der sich unter dem Mauszeiger befindet – zeitraubendes Mapping gehört mit dem CC1 also der Vergangenheit an.
Darüber hinaus gibt es beim Yamaha CC1 zwölf LCD-Tasten, die hinsichtlich ihrer Funktion und durch den Einsatz unbegrenzt vieler Bänke mehrfach belegt werden können. Programmiert werden diese mit Hilfe der Elgato Stream Deck Software. So wird der CC1 zum Multimedia-Controller über die DAW hinaus, der sich nahtlos in ein Setup integrieren und bei Bedarf auch mit einem Pedal steuern lässt.
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NAMM 2026: Digital Audio Workstations
Im Mittelpunkt der Fender-Neuankündigungen stand die Umbenennung der DAW Presonus Studio One in Fender Studio Pro 8. Etliche neue Features wurden der DAW spendiert, u. a. gibt es neue Fender-eigene Effekte wie Mustang Native und Rumble Native, die das Klangspektrum deutlich erweitern, KI-gestützte Audio-to-MIDI-Funktionen, neue Übersichten und insgesamt einen verbesserten Workflow.
Kurz nach dem offiziellen Release der neuesten Version haben wir uns an den Test gesetzt. Das Ergebnis findet ihr hier:
NAMM 2026: Effekte
Knif Audio BBD
Sicherlich für Freunde von Vintage-Equipment interessant, aber unserer Meinung nach einfach zu teuer: das BBD-Delay von Knif Audio. Das analoge Bucket Brigade Delay ist in einem schicken Gehäuse aus Walnuss untergebracht und passt aufgrund seines Aufbaus optisch perfekt zu Vintage-Synthesizern oder Modularsystemen.
Möglich sind Delay-Zeiten von 20 bis 600 ms (Stereo) bzw. 1.200 ms (Mono). Hierfür verfügt es über sechs BBD-ICs mit je 4.096 Stufen. Insgesamt sieben Arbeitsmodi hat Knif Audio dem BBD spendiert und neben normalen Ein- und Ausgangsbuchsen sowie Send/Return-Wegen im Klinkenformat bietet das BBD auch CV-Eingänge. Praktisch erscheint auch das Hochpassfilter, das Knif Audio für den Feedback-Weg verbaut hat, sowie ein Tiefpassfilter für das eigentliche Delay.
Mit 3.500,- Euro (plus Steuer, Zoll und Versand) ist das BBD aber preislich sehr weit oben angesiedelt.
NAMM 2026: Studiomonitore
Und wie schaut es mit neuen Studiomonitoren aus? Ehrlich gesagt, sehr mau. Tatsächlich hat bis auf HEDD Audio keiner der bekannten Hersteller neue Nahfeld- oder Midfield-Monitore auf der NAMM präsentiert. Interessantes zu vermelden gab es aber trotzdem, denn neben HEDD hat der ansonsten im absoluten High-End-Bereich positionierte Hersteller Telegrapher Loudspeakers eine günstige Serie angekündigt – wobei „günstig“ bei normalen Telegrapher Preisen ab 5.000,- Euro pro Paar relativ zu sehen ist. Zunächst aber ein paar Informationen zu den neuen HEDD Speakern:
HEDD Type 20 A-Core
Kurz vor Beginn der NAMM Show stellte HEDD Audio mit dem HEDD Type 20 A-CORE einen neuen analogen 3-Wege-Studiomonitor vor. Ganz nach dem Motto „back to analog“ setzt HEDD hier keinen DSP ein, es gibt also keine diesbezügliche Latenz und keine Software-Abhängigkeit.
Die A-CORE Serie von HEDD verzichtet auf digitale Verarbeitung und soll so einen technisch unverfälschten Klang erzeugen. Alle A-CORE Monitore sind dafür konzipiert, sofort einsatzbereit zu sein und sich intuitiv bedienen zu lassen. Dafür bieten sie eine unkomplizierte Einrichtung ohne Konfigurationsaufwand.
Bass- und Höhen-EQ-Regler erlauben eine Anpassung des Klangs, dazu kommt ein Gain-Regler. Anschlussseitig gibt es XLR, TRS-Klinke und RCA. Den Frequenzgang gibt HEDD mit 32 Hz – 40 kHz an und der Speaker produziert bis zu 120 dB SPL.
Da wir den Studiomonitor bereits vor der offiziellen Vorstellung testen durften, findet ihr auf unserer Website bereits den Testbericht zu den Type 20 A-Core. Den Testbericht haben wir euch zusammen mit der News-Meldung hier verlinkt:
Telegrapher Loudspeakers Raccoon, Panda und Hippo
Mit Raccoon und Panda hat Telegrapher einen neue 2-Wege- bzw. 3-Wege-Studiomonitore entwickelt, die in fünf Farben erhältlich sind und als optisches Highlight im Tonstudio durchgehen können. Für uns auf alle Fälle ein klarer Kandidat für die Studio- und Recording-Highlights der NAMM 2026.
Beim Telegrapher Raccoon handelt es sich um einen aktiven 2-Wege-Monitor mit passivem Radiator, der über einen 6-Zoll-Woofer und einen 1-Zoll-Tweeter verfügt. Den Frequenzbereich gibt der Hersteller mit 45 – 20 kHz an und der maximale SPL liegt bei 102 dB (@1 m).
Angetrieben wird das System von Class-D-Verstärkern, die jeweils 50 W Leistung bringen. Sowohl Raccoon als auch Panda verfügen über ein 40 Hz Hochpassfilter.
Der als 3-Wege-Monitor ausgelegte Panda bietet einen Frequenzgang von 35 – 20 kHz und ist mit einem 8-Zoll-Woofer, einem 4-Zoll-Mitteltöner und einem 1-Zoll-Tweeter ausgestattet. Die Crossover-Frequenzen liegen laut Hersteller bei 440 Hz und 3,5 kHz.
Zu den beiden Studiomonitoren gesellt sich der Subwoofer Telgrapher Hippo. Dieser aktive Subwoofer in 10-Zoll Größe verfügt ebenfalls über einen passiven Radiator.
Den Frequenzbereich gibt der Hersteller mit 20 – 300 Hz an, die Crossover-Frequenz ist zwischen 30 und 300 Hz einstellbar. Der maximale SPL beträgt auch hier 102 dB, der Sub wird von einer 250 W starken Class-D-Endstufe angetrieben. Der Telegrapher Hippo bietet symmetrische XLR-Ein- und Ausgänge.


































































