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Neutral Labs Scrat, Multimode-VCF Eurorack DIY-Kit

5. Juli 2022

Resonanz wechsel dich!

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Neutral Labs Scrat ist ein Multimode-VCF im Eurorack-Format. Das Spezielle an diesem Modul ist jedoch weniger die Schaltung des Filters, als vielmehr die Möglichkeit, das Resonanzverhalten durch den Wechsel von Komponenten anzupassen.

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Scrat basiert auf der Steiner-Parker-Schaltung. Das Filtermodul bietet allerdings nur Tief- und Hochpass. Die Flankensteilheit beträgt 12 dB. Den Klang beschreibt der Entwickler als aggressiv. Cutoff und Resonance lassen sich über CV-Eingänge steuern.
Das Modul besitzt auch ein regelbaren Pre-Filter-Drive.

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Das Modul kann über einen Slot eine Steckkarte aufnehmen, über die das Resonanzverhalten beeinflusst wird, weil hier unterschiedliche Bauteile verwendet werden: Dioden, Kondensatoren, Widerstände, sogar LEDs und Fotowiderstände. Diese Karten können direkt über das Frontpanel gesteckt werden, ohne dass man das Modul aus dem Rahmen nehmen muss. Das Filter kann allerdings auch ohne Karte betrieben werden.
Es wird eine Reihe von vorgefertigten Karten geben, mit denen sich der Klang des Filters wandeln lässt. Es besteht auch die Möglichkeit, seine eigene Karte zu fertigen oder an der Platine ein paar Jumper-Verbindungen zu modifizieren. Die Schaltung ist Open-Source, entsprechende Vorkenntnisse sind empfehlenswert.

Neutral Labs Scrat soll ab Juli 2022 erhältlich sein und wird als komplettes DIY-Kit angeboten. Die Montage ist laut Entwickler nicht besonders schwierig, es sind relativ wenige Komponenten vorhanden und SMD-Bauteile werden nicht verwendet. Ein Set mit vier Preset-Karten wird ebenfalls angeboten werden.
Wer ein fertig aufgebautes Modul haben möchte, kann sich direkt an den Entwickler wenden. Preise wurden noch nicht veröffentlicht.

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Forum
  1. Profilbild
    Nvelope

    Dies ist sicher ein interessantes Modul – nicht nur wegen des besonderen ‚Steiner-Parker‘-Filters, sondern auch, weil von außen (über die steckbaren Kärtchen, aber auch über die wohl einzelnen steckbaren Bauteile) auf die Klangformung Einfluss genommen werden kann.
    Auch wenn in diesem ‚oberen‘ Teil des Moduls keinerlei Kabel gesteckt sind: es wird dennoch reichlich ‚pfrimelig‘, dort diese kleinen Kärtchen ein- und auszustecken (sie haben aber offensichtlich robuste Steckkontakte) … aber noch deutlich schlimmer: die Bauteile wie der abgebildete Fotowiderstand (‚LDR‘) oder der gelbe Kondensator, weil deren Anschlussdrähte teilweise sehr dünn und wenig starr sind; denkbar auch, dass es dort Kurzschlüsse mit den ja ebenfalls unbedeckten Steckkarten geben kann . . .
    Ich frage mich, warum für diese steckbaren Karten, mindestens aber für diese einfachen Bauteile – leider – nicht robuste Steckverbindungen (sei’s XLR, weil offensichtlich 5-polig … sei’s TS oder RCA für die zweipoligen Bauteile) vorgesehen wurden, die für sicheren Betrieb & einfachen steckbaren Austausch deutlich besser wären.
    Zudem könnte dann ein kürzeres oder gar ein längeres Kabel eingesteckt werden, das erlaubt, dass das klangbestimmende Bauteil besser (oder eben auch außerhalb dieses Moduls) zugänglich wäre; somit könnte z.B. dort gar ein Pedal o.ä. angeschlossen.
    Es wäre auf jeden Fall robuster und professioneller!

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      Robby

      Gerade bei der Steckverbindung (Kärtchen) sehe ich das Problem. da diese nur auf Smdpad aufgelötet ist, Jede mechanische Belastung. (verkanten beim einstecken, …) belastet die Leiterbahnen, Da kann man sicher zusehen wie die sich lösen. Da wären gewinkelte Thru Hole Header wesentlich stabiler.

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        CDRowell

        Diese gedanken habe ich auch! Was nützt mir die geniale Idee, wenn dann aufgrund der Hardware beim 2ten Gig alles um die Ohren fliegt. Bei hardwaremaäßiger Nachbesserung kann ich mich mehr mit der guten Idee anfreunden. Da hilft nur warten…

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          neutral-labs

          Schick mir gern ein Video, auf dem zu sehen ist, wie du von Hand die 5-fache Lötverbindung des Pin-Headers aufbrichst. 😜

          Der Schaltplan ist übrigens Open-Source, du kannst das also auch selbst nachbauen, mit anderen „festeren“ Verbindungen.

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      neutral-labs

      Kurzschlüsse zwischen den Komponenten oder zwischen einer Karte und Komponenten sind kein Problem. Alle Verbindungen sind zum Schaltkreis hin mit Widerständen abgesichert.

      XLRs oder ähnliches finde ich für ein Modul, das den Anspruch hat, erschwinglich und einfach zu bauen zu sein, etwas Overkill. ;) Ich teste meine Prototypen schon seit einigen Wochen sehr intensiv und da wackelt absolut nichts.

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        Nvelope

        Nun – ich schlug XLR nur deswegen vor, weil es (für die kleinen Steckkarten) offensichtlich einer 5-poligen Steckverbindung bedarf – und außer der raren DIN-Verbindung (heute nur noch für MIDI) gibt es da recht wenige Alternativen; die 5-polige XLR kann hier nicht für Mic’s o.ä. fehlbenutzt werden, wodurch sie hier eine robuste Alternative ist.
        TS (oder die ähnlich große RCA) empfahl ich für die 2-poligen Bauteile, damit diese wirklich lummelige Draht’beinchen‘ umgangen werden und Bauteile wie LDRs deutlich außerhalb des Kabelgewirrs auf einem Modulsystem besser erreichbar sein können. Mittels dickerer Kabel wären die Teile dann besser ausrichtbar – ich wollte ja nicht auch noch Steckverbindungen mit einem 20 cm langen Schwanenhälschen (LDR an dessen Ende) empfehlen, obwohl eine solche Lösung eben im mitunter dichten Kabelgestrüpp von EuroRack-Systemen mitunter durchaus Sinn machen kann!
        Meine Empfehlungen leitend waren für mich ausschließlich qualitative Aspekte (Robustheit einer Steckverbindung); der Preis für eine RCA-/TS-Buchse liegt bei weniger als 50 Cent, der für eine XLR bei etwa 2 €. Ich denke, für so manchen Käufer wäre das ok für eine verlässliche Verbindung. Die beiden 5-poligen Steckleisten kosten ja auch Geld … und ich erkenne sie nicht als geläufige Steckverbindungen (sind also vielleicht speziell angefertigt?)

        Was also ist in meinen Vorschlägen ‚Overkill‘?

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          neutral-labs

          Ich kenne keine 5-polige XLR-Buchse, die direkt auf die Leiterplatte gelötet werden kann und noch den nötigen Abstand zum Panel hätte. Verkabelung innerhalb des Moduls macht das Ganze noch komplexer und bräuchte eine kleinere Platine, die dann notwendigerweise mit SMD-Komponenten auskommen müsste. Oder 2 Huckepack-Platinen.

          Noch dazu: Es reicht nicht, eine Komponente zu finden, sondern sie sollte auch dauerhaft kurzfristig verfügbar sein. Gerade unter den derzeitigen Bedingungen ist immer wieder unglaublich frustrierend, bei bestimmten Bauteilen eine Lieferfrist von teilweise über einem Jahr genannt zu bekommen. Deshalb versuche ich nach Möglichkeit mit Standardbauteilen zu arbeiten. 2 € klingen übrigens nicht viel, aber es wären trotzdem rund 10% meiner Marge, die dafür, dass ich das momentan nebenbei mache, sowieso schon nicht besonders hoch ist. ;)

          Ich gehe ja mit, dass es „für manchen Käufer“ eine gute Idee wäre. Aber ich habe die Prototypen bereits vielen Menschen, die sich wirklich gut auskennen, vorgestellt, und diese Kritik genau ein einziges Mal gehört (von dir). Deshalb gehe ich davon aus, dass die allermeisten User die aktuelle Lösung gut finden.

          Den Vorschlag mit RCA/TS verstehe ich nicht, denn wie soll man denn einen Widerstand in so eine Buchse stecken? Oder meinst du, ich sollte Komponenten anbieten, die auf Klinkenstecker gelötet sind?

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            Nvelope

            Natürlich nicht den Widerstand oder Kondensator (oder was-auch-immer) in die Buchse stecken – sondern den zugehörigen Stecker, ob TS oder RCA.
            Aber in dessen rückseitiger Kabel-Öffnung kann auch der LDR rauskucken und Licht einfangen – während unterschiedliche Bauteile wie Widerstände/Kondensatoren eben INNERHALB des Steckers Platz finden.
            Dann könnten unterschiedliche Steckerfarben (RCA mit farbigen Plastikkappen gibt es!) eben auch die Kennung für das innenliegende Bauteil oder den resultierenden Effekt ausweisen.
            Ähnliches hatte ich vielfach innerhalb anderer Problemstellungen und selbst-entwickelter Lösungen gemacht – ich arbeite seit einem halben Jahrhundert mit Elektronik und bin sehr kreativ geworden …

            Das ‚Stecken‘ dünner Bauteil-Anschlussdrähte in deine Kontaktleisten ist sicher eine Lösung – doch war ich schon vor vielen Jahren müde, solche Bauteile auf Steckbrettchen zu Schaltungen aufzubringen – und dann noch Verbindungskäbelchen.
            Für mich zählen solide Lösungen, zuverlässige Kontakte und gute Erreichbarkeit – etwas, was in einem EuroRack-System mit ja gelegentlich auch dichtem Kabelgestrüpp so ganz falsch nicht sein kann.

            Ich werde dieses Modul wohl einmal kaufen – aber es dann auch erweitern im Sinne meiner kreativen Vorschläge.
            Wie ich schon anfangs schrieb: es ist ein sehr interessantes Modul – und die Idee ’steckbarer‘ Modifikationen ist exzellent.

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              neutral-labs

              Okay, ich verstehe. Dein Ansatz ist sicherlich valide, aber steht eben im Konflikt mit einigen meiner Designkriterien. Die Stecker mit den Bauteilen in großer Stückzahl herzustellen wäre viel aufwendiger und kostenintensiver als bspw. die Preset-Karten, die von einem Bestückungsautomaten gefertigt werden.

              Da der Schaltplan offenliegt, kannst du wirklich selbst beliebige Modifikationen vornehmen, oder sogar ein Erweiterungsmodul bauen, das deinen Ansprüchen genügt, also vielleicht wirklich mit XLR und RCA/Klinke. Wenn du was cooles baust oder noch weiteres Feedback hast, melde dich gern hier oder per Email.

    • Profilbild
      Ananda

      Geht mir aber genauso wie dir. In den Ecken des Studios stehen schon genug Behältnisse mit Klein-Kruscht (wie der Schwoab so schön sagt). Aber: leider ein schönes Modul!

  2. Profilbild
    HZR 1

    Eine super Idee mit dem modularem modularfilter.

    Und gegen das versehentliche verlieren, könnte schon ein 2te blank mit aufgeklebten (eingeklebten?) buchsen hilfreich sein, so könnte man die Karten sicher in der nähe des Moduls unterbringen.

    Ich finde die bisherigen Module von Neutral Labs durchweg spannend, da auch mal neue Ansätze angegangen werden, sowas braucht das Eurorack!

    • Profilbild
      neutral-labs

      Es gibt ein Modul, das quasi ein einziges großes Breadboard ist. Hab das mal auf einer Messe gesehen, weiß aber leider nicht mehr, wie es heißt. Das würde sich daneben sehr gut machen als Kartenhalter. Und außerdem könnte man ein paar Jumperkabel hinüberführen und dann ziemlich komplexe „Patches“ für Scrat bauen. 😁

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