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Nord Lead, JP-8000 & Co. – Die ersten VA-Synthesizer

Was können die VA-Legenden?

27. Juni 2026

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Mitte der 1990er-Jahre begann eine kleine Revolution in der Welt der Synthesizer. Bislang dominierten digitale Workstations bzw. Sample-basierte Synthesizer den Markt, doch 1995 erblickte in Schweden der erste virtuell-analoge (VA) Synthesizer das Licht der Welt und läutete damit eine neue Ära von Synthesizern ein. Alles über die ersten VA-Synthesizer lest ihr hier. 

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Nord Lead, JP-8000 & Co. – Die ersten VA-Synthesizer

Das Grundprinzip der VA-Synthesizer

Eine neue Erfindung sind VA-Synthesizer ja nur bedingt, da sie eigentlich „nur“ eine in den 1990ern schon fast vergessene Synthesizer-Generation wiederbelebt bzw. wieder zurückgebracht haben. Analoge Synthesizer waren Geschichte – ihr Sound und ihre intuitive Bedienoberfläche jedoch nicht. Digitale Synthesizer mit gespeicherten Schwingungsformen haben bei der Nachbildung analoger Klassiker gewisse Einschränkungen. Wirklich saubere Tonhöhen-Sweeps oder Pulsbreitenmodulation sind nicht möglich. 

Bei VA-Synthesizern kommen keine gespeicherten Schwingungsformen mehr zum Einsatz, sondern die Signale werden auf Basis spezieller Algorithmen in Echtzeit errechnet. Durch die VA-Technik wurde es möglich, die Vorzüge der Digitaltechnik (Stimmstabilität, exakte Reproduzierbarkeit, billigere Herstellung) mit der intuitiven Bedienbarkeit und dem Sound der analogen Klassiker zu verbinden. 

Clavia Nord Lead (1995)

Der Clavia Nord Lead gilt gemeinhin als der erste VA-Synthesizer und wurde auch als erster explizit als solcher vermarktet. Wer den Begriff virtuell-analog ursprünglich ins Rennen gebracht hatte, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Ur-Nord Lead war vierstimmig (konnte optional auf 12 Stimmen erweitert werden) und hatte eine vier-Oktaven-Tastatur mit Velocity. Er bot zwei Oszillatoren pro Stimme, Hard-Sync und Crossmodulatiton (FM), ein Multimode-Filter mit Resonanz (Bandpass, 12 dB Lowpass, 24 dB Lowpass und 24 dB Highpass), zwei LFOs, zwei ADSR- und eine AD-Hüllkurve. Er war sogar vierfach multitimbral. Effekte gab es keine.

Eine Besonderheit war, dass man jeden Regler via Modwheel oder Velocity steuern konnte. Die Programmierung war denkbar einfach: Set Taster halten, Regler auf gewünschte Maximalposition stellen, Set Taster loslassen, fertig. Bis heute findet man diese Funktion in so gut wie allen Synthesizern von Clavia. 

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Die Rack-Variante des Nord Lead 2: Der Nord Rack 2

Der Nord Lead 1 ist heute sehr selten zu finden. Auf dem Markt findet man eher seine Nachfolger, die da wären: Nord Lead 2, Nord Lead 3, Nord Lead 2X, Nord Lead 4, Nord Lead A1. Ich selbst besitze einen Nord Rack 2. Ein sehr stabiler und wertiger Synthesizer. Die Verarbeitung ist vorbildlich. Die Potis sitzen fest, es gibt hier kein Wackeln. Nur die 7-Segment-Anzeige hat nicht mehr alle Segmente. 

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Clavia Nord Lead 1995

Er klingt fett und warm, hat jedoch im Vergleich zum Nord Lead 1 16 Stimmen, mehr Filtermodi und deutlich mehr Speicherplätze.

Die Bezeichnung Nord Lead 1 ist übrigens auf dem Ur-Nord Lead nicht aufgedruckt. Dieser heißt einfach Nord Lead. 

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Roland JP-8000 (1996)

Erscheinungsjahr des Roland JP-8000 war zwar 1996, die Markteinführung jedoch 1997. Er hatte eine vier-Oktaven-Tastatur mit Velocity und Aftertouch und war achtstimmig polyphon. Es gab zwei Oszillatoren, ein Multimode-Filter, zwei ADSR-Hüllkurven, zwei mit MIDI-Clock synchronisierbare LFOs, Oszillator-Sync, Aufzeichnung von Reglerbewegung und als Effekte einen Chorus, ein Delay und einen EQ. Oszillator 1 hatte eine deutlich größere Auswahl an Schwingungsformen: Saw, Square mit PWM, Triangel, Noise, Supersaw, Triangle Mod, Feedback Oscillator. Die Triangle Mod Schwingungsform liefert Dreieck, deren harmonischer Gehalt mittels Offset stufenlos verändert werden kann. Der Feedback-Oszillator generiert einen E-Gitarren-ähnlichen Sound mit Rückkopplung. 

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Roland JP-8000

Berühmt war und ist die Supersaw-Schwingungsform, die aus sieben Sägezahnschwingungsformen besteht, deren Mischungsverhältnis und Verstimmung sich regeln lassen. 

Ich wollte mir vor Jahren einen JP-8000 kaufen. Damals stand der Preis ca. bei 600,- Euro, doch mehr als 500,- Euro wollte ich nicht ausgeben. Mittlerweile bekommt man den JP-8000 fast nicht mehr unter 1.000,- Euro. 

1999 erschien der JP-8080. Dieser ist aber keine reine Rack-Version des JP-8000, sondern bietet einige Erweiterungen: 10 Stimmen, Unisono-Funktion, Morphing-Möglichkeiten, Voice-Modular (zwei Filterbänke mit jeweils 12 resonanzfähigen Bandpassfiltern – kann auch als Vocoder verwendet werden) usw. 

Diese VA-Legende gibt es auch als Plug-in von  Arturia (Jup-8000V)

Yamaha AN1x (1997)

Und so langsam sprangen alle Hersteller auf den VA-Zug auf. Der Yamaha AN1x war farblich dem Roland JP-8000 ähnlich. Jedoch hat er eine deutlich einfachere Bedienoberfläche. Der AN1x hat eine 5-Oktaven-Tastatur mit Velocity und Aftertouch. Auch ein Ribbon-Controller kommt zum Einsatz. Er ist zehnstimmig und bitimbral. Die Sounds können auch gemorpht werden. Zwei Oszillatoren, Multimode-Filter und Highpass in Serie, drei Hüllkurven und zwei LFOs. 

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Yamaha AN1x

Außerdem eine Modulation-Matrix mit 16 Quellen und 96 Zielen, einen Arpeggiator, einen 16-Step-Sequencer und die Möglichkeit, Controller-Daten aufzuzeichnen (Free-EG).

Leider bietet er nur acht Encoder mit Push-Funktion. Optisch wirkt er in meinen Augen nicht ansprechend und es fehlen ihm einfach die Bedienelemente. Dafür oder vielleicht deswegen war er auch einer der billigsten unter den ersten VA-Synthesizern. Auch heute kann man ihn im Vergleich zu einem JP-8000 sehr günstig ersteigern. 

Er wirkt zwar vom Sound her nicht so eigenständig wie ein JP-8000, hat aber doch einige eigenständige Features (Modulations-Matrix, Free-EG). 

Access Virus A (1997)

Das von Christoph Kemper und Volker Dören gegründete Unternehmen Access brachte 1997 den Access Virus A auf den Markt. Die Firma Access setzte von Anfang an auf DSP-basierte Klangerzeuger. Der Virus A versucht, das klassische Klangspektrum eines Analogsynthesizers klar zu erweitern.

Der Virus A hat zwei resonanzfähige Multimodefilter, die sich parallel oder seriell verschalten lassen. Diese sind auf jeden Fall für den eigenständigen Klang des Virus verantwortlich. Drei LFOs und zwei ADSR-Hüllkurven sorgen für Bewegung im Sound. Zu den zwei Oszillatoren gibt es auch einen Suboszillator. Die klassischen Schwingungsformen werden durch Spectral Waves (digitale Schwingungsformen) ergänzt, die per Wave-Parameter stufenlos durchfahren werden können. Das sorgt schon für einen Sound, der deutlich weiter geht als der eines Clavia Nord Lead (1). 

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Mein Access Virus b

Seit 2024 produziert Access leider keine Synthesizer mehr. Die Firma ging schon früher in die Kemper GmbH über. Ich selbst besitze einen Access Virus b Desktop. Ein druckvoller Synthesizer mit sehr, sehr umfangreichen Möglichkeiten, der jetzt nicht wirklich eine Neuentwicklung, sondern einfach ein etwas erweiterter Virus a ist.

Leider muss ich gestehen, dass aufgrund der vielfältigen Funktionen der Virus b bei mir eher wenig programmiert und editiert wird. Ich habe das auch in Studios öfters bemerkt. Er wird gerne als „Preset-Schleuder“ verwendet. Vielleicht habe auch nur ich den Eindruck, aber es mag sicher daran liegen, dass die Vielzahl der Parameter natürlich auch vom Editieren abhalten kann. 

Korg Prophecy (1995) und Korg Z1 (1997)

Der Korg Prophecy ist ein monophoner Synthesizer mit der MOSS-Klangerzeugung (Multi-Oscillator Synthesis System). Er ist also kein reiner VA-Synthesizer, sondern eine Mischung aus einem VA- und einem Physical-Modeling-Synthesizer. Er hat 7 Oszillator-Modelle. Vier für klassische Synthsounds und drei für Physical-Modeling.

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Korg Prophecy plus Plug-in

Mit der Auswahl eines der Oszillator-Modelle ändern sich auch die möglichen Parameter, die editiert werden können. In diesem Sinne würde ich ihn auch nicht als klassischen VA-Synthesizer bezeichnen. 

Ich habe mir bereits 1997 den Korg Z1 zugelegt. Ich besitze ihn bis heute und habe über ihn ein sehr umfangreiches Video für meinen YouTube-Kanal gemacht. Jeder, der mehr über den Z1 wissen will und gerne viele Soundbeispiele hören möchte, sei dieses Video sehr ans Herz gelegt. 

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Mehr Informationen

Der Z1 ist 12-stimmig (konnte optional auf 18 erweitert werden) und hat insgesamt 13! Oszillator-Modelle, was ihn zu einem sehr vielseitigen Instrument macht, dafür aber die Programmierung nicht wirklich erleichtert. Man muss sich schon mit ihm auseinandersetzen, um seine Funktionen zumindest zu einem Teil ausnutzen zu können. Ich würde ihn auf jeden Fall nicht mehr hergeben, weil es kein vergleichbares Instrument gibt (außer einem Korg Synthesizer mit einem MOSS-Board). 

Nord Lead, JP-8000 & Co. - Die ersten VA-Synthesizer

Korg Z1

Der Sound beider Synthesizer ist zwar sehr fett, doch auch etwas kühl und digital. Knackige Sounds à la Minimoog sind auch nicht die Stärken eines Prophecy oder eines Z1. Dafür gehen sie vom Klangspektrum her weit über die Möglichkeiten der anderen bis jetzt genannten VA-Synthesizer hinaus. 

Im Software-Bundle Collection von Korg, gibt es auch eine polyphone Software-Version des Prophecy.

Weitere VA-Synths aus den 1990ern

In der Zeit der „Goldenen VA-Ära“ wären da noch zu nennen:

Novation Supernova

Korg MS2000

Waldorf Q

Access Virus b

https://www.youtube.com/watch?v=71mjC_CEiMM

Mein Waldorf Q Rack in Gelb. Die Potikappen habe ich getauscht.

Zusätzlich zum Virus b besitze ich noch den/die Novation Supernova II und den Waldorf Q Rack. Die Supernova II ist ein wunderbar klingender Synthesizer mit einer traumhaften Tastatur, einem eingebauten Vocoder und der Aufschrift „Made in England“. Der Waldorf Q ist sicher einer der umfangreichsten VA-Synthesizer und erreicht auch heute noch stolze Preise auf dem Gebrauchtmarkt. 

Heute noch einen VA-Synthesizer aus den 1990ern kaufen?

Schwierig zu beantworten. Ein ASM Hydrasynth kann sicher einen Großteil der VA-Legenden ersetzen. Er ist auch deutlich günstiger zu haben als z. B. ein Waldorf Q. Was die Bedienbarkeit betrifft, haben sicher einige der VA-Legenden die Nase vorne, da sie eben für fast jeden Parameter auch einen Regler oder Taster besitzen. Was den analogen Klang der VA-Synthesizer betrifft, wäre es sicher interessant, z. B. einen Behringer DeepMind mit einem Waldorf Q zu vergleichen.

Ich werde mich auf jeden Fall nicht von meinen VA-Legenden trennen und hoffe nach wie vor, dass der Preis des Roland JP-8000 in absehbarer Zeit wieder etwas sinkt.

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Fazit

Die ersten VA-Synthesizer bzw. ihre direkten Nachfolger sind auch heute noch sehr oft zu sehen. Teilweise haben sie ihren eigenen Sound (Roland JP-8000) oder sind einfach toll zu bedienen. So gesehen werden sie auch weiter in den Wohnzimmern und Studios zu sehen sein.

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Über den Autor
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Franz Kreimer Keys RED

Absoluter Keyboard und Synth-Nerd. 17 Jahre Keyboarder der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung). Mehr als 3000 Auftritte im deutschsprachigen Raum. Abgeschlossenes Musikstudium (Saxofon).

Forum
  1. Profilbild
    swissdoc RED

    Sehr schöne Zusammenstellung. Die meisten dieser Synths haben es auch in mein Studio geschafft.

    Sony hatte 1992 in das DPS-F7 Dynamic Filter Plus als Algorithmus 10 schon einen Monophonic Synthesizer eingebaut, der mit mehr als 100 Parametern gebändigt werden wollte.

    Clavia hat sich den Begriff Virtual Analog ausgedacht und Polyphonie sowie ein besser passendes Gehäuse dazugepackt und die neue Gattung etabliert. Damals vor der Messe in Frankfurt gab es überall so rote Teaser, bis dann die Vorstellung die Community begeisterte.

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @swissdoc ja, es steht bei den nordleads ja „virtual analog*
      drauf..hab seit 2004 den an1x und benutze ich noch immer gerne.
      mag die digitalen Padsounds der 90er sehr.
      das Filter ist zwar furchtbar, aber die Presets finde ich teilweise sehr gut und wie es Markus sagte, viele trashige Sounds wie den Originalen vengaboys Sound 😄.damals waren ja oft.presets mit kurzen Sequenzen versehen…beim microkorg zb auch. 😃

      • Profilbild
        MPC-User AHU

        @Numitron Wie heißt das Lied nochmal?
        ich glaube „Meet her at the Loveparade“ ?
        Ist auch das Preset drauf. Wenn es nicht das gleiche ist wie von den Vangaboys😂

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          Viertelnote AHU

          @MPC-User JP 8000: sash! mysterious times..tip kann auch liegen falsch
          JP 8000: kate ryan Libertine .. tip kann auch liegen falsch

          egal auch … classicer🙂

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            Numitron AHU

            @Viertelnote sash hatte auf Encore den pizzicatosound von Insomnia verwendet.
            das war ein preset vom jd800 aber auch auf dem jv1080 und einigen anderen sogar beim tr6s.😃

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            Filterpad AHU

            @Viertelnote Der JP-Klassiker schlechthin ist Rank1-Airwave. Ansonsten habe ich eine schöne Leserstory über den JP-8000 geschrieben. Leider hat dieser inzwischen die Grätsche gemacht. Als Ersatz dienen jetzt Softwaresynthesizer und als Hardware stattdessen kaufte ich eben den Matriarch. Ich denke meine Leserstory ist ganz lesenswert, inklusive live eingespielte Klangbeispiele. :) Leider ist der JP-8000 relativ billig gebaut. Das muss man wissen beim Erwerb. Kein Vergleich zu hochwertigen Moogs und Konsorten.

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                Filterpad AHU

                @Viertelnote https://www.amazona.de/community/roland-jp-8000/

                Ich würde diese auch heute exakt wieder so schreiben, nur statt dem „sehr gut“ würde ich heute eher ein „gut“ geben. Die Verarbeitung des Gerätes ist einfach nicht die beste und bis auf die Supersaw, Feedback und Noise Waveform ist der Rest klanglich eher als mau zu betrachten. Aber: Die Bedienung ist grandios und sehr übersichtlich auf dem Panel, so wie auch der Ribbon-Controller ein Highlight ist. Den vermisse ich am meisten. Diese Spielhilfe ist einfach der pure Knaller. Ebenso finde ich die Filter fett.

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              MPC-User AHU

              @Filterpad Was ist mit ihm passiert?
              Nicht mehr reparabel?
              Also bevor Du ihn zum Müll legst, bitte vorher bei Thirza und mir melden👍😉
              Wir knobeln das dann aus😜

              • Profilbild
                Viertelnote AHU

                @MPC-User okay mit brunnen feuer regen sandsturm … und variable eigenfunction🙂
                stein schere papier ist langweilig so.

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          Numitron AHU

          @MPC-User ja! echt gut! ist deutlich besser als vengaboys imho 😃 wollte ich eh fast Schreiben. hab Mal ein kurzes Video mit beiden Melodien gemacht. 😄

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            Markus Galla RED

            @Numitron Oh Gott, das ist schon der zweite Tag heute, an dem ich mit der schrecklichen musikalischen Vergangenheit der 90er und von Eurotrash konfrontiert werde. Vengaboys, Blümchen, Erotic, Whigfield, Scooter, Captain Jack und viele mehr haben jedem Musiker in Tanz- und Partybands das Leben zur Hölle gemacht. Dann musste noch Lambada durch Macarena ersetzt werden. Und gerade als ich dachte, wir hätten eine neue Qualitätsstufe bei Sounds erreicht, musste man sich plötzlich den alten FB-01 für den Lately Bass wieder vom Flohmarkt für 20 DM besorgen und für zwei schreckliche Sounds von der M1 Samples in den Emu Sampler schieben. Von den Sequencern, die wir live für diesen Mist brauchten und Tonnen an MIDI-Hits Disketten, weil man keinen Bock hatte, das anders als in den 80ern alles selbst zu programmieren, mal ganz abgesehen. Und das alles, während unser Drummer an den Click gefesselt ist und plötzlich wieder Samples alter analoger Roland Drum Machines in seinen Dynacord Sampler lädt. Als die Phase endlich vorbei war, habe ich den AN1x wieder verkauft.

            Und jetzt denke ich seit Stunden an „I‘m a Barbie girl in a Barbie world…“ und höre mich wieder mit verstellter Stimme „Come on, Barbie, let‘s go party“ ins Mikrofon sprechen.

            Aber Franz musste unbedingt einen Artikel über die frühen VA-Synths der 90er machen und den AN1x erwähnen….grrr….😂

            • Profilbild
              MPC-User AHU

              @Markus Galla Und ich war gerade beim einkaufen und fing auf einmal an „we Like to Party“ von den Vangaboys zu pfeifen.
              Geht mir seitdem nicht mehr aus der Birne😂
              Franz was hast Du da nur losgetreten……😎

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              Flowwater AHU

              @Markus Galla
              > […] Und jetzt denke ich seit Stunden an „I‘m a Barbie girl in a Barbie world…“ und höre mich wieder mit verstellter Stimme „Come on, Barbie, let‘s go party“ ins Mikrofon sprechen.

              Nein, arghl … jetzt habe ich den Mist auch im Ohr! 😁

              • Profilbild
                Markus Galla RED

                @moinho Ja, der hieß da Solid Bass, klingt aber bei entsprechenden Velocity-Werten zum Verwechseln ähnlich. Auch am DX 100, den ich vor dem Lately Bass Wahnsinn hatte, war es Solid Bass. Die anderen 4 OP Synths hatten den Sägezahn nicht, waren aber in den 90ern günstiger zu haben und weiter verbreitet. Deshalb hat jeder, der einen Lately Bass wollte, einen FB 01 oder DX 100 gekauft. Mein DX 100 ging auch zu der Zeit in den 90ern weg. Hätte ich ein Jahr länger mit dem Verkauf gewartet, hätte ich deutlich mehr Geld bekommen. Warum weiß ich das? Weil der Käufer bei der Abholung sich nur für einen Sound interessiert hat: Solid Bass 😀 Den DX 100 habe ich 1988 oder 1989 in dem Musikhaus, in dem ich Praktikum gemacht habe, für 150 DM gekauft, indem ich meine Praktikumsvergütung gleich reinvestiert habe (Geld soll man nicht zu lange liegen lassen 😉). Welche Bedeutung Lately Bass und Solid Bass haben, habe ich dann erst einige Zeit später erfahren, als wir die Songs, die den inflationär genutzt haben, mit der Band nachspielen mussten.

          • Profilbild
            TobyB RED

            @Numitron , ich empfehle immer Snollebollekes als Ausgleich gegen die Venga Boys. In diesem Sinne naar Links… Hacke springen ist erlaubt. 😅

  2. Profilbild
    Markus Galla RED

    Den Yamaha AN1X hatte ich auch. In den 90ern brauchte man in Cover-Bands irgendwas für die nervigen Eurotrash Sounds, die konnte er gut. Mit der Programmierung bin ich nie richtig warm geworden, da war ich zu sehr auf Ensoniq und Roland fixiert.

  3. Profilbild
    MPC-User AHU

    Den JP-8000 hatte ich auch mal. Doch leider wieder verkauft. Dann kamen die Novation Nova Desktop und der AN1-X. Beide sind noch hier und werden nicht genutzt.
    Schade

  4. Profilbild
    Viertelnote AHU

    sehr schöner article dankeschön!🙂

    ich hab 1st generation nur mininova … Sternstaubes sehr schön rieselt es da

    Top list:

    1. jp8000 – schönste VA jemales entwickelt optic einfach😍 was ich nicht verstehe:
    Vintage excpertise damals: brustton überzeugung JP 8000 besser als JP-8. hat andere ohren gehabt?
    heute man sagt: okay aber das und diese … naja🙂

    2. Virus A: sehr schönes chorus
    3. An1x – in unglück das geheuse leider ist aber klingt er schön. attack ist der beste wie hüllkurven gesamt.
    4. Z1 – 13 Models aber menuearbeit und der sound ist spitz und hart und komisches silbertuch.

    facit: z1 hab ich aber wir sind keine freunde🙁 JP 8000 mein traum favorite aber über 1000,00$naja
    so ist vintage eben.

    lg von mir🙂

    • Profilbild
      MPC-User AHU

      @Viertelnote So sehr ich meinen JP-8000 auch vermisse.
      Arturia macht mit seinen PlugIn einen verdammt guten Job.
      Der AN1-X finde ich vom Klang her einen Ticken besser wie den JP-8000.
      Aber die Bedienung……..hmmmm nun ja.
      Sucht jemand einen AN1-X?

  5. Profilbild
    Anguria

    ich hatte den Virus B, C, TI und TI2. soweit ich mich entsinnen kann gab es bereits bei der Version B einen Editor, mit dem man die Sounds auch am grossen Bildschirm verbiegen konnte. Aber auch ohne Editor konnte man gut Parameter verstellen, da wichtigen Funktionen über Tasten und Regler zugänglich waren. Ich habe meine Virus nie als Presetschleuder verwendet, ganz im Gegenteil; die hohe Flexibilität und der für damalige Verhältnisse sehr gute „analog“ Sound haben mich immer wider zu Programmiersessions eingeladen. Dabei kamen viele Sounds raus, die ich auch live benutzte.

    Ich besitze nach wie vor einen Nordlead Rack3. Dieser VA Synth ist in Sachen Bedienung – dank den vielen LED Kränzen – nach wie vor einer der besten Instrumente. Im Vergleich dazu sind die Virus B bis TI2 weniger zugänglich.

  6. Profilbild
    Murano

    Ja, der JP-8000 ist im Wert echt hochgegangen,..

    Eine der Stärken des JP-8000 ist diese geile Supersaw. Was gerne unter dem Radar hindurchgeht – der SH-201 hat diese Supersaw auch an Bord, ist aber auf dem Gebrauchtmarkt deutlich billiger zu finden. Der SH-201 wurde damals eher belächelt, heute sehen das viele aber anders, die Bedienbarkeit ist ausgezeichnet und auch für Einsteiger quasi selbsterklärend – und trotz der nur mittelmässigen Haptik hat sich das Gerät als robust herausgestellt.

    https://www.amazona.de/test-roland-sh-201/

    • Profilbild
      MPC-User AHU

      @Murano Als Alternative würde ich noch den GAIA SH-01 vorschlagen. Der hat auch die SuperSaw.
      Wer jetzt von den beiden besser ist kann ich nicht beurteilen.
      Oder halt den aktuellen GAIA 2

      • Profilbild
        Viertelnote AHU

        @MPC-User gaia01 in white? ja sieht auch chick aus…🦄
        formfact auch sehr gut 3octavekeys arp effects und schönes ambient im den klang.
        warum habe ich den noch nicht?🙂
        mus auch mal platz schaffen wieder

  7. Profilbild
    zeitlos

    „Vintage excpertise damals: brustton überzeugung JP 8000 besser als JP-8. hat andere ohren gehabt?
    Ja, aber es wurde auch bemängelt, dass er nicht hart klingen würde bzw. nicht richtig „zugreifen“ könne.
    Ich war Drummer, hatte schon vorher privat mit Synthies experimentiert. Der JP 8000 brachte mich – vor allem wegen seiner für damalige Verhältnisse guten Arpeggiatormöglichkeiten – auch als Keyboarder auf die Bühne, insbesondere auf die (Tanz-)Theaterbühne mit für damals noch echt guten Gagen.
    Die damaligen Kritiker bemängelten auch das Kunststoffgehäuse, weil das nicht „roadtauglich sei. Mir ist der Synth mal vom Keyboardständer einschließlich Bühne gefallen. Ich dachte, das war´s, der Gig muss ausfallen. Nix war passiert, lediglich ne kleine Schramme an einer Ecke. Was wäre wohl bei einem schweren Keyboard mit Blechgehäuse passiert!?

    • Profilbild
      zeitlos

      @zeitlos Und hier noch ne JP-8000- Anekdote: Ich musste mal bei einer Aufführung auf einem Marktplatz mit dicker Quadro-PA u.a. einen tiefen lang anhaltenden Cluster-Bass liefern. Der sollte zwischen den vier PA-Türmen umherwandern. Beim Soundcheck ging dann plötzlich die Alarmanlage einer Sparkasse los. Der Sparkassenleiter musste kommen und den Alarm ausschalten. Als ich den Cluster nochmal spielte, ging der Alarm wieder los. Warum? Der Tresor der Bank hatte u.a. Bewegungsmelder und mein tiefer Bass brachte das Gebäude und damit auch den Tresor zum vibrieren, so dass die Alarmanlage für die Zeit des Konzertes ausgeschaltet werden musste : )

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          zeitlos

          @MPC-User Tiefbass ja, aber nicht hart. Ich habe den JP-8000 immer liebevoll als „Weichei“ bezeichnet. Für härtere Sachen gab es besseres.

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            Viertelnote AHU

            @zeitlos delay war aber bug oder defective.weiß nicht mehr. feedback bei realtime
            LR hat erschüttert sag ich mal.klang nicht gut midi clock okay.
            aber Chorus / Jet phaser typical roland. war seele so da man wuste okay
            echt roland.

            PS: vintage preis ist mir hoch.
            mainboard soll so auch smd Cond.
            sterben haben aber das plapere ich nur nach.corrigiert mich da bitte.

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              zeitlos

              @Viertelnote Von einem „Bug“ habe ich beim Delay nichts bemerkt. Dabei habe ich es viel eingesetzt.
              Wie schon geschrieben, fand ich die vielfältigen Arpeggiator-Variationen klasse. Für damalige Verhältnisse. Wobei viele nachfolgende Rolandsynths waren da wiederdeutlich „einfältiger“. Warum!? Ich dachte schon öfters, warum setzen sie die nicht auch bei neueren Geräten ein. Die sind doch schon entwickelt/programmiert worden und als Datei sicherlich noch bei Roland vorhanden. Ein Leichtes . . . just my 2 cents

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            Filterpad AHU

            @zeitlos „Moogulator“ Mic hat diese Bässe immer als „schwammig“ definiert. Denke das trifft es hervorragend. Lag sicherlich auch daran, dass man die Bässe meistens mit dem Supersaw gemacht hat. Ich fand den Bass total in Ordnung, aber ne Bassmachine war es definitiv nicht. Da gibt’s andere Teile. Aber so einen 2-Band EQ vermisse ich öfter heutzutage. Dem Matriarch und anderen Moogs würde dieser meiner Ansicht nach gut stehen (in dem Fall analog natürlich).

            VA-Synthesizer sollte es wieder öfter geben. Nichts vereint digitale Vorteile mit der Haptik von Analog so präzise, daher der Name. Schade das Waldorf hier auch etwas hinterher hinkt in letzter Zeit. Wie sagte der Rolf etwa sinngemäß (Gedankenprotokoll): „Der Kyra war nicht unsere alleinige Arbeit, daher wird dieser nicht mehr gewartet“. Tja, VA Adè, scheiden tut weh. Da kann man wohl nichts machen.

              • Profilbild
                Filterpad AHU

                @Viertelnote Genau, für schnelle Frequenzanspassungen ist so ein EQ an der Hardware klasse! Der JP ist von der allgemeinen Ausstattung echt gut bestückt. Heutzutage hat jeder bessere Softwaresynthesizer einen EQ dabei, wie auch sonstige Effekte. Ich persönlich finde übrigens den Supersaw beim SH-201 tatsächlich fetter und druckvoller als der beim JP-8000. Leider ist der SH-201 fast noch minderwertiger gebaut, als es der JP eh schon ist. Schade um die schnuckeligen Maschinchen.

                Btw vermisse ich noch das eine oder andere (VA-Vintage) – Gerät im Artikel, auch wenn verständlicherweise nicht alles aufgelistet werden kann. War der Studiologic Sledge nicht auch ein VA-Synth? Interessanterweise hat den der J. Rudess bei sich zuhause. Man mag sich vielleicht wundern…

                • Profilbild
                  Viertelnote AHU

                  @Filterpad danke martin! sledge mit wavetable by waldorf? hm aber war nicht 90s.so in zeit von novation x-station? va ja aber sound ich leider nicht da kenne.
                  aber auch wie sagt man kleine ente fehlt in article:

                  red sound darkstar V2. ich so meine mit analogue chorus ein schickes mädchen😀 201 sh kenn ich garnicht.mus mal das nachholen.VA-hat clavia verschlafen wegen patent? ich meine Markename oder geht das nicht weil VA ja synthese ist.nur titel VA weißt du was ich meine?

                  PS: roland typical auch gaia 2 wieder 600-700,00$ ? war doch mal
                  unten.nervt bei roland das ewige rollo😠

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              zeitlos

              @Filterpad “ 2-Band EQ“ Ich würde einen extra High-pass Filter vorziehen. Natürlich als zusätzlich zum Hauptfilter.

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        Viertelnote AHU

        @zeitlos hab JP 8000 nur anspielen dürfen leider …
        aber Performance -Fanfare- hat mich anbeten lasen.
        performance bellsound und langsam filteröfnung fällt mir name nicht ein. eclipse oder so?

  8. Profilbild
    Mattvank

    Access Virus hat schon immer nur 2 Envelopes. Außer TI und spezielle Modi beim LFO.
    Alle Synths sind multimodefähig. Teilweise bis zu 16 Fach.
    Der Nordlead hat einen Circuit Bending Mode.

  9. Profilbild
    Flowwater AHU

    Zum Z1 von Korg
    Ich habe mich Ende 2024 für einen »Z1« interessiert (mein Gott, auch schon wieder so lange her). Was macht man also? Einfach mal auf YouTube stöbern. Und da habe ich ein Video von einem gewissen Herrn Franz Kreimer gefunden – auch noch auf deutsch – das mir echt ausgesprochen gut gefallen hat. Ich übertreibe jetzt mal nicht, wenn ich sage: Das Video vom Franz ist mit Abstand das beste Video, welches ich über den Z1 gefunden habe. Da wird das Ding nicht nur ausführlich beschrieben, nein, er wird auch programmiert. Und das auch noch von jemandem, der erklären UND spielen kann UND witzig ist. Also Welten entfernt von den tumben Normalo-YouTubern mit »Wir nudeln gelangweilt die Presets durch, weil ’s gibt halt auch ’n paar Klicks«. Wer sich für den Z1 interessiert, dem kann ich dieses Video von Franz Kreimer echt nur ans Herz legen. 🙂👍

    PS: Ein Z1 steht jetzt auch hier bei mir.

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @Flowwater dann du must leserstory machen henrik!🙂
      z1 und ich haben frost aber herz ich es nicht bringe verkaufen er hat so vieles schöne
      spielhilfen. und etwas noch:

      reed modell -laugh- ein saxophones was creepy zu horrormovie past. sehr schöner patch😀

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        Flowwater AHU

        @Viertelnote Ich schreib’s mir mal auf die Liste. So ganz langsam komme ich ja wieder in Schwung. Erst einmal wird’s aber was zu meinem geliebten »TAL-Mod« geben.

        Zum Z1 stellt sich mir allerdings die Frage, was ich in einer Leserstory besser machen oder noch anders erzählen sollte, als Franz in dem Video. Er hat für meinen Geschmack alles und auch noch recht erschöpfend zum Z1 gesagt.

        Diese Physical-Modeling-Natursounds (Stichwort: Saxophon) sind vom Z1 übrigens ziemlich fürchterlich. Der Charme des Geräts liegt eher darin Sounds zu erzeugen, die es in der Natur so nicht gibt. Und die kann man dank der integrierten Spielhilfen des Z1 auch noch recht ausdrucksstark spielen. Und dann ist das Ding eben auch noch ein recht mächtiger VA-Synthesizer. Der wurde zwar immer mit einem »Plastiksound«-Etikett beklebt … aber ich persönlich kann das so nicht unterschreiben.

  10. Profilbild
    Tai AHU

    „Der Ur-Nord Lead war vierstimmig (konnte optional auf 12 Stimmen erweitert werden) und hatte eine vier-Oktaven-Tastatur mit Velocity.“

    Ja, es war auch der erste Hersteller, der es wagte, bei einem teureren Instrument einfach mal Aftertouch wegzulassen. Das nehme ich denen heute noch übel. Nachwirkungen bis heute, 30 Jahre später. Da wird ein an und für sich interessantes Instrument wie Mod 6 ohne Aftertouch verkauft, ohne rote Ohren zu bekommen. Das hat die Firma in den 80ern nicht gewagt, selbst Einstiegsmodelle wie SY22 oder 55 hatten das. Oder die Billigschleudern K1, K4.

    Ja ich weiss, nicht ganz on topic. Aber für meine Wenigkeit gilt: ein Synthie mit Tasten kommt nur ins Haus, wenn er minimale Masterkeyboard Features hat. Und darunter verstehe ich nicht Dual und Splitmode

  11. Profilbild
    chris

    Bezüglich der Gebrauchtpreise:
    Gebt mal in eine Suchmaschine folgendes ein:

    The Usual Suspects JE-8086

    Ich habe einen Virus TI1 und einen Ti2 als Hardware und war enttäuscht, dass sie die TI VST Software nicht mehr für die Apple M Prozessoren entwickeln.

    Wie der Zufall so spielt , arbeite ich gerade in einer Entwicklerbude für Elektronische Geräte (kein Audio oder Musik).
    Im Gespräch mit einem anderen Entwickler erfuhr ich, dass er aus dem Studium einen Typen kennt, welcher bei Kemper arbeitet.
    Er sollte ihn fragen, ob noch an Updates für die M‘s zu denken wäre.
    Natürlich nicht, wäre zu teuer.

    Dann habe ich einen Bericht einer anderen Seite über die Emulation alter Motorola VA Synths gelesen.
    Ich habe mir die Virus Ti Version geladen,, und siehe da, sie funktioniert, man kann seine alten Bänke laden und selbst die Hardware funktioniert als Controller.
    Man kann mehrere Instanzen ohne Probleme starten, jedenfalls auf meinem M3 Studio Max.
    Man muss nur die TI Firmware haben und das Gerät besitzen.

    Neugierig versuchte ich es auch mit der JP-8000 Emulation,
    und auch sie funktionierte, wie auch andere.
    Ich löschte natürlich alles wieder rückstandslos,
    als ich bemerkte, nicht im Besitz der Originalen zu sein.

    • Profilbild
      MPC-User AHU

      @chris Ich hatte mir mal die Microwave 2 Emu installiert und natürlich auch sofort wieder gelöscht.
      Nettes Gimmick.
      frage mich nur, wer installiert sich die Software wenn er das Original Gerät hat?!
      Zu dem Thema gab es hier auch mal einen Bericht drüber. Dadurch bin ich auf die Seite aufmerksam geworden.
      Soweit ich weiß hatten viele Synth in dieser Zeit diesen Motorola 8086 Chip drinne.

      • Profilbild
        exitLaub

        @MPC-User frage mich nur, wer installiert sich die Software wenn er das Original Gerät hat?!

        Hatte 2, aktuell noch einen MWXT. Vorteil Software:

        – keine klebende/schmuddlige Nextel Beschichtung
        – keine teilweise spackenden 30 Jahre alten Encoder
        – keine klebrigen / zerbröselnden Encoderkappen
        – eingebauter User Wave-/Wavetable Editor
        – übersichtlichere Datenverwaltung (gerade mit den Userwaves und tables)
        – keine 2-3 Meldungen „reorganizing memory …“ beim Übertragen einer sysex Datei
        – natürlich die mögliche Mehrfachverwendung des Plugins
        – direkte Automatisierung der Parameter im Host, ohne MIDI-Daten-Schluckauf

        Der Sound ist bei geschätzt 95% der Klänge fast identisch, mit kleinen Korrekturen bei Bässen und Höhen sogar nahezu deckungsgleich. Unterschiede gibt es bei Sounds, die stark von den Aliasing- und Quantisierungseinstellungen abhängig sind. Klingt deswegen aber nicht schlechter, sondern einfach nur bisschen anders.

  12. Profilbild
    Tai AHU

    „frage mich nur, wer installiert sich die Software wenn er das Original Gerät hat?!“

    1. User der M-Macs, weil für die die Software nicht mehr angepasst wird.
    2. Typen wie ich, die Software fast grundsätzlich Hardware vorziehen. Habe z.B. einen Korg Odyssey (Hardware) und auch die Software. Verwende fast nur soft.

    Jetzt könntest du fragen, warum hast du Hardware, die du nicht verwendest? Korrekte Frage, keine Antwort.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Tai Ich würde in dem Fall nur die Hardware verwenden, denn diese klingt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen ticken direkter, organischer und die Filter „kreischiger“ als die Softwarevariante, in deinem Fall, wenn man tatsächlich beide parat hat.

    • Profilbild
      chris

      @Tai „frage mich nur, wer installiert sich die Software wenn er das Original Gerät hat?!“

      TI steht für Total Integration.
      Das heißt eben, du kannst die Hardware direkt editieren, aber gleichzeitig über das Vst Plugin viel tiefer, schneller und einfacher eingreifen, Parameter locken und Vieles mehr.
      Das Vst Plugin war eigentlich ein sehr gut gemachter Midi Editor.
      Dazu hat der Ti noch mehre USB Audio Ausgänge, auf die du multitimbral routen kannst im Vst Plugin, also noch eine eigene spezielle externe Soundkarte damals.
      Der Hardware Synth ist ein sehr, sehr gut am PC in Echtzeit editierbarer DSP .
      Man muss bedenken, dass die PC‘s damals , im Vergleich zu heute, wenig Speicher hatten und viel langsamer waren.
      Externe oder interne DSP Lösungen (z.B.UAD DSP Effekte über PCI)
      hätte kein Windows oder Apple Rechner so selbst realisieren können.

      • Profilbild
        chris

        @chris @Tai
        Bitte entschuldige!
        Meine Antwort sollte an MPC-User gehen!

        @MPC-User
        „ frage mich nur, wer installiert sich die Software wenn er das Original Gerät hat?!“

        Antwort: Weil man es kann.

        • Profilbild
          MPC-User AHU

          @chris Totale Verwirrung hier😂
          Nee alles gut.
          Meine Frage bezog sich auf den Emulator.wie bei dem Microwave 2
          Da Du ja geschrieben hattest, dass man das nur in Verbindung mit der Original Hardware betreiben kann.
          Hätte ich den Microwave 2 würde ich den Emulator nicht nutzen.
          Sorry wenn hier was Falsches rüberkam.
          Das beim TI ist mir klar. Kenne ich doch.

  13. Profilbild
    moinho AHU

    Eine Frage und zwei Kommentare:
    Welcher war von den hier aufgeführten wirklich der Erste? Nord Lead oder Korg Prophecy?

    Die Poti/Encoderkappen von meinem (auch OG-gelben) Q Keyboard haben sich ebenso irgendwann nahezu in Staub aufgelöst…

    Es wäre interessant einen DeepMind mit nem Q zu vergleichen? Praktischerweise stehen die hier übereinander. Aber mein Vergleich wäre voreingenommen… DeepMind ist nett, Q ist der tollste Synth den ich kennd.

  14. Profilbild
    teletom

    … ein interessanter Artikel, vielen Dank für die zahlreichen Infos!

    Aber, die Tastatur des Roland JP-8000 verfügt (leider) nicht über Aftertouch. :-(

  15. Profilbild
    dieter198

    In meiner Erinnerung war es so, dass Yamaha mit dem VL7 und dem VP1 virtuelle Trompeten und Streicher herausbrachte. Clavia machte dann den (im Nachhinein mehr als naheliegenden) Schritt, den sich Yamaha nicht traute und veröffentlichte einen virtuellen Synthesizer.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @dieter198 Ich gehe mal davon aus, dass Yamaha überzeugt war, den richtigen, innovativeren Weg zu gehen. Denke ich übrigens auch. Nord hat den schlaueren Weg eingeschlagen, indem sie eine alte Syntheseform wieder auflegten. Wie wir ein Drittel-Jahrhundert später sehen, war es sehr erfolgreich. Die Innovation bezüglich Syntheseformen blieb allerdings damit aus. Aber die Kunden wollen es. Und jetzt wählen wir zwischen hundert verschiedenen Synths mit fast identischen Klangergebnissen. Die virtuellen Instrumente gar nicht mitgezählt.

  16. Profilbild
    dAS hEIKO AHU

    Als Nicht-Keyborder (Drummer) habe ich die Zeit der „Ollen Analogen“ nicht mehr so mitbekommen. DX7, DW8000, CZ1000 und später D50 hatten das Zepter fest in ihrer hand und plötzlich kamen entwicklungen mit Neuronalen Netzen, Sharc Prozessoren und algorythmen, die zaubern konnten (Jaaa Kinners, KI ist hat schon früh begonnen). Ich erinnere gerne mal an die Cre@mWare-DSP-Karten. Leider waren die so gut und so ihrer Zeit voraus, dass gerade die Outbord Geräte nie die nötige Zuneigung bekamen.
    Aber dafür haben plötzlich ALLE großen ihre Nase tief im Algorythmus. Ich persönlich fand den Klang (Soundbeispiele KEYS Folie) des AN1 sehr durchsetzungsfähig und roh. Aber die Bedienelemente (wie auch andere hier schreiben) und vor allem das Fieße Monoblock-Design der CS1x-Tischhupe fand ich lieblos. Ein Z1 hatten wir lange im Geschäft stehen. Ich bin mir sicher, dass mit besserer PRogrammierbarkeit viel mehr gegangen wäre.
    Tief beeindruckt hat mich die schlichtheit des nord lead. Die Verarbeitung und den Anspruch von Nordelius kannte ich ja schon vom ddrum. Jeder konnte sofort losschrauben. Sogar die Morph-Belegung des Modulationsrades war intuitiv. Der Bend-Hebel war so gewagt, wie genial. Und die Klangvielfalt beeindruckend, ohne dass es eine schau-mal-was-ich-kann-Kiste gewesen wäre.
    ein NL steht definitiv noch auf der Liste. …vielleicht zur Rente dann.

  17. Profilbild
    Sudad G

    Wir hatten damals in den 90er auch einige VA-Synths im Studio, aber nicht weil wir sie als Ersatz für analoge Synthesizer nutzten, sondern weil sie völlig anders als Analogsynthesizer klangen.

    Der zweite Grund waren ihre speziellen Presets, die damals von den DJs, mit denen wir zusammenarbeiteten, häufig verlangt wurden.
    In dieser Disziplin war der Access Virus C der König, er hatte die besten Presets für DJ orientierte Musik und hervorragende Arpeggio-Patterns.
    Zwar klangen die Waldörfler auch ganz nett, aber verlangten auch Einiges an Editierarbeit.

    Der Roland JP-8000 war klasse für moderne Leads und Pads und seine SuperSaw klang von allen VAs eh am Besten. Viele dieser Sounds konnte man aber auch mit einem Roland JD-990 und manches auch mit einem Roland D-50 erzeugen, die heute noch eine gute Figur abgeben. Der Waldorf Blofeld ist auch noch ganz spannend, weil er VA mit Wavetable kombiniert.

    Viele VA-Synths kann man heute leider recht gut mit Software ersetzen. Den JP-8000 gibt es als direkte Emulation und den Access Virus C kann man sehr gut mit Synapse Audio’s Dune 2 oder Dune 3 ersetzen.

    Ich würde mir heute lieber als Ergänzung zu Plugins und an Stelle von VAs ein paar richtig gute analoge Synths holen und ein oder zwei gute hybride Synths wie Arturia Minifreak, Novation Summit etc. oder auch – wenn es unbedingt vintage sein soll – hybride Vintage Synths/Sampler wie Ensoniq ESQ-1, SQ80, Prophet VS bzw. Prophet 2000 und Korg DSS1 etc.

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