Paramount Synth plant den polyphonen Meira

7. Februar 2019

3340-basiert und leuchtend

Paramount Synth Meira ist ein Projekt auf der Suche nach Finanzierung. Der polyphone Analogsynthesizer wird, wenn das Projekt denn zustande kommt, eine klassische Klangerzeugung mit einem modernen Look verbinden.

Bei der Neuauflage bzw. Klonung des Synthesizerchips 3340, sogar durch mehrere Anbieter, war es klar, dass sich etwas im analogen Sektor bewegen wird, speziell bei den polyphonen Synthesizern. Mit dem Paramount Synth Meira stellt sich nun ein neuer Kandidat vor.

Meira soll als vier- und achtstimmige Variante angeboten werden. Noch stehen die Spezifikationen nicht endgültig fest, doch folgende Features soll der Synthesizer besitzen:

• 3 Oktaven Keyboard
• 4 bzw. 8 Stimmen
• 2 Oszillatoren pro Stimme mit Saw, Triangle, Square, Sine
• Duale Bender-Sektion – eine für Pitch, eine für die LFOs
• Play Modi: Whole, Dual, Unison, Split
• 3 LFOs (cross-modulierbar) mit Frequency, Delay, Level
• Filter (voraussichtlich zwei): 2-Pole 3320, 4-Pole Ladder
• Filterhüllkurve ADSR
• VCA
• Arpeggiator mit Rate, Range, Selection
• Performance Menü: Patch Storage, Patch Recall

Klanglich soll sich Meira an Vintage-Klassikern wie dem Roland Jupiter-8 und dem Oberheim OB-Xa orientieren. Aussagkräftige Klangbeispiele seitens der Entwickler stehen derzeit noch aus, allerdings sollen demnächst Demos online gestellt werden.
Auffällig sind die beidseitig der Tastatur angebrachten Wheels. Links die herkömmliche Steuerung durch Pitch- und Mod-Wheel, rechts offenbar zur Steuerung der LFOs, die sich auch gegenseitig modulieren können.

Im Gegensatz zur klassischen analogen Klangerzeugung fällt das Design sehr modern aus. Das Gehäuse wird aus halbtransparentem Kunststoff bestehen und mit LEDs illuminiert werden. Bei der Pre-Order kann man aus einem üppigen Angebot an Farben für das Panel wählen: Rot, Blau, Weiß, Schwarz Cream, Purple, Pink, Grau, Orange, Gelb und Grün. Die Seitenteile werden aus Holz oder Aluminium bestehen.

Wenn das Crowd-Funding über Indigogo erfolgreich sein sollte, ist Januar 2020 als Lieferdatum angestrebt. Das vierstimmige Modell des Paramount Synth Meira soll 1.995,- US-Dollar kosten (wobei auf Indigogo noch ein reduzierter Preis von 1.795,- US Dollar aufgeführt ist) und die achtstimmige Variante ist mit 2.495,- US-Dollar angegeben.

Forum
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    SynthNerd  

    Also mir kommt das Teil vor, wie ein Prototyp irgendeines Automobilherstellers:

    Auf der Messe sieht er immer aus, als käme er aus einer anderen Zeit oder von einem anderen Planeten. – Das was dann am Ende beim Händler steht, entspricht dann aber doch meist eher dem gewohnten.

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    Skantate  

    Wow was für ein Preis, kann mich mal jemand aufklären was an diesem Synth (aktuell ja noch ohne Klangbeispiele) den Preis rechtfertigt. Mir erscheint z.B. Korgs Minilogue als deutlich bessere Wahl.

    Bevor ich zerpflückt werde, geht bitte harmlos mit einem Unwissenden um.

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      Ashatur  AHU

      Na Designer möchten auch bezahlt werden :-P

      Das Frontpanel an sich finde ich ja sehr Reizvoll aber die beleuchteten Wheel´s und deren Position finde ich nicht wirklich gelungen und die Rückblende mit den beleuchteten Schlitzen sieht ja schon fast aus wie ein umgedrehter Toaster :-D

      Passt lieber auf es wird wohl ein getarnter Cylone sein :-D

      Dann harren wir den Dingen die da noch kommen mögen und warten auf die ersten Demos, dann werden wir sehen ob der Klang uns Illuminiert oder das Instrument nur den Studiotisch ;-)

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      mb-music  

      > kann mich mal jemand aufklären was an diesem Synth (aktuell ja noch ohne Klangbeispiele) den Preis rechtfertigt.

      Die Kosten der Entwicklung, der Produktionsprozesse, des Vertriebs gepaart mit den Stückzahlen werden wohl anders gelagert sein als bei manch anderem etabliertem Hersteller.
      Somit lautet die Antwort auf die Frage: Die Kosten. Es geht nicht so sehr darum, was der Synth kann, sondern was er dem Hersteller kostet. Der Preis ab Werk darf einfach nicht darunter liegen.
      Nicht jeder hat die Produktionsmöglichkeiten und die Kosten der Produktion wie z.B. Behringer.
      Und, wie gesagt, zumindest die Kosten der Entwicklung verteilen sich auf die Stückzahlen. Bei besonders hohen Stückzahlen ist es außerdem eher möglich die Komponenten günstiger einzukaufen und die Produktionsprozesse bezogen auf eine Produktionseinheit kostengünstiger zu gestalten.

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    iggy_pop  AHU

    Seit der Synthex-Reissue-Pleite aus Finnland habe ich so meine Zweifel, was Projekte angeht, die durch Crowd Funding angeschoben werden sollen — wenn man es nicht aus eigener Kraft stemmen kann, sollte man es bleiben lassen.
    .
    Als Investor kann man viel Zeit und Geld verknattern, als Anbieter sehr schnell die eigene Glaubwürdigkeit.
    .
    Optisch entspricht das oben gezeigte Gerät wohl dem Schlumpfbordell, von dem dereinst der Doktor Wackler sprach, hier in diesem Forum…
    .

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      volcarock  

      Aber es gibt doch auch immer wieder positive Crowdfund-Beispiele wie den Granularsynth von Tasty Chips, AE Modular , und einige andere .

      Restrisiko bleibt immer und bei hohen Beträgen auch Bauchschmerzen.

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    tonvibration  

    Hm, bin da auch skeptisch. Was ist denn das Alleinstellungsmerkmal des Synths? Die Curtis-Filter? Setzt den Chip nicht mittlerweile jeder ein??? 4 Stimmig und dann 1795$??? Das ist z.B. 3x soviel wie der Minilogue XD. (Klar – Synths sind schwer zu vergleichen, hat halt genausoviel Tasten und Polyphonie, dafür n Osszillator mehr…)
    Naja…im Moment haben Sie ja schon 100$ vom Ziel 179500$ eingesammelt. Glaub das wird nix.
    PS „Schlumpfbordell“…lol

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    Slomo007

    Da bin ich ja mal gespannt ob das Gute Stück in Serie gehen wird. Für mich spricht nichts dagegen. Jeder sollte seine Chance bekommen und aufbauen bzw. modifizieren kann man ja immer noch.

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      mb-music  

      Romantik-Modus an: Vielleicht findet sich ja ein großer Investor, der das Projekt cool findet und sonst nicht weiß, wohin mit der Kohle. ;-)

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    TimeActor  AHU

    Grundsätzlich interessant wenngleich mir der Preis als „ambitioniert“ erscheint. Da meine rechte Hand auf der Tastatur Naturgemäß immer mehr zu tun hat als meine Linke, sagt mir die Anordnung des rechten Modulationsrades überhaupt nicht zu und dürfte für Pianisten an dieser Stelle völlig ungeeignet sein.

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        Flying C  

        Klassisches Missverständnis, ich meinte damit eigentlich „weniger Design“ und „mehr Übersichtlichkeit“…und wenn mein Synthi schon leuchtet, dann doch bitte nicht in LILA!!!! ;)

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    Bernd-Michael Land  

    Sind die Knöppe nur draufgeklebt?
    Das Design schaut ja ziemlich gewagt aus und ein Mod-Wheel rechts?
    Mutig ist es ja, langweilig schauts nicht aus.
    Naja, scheint wohl derzeit noch mehr eine Studie zu sein, also abwarten.

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    TimeActor  AHU

    Eine Idee wegen der Beschriftung könnte sein die Frontplatte zu hinterleuchten ähnlich bei Hinterleuchteten Computer Tastaturen. Sowas fehlt meines Erachtens komplett im Synthesizerbereich. Ich mag es, im abgedimmten Homestudio zu musizieren…die korrekten Regler für Änderungen findet man dann allerdings nicht. Sowas wie beim Sytem 1m aber bitte nicht! Je nach Lichteinfall und der heftig grünen Beleuchtung fällt die Navigation auf der Frontplatte schwer…jedenfalls bei mir da sich das System 1m im Rack befindet.

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    Altered  AHU

    Auf der Bühne macht der bestimmt was her….. da hat der Keyboarder gleich seinen persönliche Lightshow dabei

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