Drumset aus dem 3D-Drucker
Der Hersteller Pearl stellt erstmals ein Schlagzeug aus dem 3D-Drucker vor. Ist das die Zukunft des Schlagzeugbaus?
Pearl Schlagzeug aus dem 3D-Drucker
Bereits viele Produkte aus unterschiedlichsten Gebieten lassen sich heutzutage mit einem 3D-Drucker herstellen. Nun hat Pearl, in Zusammenarbeit mit der Firma Inoue Kikaku, erstmals ein komplettes Schlagzeug aus solch einem Drucker fertigen lassen und bewirbt das Ganze dazu als umweltfreundliche Art und Weise der Herstellung.
Im weiter unten verlinkten Video stellt der Drummer Shane Gaalaas ein sechsteiliges Drumset vor. Im Verlauf des Videos wird der komplette Herstellungsprozess gezeigt und am Ende hört man natürlich auch, wie das Pearl Schlagzeug aus dem 3D-Drucker klingt.
Am Anfang des Produktionsprozesses werden Holzspäne mit Kleber verbunden und so zu einer Paste geformt. Damit baut der 3D-Drucker im Anschluss daran kreisrunde Schichten übereinander, die aufgetürmt nach und nach zu einem Kessel werden. Das Ganze sieht keineswegs steril weiß aus, sondern verfügt über eine optisch ansprechende Maserung.
Und auch klanglich muss sich das Pearl Schlagzeug aus dem 3D-Drucker keineswegs verstecken. Aber seht und hört selbst:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Im Verlauf des Videos betont Pearl mehrmals, dass der Herstellungsprozess auch umweltfreundliche Vorteile mit sich bringt. Da es aktuell noch keine weiteren Informationen dazu gibt und das Set aus dem 3D-Drucker aktuell (noch) den Prototypen-Status besitzt, wird man zunächst abwarten müssen, ob und wie sich solch eine Fertigungstechnik auch langfristig und in größeren Stückzahlen verwirklichen lässt.





































Eigentlich völlig egal, hauptsache es klingt! Gefahr sehe ich höchstens, dass eine Individualität verloren geht und eine Serie komplett identisch klingt. Etwa vergleichbar mit einem Drumsampler. Erschrocken war ich zu Beginn auch über die Drumsets aus Plexiglas. Für mich persönlich wäre das nichts, aber man sah die öfter als jeder vermutet hätte. Trotzdem denke ich es bleibt eine Ausnahme was die Sets aus dem Drucker betrifft. Gleiches verhält sich mit dem Hausbau per Drucker und Kekse mit dieser Methode. Langfristig sehe ich das nur in der Medizin und vielleicht im Autobau.
@Filterpad Auf einen Drumsampler zieht man keine Felle und man spielt den nur innerhalb der vorgegebenen Parameter🤔
@HG Ja, die Abweichungen der Maschine und natürlich inklusive der dementsprechenden Abhöre setze ich etwa gleich mit der einheitlichen 3D-Erstellmethode. Normalerweise haben Kessel eine unterschiedlich Anzahl an Funiere mit verschiedenen Hölzern und dicken, was diese in Optik und Klang individuell macht. Somit ist jeder Kessel ein Einzelstück wenn man so möchte. Vorteile für den Druck sind zum einen noch rundere Kessel und natürlich die Ersparnis von Mitarbeitern. Wenn die Drucker eines Tages so weit sind das man verschiedene Einstellungen vornehmen kann, dann gibt es auch wieder individuelle Kessel. Aber das wird noch dauern. Erstmal muss diese Methode serienreif werden.
@Filterpad Danke für Deine Antwort, so betrachtet macht das Sinn. Interessanter Ansatz.
@Filterpad „….Wenn die Drucker eines Tages so weit sind das man verschiedene Einstellungen vornehmen kann…“
Servus, das hat nichts mit dem 3D-Drucker zu tun. Die Entwicklung findet im CAD-System statt, z. B. in Autodesk Fusion 360. Dort erstellt man das Modell und definiert die gewünschten Funktionen und Klangeigenschaften. Beim 3D-Druck kann man mit unterschiedlichen Dicken und Materialien arbeiten. Man kann viele Kunststoffe bis hin zu Metall, Stein und Holz drucken. Das eröffnet ein spannendes Thema mit endlosen Möglichkeiten.
@Round Robin Ja, Häuser sah ich schon im TV. Da sieht man immer schön die einzelnen Schichten der Bahnen. Einer der Erfinder sagte mal: Die größte Herausforderung war eine passende Betonmischung, die schnell trocknet und trotzdem durch die Düse gedrückt werden kann. Vielleicht verhält es sich so im kleinen auch mit Kesseln. Das richtige Holz,-Leimverhältnis wird bei Firmen wie Pearl, Sonor, Mapex zum gutgehüteten Betriebsgeheimnis werden, falls es sich durchsetzt. Ich persönlich denke nicht.
Wir haben vor zwei Jahren mal eine Bassdrum gedruckt und die ins Rennen gegen ein paar andere, zum Teil ebenfalls gedruckte Bassdrums geschickt… War ein spannendes Projekt!
https://www.youtube.com/watch?v=8YiCPFtWyuI
@Zaphod17 Fett, fetter, am fettesten.
@Zaphod17 Ziemlich geil. Welchen Drucker habt ihr damals verwendet?
@Round Robin Wir haben einen BigRep PRO benutzt. (https://bigrep.com/de/bigrep-pro/) Ich bin selber Schlagzeuger und arbeite bei BigRep, war also genau mein Projekt.
Am lustigsten fand ich die Möglichkeit, in die Innenwand der Bassdrum „Ballast“ einzufüllen. Schlecht für den Transport zum Auftritt, aber sehr geil für die Aufnahme im Studium 😁