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Test: Philips A5-Pro, DJ-Kopfhörer

(ID: 91356)

Zeit zum Kern der Sache zu kommen. Nimmt man das Polster ab, wird der Blick freigelegt auf einen sehr ordentlichen, verschraubten Aluminiumschutz samt Schutzschicht unter diesem, der die Treiber des A5-Pro schützen soll. Ein kleiner Wow-Effekt an dieser Stelle, denn auch hier wurde wirklich qualitativ gut gearbeitet, so dass auch hinter dem Polster der Kopfhörer einen wirklich guten Eindruck erweckt.

Wie klingt der A5-Pro?

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Wer einen so schweren, massiven Kopfhörer baut, der wird sich auch beim Klang nicht lumpen lassen, so meine eigene Vorstellung.
In der Tat wurde hier nicht mit stumpfen Schwertern gekämpft, sondern der A5-Pro mit zwei 50mm Neodym-Treibern ausgestattet. Kurzer Vergleich: Die meisten Modelle in DJ-Bereichen geben sich mit 40mm Treibern zufrieden. Das kann, muss jedoch nicht unbedingt ein Mehrwert sein.
105dB ist laut Herstellerangaben der maximale Schalldruckpegel. Ja, da können andere mehr, aber wie wir ja alle wissen, ist laut nicht gleich gut, sondern laut zu können und das gut, ist gut. Häufig bieten jedoch Modelle mit einem höheren Maximal-Pegel mehr Headroom zu dem Punkt, an dem Verzerrungen beginnen. Im Test jedoch konnte die Lautstärke mit dem A5-Pro bis zur Schmerzgrenze angehoben werden ohne Verzerrungen zu spüren. Auffällig ist im direkten Vergleich zu einem AIAIAI TMA-1, dass der A5-Pro weniger Pegel bei gleichem Input erbringt. Um einen Vergleich zu haben, war also eine Pegelsenkung des TMA-1 nötig auf einen für das Gehör gleichen Pegel. Da die meisten DJ-Mixer aber derweil genügend Headroom haben, dürfte das nicht zum Problem werden.
Im Vergleich ergab sich jedoch noch eine weitere Auffälligkeit, die sich auch im Vergleich zu anderen DJ-Kopfhörern (im Test ebenfalls zu einem Sennheiser HD-25II) ergeben würde: Der A5-Pro klingt verhältnismäßig gezügelt. Das Frequenzbild ist angenehm ausgeglichen, bis auf einen Punkt: Der Bassbereich ist nicht verstärkt sondern eher flach. Ein Kick kommt wunderbar aus dem Soundbett hervor, jedoch auch deswegen, weil der klassischerweise doch betonte, wummernde Bassbereich nahezu fehlt. Ob einem das gefällt oder ob man den Bassbereich auch deutlich auf den Ohren braucht, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Ich persönliche präferiere ein ausgewogenes Klangbild, das heißt auch einen präsenten Bassbereich, eher ein wenig betonter. Ein anderer mag vielleicht an dieser Stelle sagen, dass ihm Mitten und Höhen viel wichtiger sind und ein betonter Bassbereich nur stört. Wie immer also gilt hinsichtlich des Klangbildes: Anhören und selbst ein Bild machen, ob der Kopfhörer das bietet, was man selbst wünscht und braucht.

Überzeugen kann der A5-Pro dabei wirklich in der Präzision und im restlichen Frequenzbereich. Dieser geht übrigens von 10Hz bis 24kHz, wobei klar sein sollte, dass der Kopfhörer beide maximalen Bereiche nicht abbilden kann. Vielmehr bietet dies den notwendigen Platz um tiefe und hohe Frequenzen über und unterhalb der Grenzfrequenz gut darstellen zu können. Mitten und Höhen sind gut voneinander getrennt, das trifft eigentlich auf alle Frequenzen zu. Kein Frequenzbereich ist überbetont, auch die Höhen beginnen bei hohem Pegel nicht zu kratzen oder schmerzhaft zu werden. Feinheiten im Hintergrund sind deutlich zu hören und auch die Räumlichkeit ist wirklich erstaunlich. Die Größe der Ohrmuscheln und Dicke der Polster ermöglichen einen gewissen Abstand zwischen Ohr und Treiber, was eine wirklich schöne natürliche Räumlichkeit ermöglicht.
So springt der A5-Pro damit auf den Zug auf, dass DJ-Kopfhörer immer mehr durch wirklich gute Klangqualität überzeugen können.

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Lieferumfang

Der Lieferumfang ist überschaubar. Mitgeliefert wird ein Adapter von 3,5mm Klinke auf 6,3mm Klinke als Goldstecker, schraubbar, sowie ein Kabel. Dieses immerhin hat es in sich, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht. Das Spiralkabel ist im zusammengerollten Zustand nur 1,3m lang und besitzt somit eine sehr gute Länge, kann aber auch bis zu 4,7m gedehnt werden.
Weiterhin findet sich im Lieferumfang eine Bedienungsanleitung/ein kurzes Produkt-Handout und erfreulicherweise eine kleine Tasche zum Transport. Hierbei handelt es sich um eine klassische Stofftasche mit Kordelzug an der Oberseite – ausreichend, jedoch für einen Kopfhörer der 250€ + Klasse kein Highlight.

Einpacken klappt, ein wenig schöner hätte es jedoch sein dürfen

Einpacken klappt, ein wenig schöner hätte es jedoch sein dürfen

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