Pioneer DJM-V10-LF DJ-Mixer

24. November 2020

Wer braucht schon Crossfader? Pioneer DJ schmeißt das Ding raus!

Pioneer DJM-V10-LF

Pioneer DJM-V10-LF

Ich weiß noch nicht genau, wie sinnvoll es ist, für den Markt, aber Pioneer DJ geht wohl davon aus, dass es das ist. Was? Das: Pioneer DJ macht den Crossfader am Pioneer DJM-V10 platt, verlängert die Line-Fader und bringt den DJM-V10 in einer zweiten Version auf den Markt, den Pioneer DJM-V10-LF. Kurzer Stolperer an dieser Stelle, es müsste doch bitte L heißen, so wie es auf R für Rotary heißt und nicht RF. Und auch nicht LF, denn LF steht für Low-Frequency. Whatever.

Also, raus mit dem einen Fader, den sowieso niemand wirklich braucht, schon gar nicht bei 6 Kanalzügen und die Line-Fader verlängert von 45 mm wie am DJM-V10 zu 60 mm Fadern nun am DJM-V10-LF. Den Schritt finde ich tatsächlich sehr nachvollziehbar, denn der V10 ist ohne Frage ausgerichtet auf Mixing und dafür bedarf es gern mehr Lautstärken-Kontrolle über längere Fader, als einen Crossfader und ehrlich, 45 mm sind einfach echt wenig.

Pioneer DJM-V10-LF

Pioneer DJM-V10-LF – weg ist der Crossfader

Zusätzlich dazu gibt es eine brandneue Fader-Curve Einstellung und die neuen Line-Fader sind „entsprechend gewichtet, um das Potenzial des verlängerten Regelbereichs optimal zu nutzen“, wie Pioneer DJ schreibt. Anhand dieser Faderkurveneinstellung soll man die Lautstärke eines jeden Kanals fein justieren können – und den Ausgangspegel präzise steuern können. Ok – wir sind gespannt, in wie weit das über die beiden schon vom DJM-V10 bekannten voreinstellbaren Faderkurven hinaus geht.

Von den Veränderungen der Fader abgesehen gleichen die Spezifikationen jenen des DJM-V10 und wir empfehlen einen Blick in den Test zum Flaggschiff-Mixer aus dem Hause Pioneer DJ. Hervorragende Klangqualität, 6 Kanäle mit 4-Band EQ, ein Kompressor pro Kanal, Effekt-Sektionen und Send-/Return-Wege. Alles bleibt wie gehabt, einzig der Crossfader verschwindet und die Fader werden länger. Müsste ich wählen, ich würde die LF-Version nehmen!

Preislich wird der Pioneer DJM-V10-LF auf dem gleichen Niveau liegen wie der DJM-V10, also 3399,- Euro laut UVP des Hersetllers. Verfügbar sein wird das Gerät sicherlich zeitnah.

Forum
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    xmario  

    joke of the day…. noch dazu die leute die wirklich mixen freuen sich auch über einen crossfader… der rest mixt doch sowieso nicht schon garnicht auf 6 kanälen..

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      Bolle  RED

      Hier ich. 6-7 Kanäle. Und nein, ich brauche zur Hölle keinen Crossfader. Bei meinem 96er war das das erste, was rausgeflogen ist.

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        xmario  

        gut dann freu dich drüber… stell das teil einem dave clarke zusammen mit 4cdjs hin und er setzt dir den mixer auf :)

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          Bolle  RED

          Der bekommt nen DJM-900NXS2 ;) Aber Recht hast du. Kaufen die Clubs einfach beide V10s…Das sind dann 12 Kanäle, wenn man die kaskadieren könnte…

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    Larifari  AHU

    Für mich persönlich ist ein Mixer ohne Crossfader ein no go. Das hat mich schon am Model 1 gestört. Da ich noch ab und an als Veranstalter auftrete und schon so manche Detroit Legende am Start hatte, weiß ich dass auch diese meist auf Crossfader bestehen.

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      Bolle  RED

      Ich werfe provokant in den Ring: Wer bei einem Mixer mit 4-Band-EQ und dezidierten Filtern pro Kanal einen Crossfader zum Mixen braucht, hat schlicht den falschen Mixer vor sich stehen..oder kann mit mehr als nur „Fader schieben“ offenbar nicht Mischen, sondern nur „laut/leise“ machen…Hab ich nicht gesagt :)

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        Larifari  AHU

        Zu provokant Bolle…zu provokant ;)
        Ich gebe dir aber recht, 4 band eq und Filter sind natürlich vornehmlich an digital Djs gerichtet – welche ( provokant gesagt ) ohne Sync Button nicht auskommen ;).
        Jede Münze hat eben 2 Seiten. Objektiv ist dieses Review in jedem Fall nicht.

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          Bolle  RED

          Wieso sollten denn 4-Band EQ und Filter an digital DJs gerichtet sein? Weil der Vinyl DJ schneller mixt? Vielleicht. Dann schau mal womit eine Hito spielt. Straight Vinyl & Model 1. Und ein Väth? Straight Vinyl und Xone:92.
          Aber klar, wie mfk unten schon sagt, 92er, 96er, DJM-V10 sind natürlich primär an Acts gerichtet, die mit mehr als zwei Signalen arbeiten und andere Möglichkeiten zum Staffeln der Frequenzen brauchen…
          Was aber am meisten übersehen wird: Nicht jeder Mixer muss alles können und jedem Anspruch genügen…am Ende muss einfach nur jeder DJ und Act sein passendes Equipment finden.

          Ich kann nur sagen, wenn ich Vinyl spiele, dann gern Rotary oder 92/96…aber bitte keinen DJM. Da bekomm ich das…..sagen wir so, ich habe keinen Spaß. Denn auch da spiele ich gern längere Übergänge und liebe den Pre-EQ-Kopfhörer-Out.

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            Larifari  AHU

            „Wieso sollten denn 4-Band EQ und Filter an digital DJs gerichtet sein?“

            und die Antwort gibst du ja selbst :

            „ sind natürlich primär an Acts gerichtet, die mit mehr als zwei Signalen arbeiten und andere Möglichkeiten zum Staffeln der Frequenzen brauchen…“

            Was vornehmlich eine Technik des digitalen Djing ist. Siehe Chris Liebing, Hawtin eca.. Wenn 4 – 6 Tracks gemixt werden ist es ja ganz logisch das mehr aufgeräumt werden muss. Oder aber als kreatives Werkzeug – gib mir den Bass von A, die Vocals von B und meinetwegen die hihats von C.
            Bei einem Vinyl Mix sind solche Sachen weniger ausgeprägt, auch bei einem Jeff Millf und erst Recht bei einem Sven Väth ( bei allem Respekt ). Dafür gibts da andere Tricks – welche häufig den Crossfader mit einbeziehen.
            Über HipHop Techniken brauchen wir erst gar nicht reden.

            Digital Mixing vs Vinyl Mixing unterscheidet sich technisch erheblich ( ohne Wertung ) – und kann sogar Auswirkungen auf die Musikauswahl haben. Und dieser Mixer hier unterstützt eindeutig eher das digitale Spiel. Was definitiv cool ist. Er wird aber ganz bestimmt nicht das Ende der Crossfader sein. Und wie du hier in den Kommentaren siehst, gibts noch genug Leute die einen Crossfader schätzen. Wie gesagt, buche ich einen DJ Stingray und ich stell ihm diesen Mixer hierhin, dann wird’s nicht funktionieren.

            Ich glaub eigentlich sind wir auf einer Linie, es hörte sich aber ein wenig so an als wäre man ein Idiot wenn man den Crossfader benutzt.

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              Bolle  RED

              Da kann man mal sehen, wo das alles hingeführt hat. Früher war man froh, wenn es einen Mixer gab und der irgendwie funktioniert hat. Heute wird darüber diskutiert, ob ein Mixer mit so nem Ding zu schieben oder ohne ein Mixer ist, oder nicht.

              Das ist aber natürlich auch das Ding. Wer nicht versteht, dass ein 6-Kanal-Mixer einfach nicht zum Vinyl-Spielen gebaut wurde und bemängelt, dass da ein Crossfader fehlt, hat möglicherweise die Ausrichtung nicht verstanden – und das ist natürlich nun kein Vorwurf in deine Richtung, wir sehen es ja genau so. Aber es gab auch schon Aspiranten, die sagten, ein Rotary-Mixer wäre kein Mixer da kein Crossfader. Weiß man auch nicht, was man sagen soll.
              Mir lachs, gib mir nen Mixer, irgendwie kann ich damit schon arbeiten.
              Ob es geil wird…das ist die zweite Frage :)

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                Larifari  AHU

                „Das ist aber natürlich auch das Ding. Wer nicht versteht, dass ein 6-Kanal-Mixer einfach nicht zum Vinyl-Spielen gebaut wurde und bemängelt, dass da ein Crossfader fehlt, hat möglicherweise die Ausrichtung nicht verstanden“

                Absolut, geb ich dir Recht. Mir persönlich reicht ein einfacher 3 Kanal Cut Mixer fürs Vinyl. Wird’s komplexer und digital – gib mir das Teil hier.

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              Larifari  AHU

              Und noch etwas zu Väth, ein Mixing King war der nie – Dafür weiß er immer wann er welche Platte zu spielen hat – und DAS ist eine Technik die kein Crossfader und auch kein 6 Track High End Mixing mitbringt.

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    mfk   1

    Das ist keine „DJ-Mixer“, sondern eher was für Liveacts mit mehreren Geräten.
    Ein überaus praktisches und überteuertes Studio-Mischpult für die Bühne mit all den guten Features aus Pioneers Sync-Button-Fake-DJ-Blase.
    Ich hätte das Teil gerne!
    Zwischen zwei Plattenspieler würde ich es mir aber nicht klemmen.

    Leider hat das Teil nur einen Send. Das ist ein bisschen peinlich.

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      Bolle  RED

      Naja es hat drei Sends. So wird es zumindest verkauft. Am Ende aber nur einen Regler für alle drei. Das ist der eigentliche Fail. Der leider echt scheisse ist.

      Aber ansonsten zu allem ja. Ich bleib aber trotzdem beim 96er…weil mehr Kanäle :)

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      Bolle  RED

      Auf jeden Fall. Da hat ja die volle Betriebsblindheit zugeschlagen. Danke für den Hinweis! :)

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    Larifari  AHU

    ….ja Väth würde auch niemals Hawtin die Zunge in den Hals stecken, sich beim Stagediving den Arm brechen, seinen Kopfhörer verkehrt herum aufsetzen und erst recht nicht Platten in die Luft halten…

    …niemals… :D

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    Joe

    Es soll auch DJs geben, die aus dem Tontechnik-Lager kommen, und auch nit 2 Kanalzügen statt einem Crossfader schöne Crossfades machen können, und dabei auch mit einer Hand quasi zwei beliebige „Profile“ auf die beiden Verläufe zaubern können.

    Ich gebe zu, mit einem gut geregelten Gain, Cuepunkten und Crossfadern ist es angenehm und easy, Übergänge zu basteln.
    Mein Einstieg war halt auch ein Mixer mit (Kanal-)Fader-Start, und das hat auch beim schnellen Wechsel mal den Schritt „Track Einpegeln per Gain“ erspart, und ich hatte CDs us den Einführungsjahren der CD und auch welche aus der „0db-Gain-Wars-Ära“, also auch gern man die „alte Cd auf Anschlag, und die aktuelle auf 5/10“ ;-)

    Aber mal im Ernst 45>60mm? Rein physikalisch hätten doch wohl auch 100-120mm Fader wunderbar gepasst, und damit hätte man dann wirklich sehr feinfühlig arbeiten können.
    Ich erinnere mich an Installierte Mixer in der Tanzschule, die auch nen Faderweg hatte, der nicht für Grundschul-Hände ausgelegt war.

    Also: Nett, für die, die keinen X-Fader brauchen aber für „High-End“ hätte ich mir persönlich MEHR Federweg gewünscht.

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