Test: Pioneer XDJ-RX, DJ-Media-Player

Als weitere Anschlüsse finden sich rückseitig der Master-Out in Form zweier XLR-Buchsen sowie ein zweiter Master in Form von Cinch-Buchsen, der Booth-Out für das Monitoring mit 6,3 mm Klinkenbuchsen, zwei Eingänge für die Mikrofoneingänge 1 und 2 in Form einer XLR-Klinke-Kombinations-Buchse sowie einer reinen 6,3 mm Klinkenbuchse und der USB-Port und eine Netzwerkbuchse für ein Link-Kabel.

und hier geht es raus

… und hier geht es raus

Kurz ein Kommentar hierzu: Raus geht es mit einem Frequenzumfang von 20 Hz bis 20 kHz und einem Signal-Rausch-Abstand von 101 dB oder mehr bei einem THD-Wert (total harmonic distortion) von 0,003% bei Nutzung der USB-Schnittstellen.

Vorne? Dort findet sich der Kopfhörerausgang in 6,3 mm und in 3,5 mm Klinkenbuchsen-Format.

Damit dürfte eigentlich alles abgearbeitet sein, was zum Thema „rein und raus“ zur Verfügung steht und somit können wir uns dem interessanten Teil widmen: dem User-Interface aka der Oberseite.

Wie schon beschrieben ist der XDJ-RX eine optimierte Lösung für die Nutzung mit der Software rekordbox im Design der CDJ- und DJM-Serie.

Media-Player

Der XDJ-RX wird an der Oberseite von zwei Jog-Wheels dominiert.

Diese unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern auch im Design und Handhabung von denen der CDJ-Serie. Sie sind ein gutes Stück kleiner, ein notwendiges Übel verursacht durch den Wunsch, den XDJ-RX halbwegs kompakt zu halten.

Die Jog-Wheels des XDJ-RX sind runde 15 cm im Durchmesser und bestehen aus Kunststoff. Der Innenring ist wie bei den CDJ-Modellen mit einem Display ausgestattet.
Die obere Platte ist wie bei den CDJ-Modellen berührungsempfindlich im Vinyl-Modus und erlaubt das Handling des Jog-Wheels wie mit einem Plattenspieler. Nun, natürlich nicht genau so, jedoch ist es möglich, im Vinyl-Modus mit dem Finger kurz auf das Jog-Wheel wie auf eine Platte zu drücken, um diese kurz, aber kräftig abzubremsen.

Kleiner als die eines CDJ

Kleiner als die eines CDJ

Aufgefallen ist mir hierbei, dass das Jog-Wheel bei einem solchen Vorgang sehr stark den Track bremst, gefühlt sehr viel stärker als bei Modellen wie einem CDJ-900Nexus oder CDJ-2000. Eine Übertragung des Handlings 1:1 auf einen dieser Player wird daher ein wenig schwierig – schade eigentlich.
Ebenfalls etwas schwierig ist die Sensibilität der Drehbewegung des Jog-Wheels. Diese ist nicht einstellbar und so reiht sich der XDJ-RX direkt ein in die Reihe der Modelle, die diese Einstellung nicht besitzen – so zum Beispiel die aktuellen Modelle CDJ-900Nexus oder CDJ-850. Über diese Einstellung verfügt aktuell nur der CDJ-2000 wie auch der CDJ-2000Nexus. Dies ist natürlich nur eine Frage der Preispolitik, denn sogar der CDJ-1000 MK3 verfügte bereits über diese Funktion des Jog-Adjustments.

Der Außenring des Jog-Wheels besteht aus Kunststoff, nicht gummiert wie den Playern, den er nachgebaut sein soll. Glücklicherweise ist der Außenring dabei allerdings mit Einbuchtungen versehen, so dass für genügend Griffigkeit gesorgt ist.

Durch die flache Höhe, den Außenring und die hohe Sensibilität der Jog-Wheel Plate und der Drehbewegung war ein Umgewöhnen in jedem Fall vonnöten, eine direkte Adaption der Gefühlserfahrung vom XDJ-RX auf einen CDJ ist leider nicht möglich.

Neben den Jog-Wheels ist ein Hauptaugenmerk des XDJ-RX ohne Frage das Display, das an der Oberseite mittig des Gerätes sitzt.

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