Test: Pioneer XDJ-RX, DJ-Media-Player

Ein wenig irritierend ist die Anordnung des Scroll-Encoders, der wie bei den CDJ-Modellen auch ein Push-Encoder ist. Als geübter CDJ-DJ möchte man zum Scrollen in den Playlisten immer rechts neben das Display greifen. Beim XDJ-RX allerdings befindet sich dieser Encoder mittig im Mixer, also unter dem Display. Es war zugegeben nicht ganz einfach, hier automatisch die Hand hinzuführen, jedesmal aber, wenn man ins Leere greift, wurde man erneut daran erinnert. Zugegeben: Es hätte der Symmetrie des XDJ-RX geschadet, den Encoder neben das Display zu bauen, für den Workflow wäre es jedoch sinnvoller gewesen.
Nun, es ist halt einiges anders: Track aussuchen und Encoder drücken wird auch nur mit der Frage auf dem Display belohnt, in welches Deck denn nun geladen werden soll? Zurecht, denn hier stehen zwei Decks zur Verfügung. Einfacher ist dann, den Track auszusuchen und mit den beiden Load-Tasten unter dem Encoder direkt den Track in Deck 1 oder Deck 2 zu befördern.

Mittig im Mixer statt rechts neben dem Display - die Trackauswahl

Mittig im Mixer statt rechts neben dem Display – die Trackauswahl

Nun, fangen wir einfach mal an: USB-Stick mit einer Library von rekordbox in den XDJ-RX befördert und los. Das Handling gleicht dem eines CDJs, somit alles einfach.
Auffällig bei einem Blick in die Dateifreigabe: Der XDJ-RX spielt WAV-, MP3-, AAC- und AIFF-Files, bei einer iOS-Version der rekordbox-Software allerdings nur MP3- und AAC-Files – also Obacht!

Wer externe Festplatten wie auch USB-Sticks anschließt, sollte auf eines achten: Diese müssen als FAT oder FAT32 formatiert sein, alles andere kann zu Problemen führen. Ansonsten kann man noch das ein oder andere mehr anschließen: wer möchte, seinen Rechner, sei es Windows oder Mac per Netzwerkkabel oder per WiFi über einen angeschlossenen WLAN-Router, sein iPhone oder iPod Touch oder auch ein Android Telefon. Musikdateien auf einem iPod oder iPhone können selbstverständlich nur genutzt werden, wenn diese zur Bibliothek der rekordbox-App hinzugefügt worden sind.

Der RX bietet nun die klassischen Steuerungsmöglichkeiten: Play/Pause, Cue, Loops, einen Pitchfader mit wählbarer Pitch-Range (6, 10 und 16% und Wide), Reverse-Funktion und die Wahl zwischen dem Vinyl-Modus oder dem CD-Modus.
Erfreulich: Auch die Master-Funktion lässt sich finden, die die Tonhöhenveränderung bei Nutzung der Pitch-Funktion ausschalten soll.

Ein kurzer Blick auf die Loop-Funktion Part 1: Alles wie gewohnt. Manuelles Setzen von Loop-Anfang und Loop-Ende ist kein Problem, ebenso der 4-Beat Loop. Wer mehr oder weniger will, kann die kleinen Buttons zur Loop-Längen-Veränderung um den Faktor 2 nutzen.

Eine von zwei Möglichkeiten zum Setzen von Loops

Eine von zwei Möglichkeiten zum Setzen von Loops

Man muss nun nicht genau hinsehen, um zu erkennen, dass der XDJ-RX mit mehreren Tasten aufwartet, die auf einem CDJ nicht zu finden sind. Fünf blaue, davon vier große Tasten und drei gelbe Tasten finden sich unter dem Jog-Wheel.
Bis hierher haben die Media-Player-Einheiten eigentlich nichts Besonderes vorgebracht, nichts, was über das Handling eines CDJs hinausgeht.
Nun aber beginnt der Spaß „in vier Tasten“: Hier finden sich Hot Cue, Auto Beat Loop, Loop Slice und ein Shift Button.

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