Test: Pioneer XDJ-RX, DJ-Media-Player

Vier Cue-Punkte pro Deck lassen sich „on the fly2 setzen und immer wieder aufrufen. Dabei bietet der XDJ-RX nicht die seitlichen Cue-Tasten wie gewohnt, sondern mit den vier blauen Tasten unten eher Pad-ähnliche Buttons, die derweil klassisch auf den meisten Controllern zu finden sind.

Die Performance Buttons für Loops, Hot Cues und Loop Slice

Die Performance Buttons für Loops, Hot Cues und Loop Slice

Mit den Hot Cues hört die Nutzbarkeit der vier Tasten aber nicht auf. Wie erwähnt, Auto Beat Loop und Loop Slice finden sich hier auch.
So kann über die vier Tasten, mit Shift-Funktion quasi acht, ein Loop verschiedener Länge gesetzt werden, beginnend bei einem 1/16 Beat Loop bis zu einem 8-Beat Loop. Drücken = Loop an, erneutes Drücken = Loop wieder aus.

Wer nun ein wenig spielen möchte, wechselt in den Loop Slice Modus rüber und kann nun per Tastendruck den in mehrere Slices zerlegten Loop in Einzelstücken anspielen, als wären im Loop verschiedene Cue-Punkte gesetzt. Dabei kann man im Menü direkt wählen zwischen dem Single- und dem Continous-Wiedergabe-Modus, um die Loop Slice Funktion dem Wunschnutzen anzupassen.

Hat man sich einmal an die Tasten gewöhnt und ist einem das „Was ist wo“ ins Blut übergegangen, kann man sowohl mit den Hot Cues als auch mit dem Loop Slice eine Menge Spaß haben.

Die LED beleuchteten Tasten geben dabei eine gute visuelle Rückmeldung, unterstützt bei Loops zum Beispiel zugleich durch das übersichtliche Display. Der Loop ist hierbei orange in der laufenden Wellenform hinterlegt, die Loop-Länge findet sich unten rechts im jeweiligen Deck-Teil des Displays.

Die Tasten haben eine angenehme Größe, die Beschriftung ist gut sichtbar. Leider sind die Tasten aus Kunststoff und haben einen recht „klackenden“ Druckpunkt, ebenso wie ein recht lautes Klack-Geräusch beim Drücken.
Da die Tasten sowohl bei Hot Cues als auch im Loop Slice Modus eher angeschlagen als sanft gedrückt werden, sorgt diese Kombination für ein nicht vollkommen zufriedenstellendes Handling. Hier hätte ich gerne gummierte Tasten gesehen. Mit einem leicht spürbaren Druckpunkt und ohne das klackende Geräusch hätten diese Funktionen in Hinblick auf Haptik und Handling mehr Sinn und Spaß gemacht.

Die Loop-Funktion über die Pads ist natürlich schnell gedrückt, denn die richtige Loop-Länge erreicht man auf einen Tastendruck – für mich jedoch erfreulich: Das Setzen von Loops und die Loop-Längenveränderung lässt sich auch über die vom CDJ bekannten Tasten erreichen. So kann das Handling vom XDJ-RX schnell auf den CDJ und andersherum übertragen werden.

Letzter Punkt zu den „Playern“: Die Media-Player sind intern verlinkt und ermöglichen die Nutzung des Master-Sync-Modis. Ebenso wie bei den CDJ-2000Nexus oder CDJ-900Nexus funktioniert dies einwandfrei, auch hier natürlich vorausgesetzt, die Tracks wurden anständig in rekordbox analysiert. Wie immer bei einem automatischen Beat-Grid funktioniert dies aber auch nur so gut wie es berechnet wurde, das ein oder andere minimale Korrigieren um Phasenprobleme zu verhindern muss also gemacht werden.

Master und Sync ist auch an Board

Master und Sync ist auch an Bord

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