The Queen of Buchla – Synthese der Gefühle
Inhaltsverzeichnis
- Fasziniert von Frequenzen
- Der Weg vom Klavier zum Synthesizer
- Die Buchla-Offenbarung
- „Als würde ich meine Kinder verlieren“
- Ein Traum wird wahr
- Obdachlos in New York
- Quadrophonie für weite Räume
- Das eigene Business
- The Sound of Coca-Cola
- Xenon – der Flipperautomat mit Cianis Stimme
- Hello Hollywood!
- Bye, bye Buchla
- Auf der New-Age-Welle
- Brian Eno und Aphex Twin
- Back to the Roots
- Den ersten Ehemann aus dem Keller geholt
- Das Vermächtnis der Visionärin
- Just my two cents …
Von der Musikindustrie ignoriert und von der Wissenschaft belächelt, kreierte die amerikanische Avantgardistin schon in den frühen 1970er-Jahren futuristische Sounds und gefühlvolle Musik an ihrem Buchla 200 und nutzte dabei zukunftsweisende Technologie. Ein Blick in ihr außergewöhnliches Leben.
Die Geschichte einer der bedeutendsten Klangkünstlerinnen unserer Zeit beginnt kurz nach dem zweiten Weltkrieg im Mittleren Westen der USA. In einem Armeekrankenhaus in Indiana erblickt Suzanne Ciani am 4. Juni 1946 als drittes von sechs Kindern das Licht der Welt. Ihr Vater, ein Arzt italienischer Abstammung, ermöglicht Suzanne schon als kleines Kind Klavierunterricht. Ihre außergewöhnliche musikalische Begabung zeigt sich früh, als die kleine Suzanne selbst anspruchsvolle Kompositionen von Rachmaninoff virtuos meistert.
Fasziniert von Frequenzen
Doch die junge Suzanne Ciani spürt, dass ihr Weg abseits der klassischen Pfade verlaufen wird. Getrieben von Neugier, sucht sie das Außergewöhnliche, das sie bald über die Grenzen der Klaviatur hinaustreibt. Sie will die tieferen Zusammenhänge verstehen. Sie entwirft Notationssysteme zur Visualisierung von Musik und ist fasziniert von Klängen jenseits der Tonalität, von Geräuschen der Umgebung.
Der Weg vom Klavier zum Synthesizer
Bevor Suzanne Ciani in die Welt der Klangsynthese eintaucht, studiert sie zunächst von 1964 bis 1968 am Wellesley College Traditional Liberal Arts und erhält eine klassische Musikausbildung. Doch am Abend besucht die wissenshungrige Studentin Technik-Kurse u. a. am Massachusetts Institute of Technology und kommt erstmals in Kontakt mit Musiktechnik.
Ihre Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten führt sie an die Stanford University, wo sie in einem Kurs für Computermusik von den Vordenkern der elektronischen Musik lernt: dem Erfinder der FM-Synthese und Gründer des Center for Computer Research in Music and Acoustics (CCRMA) John Chowning, dem Pionier der digitalen Notation Leland Smith und später Max Mathews, dem „Vater der Computer-Musik“.

In Berkley sah Ciani zum ersten Mal einen Buchla 100 | Foto: Bennett, CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons
Die Buchla-Offenbarung
In Berkeley nimmt Suzanne Cianis Leben die alles entscheidende Wendung. Während sie an der renommierten Universität von Kalifornien studiert, wo sie 1970 ihren Masterabschluss in Komposition macht, trifft sie 1969 zufällig Don Buchla. Der Kunstlehrer ihres Freundes Harold Paris hatte ein Bildhaueratelier neben Dons Atelier, das Suzanne Ciani eines Abends mit ihrem Freund besucht – ein Lagerhaus voller Buchla-Module, die direkt dort hergestellt wurden. Eine Offenbarung, wie sie später sagen wird. In diesem Moment weiß sie, gefunden zu haben, wonach sie immer gesucht hat: ein Instrument, das ihrem inneren Drang nach experimentell-musikalischer Freiheit gerecht wird.
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Während die meisten Kunstschaffenden in den späten 1960ern auf den kommerziell erfolgreichen Moog-Synthesizer von Robert Moog setzen, bevorzugt Suzanne Ciani das Konkurrenzsystem von Don Buchla. Der Buchla 100 ist für Suzanne Ciani mehr als ein Tongenerator, er ist ihr Musikinstrument. Ihr Mittel zum musikalischen Zweck, um außergewöhnlichste Klänge zu modulieren und zu manipulieren. Die perfekte Brücke zwischen ihrer musikalischen Sensibilität und ihrem technischen Forschergeist.
„Als würde ich meine Kinder verlieren“
Suzanne Ciani verbringt fortan Tage und Nächte mit einem Buchla-Synthesizer in einem gemieteten Studio am Musikzentrum im Mills College in Oakland, das sie bei jedem Besuch 5,- Dollar kostet. Eine Investition, die sich auszahlen wird.
Als Ciani 1969 zum ersten Mal den Vater ihres Musikinstruments Don Buchla trifft, steht sie kurz vor ihrem Abschluss in Komposition. Don bietet ihr an, für Buchla and Associates zu arbeiten. Sie nimmt sein Angebot an, um sich das Geld für ihren eigenen Buchla 200 Synthesizer zu verdienen. Eine emotionale Zeit für die Synthesizer-verliebte Ciani, über die sie rückblickend sagt: „Ich saß dort und lötete Verbindungen und bohrte Löcher für drei Dollar die Stunde. Als die Synthesizer fertig waren, getestet und verschickt wurden, fühlte ich mich, als würde ich meine Kinder verlieren.“
Ein Traum wird wahr
Ihren eigenen Buchla-Synth kann sie sich noch nicht leisten. Doch für die junge Sounddesignerin und frischgebackene Komponistin eröffnet sich dank ihrer außergewöhnlichen Synthese-Skills eine neue Möglichkeit der Monetarisierung ihres Traums: Werbe-Komposition.
1969 bekommt sie von der Einzelhandelskette Macy’s ihren ersten Auftrag für zehn Werbespots. Gleichzeitig erweitert die multi-begabte Ciani ihr künstlerisches Spektrum um andere mediale Ausdruckformen: Sie entwirft Sound-Installationen für Galerien, Ausstellungen und Tanzperformances. Komponiert Filmmusik und experimentelle Stücke in ihrem Aufnahmestudio in ihrer Garage. Und kann sich endlich ihren Traum erfüllen: Sie erwirbt ihren lang ersehnten Buchla 200 von Don Buchla.
Nach einigen gescheiterten Versuchen, ihren Lebensunterhalt anderweitig zu verdienen, beschließt Ciani 1970, die Musik endgültig zu ihrem Beruf zu machen.
Obdachlos in New York
Im April 1974 zieht Suzanne Ciani nur mit ihrem West-Coast Synthesizer und ein paar Klamotten im Gepäck an die East Coast. New York wird für die nächsten neunzehn Jahre ihres Lebens ihr Zuhause. Das Geld reicht nicht für eine eigene Wohnung, doch der Kunstkritiker Robert Hughes bietet ihr seinen Dachboden als Bleibe und ein gewisser Philip Glass sein Kellerstudio für ihren Buchla an. Ciani sagte später über diese chaotischen Jahre: „Ich war obdachlos und glücklich!“
Als Ciani 1976 das Stipendium des National Endowment for the Arts erhält, ist ihre künstlerische Existenz in NYC zunächst gesichert. Doch die 1970er-Jahre waren noch nicht bereit für eine avantgardistische Frau, die mit modularen Synthesizern experimentierte. Von der männerdominierten Musikindustrie ignoriert, betrachtet auch die akademische Welt ihre visionäre Arbeit mit misogyner Skepsis: Männliche Kollegen halten sie für eine attraktive Kuriosität, die man nicht wirklich ernst nimmt.
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Quadrophonie für weite Räume
Suzanne Ciani geht unbeirrt ihren eigenen künstlerischen Weg. Mit den Buchla Concerts, ihren ersten Live-Performances Anfang der 1970er-Jahre im San Francisco Art Institute, erschafft die Klangkünstlerin atmosphärische, generative Klanglandschaften mit unvorhersehbaren Metamorphosen. Sie manipuliert Schwingungsformen in Echtzeit und erschafft eine lebendige, atmende Musik.
Um ihren organischen Klängen mehr Raum zu geben, nutzt sie Quadrophonie, die zu ihrem Markenzeichen wird. Dieses technische Verfahren, eine Form der Mehrkanal-Aufzeichnung und -Wiedergabe, war die Vorläufertechnik der heutigen Dolby-Surround-Technik.
Das eigene Business
Auch als Geschäftsfrau startet die kluge Ciani durch. Mit ihrem intuitiven Gespür für Innovation erkennt sie ihre lukrative Nische im Klang-Design und gründet 1974 ihre eigene Firma, Ciani/Musica. Sie beginnt, Geräusche für Werbespots zu kreieren und holt die futuristischen Klänge des Buchla ins kommerzielle Radio und Fernsehen.
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The Sound of Coca-Cola
Top Brands wie Coca-Cola, AT&T, General Electric und Merrill Lynch – alle wollen plötzlich ihre Klangkreationen. Für Coca-Cola kreiert Ciani einen Sound mit ihrem Buchla 200, der ihr weltweite Anerkennung bringen wird: der „Pop and Pour“-Soundeffekt, der das Geräusch einer sich öffnenden Flasche und einer kristallklar sprudelnden Brause simuliert. Ein echter Signature-Sound, der über 10 Jahre in jeder Coca-Cola-Werbung rund um den Globus zu hören ist.
Xenon – der Flipperautomat mit Cianis Stimme
Es entstehen zahlreiche Auftragsarbeiten, darunter Soundeffekte für Spiele wie Mego von Atari. Eine bahnbrechende Innovation war ihr Sounddesign für einen der ersten sprechenden Flipperautomaten, Xenon, für den sie 1980 – als erste Frau – ihre Stimme einsetzt und mit einen von Harald Bode modifizierten Vocoder verfremdet. Ciani nannte das System zu Stimmbearbeitung „Voice Box“, das aus Kompressoren, Vocoder und Equalizern bestand.
Hello Hollywood!
Die produktiven Jahre in New York sind für Ciani eine paradoxe Zeit. Während ihre Kunstmusik bislang weitestgehend unbeachtet bleibt, werden ihre kommerziellen Kompositionen millionenfach gehört. Doch niemand wusste, wer dahintersteckt. Ciani initiiert eine musikästhetische Revolution und bleibt unsichtbar.
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Das ändert sich Anfang der 1980er-Jahre, als Hollywood auf die Sound-Künstlerin aufmerksam wird. Universal beauftragt Suzanne Ciani mit der Filmmusik für The Incredible Shrinking Woman (1981). Als erste Frau überhaupt komponiert sie alleine den kompletten Soundtrack.
Auch mit ihrer eigenen Musik surft Ciani endlich auf der Welle des Erfolgs. Ihr Album Seven Waves (1982) wird als Meilenstein gefeiert und millionenfach verkauft.
Bye, bye Buchla
Mitte der 1980er-Jahre vollzieht Ciani einen künstlerischen Wandel. Erschöpft von ihrer Arbeit als kommerzielle Sounddesignerin und von der Schlagzahl New Yorks, sucht Ciani nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen.
1992 kehrt sie New York endgültig den Rücken und zieht zurück an die kalifornische Küste in eine von der Natur inspirierten Umgebung.
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Auf der New-Age-Welle
Der Cut in ihrem Leben war radikal. Denn mit ihrem Umzug nach Kalifornien stellt Ciani auch ihren einst so geliebten Buchla-Synthesizer zur Seite und konzentriert sich auf akustische, melodische Musik und ihre New-Age-Alben, in denen nun oft ihr Klavierspiel im Vordergrund steht.
Inspiriert von den Rhythmen des Ozeans, produziert Ciani einige Alben im Stil des New-Age, darunter Neverland (1988) und History of My Heart (1989). Insgesamt fünf Mal wird sie bei den Grammy Awards für das beste New Age Album nominiert.
Brian Eno und Aphex Twin
Ihre New-Age-Alben kommen jedoch nicht bei allen gut an und werden von manchen Kritikern als zu „kommerziell“ oder „oberflächlich“ abgetan. Doch die Zeit gibt ihrem Werk recht. Mit ihrer meditativen, elektronischen Musik bringt Suzanne Ciani Millionen von Hörern eine neue Form des Klangs näher und beweist, dass elektronische Musik nicht nur für Parties oder verkopfte Experimente gedacht war.
Ihre Musik beeinflusst Ambient-Musiker von Brian Eno bis Aphex Twin, die die Bedeutung von Cianis Arbeiten hervorhoben und sie als Inspiration nannten.
Back to the Roots
1990 besinnt sich Ciani ihrer klassischen Roots und nimmt erstmals ein Soloklavier-Album auf, Pianissimo. Und obwohl sie elektronische Musik stets in den Vordergrund stellt, gehört dieses Album zu ihrem meistverkauften. 1992 beendet Ciani jedoch ihren Vertrag mit dem US-amerikanischen Indie-Label Private Music – einst von Ex-Tangerine Dream Mitglied Peter Baumann gegründet – mit der Kompilation The Private Music of Suzanne Ciani.
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Den ersten Ehemann aus dem Keller geholt
Jahrzehnte lang verstaubt „ihr erster Ehemann“, wie Suzanne Ciani ihren Buchla liebevoll nennt, im Keller. Bis der Modular-Synthesizer 2016 eine Renaissance erlebt: Am 5. März 2016 spielt Ciani im Gray Area in San Francisco nach 40 Jahren Pause ihr erstes Konzert auf ihrem alten Buchla, das sie 2018 auf ihrem Live-Album Quadraphonic veröffentlicht.
Das Vermächtnis der Visionärin
Suzanne Ciani ist Wegbereiterin eines abstrakt-musikalischen Denkens und Pionierin der experimentellen elektronischen Musik. Ihr umfangreiches Werk ist heute aktueller denn je ist. Sie veröffentlicht Alben, spielt ausverkaufte Konzerte, inspiriert Musikschaffende in aller Welt.
Zu Beginn ihres klangsynthetischen Schaffens in den 1960er-Jahren war elektronische Musik nur eine Randnotiz, die allenfalls in akademischen Labors stattfand. Ciani befreite die verkopfte elektronische Musik aus dem Labor und integrierte sie in den Alltag der Menschen. Ihr Leben ist ein Beweis dafür, dass die größten Innovationen oft dort entstehen, wo Technologie und Kunst aufeinandertreffen.
Just my two cents …
Als female Synthesist liegt mir Suzanne Ciani besonders am Her(t)z, weil sie die Erste war, die Technologie in menschliche Gefühle übersetzte. Wo die einen nur Schaltkreise sahen, hörte Ciani Melodien. Wo die anderen nur Geräusche wahrnahmen, fand Ciani Emotionen. Sie beweist, dass es bei der Musik nicht um Tasten oder Frequenzen geht, sondern um die Gefühle, die sie in uns auslöst. Damit ist Suzanne Ciani meine geistige Mutter, because I always want my machines to breathe …
































Da sind viele Infos die ich noch nicht kannte, toller Beitrag mit einem schönen Schlusswort :)
Ganz vorne dabei – in der Top Ten der faszinierenden und prägenden Menschen der elektronischen Musik. In ihrem Schaffen über Jahrzehnte bis heute beeindruckend.
Ich hoffe sehr, dass sie uns noch lange erhalten bleibt!
Wow (mit Echo)! Was für ein großartiger Artikel über eine großartige Frau mit solch großartiger Musik! Ich kannte Suzanne Ciani gar nicht (vielleicht ihren Namen mal gelesen oder so) – danke für das Schließen meiner Bildungslücke – und das Eröffnen eines solchen Klangkosmos!
Sympathische Person obendrein, wie mir scheinen will – und, Witz am Rande, ihr Buchla-Cockpit ist das erste Setup mit mehr Kabelsalat als meine Heimstudio-Steckleiste bietet, über die sich schon so manche Besucher:innen erheiterten! Wobei Ciani echt in einer anderen Liga schafft, als ich aus meinem Studio (oder ganzem Leben) bislang holte – da muss ich mich aber ranhalten (grins)! Obzwar musikalisch ganz anders unterwegs – ist das hier eine echte Mega-Inspiration für mich. Mich hat es gerade seelisch erfasst. Dieses Buchla-goes-Ozean-Ding – und Cianis völlige „Trendimmunität“ ein ganzes wildes Schaffensleben hindurch: Jepp, da hab ich ein neues Vorbild!
Außerdem saugut geschrieben, der Artikel. Hut ab, das katapultiert mein Lieblingsmagazin in einen unerwarteten Bereich: für Überraschung gut, jenseits von allem Gewohnten und jeglicher Gewöhnlichkeit. Ah ja, es gibt ein Wort dafür: hervorragend. In jeder Hinsicht. Das reiche ich weiter!
@Eibensang Danke für die Blumen, freut mich sehr, dass dir mein Artikel gefällt. Und noch mehr freut es mich, dass die großartige Suzanne Ciani mit dir einen neuen, wertschätzenden Fan gewonnen hat. Oszillierende Grüße aus Wien! Lina
tolle inspirierende Frau!
den Auftritte bei Letterman finde ich sehr gut!
hierzulande (oder bei u50?) leider nicht so bekannt.
hab erst vor einigen Jahren das erste Mal von ihr gehört in synthforen.
„verkopfte Experimente gedacht war.
Ihre Musik beeinflusst Ambient-Musiker von Brian Eno bis Aphex Twin, die die Bedeutung von Cianis Arbeiten hervorhoben und sie als Inspiration nannten.“
Jetzt weiß ich endlich, wie nicht verkopfte Experimente klingen, auch zeitlich passt da für mich einiges nicht zusammen.
Bezieht sich auf den Artikel, nicht auf ihre unbestreitbaren Verdienste.
schönes Feature, gut geschrieben. Ja, ich finde auch, dass Gefühle das eigentlich Besondere bei vielen Elektronikmusikern darstellen, wenn quasi die kalte Technik warm wird. Das passiert vermutlich bei Female Artists oft, aber nicht immer. Das fasziniert mich auch bei Kraftwerk viel mehr als das ganze Technik-Nerding, auch wenn Letzteres eine schöne Beschäftigung darstellen kann.
@Heiner Kruse (TGM) ja, die haben schon Anfang der 80er im btx getindert.
😄🤘 waren toll letztes Jahr in Wien.
glaub einen Amazoner hab ich entdeckt.
keine amazone. 😄
@Heiner Kruse (TGM) Danke, Heiner. Freut mich, dass dir mein Artikel gefällt. Oszillierende Grüße aus Wien von der Amazone 😎
Einmal Her(t)z hätte gereicht.
@Mac Abre everybody Hertz wussten schon Air und REM. 😄
@Numitron 😁👍
Ich habe Suzanne Ciani in den 90ern life auf einem KLEM Tag in den Niederlanden am Flügel gehört. Sie ist eine tolle Pianistin. Entsprechend gibt es auch 3 Alben mit dem Titel ‚Pianissimo‘.
Im Oktober gibt sie Konzerte in Köln und Berlin, in Köln leider am gleichen Tag wie Hans Zimmer :(
Tja, beides geht leider nicht.
Ein interessanter Artikel, der sich sehr schön liest, vielen Dank…allerdings wurde ein wichtiger Aspekt von Suzanne Cianis Karriere ausgelassen. Ihr Album Seven Waves erschien 1982 in den USA bei Finnadar, einem neoklassischen Label, das von dem türkischen Komponisten İlhan Mimaroğlu gegründet wurde. Finnadar war ein Sublabel von Atlantic Records unter der Leitung der Ertegün-Brüder und diente Mimaroğlu als kreative Spielwiese, auf der unter anderem Werke von Stockhausen, John Cage sowie seine eigenen Kompositionen veröffentlicht wurden. Die Verbindung zu Mimaroğlu ist besonders relevant, da er als einer der Pioniere der elektronischen Musik eine zentrale Rolle bei der Veröffentlichung von Cianis Werk spielte. Gerade in einer Zeit, in der nur wenige Frauen in diesem Bereich sichtbar waren, war seine Unterstützung von großer Bedeutung und sollte nicht unerwähnt bleiben. Dieser Aspekt wird übrigens auch in nahezu jedem Interview mit Ciani thematisiert.
Ein Artikel über eine hervorragende Künstlerin könnte so interessant sein — wären da nicht diese ständigen Sexismus-Sticheleien drin gewesen. Vollkommen unnötig, machen den ganzen Artikel unerträglich. So wie ich Susanne Ciani immer wahrgenommen habe, war sie vor allem in früheren Jahren ein eher im besten Sinne bunter Vogel und ist nach wie vor ein sehr umgänglicher Mensch mit Humor, niemals eine Emanze.