Praxisreport: E-Mu Emax 1 Sampler und sein Soundpotential

6. Juni 2021

Vintagesampler der besonderen Art

Vorwort der Redaktion:
Hin und wieder kommt es vor, dass wir außergewöhnliche Leserbeiträge nicht in der Community-Redaktion platzieren, sondern direkt hier auf der Startseite an oberster Stelle. Der Beitrag von „Der_Brechreiz“ ist genau so ein Beitrag, der eine Top-Platzierung wirklich verdient hat. Viel Spaß damit und noch einen schönen Sonntag!

E-Mu SP-1200 oder Emax I?

Zugegeben, ich wollte keinen Emax haben. Nein, mein erklärtes Ziel war der Erwerb einer E-Mu Sp1200, der Drum/Sampler/Sequencer die Legende schlechthin. Leider stimmten meine Budgetvorstellungen nicht mit den realen Gebrauchtpreisen überein. In meiner jugendlichen Naivität sollte der Emax in Kombination mit einer MPC ein adäquater Ersatz darstellen, sozusagen als Plan B. In meiner Vorstellung war die Akai MPC für das Sequencing zuständig und der Emax für den Sound. Gewissermaßen als ultimative Combo und damit als erschwingliche Alternative zur superteuren SP1200 . Klar, denn der Emax besteht ja aus ähnlichen Zutaten also müssten diese beiden doch schließlich gleich klingen oder ?? Ich war jung und hatte nicht das Geld!!. Mit den Jahren lernte ich, dass  es soundtechnisch sehr wohl einen Unterschied zwischen dem Emax und der SP1200 gibt.

Emu Emax Rack

Eingeklemmt zwischen Sp606 und Minibrute

Doch beginnen wir unsere Reise mit dem Anfang der Geschichte des Emax Samplers:

Mit der Emulator Reihe brachte E-mu die Preise von Samplern zum purzeln. Musste man anfangs für einen Sampler sein Haus verpfänden, reichte für den Emulator bereits der Wagen.

Der Nachfolger, der Emulator II wurde von Stevie Wonder bis Depeche Mode eingesetzt. Der Auftritt in Kinofilmen (Ferris macht blau) verhalfen dem E-MU Emulator II zusätzlich zur Berühmtheit.

Mit einer low-cost Variante seines erfolgreichen Emulator II, wollte E-MU den Sampler Markt weiter nach „unten“ öffnen. Die Basis dafür sollte ein von Dave Rossum neu designter Chip sein, dem sogenannten E-Chip. Im Jahre 1986 kam der E-MU EMAX als Keyboard sowie als Rackvariante auf den Markt. Dafür musste man damals in den Staaten 2995$ für das Keyboard und 2695$ für das Rack hinblättern.

Ein Jahr später folgte der EMAX HD mit einer sage und schreibe 20 MB Festplatte (3995 $).

1988 brachte E-MU die SE Variante auf dem Markt welches sich nur durch die Einführung eines aufgebohrten Betriebssystem unterschied (Spectrum Synth /Transform Multi).

Anfang 1989 folgte noch eine weitere Revision mit SCSI, bis dann Ende 1989 die Produktion des Emax eingestellt wurde. Insgesamt konnten EMU über 3000 Stück verkaufen.

Zugegeben, ich wollte keinen Emax haben. Nein, mein erklärtes Ziel war der Erwerb einer Sp1200, der Drum/Sampler/Sequencer die Legende schlechthin. Leider stimmten meine Budgetvorstellungen nicht mit den realen Gebrauchtpreisen überein. In meiner jugendlichen Naivität sollte der Emax in Kombination mit einer MPC ein adäquater Ersatz darstellen, sozusagen als Plan B. In meiner Vorstellung war die Akai MPC für das Sequencing zuständig und der Emax für den Sound. Gewissermaßen als ultimative Combo und damit als erschwingliche Alternative zur superteuren SP1200 . Klar, denn der Emax besteht ja aus ähnlichen Zutaten also müssten diese beiden doch schließlich gleich klingen oder ?? Ich war jung und hatte nicht das Geld!!. Mit den Jahren lernte ich, dass  es soundtechnisch sehr wohl einen Unterschied zwischen dem Emax und der SP1200 gibt.

Dass die Leute von Emu Humor besitzen, beweist nicht nur der Aufkleber
„Do not drop Pinguins onto this unit“, sondern auch die Bird Run Funktion, welches einen Vogel quer über das Display laufen lässt

E-mu Emax Bird Run

Eigenschaften des E-Mu Emax Samplers

Der Emax ist ein 12 Bit Sampler mit 8 Stimmen. Jede Stimme davon mit einem 24db analogen Tiefpassfilter des Typus SSM2047 und unglaubliche 512 KB RAM. Diese 512 KB werden durch 3,5 Zoll DD Disketten gefüttert.

Kinder, falls ihr nicht wisst wie das funktioniert, keine Angst, die Emu Emax Anleitung hilft !

Der Umgang sowie das Einlegen von Disketten wird in der Anleitung bildlich und Schritt für Schritt dargestellt. Das Betriebssystem lädt der Emu Emax übrigens von Diskette. Der Speicher lässt sich nicht erweitern.

Der Emax samplet in Mono mit einer variablen Samplerate in folgenden Optionen: 10KhZ (max bis zu 52 Sek) 16KhZ (33.5 SEK) 20 kHz (26 Sek) 28 kHz (18.8 Sek) 31 khz (16.6 Sek) bis 42khz (max 12.4 Sek).

Es können bis zu 2 Samples gelayert werden zu einer Voice.

Zudem besitzt er noch 2 AHDSR Hüllkurven, jeweils für VCA und Filter.

Ein Analoger Chorus ist auch an Board, ebenso ein recht umfangreicher Arpeggiator und ein spärlicher Sequenzer.

Die Fassade

Das Rack besteht aus einem massiven Metallgehäuse. Die Rückseite wird mit jeweils 8 Ausgängen, einem Sample Input, Midi in + Out (SCSI in der letzte Version) und Pedal Inputs geschmückt. Auf der Vorderseite befindet sich 2 Slider, Ein- und Ausschalter sowie 30 Buttons und ein zweizeiliges Display. Die beiden Fader sind etwas schwabbelig, die Buttons sind aber einwandfrei und ich würde  ihnen trotzdem ein „Build to Last“ Prädikat ausstellen.

Auf der rechten Seite sind sämtliche Funktionen und Untermenüs aufgedruckt, sozusagen eine Anleitung, zum Betrieb des Emax. Wer etwas Sampleerfahrung mitbringt kann gleich loslegen.

Es gibt übrigens noch die seltene Baldwin Version,  eine Variante des Emax. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Frontseite blank ist und das macht die Bedienung ungemein komplizierter.

Für eine lowcost Ausstattung bisher ziemlich positiv.

Übersicht der Module

Der E-Mu Emax in der Praxis / DAS PANEL

Der interne Aufbau des Emax ist in Modulen getrennt : Master, Sequencer, Digital Processing, Analog Processing und Presetmanagment. Dabei ist jedem Modul jeweils ein Button zugeordnet, welches zu einem weiteren Untermenü führt.

Für ein bessere Verständnis, möchte ich an Hand eines Beispiels erklären erklären, wie der Emax funktioniert:

Nehmen wir mal an, wir möchten samplen. Dazu drücken wir den Button am Modul „Sampling“ , um in den Samplingprozess zu  kommen. Mit dem Slider und dem numerischen Tastenfeld können wir die einzelnen Punkte aufrufen. Diese sind so aufgebaut, dass man sich von vorne nach hinten „arbeiten“ muss.   In diesem Fall erfolgt als erstes die Einstellung der Lautstärke des Sampleeingangs (Maximal 40 db Verstärkung). Menüpunkt 2 ist das Sampleplacing, welches die Platzierung des Samples auf dem Keyboard bestimmt. 

Anschließend bestimmen wir noch Samplerate (10-42khz) und eventuelle Dauer des Sampling, sprich wie lang soll er samplen. Nun können wir den Sampler schon „scharf“ schalten. Auf Wunsch könnten wir noch ein  Threadholdwert festlegen oder in sofort loslegen lassen.

Frisch gesamplet doch was nun ?

Das Sample wird wie damals üblich, nach Gehör geschnitten.  Ein weiteres Samples  kann hinzu geschichtet werden, welches der Emax als Voice zusammenfasst.

Zur weiteren Bearbeitung steht das Digital Processing Modul zur Verfügung.

Hier kann man seine  Samples trimmen,  loopen , ein und aus faden, sowie die Möglichkeit 2 Samples miteinander zu crossfades!! Das ist, wie ich persönlich finde, eine ziemliche Besonderheit, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Sampler der „DACIA“ Klasse handelt.

Das reicht nicht ? Mit dem von Emu als „Digital Effekte“ betitelt Funktion lässt sich die Samplerate  ändern, das bedeutet das Sample umkehren oder die Tonhöhe verändern.

Hier verstecken  sich auch die TRANSFORM MULTILPLICATION, sowie der SPECTRUM SYNTH des SE Betriebssystems.

Transform Multiplikation

Beim Transform Multiplication werden 2 Samples zu einem Sample miteinander kombiniert. Dabei werden laut Anleitung die gängigsten Frequenzen der Ursprungssamples in einem neuen Sample abgebildet. Das hört sich ziemlich spannend an, doch beim praktischem Selbstversuch  erfolgt prompt die Ernüchterung. Erstens die Samples dürfen insgesamt nicht größer als 32Kbit sein und zweitens dauert die Wandlung je nach Größe 20-40 Minuten.

Der Spectrumsynth des Emax

Was hier nach NASAtechnik klingt, oder wer wie ich die Vorstellung hatte, dass der Emax sich zu einem vollwertigen Synthesizer verwandelt, der wird innerhalb kürzester Zeit geerdet. Es handelt sich hierbei um additiven Synthese, doch leider ist die Editierbarkeit doch etwas umständlich gestaltet.

Schreiten wir doch weiter zum  Analog Processing Modul, welches die Kontrolle über die Filter, den LFO und den Chorus beheimatet.

Der Filter löst den Cutoff in  120 Schritten auf und die Resonanz in 99 Schritten. Es handelt sich hier um einen 24 db SSM2047 Tiefpassfilter. Leider  kann man ihn nicht auf 12 db runter schalten.

Der LFO kann „nur“ Dreieck, aber beinhaltet eine zusätzliche Option, welches das Dreieck noch moduliert. Der LFO kann den Filtercutoff, VCA, Pitch dazu das Panning modulieren.

In dieser Sektion wird es etwas anstrengend, denn das Einstellen der AHDSR Hüllkurve ist mit einem  hin und her wechseln zwischen den Untermenüs unter Zuhilfenahme eines einzelnen Faders verbunden.

Hier ebbt der Spaß etwas ab…

Der Chorus hat nur eine On und OFF Funktion.

Der Arpeggiator ist, wie schon anfangs erwähnt, erstaunlich umfangreich. Man kann nicht nur das übliche hoch und runter Geleier, sondern auch dieses innerhalb harmonischer Intervalle einstellen.

Der Sequencer ist eher als Scratchpad gedacht. Ich muss auch gestehen, dass ich ihn am Anfang kurz ausprobiert habe und dann schnell dazu übergegangen bin, den Emax von außen (DAW/MPC) anzusteuern. 

Bezüglich externes Ansteuern: wenn man alle 8 Stimmen in schneller Abfolge, wie das in einem Drumloop der Fall sein kann, dann kommt es schon mal vor, dass der Emax etwas überfordert reagiert und er leichte Latenzen aufweist. Ein findiger Verkäufer würde diese „Schwäche“ als eigenständigen Swing, bzw. Groove verkaufen.

Kling Klang

Wie klingt er denn?

Klang zu beschreiben  ist wie Kunst zu interpretieren und fällt mir, ehrlich gesagt ziemlich schwer, denn jeder hat seine eigene Wahrnehmung und Empfindung von Sound. Das sieht man auch an den ewigen Dauerdebatten von Analog Vs Digital.

Kann ein Sampler überhaupt einen eigenen Klang haben?

Die Antwort lautet „Yes, he can“.

Mit einer Samplerate von 42 Khz klingt er noch erstaunlich sauber, doch dieser Zustand ändert sich mit abfallender Samplerate. Die Filter klingen, man möge mir meine blasphemische Aussage verzeihen, sehr weichgreifend und „wohlfühlend?“, wie ich sie bisher nur beim Deepmind 12 erlebt habe.

Mein Favorit ist übrigens ein im Emax übersteuerter gesampleter Drumloop, in niedriger Samplerate…

Auch der Chorus drückt dem Sample seinen Charakter auf, aber Achtung, es treibt den Rauschpegel nach oben! Okay, in Zeiten von „cleanen“ VSTI, kann man sich doch hier und da eine berauschende Spur gönnen.

Im Alltag sample ich gerne Pads aus meiner Ultranova und unterlege sie mit dem Emax Chorus. Es ist kein Chorus, der das Sample ertränkt, sondern eher klangfärbend prägt, welches dem Pad noch eine Spur Lebendigkeit verleiht.

Was noch bleibt

Leider Ist das Diskettenlaufwerk eines der Schwachstellen des Emax, da es sich um einen „exotischen“ Typ 3,5 Laufwerk handelt, welches nicht sehr weit verbreitet ist.  Es gibt heutzutage SD Karten Laufwerke, mit dem ihr das Diskettenlaufwerk ersetzten könnt. In meinen Emax habe ich auf laienhafte Art und Weise das SD –Laufwerk von  Lotharek ein – äh draufgebaut, wie man an meinem Rack unschwer erkennen kann.  Ansonsten hatte ich bisher keine Probleme.

Wer sich einen Eindruck über die Emax Libary verschaffen möchte, der steuert am besten die Webseite von Herrman Seib an. Hier findet man von Piano über Rock Drums bis zu FX und Synth Patches einiges an Factory Banks. Die Bänke enthalten meistens auch ein kleines Arrangement, welches in der Regel  das 80er Fever aufflammen lässt.

Seit ein paar Jahren gibt es auch ein kleines Helferlein für den Windows Rechner, mit dem Namen EMXP, welches stetig weiterentwickelt wird. Es wirkt auf den ersten Blick etwas altbacken (Erinnert an MS-DOS Zeiten), doch birgt es erstaunliche Fähigkeiten, wie z.B.  Akai s1000 Samples in Emax Format konvertieren. Auch  Samples anordnen und managen oder  per Midi übertragen geht. Das HxC Floppy Emulator Format wird übrigens auch supportet.

EMXP ist  Freeware aber Donationen sind willkommen und das sollten sie auch!

Zu den Audiofiles: Ich habe bewusst darauf verzichtet, große Arrangements zu erstellen und versucht mit praktischen Anwendungsbeispielen, den „EMU EMAX“ Sound rüberzubringen.

Zusätzlich sind noch ein paar Factory Tracks aus der Emax Libary dabei.

Fazit

Der Emax hat sich im Laufe der Jahre bei mir vom einfachen Sampler bzw Resampler zum vielfältigen Soundwerkzeug entwickelt. Sounds (übersteuert) Samplen, Samples mit Filter bearbeiten, pitchen und 80er Sounds abfeuern. Die analogen Filter, der etwas rauschige Chorus, verpackt in 12 Bit samt variabler Samplerate, machen den Emax zu einem Sahnestückchen. Für ihn spricht auch die einfache Handhabung, trotz nur „einem“aktiven Sliders. Im Gegensatz zu seinem älteren und größeren Geschwistern ist er auch noch recht preiswert zu haben.

Doch wechseln wir nun zum rationalen Teil des Fazits.

Braucht man einen Emax in Zeiten, in der jede Daw ein Samplereducer Plugin als Standardausstattung mit sich bringt? Mit dem genialen Tal Sampler oder D16 Decimort, hat man 2 sehr gut klingende Alternativen. Ich muss auch gestehen, dass ich mich regelmäßig dabei erwische, einfach aus Faulheit, den Vstweg zu beschreiten. Der Emu Emax ist in meinen Augen ein robuster & pflegeleichter Vintagesampler mit einfacher Handhabung und einem „eigenen“ Klang

Plus

  • einfacher und halbwegs preiswerter Vintagesampler mit analogen Filtern
  • ziemlich robust

Minus

  • exotisches Diskettenlaufwerk
  • lofi Werkzeuge bringt jede DAW mittlerweile mit.

Preis

  • 400€-600€
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Lensman  

    Geile Soundbeispiele!!! Jetzt muss ich mich echt auch mal nach so einem Teil umsehen. Danke auch dafür.

  2. Profilbild
    Linus  

    Tolles Gerät!! Kann mich noch genau erinnern als unser Keyboarder, seine E-MU Geräte, da drunter war auch dieses, in den Proberaum schleppte.
    Das war so 1991.
    Als Depesche Mode Fan, waren das für ihn Pflicht-Geräte.

  3. Profilbild
    fanatic  

    „…… Braucht man einen Emax in Zeiten, in der jede Daw …………..“
    Brauchen ist ein krasses Wort. Wenn ich mich hier umsehe und realistisch den Kosten-Nutzen-Faktor bemühe wird es haarig. Klar geht heut das Meisste schon mit DAW onboard-Mitteln, aber will man das? Ich habe mir ein klares Plugin-Verbot erteilt um meine Hardware so oft zu Nutzen wie möglich. Gibt mir ein gutes Gefühl, macht verdammt Spass und darum geht es doch.

    Sympathischer Bericht.

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      > […] Ich habe mir ein klares Plugin-Verbot erteilt um meine Hardware so oft zu Nutzen wie möglich. […]

      Das ist ziemlich geil. Echt, Hut ab. Ich habe letztens einen Mehrkanal-Track mit nur einem »Roland JV-1080« gemacht und das war doch schon deutlich umständlicher als mit PlugIns. Inklusive Entrauschen der Einzelspuren. Auf der anderen Seite hat das auch schon Laune gemacht, den mal wieder im Einsatz zu haben.

      Ich habe hier noch weitere Schätzchen herumstehen, die mich immer sehr traurig ansehen: »Korg EX-8000«, »EMU UltraProteus«, mein »Casio VZ-10M« und ein »Korg MS-2000R« sowie ein »Waldorf Pulse«. Müssen alle mal wieder eingesetzt werden.

      • Profilbild
        fanatic  

        Henrik, das Schlimmste ist diese unterschwellige Unsicherheit, ob es wirklich so schlau ist so zu arbeiten…. Von wegen Zeiteffiziens, entrauschen usw. Ausserdem hören meine alten und zerballerten Öhrchen nur selten einen Unterschied zwischen z.B Roland Cloud oder Hardware…andererseits klingen meine drumsamples aus dem ensoniq definitiv druckvoller als aus dem logic-sampler.;)
        Nun ja, ich gehe einfach nach Gefühl. Wäre ich jung und hätte nicht diesen hardwarebackground würd ich sicher Mac-only arbeiten. Aber so, der Kram steht hier, who cares, let‘s go!

  4. Profilbild
    Holden  AHU

    Hi Brechreiz! :) Toller Artikel und Hut ab daß du dieses Ding tatsächlich noch nutzt. Ist nicht lange her da hatte ich mir in einem Anflug von Nostalgie wieder einen ASR-10 hingestellt. Nach einem Monat, Werk-CD’s waren wieder organisiert, SCSI2SD unerfolgreich installiert (hatte aber noch eine HP SCSI-Platte), stand alles wieder. Nach etwas Spaß, der ASR ist wirklich toll, stöpselte ich mein altes iPad ins Interface und prompt hatte ich über den Headphone-Anschluß etliche interessante Sounds im Ableton-Sampler. Ich schaute anschließend zum ASR und verkaufte ihn wenig später wieder. Einer dieser Momente wo infolge auch viele andere Sachen bei Ebay gelandet sind. Nun ist sogar Platz für dekorative Instrumente die ich nicht spielen kann oder schön aber defekt sind. Die inspirieren mich über Anschauung aber Strom muss dafür keiner mehr fliessen. Aber……, jedem Tierchen sein Pläsierchen! ;)

    • Profilbild
      fanatic  

      Deinem letzten Satz stimme ich vollumfänglich zu. Ich ernte verstörte Blicke wenn mein dss-1 den Ladevorgang einer Diskette startet (knaaaaaaak-ratt-rattatattaaaaa) aber weisst du was? Ich geniesse das

  5. Profilbild
    swissdoc  RED

    Der Chorus ist übrigens kein analoger Chorus auf Basis von BBDs, sondern es wird einfach das Sample doppelt und leicht verstimmt abgespielt. Sieht man im Service Manual und steht so auch im Handbuch.

  6. Profilbild
    Herr_Melin  

    Sehr schön geschrieben! Ich mag diesen subjektiven Blick auf die Dinge. Ja, ich glaube, jeder kennt das Gefühl, sich aus pekuniären Gründen für günstig-Gear entscheiden zu müssen und sich trotzdem wie Martin Gore zu fühlen – das hast Du gut eingefangen.

    Bei mir waren das ein Poly-800 statt Polysix und SY-22 statt -77. Trotzdem tanzten die Finger! Und wenn man die Geräte gut durchdringt, kann man da tatsächlich oft noch erstaunliche Dinge rausholen – mir haben besonders Deine Additiv-Beispiele gefallen!

    Jetzt noch den doppelten ersten Absatz raus und alles ist super!

  7. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Sehr unterhaltsam und auch informativ; vielleicht kann ich mich ja noch irgendwann dazu aufraffen, etwas über meinen geliebten Mirage zu schreiben…

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