Praxistest: Yamaha Genos, Digital Music Workstation

Assignable

In dem Menü nehmt ihr eure eigenen Einstellungen vor unter anderem für die Home Shortcuts auf dem Homepage Display, wie bereits weiter oben angedeutet.

Hier könnt ihr dann eure eigenen Direktzugriffe auch für die bis zu 3 angeschlossenen Pedale, die 6 Assignable-Buttons rechts vom Display und auch für den über den 3 Articulation-Tastern befindlichen „Rotary Sp/Assignable-Taster nach eigenen Vorstellungen festlegen.

Und was ich auch sehr gut finde, geht ihr oben rechts auf „Menü“, dann könnt ihr in dem sich öffnenden Fenster sogar die Polarität eurer angeschlossenen Pedale einstellen. Wichtig gerade für Leute, die unter Umständen Pedale verwenden, die nicht für Yamaha Keys gedacht sind.

Panel Lock

Sehr gut, denn hier kann man das Keyboard gegen unbefugten Zugriff mit einem eigenen Code sperren. Kann ja sein, die lieben Kinderchen spielen mal dran rum und verstellen einem alles, was man gerade mühevoll gemacht hat. Oder aber auf einer Party, wenn man vielleicht gerade mal abwesend ist, kommt jemand, der schon einiges intus hat und denkt, er ist jetzt auch Musiker und will am Keyboard rumfummeln.

Demo

Ist klar, hier hat Yamaha natürlich auch wieder ein paar eindrucksvolle Demosongs, um einfach mal schnell zu hören, was denn das Keyboard so alles drauf hat.

Menü2

Menü2 stellt sich dann so dar und auch hier gehe ich jetzt mal auf einige deMenüs ein. Unschwer zu erkennen, jetzt geht’s schon mehr ans „Eingemachte“, denn hierist alles in Sachen Voice Edit, Style Creator, Song Recording etc. zu finden.

Voice Edit

Hier dürfen sich die Sound-Schrauber mehr oder weniger austoben und an Preset-Voices Änderungen nach eigenem Ermessen vornehmen. Dies dann als USR-Voice abgespeichert und fertig ist die Laube. Allerdings sind Änderungen an einer Voice nicht bis ins Detail möglich. Wer mehr will, muss den YEM (Yamaha Expansion Manager) bemühen.

Unter anderem gibt es ja seit Tyros 5 auch noch die Ensemble-Voices und natürlich hier am Genos auch in vermehrter Anzahl.

Klar, es soll auch Leute geben, die ab und an vielleicht auch mal selber eine solche erstellen wollen.

Möglich macht dies der Ensemble-Voice-Edit.

Um in diesen zu kommen, müsst ihr, bevor ihr in den Voice Edit geht, am Keyboard auch erst mal eine Ensemble-Voices auswählen. Habt ihr dies getan und geht dann in den Edit, stellt sich das Ganze dann optisch so dar:

Und auch hier finde ich die grafische Gestaltung beim Ensemble Edit sehr schön.

Im Voice-Edit ist dann auch unter anderem der Edit für die Insert-Effekte und ebenso für Chorus und Reverb der Voice zu finden.

Die grafische Darstellung der verschiedensten Effekte macht das natürlich auch ansehnlicher.

Natürlich gibt es auch einen Edit für die Zugriegel und auch hier gefällt mir die grafische Darstellung.

Um in diesen Edit zu kommen, einfach aus den Presets eine entsprechende Orgel auswählen und schon könnt ihr nach Herzenslust an den Zugriegeln schieben. In dem Falle geht das dann sofort über die 9 Slider.

Style Creator

Hier ist das Betätigungsfeld zum Austoben für die Style-Bastler. Egal, ob ihr einen Style ändern wollt, ob komplett neu erstelle, .euren eigenen Vorstellungen könnt ihr hier freien Lauf lassen.

Und auch hier wieder wie gehabt auch schon an den Tyrössern: die „Assembly-Funktion“. Hier ist es auch für völlig Unbedarfte möglich, einen neuen und eigenen Style zu kreieren.

Denn in diesem Menü könnt ihr aus allen vorhanden Styles einfach einzelnen Parts dieser Styles zu einem neuen Style zusammenstellen und braucht da nicht einmal die Tasten selber anzufassen.

Song Recording

Natürlich will man am auch mal selber etwas aufnehmen und dafür gibt es das Song-Recording.

Der Genos hat 2 Player/Recorder an Bord und hier könnt ihr dann nach Aufruf dieses Displays oder auch ganz direkt mit dem Taster „Recording“ links vom Touch-Screen eine Aufnahme starten.

Im darauf folgenden Fenster könnt ihr dann festlegen, ob es eine MIDI-Aufnahme im internen Sequencer oder auch eine Audioaufnahme werden soll.

Zu bemerken wäre hier: Der Player 1 ist für MIDI und Audio gedacht, Player 2 nur für Audioaufnahmen. Und vorher könnt ihr dann auch noch entscheiden, ob es ein „Quick Recording“ werden soll, bei dem dann alles, was ihr gerade spielt, aufgenommen wird oder aber ein Multi-Recording, bei dem ihr dann jeden Track einzeln hintereinander aufnehmen wollt.

Bei einem MIDI-Multi-Recording schaut’s dann erst mal so im Display aus.

Selbstverständlich könnt ihr hier dann auch noch Änderungen in Sachen Quantisieren, Mix etc. vornehmen. Auch ein Step-by-step Recording ist hier wie gehabt wieder möglich. Allerdings muss ich hier sagen, gestaltet sich das für mich irgendwie sehr umständlich. Aber okay, es funktioniert und das ist erst mal entscheidend.

Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Wow, das war ausführlich. Bei Keyboards wie dem Genos verschwimmen die Grenzen zur Workstation immer mehr; von „Tischhupen“ kann man hier wirklich nicht mehr sprechen. Es gibt auch viel kreativen Raum bei Styles und Sounds, nur einen Init.Sound wird man nicht finden. Das Teil ist sicher nicht nur für Tanz-Mucker geeignet…

    • Profilbild
      Musiker Lanze  RED

      stimmt…die Grenzen verschwinden immer mehr. Auch in Sachen moderne Sounds is der Genos gut bestückt bzw. kann man auch von easysounds nach kaufen. Dahingehend hat der Peter Krischker, den ich gut kenne, vor nicht all zu langer Zeit ein absolute gutes Sound Set für den Genos auf den Markt gebracht und das is sofort bei mir auf Platz 1 gelandet.

      Wer da mal lauschen will..hier die Demo dazu https://youtu.be/1glj6CMZZZo

      Die Knobs sind hervorragend geeignet um in Echtzeit an Parametern zu schrauben, was bisher meistens Workstations vorbehalten war. Ich bin immer wieder mehr als angetan von dem Genos und mag den nicht mehr her geben.

      Naja…Yamaha will ja unter anderem auch gerade mit dem Genos neue Zielgruppen erreichen und ich vermute mal, das könnt klappen.
      Auf jeden Fall is der Genos ein hervorragendes Key für den, der auch damit arbeiten will und der den nicht nur mit 08/15 Midifiles füttert. Dafür isser echt zu schade.

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