PreSonus stellt Version 5 der DAW Studio One vor

8. Juli 2020

Umfangreiche Live Performance- und Notations-Features

PreSonus stellt das Update 5.0 für die DAW Studio One vor. Viele der zahlreichen neuen Funktionen beziehen sich auf Live-Performance und Notation.

presonus studio one 5 daw

Studio One 5 besitzt eine leistungsstarke Live-Performance-Umgebung, mit der komplette Shows von einem einzigen Computer aus ausgeführt werden können. Die Show-Page kombiniert die Wiedergabe von Playbacks mit Patch-Management für virtuelle und reale Instrumente in einem einzigen Fenster. Studio One Song-Channel-Strips, Mixdowns und Patches für virtuelle Instrumente können direkt in eine Show exportiert werden. Setlist-Elemente können im laufenden Betrieb neu angeordnet und übersprungen werden. Mit einer Full Screen Perfomance-Ansicht, adaptiven Echtzeitsteuerungen und einer großen Pegelanzeige ist das Ausführen einer Show einfach und zuverlässig, unabhängig davon, ob Playbacks abgespielt, virtuelle Instrumente gesteuert oder Plugins als virtuelles Effekt-Rack ausführt werden, auch alles gleichzeitig.

Für Komponisten und Arrangeure gibt es eine neue Partituransicht. Basierend auf der Notion®-Musikkompositions- und Notationssoftware von PreSonus ist die neue Partituransicht einzeln oder als Begleitansicht neben der Klavier- und Drum-Ansicht verfügbar, sodass Noten wie gewohnt eingegeben, angezeigt und bearbeitet werden können. Die Partituransicht ist pro Spur verfügbar, sodass Noten in der Partiturenansicht auf einer Spur bearbeitet werden können, während auf anderen Spuren mit Klavier- oder Drum-Ansicht gearbeitet wird. Es können beliebig viele Titel gleichzeitig angezeigt werden. Noten können manuell, in Echtzeit oder im Step-Modus eingegeben werden. Mit einem Set von musikalischen Symbolen, das auch direkt die Wiedergabe steuert, lassen sich Funktionen wie Tremolos, Crescendos und mehr in Echtzeit eingeben und abhören.

In Version 5 wurden die Effekte umfassend überarbeitet. Es gibt neue Funktionen und Verbesserungen für viele Effekte sowie eine neue Benutzeroberfläche. Alle Dynamikeffekte verfügen jetzt über Sidechain-Eingänge und Plugins mit einer Filteroption haben jetzt auch das Filter zum Sidechain-Eingang hinzugefügt, wodurch es mehr Kontrolle über das Sidechain-Signal gibt und kein separates Filter mehr vorgeschaltet werden muss. Mehrere Plugins mit Drive-Parameter verfügen jetzt über eine State Space Modeled-Drive Stage für eine natürliche, analog klingende Sättigung. Das Pro EQ-Plugin bietet unter anderem ein lineares Low-Cut-Filter, eine Anzeige des Spektrums sowie Ein- und Ausgangsmeter mit einstellbarem Bereich und Peak-Anzeige. Ebenso wurden weitere Plugins in Klangqualität und Handhabung verbessert.

Die Mixer Scenes wurden erweitert. Man kann jetzt jederzeit Snapshots des gesamten Mixers aufnehmen und diese auf verschiedene Arten mit einer Reihe von Recall-Optionen abrufen. Das Abrufen lässt sich auch auf ausgewählte Kanäle einer Szene beschränken. Ein extra „Listen Bus“ gehört nun ebenfalls zum Studio One-Mixer, mit dem Solo-Signale über einen separaten Ausgangskanal überwacht werden können.

presonus studio one 5 mix

Zu den weiteren Neuheiten in Studio One 5 gehören auch die Gain Envelopes für Audioclips, die eine zusätzliche Ebene der Lautstärkeregelung bieten. Die Funktion eignet sich unter anderem zum Reparieren von Abschnitten in Audiospuren, ohne einen Dynamikprozessor einzusetzen.
Mit den Aux-Eingängen können jetzt externe Audioquellen direkt in den Mixer eingespeist werden, ohne dass eine zugehörige Spur erforderlich ist. Dies ist auch hilfreich für die Einbindung von Outboardequipment.

Mit Version 5 bietet Studio One Artist jetzt integrierte Unterstützung für VST- und AU-Plugins, ReWire und PreSonus ‚Studio One-Fernbedienungssoftware für iPad®- und Android®-Tablets. Diese Funktionen waren früher für Studio One Artist nur als separate Add-Ons verfügbar.

PreSonus Studio One 5 Professional ist ab sofort für einen Preis von 399,95 US-Dollar erhältlich. Updates von Studio One 4 Professional kosten 149,95 USD. Studio One 5 Artist ist ab sofort für 99,95 USD erhältlich. Updates von Version 4 kosten 49,95 USD. Weitere Upgrade- und Crossgrade-Optionen sowie Schulungspreise sind über den Handel oder direkt bei PreSonus zu erfragen. Studio One 5 Professional ist auch als Teil von PreSonus Sphere verfügbar.

Forum
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      Ralf

      Gieriger ALS. „Wie“ ginge nur, wenn sie genauso gierig wären; also „so gierig WIE Steinberg“. Sind sie Steinberg gegenüber gieriger oder aber weniger gierig, muss man „als“ nehmen; also „gieriger/weniger gierig ALS Steinberg“. Das ist so wie in der Mathematik: Das „Wie“ entspricht dem Gleichzeichen, während das „Als“ dem Größer- bzw. Kleiner-Zeichen entspricht. Also eigentlich ’ne klare und schöne Sache.

      Und ja: Wenigstens zum Teil muss man schon den Eindruck haben, Presonus sei gieriger als Steinberg, denn 150 Euro sind schon’n Brett; umso mehr, als das, wenn ich das richtig verstanden habe, dieser Preis völlig unabhängig vom Kaufdatum gilt – ich z.B. hab erst vor wenigen Wochen damit begonnen, mich (wieder) für Studio One zu interessieren, und es hätte sehr gut sein können, dass ich mir in genau der Phase das Programm auf dem Gebrauchtmarkt gekauft hätte. Wären andere Sachen nicht wichtiger gewesen als der Kauf einer Software, die ich in dem Moment auch nicht wirklich dringend brauchte, würd ich mich jetzt aber auch schwarzärgern!

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    Jens Barth  

    Mir ist völlig unklar, wie bei Showpage die Einbindung von Hardware – Controllern funktioniert. Und wie ich in einem Live – Setup unterschiedliche Patches mit mehreren Keyboards spiele, Sounds layere etc. Im Manual zu Studio One 5 steht nichts davon, verfügbare Videos zu Showpage sind im besten Fall Werbung.

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    Willemstrohm  AHU

    An mir zieht die 5er Version, wie auch schon zuvor die 4er, auf die ich dennoch updatete, vorbei. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Einbindung von Hardwaresynths, Livegedöns und Notation bzw. auf Komposition per klassischer Notation. Alles verständlich und relevant – für andere. Das letzte Highlight für mich findet sich in Version 3 mit dem Mix FX. Dass man ALLEN potentiellen Anwendern gerecht werden will, ist Fluch und Segen zugleich.

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      Fredi  

      Hallo Willemstrohm,

      Du schreibst:
      > Dass man ALLEN potentiellen Anwendern gerecht werden will, ist Fluch und Segen zugleich.

      Der DAW-Markt ist halt hart umkämpft, da wird das Feature des Konkurrenten auch eingebaut, damit man nicht ins Hintertreffen gerät.

      Wenn Du eine Software willst, die exakt auf DEINE Bedürfnisse zugeschnitten ist, dann musst Du sie selber programmieren. Dann kann alles überflüssige Fett weggeschnitten werden, und das Ding ist vermutlich relativ effizient und sehr schlank.

      Ich kenne jetzt Deinen Hintergrund nicht, aber das könnte eine Option für Dich sein, wenn PreSonus Dich seit längerem so schmählich im Stich lässt ;-)

      Gruß
      Fredi

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        Willemstrohm  AHU

        Soll ich diesen Mist ernsthaft kommentieren?

        Das, was ich da schildere, ist ein Problem für viele User etwaiger DAWs. Das erklärt auch, warum so Viele über kurz oder lang DAWs wechseln und nach schlankerer Software verlangen. Genau DAS war ein Erfolgsrezept von Studio One – eben, nicht überfrachtet zu sein, sondern, sich auf die relevanten Punkte zu beschränken. Schlank und schnell zu Ergebnissen zu kommen. Die frühen Versionen waren übersichtlich gehalten, mit Drag & Drop kam man schnell da hin, wo man auch hin wollte, ohne Umwege. Das Handling gestaltet sich mittlerweile zäher.

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          Fredi  

          Holla holla, warum so unfreundlich? Du scheinst offenbar nur Ironie zu vertragen, wenn sie von Dir kommt, oder?

          Diese Diskussion gibt es in vielen Kontexten. „Ich benutze nur 5% von Word, warum ist denn der ganze andere Scheiß drin?“. Nur leider hat eben jeder seine anderen 5%.

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            Willemstrohm  AHU

            Das sollte Ironie sein? Ich las da nur einen komplett sinnbefreiten Kommentar. Unfreundlich war an meiner Antwort übrigens nichts. Ich habe deinen Kommentar ziemlich genau dargestellt, da gibt es nichts zu beschönigen. Und obwohl der Mist war, habe ich dir trotzdem noch sachlich dargelegt, worin das Problem für MICH und ANDERE liegt. Wenn für dich Featuritis zum Ziel führt, mag es ja okay sein. Andere brauchen sich ihren Workflow nicht weiter aufzublähen. Je umfangreicher DAWS werden, desto träger werden sie auch.

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              Fredi  

              Tja, Willemstrohm, die Lesefähigkeit ist offenbar nicht bei jedem gleich ausgeprägt.
              Was ist denn an meinem Kommentar AUS DEINER SICHT sinnbefreit? Du kannst also offenbar keine DAW programmieren, die genau das tut, was Du willst: das habe ich jetzt verstanden.
              Dann musst Du leider nehmen, was der Markt hergibt, und der scheint offenbar Dein gewünschtes Featureset nicht besonders ernst zu nehmen.
              Das ist jetzt echt bedauerlich.

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                Willemstrohm  AHU

                Der Markt gibt einiges her. Und wenn eine DAW nicht mehr dem Anspruch des User genügt oder an ihm vorbei entwickelt wird, dann steigt er um. Wo ist nun dein Problem?
                Nicht nur an Lesefähigkeit scheint es zu mangeln, vielmehr hast du gewisse Auffassungsprobleme. Als User hat man einen Anspruch an die Software, die man benutzt. Wird ein Update herausgebracht, dann entstehen Diskussionen darüber. Vollkommen normal. Da gibt es Hurra-Schreier, die nur Features sehen und es gibt User, die Einschränkungen im Handling sehen. Wenn du das nicht begreifst, dann solltest du vielleicht lieber an einem Schmusekurs in deiner örtlichen VHS teilnehmen. Wenn du ernsthaft forderst, dass ein Anwender einer Software zum Programmierer werden soll, dann liegt da irgendwo eine Fehlschaltung deinerseits vor. Das ist doch kein Argument.

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                  Fredi  

                  Lass uns vielleicht zu einem etwas kooperativeren Ton zurückkehren, das hilft der Diskussion möglicherweise, sofern Du daran interessiert sein solltest.

                  Also: meine Anmerkung mit der Programmierung war eine ironische Spitze gegen Dich, weil es bei Software halt immer eine endlose Diskussion über die wahren und falschen Anforderungen gibt. Ich habe jahrelang in einem großen Individualsoftwarehaus gearbeitet, also kenne ich dieses Spiel sehr gut; es ist aber bei Individualsoftware sogar etwas einfacher, weil man die Wünsche der Kunden ganz gut abdecken kann (sofern die Kundengruppe wohldefiniert ist).

                  Bei Massensoftware – und das ist Studio One – hast Du keine homogene Gruppe von Anwendern, sondern solche, die eher MIDI-Sequencing betreiben, andere arbeiten mit Medienclips, andere wollen coolen Notensatz usw. Und wenn man sich die Vergleiche von DAWs ansieht, dann wird eben das Featureset gegeneinandergehalten und da gehören plötzlich sogar solche Dinge wie die Größe der mitgelieferten Samplebibliothek dazu, was ich beispielsweise für völlig hirnrissig halte.

                  Selbstverständlich ist Dein Anspruch vernünftig, dass eine DAW schlank und effizient sein sollte. Aber diese Schwanzvergleiche mit den Mitbewerbern sind kommerzielle Zwänge und ein Anbieter wird sich denen beugen, und dann werden dann architektonische Gesichtspunkte schnell geopfert.

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              Ralf

              „Unfreundlich war an meiner Antwort übrigens nichts.“

              Nein?

              „Soll ich diesen Mist ernsthaft kommentieren? “

              Wenn das nicht unfreundlich ist, was IST unfreundlich….?

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          Hans von W

          Ich empfinde das auch als Affront. Fredi hat doch freundlich und schlüssig geschrieben, warum lässt du deinen Frust direkt an ihm aus?

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            Willemstrohm  AHU

            Lesen und Verstehen. Frust habe ich keinen, und erst recht nicht diesen an jemandem ausgelassen. Auf meinen Kommentar zu antworten, dass ich mir eine eigene DAW programmieren solle, war weder in Bezug auf meinen Kommentar schlüssig, noch anderweitig sonderlich wertvoll.

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    Willemstrohm  AHU

    „Diese Diskussion gibt es in vielen Kontexten. „Ich benutze nur 5% von Word, warum ist denn der ganze andere Scheiß drin?“. Nur leider hat eben jeder seine anderen 5%.“

    Textverarbeitungsprogramme mit einer komplexen DAW gleichzusetzen, zeigt schon einen Grad von Beschränktheit auf.

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      Fredi  

      Schade, dass Du eine solche Unsachlichkeit in die Diskussion bringst, aber ich glaube, da bist Du bezüglich Komplexität von Software nicht auf einem realistischen Stand.

      Um mal ein einfaches Komplexitätsmaß aufzufahren,wäre es interessant, wie viele Lines of Code „Studio One“ hat. Bei MSOffice 2013 sind es laut Internetrecherche circa 44 Millionen.

      Jetzt kann man darüber philosophieren, wieviel davon auf die „Textverarbeitung“ Word entfallen, weil sicherlich viele Codeteile von Excel, Outlook, usw. gemeinschaftlich benutzt werden, aber gehen wir vielleicht mal von 25%, also 10 Millionen aus.

      Das ist ne Menge Holz. Ich glaube nicht, dass Studio One diese Größe erreicht.

      Oder hast Du ein besseres Komplexitätsmaß anzubieten?

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        Willemstrohm  AHU

        Die Komplexität bezieht sich auf Einbindung von Drittanbieter PlugIns. Eine DAW ist ein offeneres System als eine Textverarbeitung. Kreative Prozesse und Verknüpfungen, Mischen und Mastern, Einbindung von Instrumenten usw., Klangformung und Editing erfordern individuellere und zugleich weiter gefasste Gestaltungsrahmen als das, was eine Textverarbeitung bietet.

        Und nee, die Unsachlichkeit begann mit der beknackten Aussage, dass ich mir doch meine eigene DAW programmieren solle. Ging vollkommen an der Thematik vorbei.

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          Fredi  

          Hallo Willemstrohm,

          ich habe Dein Argument offenbar nicht verstanden: die Komplexität bei einer DAW bezüglich Plugins wird doch komplett durch Schnittstellen wie VST, AU, RTAS abgedeckt, oder? Wenn ich die als DAW-Hersteller implementiert habe, bin ich doch fertig.

          Dem könnte man in Office die VBA-Scripting-Engine als Schnittstelle entgegenstellen, für die es viele „Plugins“ gibt (das sieht man in Unternehmen leider exzessiv). Die Komplexität dieser Schnittstelle ist extrem hoch, weil ja neben einem Programmierspracheninterpreter die komplette innere Struktur von Office als API angeboten wird.

          Das schenkt sich also wahrscheinlich nicht so viel.

          Gruß Fredi

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            Willemstrohm  AHU

            Zum Teil werden ja auch neue Schnittstellen entwickelt. Siehe ARA, ARA 2 usw. Fertig ist da nie etwas. Dann muss man Latenzkompensation im Auge haben, Videos müssen ggf. eingebettet sein, umfangreiche Hardwarekompatibilitäten usw. Letztendlich fasst du in der DAW zig Spuren zusammen, alle müssen synchron laufen und immer editierbar sein und bleiben. Sind doch umfangreichere Prozesse als das, was man in der Textverarbeitung hat. Selbst ein Texteditor findet sich ja in den DAWS.

            • Profilbild
              Fredi  

              Okay, also die Echtzeitanforderungen einer DAW sind sicher ein massiver Komplexitätstreiber, da ist schon was dran. Das Problem hat ein Officeprogramm sicher nicht.
              Auf der anderen Seite hat ein Officeprogramm Themen wie komplexe Layoutalgorithmen, Fontrendering, numerische Algorithmen (in Excel) usw.
              Das Ganze läßt sich nicht mehr so gut quantifizieren, weil viele Dinge mittlerweile über Frameworks abgefrühstückt werden, aber davon profitieren dann sowohl DAWs als auch Office-Programme.
              Und der Texteditor in DAWs ist schon signifikant simpler als in einer „richtigen“ Bürotextverarbeitung. Oder hat Studio One eine, mit der Du Deine Briefe schreiben würdest?
              ;-)

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                Willemstrohm  AHU

                hehehe, nee…. das behaupte ich nicht. Aber aus Usersicht, hab‘ mit Programmiererei nix am Hut, erscheint mir ein Programm, das Aufnahme und Editing von Audiomaterial in Echtzeit ermöglicht, Video einbettet und minimale Textfunktionen anbietet und unter einem Dach vereint, umgangreicher als reine Textverarbeitung. Ich gehe mal davon aus, dass programmiertechnisch mehr ausgelotet werden muss. Und die Anforderungen an den User sind ja auch weitreichender, wenn was Hörbares bei rumkommen soll (also über den rein kreativen Aspekt hinaus- also, quantitativ messbar anhand der Anzahl von diversen Parametern für den Anweder, Optionen, Fülle der Funktionen…).

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                  Willemstrohm  AHU

                  Auch der Datenumfang des Programms selbst, müsste doch ein Indiz für Komplexität sein. Kann mir nicht vorstellen, dass Word dahingehend an eine der größeren DAWs heranreicht, oder?

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                    Fredi  

                    Ehrlich, das kann ich Dir nicht seriös beantworten!

                    Ich bin nicht sicher, was Du jetzt unter „Datenumfang“ genau verstehst: Wenn es die Größe des Programms bei der (entpackten) Auslieferung ist, dann haben wir z.B. bei Reaper circa 100MB (und die liefern keinen Zusatzkram wie Samples aus), bei (MS/Libre)-Office würde ich (ohne Sonderkram wie Fonts, Clipart) von 1-2GB ausgehen und Logic kommt vielleicht in eine ähnliche Größenordnung.

                    Wo Du auf jeden Fall recht hast, ist der Speicherbedarf der Programme zur Laufzeit: hier kommt man bei Office mit Programm und Daten mit 1-2GB aus, weil die interne Ablage von Dokumenten, Fonts, ein paar Bildern etc bei vielen Dokumenten nicht so wild ist.

                    Bei DAWs fliegen einem – wenn man vorrangig mit Audiotracks arbeitet, MIDI ist sehr viel harmloser – die Audiodaten um die Ohren: eine Minute Audio (44,1kHz, 16Bit, Stereo, unkomprimiert) braucht 11MB, also für 5 Minuten mit 40 Tracks 2GB im Optimalfall. Aber das ist jetzt eher eine naive Bierdeckelrechnung; wegen der von Dir zitierten Echtzeitanforderungen werden die Daten wahrscheinlich intern noch etwas umfangreicher abgelegt. Und wenn dann noch Video bei Filmvertonung dabei ist, dann reden wir sowieso noch von anderen Größenordnungen.

                    Paßt das in Dein Bild?

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                      Willemstrohm  AHU

                      Jo, schwierig, das alles auseinanderzuhalten. Beziehe das schon auf das Programm ohne Samplecontent. Jut, Reaper ist extrem schlank programmiert.

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                  Hans von W

                  Fredi hat das schon für Nichtwisser ganz gut beschrieben. Da bist du auf dem Holzweg was die von dir in den Raum gestellte Einfachheit von Word und Co angeht. Derlei Programme nehmen sich nicht viel mit DAWs und Co. Give or Take, am Ende liegt das vor allem an den Entwicklern wie komplex sie das unter der Haube angegangen sind. Abstraktionsvermögen ist scheinbar nicht deine Stärke :-/ Fredi hat dir veranschaulichende Bilder geliefert, das hat leider bei dir keinen Erfolg gehabt. Ich verstehe absolut was du meinst bzgl. des Featureismus‘. Den findest du aber wirklich überall: Haushaltsgeräte mit Bluetooth, Automobile mit x seltsamen Features, die dann im Zusammenspiel undefinierte Zustände erzeugen und im dümmesten Fall für einen Absturz sorgen infolgedessen die Kernfunktionalität auch nicht mehr aufrechterhalten wird. So eben auch in DAWs… Aber, man kann sich oft mit entsprechender Mühe die Werkzeuge passend konfigurieren. Dazu muss man aber Anleitungen lesen, Tutorials durcharbeiten und dranbleiben. Das will heutzutage auch kaum jemand. Im Internet anonym herumtrollen ist da leider oft der eingeschlagene Weg. Weil einfacher. #overandout

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                    Willemstrohm  AHU

                    Nochmal: Lesen und Verstehen. Einen Workflow entwickelst du über viele Jahre. Diesen immer wieder an neue strukturelle Veränderungen alle Paar Jahre in den DAWs anpassen zu müssen, ist kontraproduktiv. Aber für solche Hinweise fehlt Dir wahrscheinlich das Abstraktionsvermögen, welches Du an meinen Aussagen bemängelst. Das ist keine Frage von Faulheit oder der Verweigerung, sich einarbeiten zu wollen. Es ist eine Frage, wie man seinen Workflow ausgerichtet hat. Viele Funktionen werden nicht benötigt und die DAW wird insgesamt träger – auch in Sachen Handling. Einem Musiker, der seine Arbeitsweise gefunden hat, bringt die Featuritis generell nix, weil diese nicht benötigt wird.

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                    Willemstrohm  AHU

                    „Da bist du auf dem Holzweg was die von dir in den Raum gestellte Einfachheit von Word und Co angeht.“…

                    Auch hier wieder so’n Quark… ich behaupte nicht, dass Word und Co. per se EINFACH sind, sondern weniger komplex als DAWs. Und hier mal was für dein Abstraktionsvermögen:
                    Setze einen beliebigen Neuanwender vor ein Programm wie Word und setze einen musikalischen Neuanwender vor ein Programm wie Studio One! Was meinst du wohl, wer sich wo schneller eingearbeitet hat?

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    Willemstrohm  AHU

    „Bei Massensoftware – und das ist Studio One – hast Du keine homogene Gruppe von Anwendern, sondern solche, die eher MIDI-Sequencing betreiben, andere arbeiten mit Medienclips, andere wollen coolen Notensatz usw. Und wenn man sich die Vergleiche von DAWs ansieht, dann wird eben das Featureset gegeneinandergehalten und da gehören plötzlich sogar solche Dinge wie die Größe der mitgelieferten Samplebibliothek dazu, was ich beispielsweise für völlig hirnrissig halte.“

    Deswegen schreibe ich ja von FLUCH und SEGEN (von MASSENSOFTWARE). Die wollen und müssen breit aufgestellt sein. PUNKT. Ich hielt fest, dass ich nicht zu den Zielgruppen der letzten 2 Versionen zähle. Schwierig zu verstehen? Wenn der Punkt erreicht ist, an dem ich mich durch das Programm durchquälen muss, dann wird umgestiegen. Ich bin mir sicher, dass wir auch zukünftig DAW Anbieter finden werden, die sich dort bewegen werden, wo Studio One mal war. Schlank und klar strukturiert.

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    Willemstrohm  AHU

    Will aber noch mal fairerweise betonen, dass Studio One mir bis heute immer gute Dienste leistete, kann damit zackig nach wie vor arbeiten. Mix FX und melodyne Integration etc. sind nach wie vor der Hammer. Auch Ari macht da ’nen guten Support. Man ärgert sich halt über Funktionen, die an einem in 2 Versionen hintereinander vorbeiziehen und es wird nun einmal von einer flotten Sportyacht zum schweren Kreuzer, mit Zeitgeistfunktionen, die eh schnell wieder einpennen werden.

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      manad

      Eben: Ich sehe nicht, dass S1 seit V3 irgendwie schwerfälliger geworden ist oder schlechter zu bedienen. Im Gegenteil. Und beim Thema „Zeitgeistfunktionen“ war die 4.0 ganz anders dabei als jetzt die 5. „Mainstage“ scheint ein beliebtes Logic-Feature zu sein und sowas gab es bisher unter Win als Teil einer DAW nicht. Macht Sinn. Die anderen neuen Features (MPE, MIDI 2.0, Artikulationseditor, ClipGain, Noteneditor, Mixsnapshots etc. pp.) sind nun wirklich keine Zeitgeistfunktionen. Braucht halt nur nicht jeder. Für mehr Audiolastiges Arbeiten sind die Zwischenversionen eh meist interessanter.

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    Marcel Halbeisen  

    Tja, ein interessantes Update, von dem ich aber nicht so viel nutzen werde. Preislich ist es für mich OK, ich arbeite ja auch nicht für 5 Tacken die Stunde, aber etwas finde ich noch erwähnenswert, nämlich PreSonus Sphere. Was da alles drin ist, ist doch beachtlich:
    https://www.presonus.com/products/PreSonus-Sphere/features

    Ich bin zwar gar kein Freund von solchen Abos, aber man kann ja mal rechnen:
    Das Teil kostet mich CHF 160/Jahr (sorry, lebe in der Schweiz,) das Upgrade von Studio One 4 auf 5 CHF 138 . Einmalig, aber das nächste grosse Upgrade kommt bestimmt. So sah das bisher aus mit den Releasedaten (Quelle Wikipedia):
    1 : 27.09.2009
    2 : 31.10.2011 – 764 Tage oder 2 Jahre, 1 Monat, 4 Tage
    3 : 20.05.2015 – 1297 Tage oder 3 Jahre, 6 Monate, 20 Tage
    4 : 22.05.2018 – 1098 Tage oder 3 Jahre, 2 Tage
    5 : 08.07.2020 – 778 Tage oder 2 Jahre, 1 Monat, 16 Tage

    Würde ich Notion nutzen, dann wäre der Fall eigentlich klar. So muss man sich schon überlegen ob die 2- bis 3-fachen Kosten es Wert sind.

    Wie seht Ihr so was? Kauf vs. Abo?

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      Dimension D  

      Das Ergebnis der Abofallen haben wir doch bei Adobe gesehen.

      Wenn die merken dass das Funktioniert mit dem Abo oder sie können es als Standard durchsetzten, werden Sie die normalen Einmalkauf Optionen irgendwann streichen und dann haben Sie dich, vorausgesetzt natürlich du möchtest mit der DAW weiterarbeiten. Aber wenn man dann mal sich eingearbeitet hat wechseln man auch nicht mehr so schnell.

      Abo ist für den Hersteller was feines, das Geld fließt auch ohne große Neuigkeiten oder Updates. Bei dem jetzigen einmal Bezahlsystem müssen sie sich schon anstrengen um dich weiterhin bei Kauflaune zu halten. Wie erwähnt das beste Beispiel dafür ist Adobe. (Anmerk. ich komme aus dem Bereich Mediengestalter)

      Ich persönlich unterstütze das nicht und möchte meinen gekauften Artikel, auch wenn es erstmal etwas teuerer erscheint solange benutzen bis ich meinen ich will Updaten und nicht wenn der Hersteller es mir sagt ohne das ich mein Programm verliere.

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    Hein Bloed  

    Version 5 ist Windows 10 only. Meine imperialen Bill-Gates-Rechner sind alle noch bei Windows 8.1, waren niemals online und dabei bleibt es auch.
    Da werde ich mich in Zukunft wohl auf Bitwig unter Linux beschränken. Das ist auch deswegen ärgerlich, weil Studio One meines Erachtens bisher die augenfreundlichste aller DAWs war, mit scharfen Fonts, Buttons und Grafiken in den richtigen Größen.

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    Mick  AHU

    Das erste mal, das Presonus richtig was drauf packt, was kaum einer braucht, eine Richtung die Steinberg Cubase massig Anwender gekostet hat….nein, aus Fehlern wird man nicht immer klug!
    Diesemal sind sogar kaum Userwünsche erfüllt worden, und selbst die neuen GUIs der FX können nicht überzeugen. Wer minimalistische Notation nicht braucht und auf dieses Showpage verzichten kann, der kann beruhigt bei der 4er bleiben……und spart dazu Zeit und 150,-€ für das Upgrade!?

    • Profilbild
      Ralf

      Ok, aber ein klarer Vorteil ist doch, wenn wir mal von der Pro-Version weggehen, dass man ENDLICH auch in Artist Nicht-S1-Plugins nutzen kann! Das fällt mir zu sehr unter den Tisch. Nicht jeder braucht jedes superfancy Feature der Pro-Version; gerade einige der hier monierten Sachen fallen ja darunter – und das bedeutet doch, dass man mit einer sehr guten DAW für UNTER 100 Euro ziemlich glücklich werden kann!

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    SoundForger2000

    Wenn V. 5 „Windows 10 – only“ ist, ist sie bei mir schon unten durch. Windows 10, ein OS, welches in Bezug auf Power-Userfreundlichkeit und Datensicherheit eine absolute Frechheit sondersgleichen darstellt [was offenbar Vielen immer noch nicht bewußt ist ! :-( ] und in einigen Bereichen einer Nötigung gleichkommt, als Minimalanforderung für ein Programm – gleich welcher Art – zu machen, empfinde ich als Unverschämtheit.

    ~ We are not amused ! ~

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    SymOjupiter

    Einbindung von HW-Synths in Studio One 5, die Punkte, die mir aufgefallen sind:

    – MPE ist jetzt drin, gut umgesetzt, inkl. Editierbarkeit

    – Externe HW lässt sich jetzt durch Verknüpfen der Midi-Spuren mit AUX-Kanälen am Mischer besser einbinden. Damit erscheinen die Midi-Spuren jetzt auch auf dem Faderport 8/16.
    Aber: Muten mit Abschalten der Midiausgabe auf dem entsprechenden Track funktioniert nur, solange mindestens eine Spur auf Solo steht. Also: Keine falsche Bewegung! ;-)
    Die Presonus-Philosophie ist an dieser Stelle bißchen anders, aber wenn man die Kanäle schon mit den Spuren verknüpft und nur noch diese eine kleine Funktion fehlt…

    – SysEx wird weiterhin nicht aufgezeichnet

    – Die eingestellten Bank/Prog – Parameter sind ohne weiteres Zutun an den Synth gebunden, was ziemlich cool ist

    – Undo/Redo funktioniert auch dafür

    – Der Ausgabebereich der Regler der External Devices Controller Oberfläche kann weiterhin nicht eingeschränkt werden. Und der Wertebereich von 0-127 wird ausgeben, aber dabei als 0 – 100 angezeigt.
    Eine simple Aufgabe dazu:
    Der Synth möchte CC 38 – Osc Wave (0: Saw,1: Sqr,2: PW,3: Off)
    Ich möchte PW.
    Also muss ich am Regler einen Wert von 1,58 einstellen (dabei Shift gedrückt halten o. Wert direkt eingeben)
    Die Werte am Regler ohne Funktion sind (2,4 – 100)…

    Ich hoffe ja, dass jemand sagt „Das geht doch!“

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