Preview: Cakewalk V-Studio 700

20. Oktober 2008

Cakewalk V-Studio

Preview Cakewalk SONAR V-Studio 700

Bei der Cakewalk-Produktvorstellung am 16. September 2008 in Köln wurde nicht nur der neue Sequenzer SONAR 8 vorgestellt (AMAZONA berichtete), sondern auch eine komplette Hardware-Lösung für das Studio. Dirk Prior von Edirol, sowie Steve Thomas und Brandon Ryan von Cakewalk luden eigentlich „nur“ zur SONAR 8 Präsentation. Unter einem mysteriösen, schwarzen Samttuch versteckte sich der Grund, warum nicht fotografiert werden durfte: SONAR V-Studio 700, eine Studio-Allround-Lösung, bestehend aus Audio-Interface mit integriertem Hardware-Synthesizer, Konsole (DAW-Controller) und Sequenzer. Das V-Studio ist das erste gemeinsame Produkt der beiden Hersteller Cakewalk und Roland („Cakewalk by Roland“) und zauberte nicht nur mir bei der Produktvorstellung ein Funkeln in die Augen.

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VS-700R: V-Studio I/O

Das Herz des V-Studio 700 ist ein USB 2.0 Audio-Interface (24 Bit, 192 kHz) mit insgesamt 21 Eingängen und 30 Ausgängen, davon sind 19 Eingänge bzw. 24 Ausgänge simultan nutzbar. Acht digital gesteuerte Mikrofoneingänge (TRS/XLR) verfügen über Phantomspannung. Für die Verarbeitung des Eingangssignals stehen Phase, Pad, Lo-Cut-Filter, EQ und ein Kompressor zur Verfügung. ADAT- und digitale (AES/EBU, koaxial) Ein- und Ausgänge gehören neben einem MIDI-Eingang und Ausgang sowie Wordclock-Synchronisation zur weiteren Ausstattung. Das Interface lässt sich mit einer optional erhältlichen weiteren VS-700R-Einheit kaskadieren, so dass insgesamt 41 Eingänge und 56 Ausgänge (37 bzw. 48 simultan nutzbar) verfügbar sind.

Roland Fantom VS Synthesizer

In das Audio-Interface integriert ist der Hardware-Synthesizer Roland Fantom VS mit mehr als 1400 Patches.   Ein VSTi-PlugIn, Synthesizer-Editor und Routing-Möglichkeiten innerhalb von Cakewalk SONAR 8 ermöglichen einen optimalen Workflow. Der Synthesizer lässt sich über einen ARX-Steckplatz mit den SuperNATURAL Expansion Boards erweitern. Durch ein weiteres VS-700R kann nicht nur die Anzahl der Ein- und Ausgänge des Audio-Interfaces erhöht werden, sondern auch die Synthesekapazität des Roland Fantom VS Synthesizers verdoppelt werden.

VS-700C: V-Studio Console

Als absolutes Highlight des Cakewalk V-Studio 700 kann die im Paket enthaltene VS-700C V-Studio Console bezeichnet werden. Bei der VS700-C handelt es sich um einen üppig ausgestatteten DAW-Controller mit neun berührungsempfindlichen Motorfadern, einer LCD-Anzeige (2×13 Segmente), einer Zeitanzeige (7 Segmente) und LED-Pegelanzeigen für jeden Kanal. 20 Endlosregler mit Schaltfunktion und mehr als 70 beleuchtete Tasten machen optisch schon eine Menge her, hinzu kommen aber noch sinnvolle und umfangreiche Funktionen zur Transportsteuerung, sowie ein Schiebegriff, Surroundjoystick und Jog/Shuttle-Wheel mit Cursor. Ein EQ, Send und ACT-Bereich ergänzen die Funktionalität des VS-700C. Bedienelemente zum Abhören und zwei separate Kopfhörerausgänge gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Das VS-700C ist vollständig kompatibel zur digitalen Video-Workstation DV-7 und der Musik/Video-Schnittstelle V-Link.

SONAR 8 Producer

Ebenfalls im V-Studio-Paket enthalten ist Cakewalk SONAR 8 Producer. SONAR 8 ist ein mächtiger Sequenzer, der vollständig mit 64 Bit arbeitet und neben Bugfixes zahlreiche Performance-Verbesserungen und neue Features zu bieten hat. Mit Beatscape hat ein Loop-Performance-Instrument Einzug in SONAR erhalten, mit dessen Hilfe Loops und Samples manipuliert und in Echtzeit getriggert werden können. Das virtuelle Piano TruePianos Amber Module und der Software-Synthesizer Dimension Pro 1.2 inkl. einer 8 Gigabyte großen Bibliothek sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Eine abgespeckte Version der Amp-Modelling-Software Guitar Rig 3 aus dem Hause Native Instruments dürfte besonders Gitarristen-Herzen höher schlagen lassen. Eine ausführliche Vorstellung von Cakewalk SONAR 8 Producer findet sich im AMAZONA-Archiv (siehe Verweis unten).

Cakewalk SONAR 8

Cakewalk SONAR 8

Fazit

Mit dem Cakewalk V-Studio 700 haben Cakewalk und Roland eine professionelle Komplettlösung für das Studio geschaffen. Vom Audio-Interface über einen Hardware-Synthesizer bis zur Software und einem mächtigen DAW-Controller wurde einfach an alles gedacht. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass bei der Präsentation das V-Studio einwandfrei funktionierte, obwohl die Hardware zu dem Zeitpunkt der Vorstellung noch in der Beta-Phase war und lediglich als Prototyp vorlag.

Preis und Verfügbarkeit

Ein offizieller Verkaufspreis ist derzeit noch nicht bekannt, das V-Studio 700 soll jedoch bereits ab Januar 2009 erhältlich sein. Weitere Informationen und Neuigkeiten rund um das V-Studio 700 finden sich auf der Website des Herstellers.

Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Da wirft sich Cakewalk ja ordentlich in die Schlacht. Bin mir allerdings nicht sicher, ob ein in das Interface integrierter HW-Synth heutzutage noch der Brüller ist.

    OT: mich amüsiert der Begriff „berührungsempfindliche Motorfader“ immer wieder… das ist kein Dummyregler, da tut sich wirklich was, wenn man ihn berührt und dran fummelt :-)
    (schon klar, was gemeint ist… ich find’s trotzdem witzig)

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    …mich würde interessieren, ob ich aus diesem Paket einen/mehrere Latenzfreien Monitormixes herausbekomme, wenn ich eine Session mit mehreren Musikern aufnehme…

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