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Preview: HK-Audio Elements

19. März 2010

Weltpremiere!

Es ist wie im Frühling: Wenn die ersten Knospen der erwachenden Blumen neugierig ihr Blütennäschen durch die langsam wegtauende Schneedecke recken, bleibt man gerne stehen und schaut, was sich da wohl entwickeln wird. Ähnlich ist es, wenn ein renommierter Hersteller von Audio-Equipment des Frühlings zur Frankfurter Musikmesse eine komplett neue Lautsprecher-Serie ankündigt. Da schaut der neugierige Musiker/Beschaller/Audiofreak schon auch mal gern genauer hin, nur dass in diesem Falle nicht Blümchen ihre Köpfe durch die Schneedecke stecken, sondern Schallwandler aus St. Wendel in die Audiowelt sich recken …

Besuch beim Erlkönig!

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Ein besonderes Vergnügen ist für uns Autoren, wenn wir etwas sehen können, was sonst noch keiner gesehen hat. Und dieses Vergnügen hatte ich kürzlich bei HK-Audio im schönen Saarland, wo ich den kurz vor der Serienreife stehenden Prototypen sehen, anfassen und hören konnte. 

„Der“ Prototyp ist nur zum Teil richtig, denn es handelt sich dabei um einen ganzen Baukasten, wie ich es in dieser Form noch nie gesehen habe. Höchstens bei Lego.

Das System ELEMENTS

Der Baukasten

Der Baukasten


Es handelt sich hierbei um ein extrem kompaktes, leichtes und transportfreundliches Lautsprechersystem für Musiker mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch. Die kleinste mögliche Einheit ist ein säulenähnlicher, auf einer Distanzstange zu montierender Kompaktlautsprecher plus einem separaten Verstärkermodul, welches optisch unauffällig in diese Lautsprecher-/Ständereinheit integriert wird. Bereits mit diesem EINEN Lautsprecher kann prinzipiell ein Gitarrenduo einen kompletten Abend bestreiten, wenn die Lokalität nicht zu groß und der Bedarf an Tiefbass nicht zu gewaltig ist. 

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Verstärkermodul

Verstärkermodul

Ich habe selten einen einzelnen Fullrange-Lautsprecher mit einer solch präzisen Durchzeichnung und Kraft gehört. Mir ist es fast rätselhaft, wie die HK-Techniker so einen Sound in so einen Zwerg packen konnten. Interessant ist die Bestückung: Insgesamt vier Membranen gleichen Durchmessers sind in das Gehäuse verbaut. Überhaupt ist die Zahl „4“ irgendwie magisch mit diesem System verwoben, wie sich gleich wieder zeigen wird.

Topteil (auch für Fullrange-Betrieb einsetzbar)

Topteil (auch für Fullrange-Betrieb einsetzbar)

Denn nun kommt der eigentliche Hammer: Es lassen sich an dieser Standardsäule mit einem Verstärkermodul bis zu insgesamt vier (!) Topteile betreiben! Dazu wird keine Kabelverbindung benötigt, die zweite Box wird auf die erste gesteckt, die dritte dann auf die zweite usw. Diese zusätzlichen Lautsprecher werden über einen soliden Steckkontakt untereinander über den Ständer und die Distanzstange mit dem Verstärkermodul verbunden. Das geht so einfach, dass es im praktischen Bühnenalltag eine echte Erleichterung ist. Es gibt aber auch eine andere Kombinationsmöglichkeit: Ein Verstärkermodul mit einem oder zwei Topteilen sowie einem passiven Subwoofer, die Leistung reicht locker auch für diese Kombination. 

Es geht aber auch noch ganz anders: Man erwirbt einen AKTIVEN Subwoofer und schließt an diesen ein- oder zwei Topteile an ODER bei Bedarf einen zweiten, passiven Subwoofer. Mir hat es im Hirn ganz schön geklingelt, als ich mir ausgemalt habe, wieviele Kombinationsmöglichkeiten hier machbar sind. Einfach irre! Oder beinahe schon genial.

Das Gewicht eines Tops beträgt gerade mal 2,35 kg, das Ampmodul kommt auf 2,75 kg. Mit diesen Diät-Gewichten kann auch ein einzelner Mann (oder ein nettes weibliches Wesen) den Aufbau ohne anschließendem T-Shirt-Wechsel durchführen.

Distanzstange

Distanzstange

Ihr merkt bestimmt die Idee dahinter: Je größer der Auftrittsort, desto mehr Lautsprecher kann man dazubauen. Man kann zudem ganz klein anfangen und jederzeit aufstocken. Wenn man z.B. in die Breite streuen möchte, lässt sich an die Grundkonfiguration von einem Verstärkermodul/Box/Ständer über ein handelsübliches Speakon-Kabel eine zweite Box anschließen, die wiederum von dem einen Verstärkermodul versorgt wird. Die Verbindung geschieht dann über die Bodenplatte des Lautsprecherständers, was in der Luft hängende Kabel komplett unterbindet. Für nicht allzu basslastige Musik kann das schon genügen, wer mehr möchte, schließt einfach wieder den passiven Subwoofer dazu. Hat man einen zweiten Raum oder einen toten Winkel, der mitbeschallt werden müsste, ist das mit einem zusätzlichen Satelliten mit wenigen Handgriffen zu realisieren.

Fuß mit Speakon-Anschluss

Fuß mit Speakon-Anschluss

Die genannten Beispiele sind allesamt ein Mono-System gewesen. So ein Mono-System ist bei vielen Anwendungen völlig ausreichend, was aber nun, wenn man stereo fahren möchte? Das ist ebenso simpel! Dazu benötigen wir dann ZWEI Verstärkermodule und zwei Lautsprecher als Grundkonfiguration. Und genauso wie bei den Mono-Beispielen, lassen sich hier weitere Lautsprecher auf die Säule setzen, in der höchsten Ausbaustufe wären das dann 4 Lautsprecher auf jeder Seite. Oder man nimmt einen aktiven Sub, der wiederum zwei Topteile der einen Seite versorgen kann plus ein Verstärkermodul, welches 2 Topteile der anderen Stereo-Seite versorgt. Und bei Bedarf zwei weitere Satelliten für einen Nebenraum, ihr wisst ja, diese Zahl „4“ …

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Forum
  1. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    ERGÄNZENDER KOMMENTAR:

    Im Bericht hat sich ein Fehler eingeschlichen: Der aktive Subwoofer kann ENTWEDER zwei Topteile ODER einen zusätzlichen passiven Subwoofer befeuern. Beides gleichzeitig geht nicht, da er ja die Power noch für sich selbst benötigt.

    Musikalische Grüsse

    Siegfried Schöbel

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich habe immer noch nicht so ganz verstanden, warum alle Welt jetzt wie verrückt auf Linienstrahler setzt. Erst waren Line-Array-Bananen der heilige Gral, jetzt sind Kirchen-Boxen scheinbar das Univeral-Tool für Schule, Freizeit und Beruf. Habt ihr da bei HK mal nachgefragt, was die Vorteile davon sind? (Also neben der Größe)

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Hallo Jan!

      Der grösste Vorteil der „Elements“ ist vor allen Dingen das „Lego-Prinzip“: Alles passt zu allem.
      Man kann ganz klein Anfangen und stets Ausbauen oder aus einer grossen „Elements“ auch wieder nur ein paar Teile mitnehmen.

      Um den „heiligen Gral“ geht es nicht, denke ich. Viele Wege führen nach Rom bzw. zum guten Sound. Die „Elements“ schiebt schön nach hinten in den Raum und ist dennoch vorne noch gut erträglich, zudem ist sie wirklich klein von der Standfläche und beim Transport.

      Ich finde die „Elements“ erstklassig, würde aber meine eigenen „Premium Pro“ deshalb nicht eintauschen wollen, da diese in meinen Lauschern mehr Rock´n Roll haben. Dafür klingt die „Elements“ edler und HiFi-mässiger als die Premium Pro.

      Eine PA-Anlage – gleich welchen Herstellers oder Systems – sollte man immer bei dem Händler seines Vertrauens VOR DEM KAUF checken, ob diese den gewünschten Grundsound hat. Die eigenen Ohren entscheiden.

      Musikalische Grüsse

      Siegfried Schöbel

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