Preview: Korg M3 / M3-M

21. Januar 2007

Korgs little Oasys?

Gleich vorab – mittlerweile gibt es auf AMAZONA.de auch den ausführlichen testbericht, den Sie HIER finden.

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Mit der Workstation Serie M3 präsentiert KORG auf der NAMM SHOW 2007 eine abgespeckte OASYS, die von Korg-Fans bereits sehnlich erwartet wurde.

KORG wird seinem Ruf als innovative Workstation-Schmiede ein weiteres Mal gerecht, da die M3 Serie nicht einfach nur eine kleine OASYS darstellt, sondern in vielen Punkten sogar Features bietet, die der großen Oasys vorenthalten sind.

INSIDE

Zunächst zu den Standards. Aufbauend auf der HD-1 Klangerzeugung der OASYS enthält der ROM Speicher 256 MB. Nach KORG Angaben das „Beste“ aus dem 314 MB großen PCM-Wellenformen der OASYS (zum Vergleich TRITON EXTREME – 160 MB).

Es ist immer wieder faszinierend wie KORG in diesen Speicher mehr als 1.00 Multisamples und über 1.600 Drumsamples packt und dabei selbst hohen Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Leider ist bislang nicht bekannt, ob sich die weiteren Synthesen des KORG OASYS im M3 nachrüsten lassen wie z.B. AL-1 oder STR-1.

Dafür gibt’s aber RADIAS (optional), SAMPLING und KARMA – dazu später mehr.

OUTSIDE

Die M3 Serie gibt es in vier Modellvarianten. Wie schon beim RADIAS lässt sich das eigentliche Soundmodul vom Keyboard trennen und als Expander nutzen. Selbstverständlich können Sie dieses Modul auch ohne Tastatur erwerben – unter der Bezeichnung M3-M. Darüber hinaus die drei üblichen Tastaturvarianten mit 66, 76 und 88 Tasten, wobei die große Version mit gewichteten Tasten und Hammermechanik ausgestattet ist.

Der CLOU ist aber: Sie können ein und dieselbe Tastatur sowohl für das RADIAS Modul oder das M3-Modul verwenden. Ab der 76 Tastatur-Variante können Sie sogar beide Module GLEICHZEITIG verwenden – oder von einem zwei Module.

Ein irres Feature, wie ich meine!!!!!

Das Touchscreen ist nun übrigens vierfarbig – schön!

Display & Drumpads

Display & Drumpads

Aber mein Lieblings-Hardware-Feature: Die acht Pads unterhalb des Displays. Das sind nicht einfach nur Drum-Trigger-Pads, sondern geniale Akkord-Hilfen. (Übrigens auch von der Oasys.) Spielen Sie einen Akkord – egal mit wie viel Tasten, drücken Sie die Akkord-Memory-Funktion und einen der Pads – fertig! Die Akkorde lassen sich gemeinsam mit den Sounds speichern und sind „Nullkommanix“ umprogrammiert.

Ganz nebenbei bemerkt sind natürlich die sonstigen Fader und Potis auf dem M3-M leicht zuzuweisen und können auch DAWs und sonstige Software steuern.

ANSCHLÜSSE

Auch von guten Eltern:

– 2 Eingänge, Klinke, umschaltbar für Line oder Mikro mit eingebauten, regelbaren Vorverstärker.

– 6 Audioausgänge, Klinke

– 3 USB 2.0 Anschlüsse, einmal direkt zum Host-Rechner, zweimal für externe Speichermedien.

– 3 Anschlüsse für Fußpedale.

– S/P DIF IN/OUT für optische Kabel

– 2 x FireWire

Realtime Control

Realtime Control

RADIAS:

Wie bereits erwähnt, lässt sich der original Radias in Kombination mit dem M3 auf einer Tastatur nutzen. Sie können die RADIAS Software aber auch optional als Soundkarte mit 24 Stimmen erwerben und in den M3 einsetzen und (soweit bislang bekannt) unbeschränkt einsetzen. Klar, die Bedienung am Radias-Modul ist natürlich deutlich angenehmer.

KARMA:

Auch wenn dem Original-Karrma einst kein wirtschaftlicher Erfolg beschert war, so ist es doch ein extrem starkes Feature, welches jeden Arpeggiator in den Schatten stellt und selbst Ein-Finger-Akrobaten wie mich zu echten Meisterspielern macht. (OK, ich gestehe – manchmal sind es auch 3 Finger ?!)
Wenn Sie mehr zur KARMA Funktion wissen möchten, lesen Sie doch bitte den KARMA Test hier auf amazona.de bzw. die KARMA Preview – ebenso hier zu finden.

EFFEKTE

5 Insert Effekte, die aus 170 Effekt-Typen wählen können, zwei Haupt-Effekte und ein Mastering-Effekt stehen dem Sounddesigner zur Verfügung.

Da innerhalb der HD-1 Synthese jeder Sound seinen eigenen 3 Band EQ besitzt und im Multimodus ebenfalls pro Spur ein 3 Band EQ eingesetzt werden kann, reicht dieses Kreativ-Werkzeug auch für komplexe Mischungen aus.

OPEN SAMPLING

Schon fein – aber der Speicher lässt sich leider nur mit einem 256 MB Speicher von 64 MB auf 356 MB aufrüsten. In der heutigen Zeit ein Verbrechen!!! Was bitte kostet 1GB Speicherbaustein und wie viel löhnt man heute für einen 256 MB Speicherbaustein? (Die gibt es nämlich so gar nicht mehr zu kaufen.) Da hat KORG mal schön eine strategische Marketing-Entscheidung getroffen um den OASYS deutlich von der M3 Serie abzugrenzen.

Hoffentlich geht der Schuss nicht nach Hinten los. Vergleicht man diesen Wert z.B. mit der aktuellen MOTIF XS, ist das ein Armutszeugnis.

Ansonsten ist das Sampling mit den KORG Workstations STATE OF THE ART und geht selbst ohne PC einfach, schnell und effektiv mit allen Editing-Funktionen, die man braucht und kennt. (Time-Streching, Cross-Fades, Sliding, Multisamples, Layers etc.)

HIGH RESOLUTION SEQUENZER

Nun ja! Die Qualität eines Sequenzers wird heute nicht mehr nur an der Auflösung festgemacht. Zwar sind 480 PPQ Auflöäsung für einen Hardware-Sequenzer beeindruckend, viel lieber wäre mir aber z.B. eine grafische Darstellung gewesen wie sie in Logic und Cubase – und mittlerweile auch in einigen Workstations, üblich ist.
Selbst die große KORG OASYS tut sich da schwer mitzuhalten und unter Kennern gilt das auch als größte „Baustelle“ bei den Korg Workstations.

Echtes PATTERN Sequenzing wie bei der Yamaha MOTIF oder den AKAI MPcs ist ebenfalls bislang nicht möglich. KORG wirbt zwar mit Pattern, meint damit aber eine Drumspur die sich geloopt an Songspuren anhängen lässt..

Also aufgepasst, wer echtes Pattern-Sequencing sucht wie einst beim Notator, muss sich Alternativen suchen.

SOFTWARE

Software Editor

Software Editor

Wer die Finger nicht von der Maus lassen kann, bekommt eine PC/MAC-kompatible Software mitgeliefert. Auch ansonst wird sich die M3 Serie sicher reibungslos mit den heutigen Rechnern verstehen, gemeinsame Speichermedien nutzen und Daten austauschen können.

FUNKY DRUMMER

Korg verspricht uns für die M3 ein überarbeitetes Drum-Modul mit neuen Features. Lassen wir uns überraschen.

Auch sonst sind noch viele Fragen offen wie Stimmenzahl, Preise, Verfügbarkeit und nicht zuletzt der Einsatz in der Praxis.

Eines kann man jedoch jetzt schon festhalten: Die M3 Serie setzt den M1 Workstation-Gedanken erneut fort und hat es wieder einmal geschafft, das Konzept deutlich zu verbessern.

Wir freuen uns schon auf das erste Serienmodell.

Forum
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    Laut Homepage von korg.com ist der M3 120 Stimmig (1 OSC) bzw 60 Stimmig (2 OSC). Weniger wie der Standard (128) bei allen führenden Workstations.

    Das Design mag ja Geschmackssache sein, das Konzept mit dem Abnehmen und Austauschen der Benutzeroberfläche auch. Aber wie hier schon erwähnt wurde die Radiasfunktion ist wohl besser mit dem Radias Rack zu kontrollieren…

    Auf dem minimalen Arbeitsplatz ist meiner Meinung nach ein vernünftiges Arbeiten nicht möglich. Die vielen Buttons und Real-Time faders etc sind direkt nebeneinander positioniert, daß das Arbeiten unheimlich erschwert, und Fehler unter Live-Bedingungen vorprogrammiert…

    Design auf Kosten von Benutzerfreundlichkeit, wirklich der richtige Weg?

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    Ich denke, dass die 8 Stimmen Unterschied nicht viel ausmachen. Gemessen an den vorherigen Bedienelementen (Triton) hat man nun doch mehr direkte Einstellmöglichkeiten. Und den Radias wollte man sicherlich in der Originalausführung seitens Korg nicht gleich überflüssig machen… Aber die Möglichkeit, dessen Features zu nutzen, ist doch besser, als gleich ein zweites anderes Gerät kaufen zu müssen, sofern der Preis für die Radias-Platine stimmt. Frage: welche Workstation bietet jetzt so viele unterschiedliche Möglichkeiten? Bin gespannt, was Roland auf der Musikmesse präsentiert…

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    Darauf haben ja bekanntlich viele gewartet. Aber wenn man bei dem ganzen beeidruckendem showing mal genauer hinschaut, so fallen mir doch ein parr unschlüssige Dinge auf:1.)keine Drehregler – kann man das verschmerzen weil Korg drauf steht oder weil seine Mutter Oasys heist? 2.)kein richtiger Onbordsequencer – aber ich will ja kein Salz in die Korgsche Wunde streuen. Aber dann 3.)Korgler passt auf das ihr mit der Radiasplatine kein Flop macht, hab' gehört diese sei nur Monotimbral, aber eben 24 fache Poly.
    Korgler ich wünsche euch viel Spaß, schick sieht er ja aus, aber wisst ihr was ich noch denke : Karma,Karma,Karma-kam'er mal ins Koma !

    Nicht das alle irgendwann mal Karmakomiefiziert sind und bleiben. Dann kauf' ich von euch keine CD`s mehr. R.Z.

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    würde gerne wissen was mir für mein live projekt am besten zur hand kommt? Möchte mein akai drummcompi mit einem synt mixen unterstützt mit einer gittare.. one man show… warte jetze noch ab das der neue m3 bietet und wie das preisleistungs verhältnis ist… der trition extrem wäre da auch eine möglichkeit wie der roland edundo… für typs währe ich euch dankbar…

    schönen tag

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    Hallo!
    Wie viel MB RAM hat der Korg M3 und sind die wie bei Korg EXTREME.

    DANKE.

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