Preview: Presonus Studio One

18. August 2009

Presonus Studio One

Die Überraschung auf der diesjährigen Musikmesse Frankfurt war sicherlich die Ankündigung einer neuen Musik-, Aufnahme- und Produktionssoftware für Mac und PC aus dem Hause Presonus. Bereits im Namen wird deutlich, dass hier nicht der x-te Abklatsch eines Sequenzers zu erwarten ist, sondern eine umfassende Studio-Lösung für die Bereiche Produktion, Mastering und Veröffentlichung – und das auf dem technisch neuesten Stand. Besonders pikant: Die beiden ehemaligen Steinberg-Entwickler Wolfgang Kundrus und Matthias Juwan zeigen sich verantwortlich für dieses Projekt.

Studio One soll laut deutschem Vertrieb im Spätsommer 2009 erscheinen – dann können wir das Programm auf Herz und Nieren prüfen und feststellen, ob dem Entwicklerteam tatsächlich das bessere Cubase gelungen ist. Bis dahin müssen wir uns mit der von uns kommentierten Presseinfo begnügen.

- Klassischer Aufbau, intuitive Drag&Drop-Funktionalität mit Ein-Fenster-Technik: die Studio One Oberfläche -

– Klassischer Aufbau, intuitive Drag&Drop-Funktionalität mit Ein-Fenster-Technik: die Studio One Oberfläche –

Über PreSonus

Seit der Gründung 1995 hat sich PreSonus zu einem der führenden Entwickler und Hersteller von Audio-Recording- und Processing-Werkzeugen entwickelt. PreSonus preisgekrönte Mikrofonvorverstärker, Signalprozessoren, Digital Audiointerfaces, Mixer, Controller und andere Produkte werden rund um den Erdball für Aufnahmen, Klangverbesserung, Rundfunk, Sounddesign und Internetaudio eingesetzt. Im Bereich Software gibt es bis dato nur die Audio Multi-Tracking Software Capture. Wir dürfen gespannt sein, ob nach Erscheinen von Studio One auch bald der passende Hardwarecontroller erhältlich sein wird – genug Know How wäre ja vorhanden!

64 bit auch auf 32-bit-Systemen

Studio One basiert auf einer Audioengine, die nicht nur einen unvergleichlichen Klang bieten soll, sondern auch automatisch zwischen 32-bit- und 64-bit-Fließkommaverarbeitung wechselt (auch mit einem 32-bit Betriebssystem). Damit ist die höchstmögliche Audioqualität zu jeder Zeit garantiert. Allerdings ist diese Technik nicht mit der 64 bit-Fähigkeit des Betriebssystems zu verwechseln – die Speichergrenze von maximal 3 GB bei 32 bit-Systemen bleibt auch unter Studio One erhalten. Die Software ist kompatibel mit jedem ASIO-, Windows Audio- oder CoreAudio konformen Audiointerface und natürlich der kompletten Serie an PreSonus Interfaces, die vom Programm automatisch ohne vorherige Konfiguration erkannt werden.

- Bei Cubase erst seit der letzten Version mit dabei: ein Sample-Player mit 16 Triggerpads -

– Bei Cubase erst seit der letzten Version mit dabei: ein Sample-Player mit 16 Triggerpads –

Immer die richtige Konfiguration an jedem Platz

Studio One speichert die I/O-Konfigurationen für jeden Song, für jeden Computer und für jeden Gerätetreiber. So ist es möglich, einen Song in ein anderes Studio mitzunehmen und Studio One mit dem dort vorhandenen Interface zu nutzen. Ist man zurück im eigenen Studio, kehrt Studio One wieder zu den eigenen Einstellungen zurück, als wäre man nie weg gewesen. Das funktioniert mit nahezu jedem Interface – sehr praktisch!

Alles im Überblick: Die Startseite

Mit der Startseite bietet Studio One ein leistungsfähiges Werkzeug für Profis und Homerecording-Produzenten gleichermaßen. Von hier aus werden die letzten Songs und Projekte geladen, können neue erstellt und externe Geräte konfiguriert werden. Anleitungen, Demosongs und ein spezieller PreSonus Newsfeed können von dieser Stelle aufgerufen werden. Auch das Herunterladen von Updates und Supportmaterial erfolgt direkt von der Startseite, ohne dass man Studio One verlassen muss.

- Der Anfang eines Projektes: die Studio One-Startseite -

– Der Anfang eines Projektes: die Studio One-Startseite –

Forum
  1. Profilbild
    tuonodriver  

    Hört sich sehr intressant an! Ich wäre definitiv offen für Studio One, vorausgesetzt alle Plug ins die jezt unter Cubase 5 laufen, funktionieren auch unter Studio One 100%!Der Preis MUSS natürlich auch stimmen!
    Wäre schön wenn es eine Test Version geben würde.

  2. Profilbild
    derrick

    cubase-killer ist genau das richtige wort!

    bin auch im betatest und kann nur gutes berichten, sehr schlankes und flottes programm

    wie im preview erwähnt, der balast welcher sich bei Cubase angesammelt hat + die art wie steinberg seine kunden unflexibel behandelt ist schon mal ein sehr guter grund zu wechseln

    wenn die NDA aus ist, wirds auch von mir noch ien fettes preview geben auf technoboard.at

  3. Profilbild
    Alex Kölling  

    Spannendes Thema!

    Vor einigen Jahren war ich noch hoch erfreut, wenn es neue Sequenzer gab. Heute arbeite ich mehr und mehr mit Reaper, wenn es um ein solides Recording-Werkzeug geht, was performant ist und auf an der Leistungsgrenze noch sehr zuverlässig läuft.

    Ich kann aber auch jeden gut verstehen, der unter diesem Trend stöhnt! Noch ein neuer?

    Hoffentlich bleibt VST weiterhin der kleinste gemeinsame Nenner für alle noch kommenden Sequenzer. Auf Insellösungen steh ich nicht so,…

    Den ganzheitlichen Ansatz finde ich aber trotzdem klasse. Die Presonus-Interface werden ja auch immer mehr mit der Software verheiratet. Ich glaube über StudioOne soll man grundlegende Funktionen sogar fernsteuern können?!?!

  4. Profilbild
    4damind

    Mein Eindruck ist durchwachsen.

    Das 1-Fensterkonzept finde ich generell sehr gut. Da setzt man bei S1 allerdings auf ein Konzept was ja schon einige aktuellere DAWs nutzen.

    Der Midibereich ist noch stark ausbaufähig. Das betrifft sowohl die Tools aber auch etwas wie Midi-Effektplug-ins, die man wohl ganz vergessen hat. Die Umschaltung auf Drumeditierung ist gut, wo aber ist die Möglichkeit eine Drummap zuzuorden bzw. das wenigstens eine Standard GM Map mit Instrumentennamen angeboten wird?

    Externe Instrumente werden unterstützt – aber nur halb. Wo ist die zugehörige Audiozuordnung? So muss man wie in früheren Tagen weiterhin mit einer extra Audiospur arbeiten. Wie man sowas richtig macht zeigt Cubase.

    Der wirkliche Punkt und die Innovation schlechthin bei S1: Projekte. Vielleicht hätte man es lieber „Finalizing“ oder „Mastering“ nennen sollen, weil im Grunde ist es das. Eine Art Wavelab zum erstellen von AudioCDs inkl. brennen, CD-Images oder dem Export als Audiodatei (ogg, mp3, wav,…).
    Das man Songs direkt in Projekten verlinken kann hat zusätzlich den Effekt, dass bei Änderungen im Song automatisch im Masterprojekt der Song neu exportiert wird.
    Diese ganze Geschichte und die Idee dahinter ist wirklich mal was richtig feines. Sowas wünscht man sich auch bei anderen.

    Ansonsten… S1 empfand ich etwas als Ding zwischen Cubase, Ableton Live und Logic. Es setzt auf bekannte Konzepte und erfindet relativ wenig neu oder anders. Abgesehen von dem Projektmodus den es so wirklich nirgends gibt.

    Für mich kein Grund über einen Wechsel nachzudenken, dazu ist es einfach noch zu unfertig. Wenn Presonus noch etwas nachgelegt hat, könnte ich mir aber gut vorstellen das S1 eine Alternative zu Cakewalks Sonar werden könnte.

  5. Profilbild
    tompisa

    Ich habe die S1pro in der aktuellen Version 1.-5. . Ich muss sagen, was die Ex-Steinberger gebaut haben ist hervorragende Software Technik mit einem fantastischen Klang. Die Audioengine , Workflow und die Mastersektion suchen m.E. seinesgleichen. Das beste aus allen uf dem Markt befindlichen DAWs mit Konzentration auf Musik produzieren.

    Ein echter Test von S1 V 1.5 würde lohnen hier auf Amazona. Eine ganz hervorragende DAW, hoch performant und nicht überzüchtet. Ich bin mir sicher, dass sich S1 behaupten wird.

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