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Purple Box: Dual K5000S/W


Doppelt und dreifach

Unterschiede K5000S / K5000W

Marketingabteilungen treffen manchmal wundersame Produktentscheidungen, und so ist es offensichtlich auch bei der merkwürdigen Merkmalstrennung der W- und S-Modelle geschehen.
Das S-Modell erhielt einen außergewöhnlichen, programmierbaren Argeggiator und einen Macro-Controller mit 20 griffigen Drehreglern.

Luxus: zwei K5000-Displays

Luxus: zwei K5000-Displays

Das W-Modell dagegen bekam den 40-spurigen Sequencer zugeteilt. Dieser hat auch noch eine „Auto-Phrase-Generation“-Funktion, welche Harmonien einer Aufnahmespur nachträglich analysiert und automatisch eine 10-spurige Begleitung mit etlichen wählbaren Stilrichtungen generiert. Darüber hinaus gibt es bei dem W eine zusätzliche 32-stimmige Rompler-Klangerzeugung, dem auch eine General-MIDI-Klangpalette und etliche Drums-Kits mit auf den Weg gegeben wurde. Die Samples, beispielsweise das Piano, klingen zuweilen auch für heutige Verhältnisse recht gut.
Mir unverständlich, dass der Multimode des K5000W nur auf einem MIDI-Kanal spielbar ist, den kann man dadurch leider nicht durch weitere Keyboards steuern. Man kann mehrere Kanäle nur im Sequenzer-Modus ansprechen, und diese Einstellungen gehen beim Ausschalten des Geräts verloren.

Die Sequencer-Sektion

Die Sequencer-Sektion

Der K5000 ist auch bekannt für seine außerordentlich angenehm spielbare, halbgewichtete Tastatur. Dieses satte Nachfedern der Tasten nach dem Loslassen – einfach Klasse. Ein Gerät mit der Summe dieser Merkmale wäre es eigentlich gewesen. Mit dem Dual K5000 sind sie jedenfalls vereint.

Fazit

Wem es nicht ausreicht, im PC-Sequenzer und mit einem einzigen Keyboard aus zu arrangieren, sondern live mit mehren Sounds gleichzeitig spielen möchte, für den ist die Orgelergonomie einfach unschlagbar. Die orgeltypischen Sounds auf dem Dual-K5000 klingen auch überzeugend, sie erscheinen aber nebensächlich – dazu sind die Klangmöglichkeiten viel zu eigenständig.
Selbstbau hin oder her, es wäre natürlich schön, wenn der westliche Markt in Zukunft wieder mal etwas in dieser Richtung brächte. Vielleicht etwas wie einen Dual-A6 oder Double-Phantom zum unwesentlich höheren Preis?

Zu den Klangbeispielen: Man möge mir verzeihen, es ist alles improvisiert, ohne Quantisierung und vielleicht etwas lang geraten. Es zeigt aber vielleicht etwas von der Spontaneität und der puren Lust am Improvisieren mit diesem Instrument.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Tischhupe

    Schöner Artikel. Schade nur, dass Kawai so gar nichts essentielles zum Thema Synthesizer mehr produziert.

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    Subsonic75

    Hallo,

    die Beschreibung des Multimodes vom K5000W aus dem Artikel, ist so nicht zutreffend bzw. missverständlich. Man muss hier den sogenannten Combimode vom Multimode unterscheiden. Im Combimodus sind zwar bis zu 4 gelayerte Sounds kombinierbar aber das ist kein klassischer Multimodebetrieb und war vom Hersteller auch nicht als solcher gedacht. Das der Combimode über nur einen Midikanal gespielt werden kann ist durchaus sinnig, denn ein Layersound wird immer nur über einen Kanal getriggert. Der Combimode ist für Livemusiker natürlich schon irgendwie eine Brücke um ein klassisches Performance-setting zu realisieren. Die 4 Layer lassen sich dafür auf verschiedene Keyboardzonen splitten und entsprechend der Oktavlage anpassen. Also wäre es hier schon möglich die 4 Layersound von 4 unterschiedlichen Keyboards spielen zu lassen. Hierzu müsste man lediglich 4 Boards in Reihe hängen (Midi IN und True) und jedes auf Kanal 1 senden lassen. Mann muss beim spielen eben nur die Splittzonen einhalten. Der tatsächliche 32fach Multimode des K5000W ist nur im SONG Modus verfügbar. Da der Songspeicher flüchtig ist, muss man das Multiset auf Disk sichern und für jeden Song neu einladen. Fürs Studio ist das zu verschmerzen und für den Livebetrieb sollte man per Midi auch eine Autoload Funktion hinbekommen oder sich einfach einen zweiten K5000 anschaffen. Ich erinnere hier nur an abenteuerliche Bühnenaktionen mit dem Nachladen von Samples für EMU, AKAI und Co. das ging ja auch zu machen :-)

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