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Test: Re-Compose Liquid Notes, Kompositionstool


Double Shot gegen nüchterne Musik

Der Kopf brummt (natürlich nur infolge langer Stunden im Studio ;-) und die Ideen möchten nicht fließen. Liquid Notes soll dem müden Geist mit einem Schuss frischer Töne – genauer: frischer Harmonien – entgegenwirken, ohne Musiktheorie-Wälzer entstauben zu müssen.

Die Entwickler der Software haben sich ein hohes Ziel gesteckt. Das Programm analysiert MIDI-Daten und soll mögliche andere Harmonien vorschlagen. Dabei wird nicht in die Rhythmik eingegriffen.

Liquid Notes Box

Liquid Notes Box

Doch zunächst zum Packungsinhalt: Erhältlich ist Liquid Notes wahlweise als Download oder als Box. Die sehr ansehnliche Box enthält nur einen Datenträger mit auf der Papierhülle aufgedruckter Seriennummer sowie ein Blatt mit Werbung für ebendieses Produkt. Wer sich an aufwendig gestalteten Pappschachteln erfreuen kann, wird sicherlich die Schachtel bestellen. Allen anderen sei die elektronische Bestellung mittels Download empfohlen.

Auf der DVD finden sich die PDF-Handbücher auf Deutsch und Englisch sowie eine Installations-EXE für Windows und ein dmg-File für Mac OS X.

Liquid Notes läuft unter Windows und Mac OS X. Ursprünglich existierte auch eine Version für Linux, die aber eingestellt worden ist.

Das Konzept

Kurz beschrieben importiert man seine MIDI-Datei und bekommt die erkannten Akkorde angezeigt. Für jeden Akkord existiert ein Slider, sodass das Ganze wie ein riesiges Mischpult aussieht. Durch Schieben von Slidern lassen sich die Harmonien verändern bzw. auswählen. Wenn das modifizierte Werk gefällt, kann man es als MIDI-Datei exportieren oder über die virtuellen MIDI-Ausgänge direkt in den Sequencer aufnehmen.

Praxis

So einfach die Idee scheint, so kompliziert ist erst einmal die Einarbeitung. Das Handbuch gibt die nötigen Informationen zur Bedienung nur ungern Preis. Der Quickstart-Guide erfüllt kaum seinen Zweck. Hier werden die einzelnen Bedienelemente der Software beschrieben, ohne dass man anschließend etwas mit dem Programm anfangen könnte. Ein Tutorial wäre die bessere Lösung gewesen. Besonders, wenn Musiker ohne theoretischen Hintergrund angesprochen werden sollen, ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wichtig. Zudem werden einige Fachbegriffe verwendet, die natürlich nicht zum Allgemeinwissen gehören.
Ein wenig musikalisches Grundwissen – hauptsächlich der Aufbau einer Kadenz – ist zur Bedienung nötig und wird auch versucht, im Handbuch zu vermitteln. Nach erfolgreicher Einarbeitung geht die Bedienung zügig vonstatten.
Bei aller Kritik am Handbuch sind die Tutorial-Videos auf der Website von Re-Compose sehr hilfreich. Wer kein Englisch versteht, ist leider auf das Handbuch angewiesen.

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Klangbeispiele

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