Report: Musikmesse 2002 / Keys T1

20. März 2002

Synthesizer News Musikmesse 2002

Bob Moog Musikmesse AMAZONA.de

Bob Moog, mit Florian Wöhler am AMAZONA.de-Messestand 2002

Das frühjährliche Balzverhalten von Studiomusikern bietet so einige Kuriositäten.

Nach einem langen, einsamen Winter mit düsteren Flächen und melancholischem Beat muss zunächst die Musikmesse in Frankfurt die Pforten öffnen, bis sich dieses lichtscheue Wesen vor die Studiotür traut. Sodann nimmt es erfreut von den ersten, wärmenden Sonnenstrahlen die prächtigen Exemplare des bevorzugten Geschlechts („Messeschnitten“) zur Kenntnis – und die Balz auf. Und solange dieser dienlich, scheint ihm kein Gedanke zu abwegig nicht gedacht zu werden. Ein Live-Auftritt würde sicher Eindruck machen…

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Dominik & Messehostess

Kurz: Unter Musikern kennzeichnet die Frankfurter Musikmesse das Frühlingserwachen deutlicher als austreibende Bäume oder die aus dem Süden heimkehrenden Vögel mit ihrem ohrenbetäubenden Geschrei. Denn das alljährlich im März stattfindende Event ist neben der NAMM-Show in San Francisco die wichtigste Fachmesse für Musiker und bietet Herstellern die Möglichkeit, ihre neuen Produkte dem kaufkräftigen europäischen Publikum zu präsentieren.

Die Großkopferten der Branc he verließen sich indes auf ein einfaches Prinzip: Nicht kleckern, klotzen. Während Roland und Korg sich noch mit gewaltigen Messeständen und zig Vorführungen begnügten,
ließ sich Yamaha nicht lumpen und mietete kurzerhand eine ganze Halle nebst eigenem Konzertsaal an.

Natürlich nicht zum Selbstzweck, denn der Fachhandel entscheidet in Frankfurt, welchen Produkten er in den nächsten 12 Monaten die größten Marktchancen gibt und ordert diese dann mit dickem Geldbeutel auf Vorrat. Dankenswerterweise entschloss man sich seitens der Organisation auch dieses Jahr wieder dazu, unsere Illusion einer friedlichen wir-haben-uns-alle-lieb-Austellung nicht zerplatzen zu lassen und verfestigte die Entwicklung, die ersten Tage exklusiv dem Geschäfte Machenden zu verschreiben.

Otto Normalmusiker verpasst aber nicht wirklich etwas, denn auf mehr oder weniger wichtige Menschen, die ihre Eintrittskarten in Plastikhüllen mit Aufschriften wie ‚Trade Buyer‘ oder ‚Exhibitor‘ an die stolze Brust pinnen kann dieser reinen Gewissens verzichten.

Außerdem eroberte sich am Wochenende das breite Publikum die Messe zurück und feierte freitags mit der Nacht der Clubs erst mal richtig fett den bevorstehenden Sieg über die Schlipse. Mehr als 30 äußerst angesagte Clubs des diesbezüglich gut bestückten Rhein-Main-Gebiets wie das Robert Johnson, U60311 oder Space Place gab’s zu einem All-For-One-Spottpreis, obendrauf noch einen kostenlosen Shuttle-Service vom Messeturm zu den einzelnen Locations und als Sahnehäubchen- vorausgesetzt man kam rechtzeitig aus der Kiste- ermäßigten Eintritt zur Musikmesse.

So überraschte es wenig, dass die Musikmesse auch im Jahr 2002 wieder ein Publikumsmagnet wurde und nach einem tiefen Blick in den Kristall der Musikindustrie offenbarte, wohin sich unser aller Hobby entwickeln wird. Wirkliche Neuheiten mit richtungsweisendem Schockwellen waren dieses Jahr allerdings verhältnismäßig dünn gesät; zwei Trends hinterließen in diesem Jahr jedoch deutliche Spuren.

Musikmesse 2002 – die Trends

Der erste geht ganz klar zum Laptop-Studio und allem, was man als fahrender Musiker so brauchen könnte: immer perfektere und flexiblere Software, USB-Audiointerfaces, professionelle MP3-DJ-Lösungen. Auf der anderen Seite schreitet gerade in der Produktion die Digitalisierung von allem und jedem unaufhaltsam voran und mündet in der Tatsache, dass analoge Mischer außerhalb von Performances eine echte Rarität geworden sind. Zudem sind in professionellen Studios DSP-befeuerte Software-Lösungen zu echten Alternativen gereift.

Hardware-Klangerzeuger hingegen entwickeln sich immer mehr zu unbezahlbaren Fetischen mit geringem Mehrwert. So kam Waldorf tatsächlich auf die Idee, den bekannten ‚Q‘ mit einem analogen Filtermodul zu erweitern um das ganze zu einem geschätzten Endkundenpreis von 8.000,- als ‚Q+‘ unter die Leute bringen zu wollen. Es wird sich zeigen, ob diese Strategie aufgehen wird oder den Trend zu leistungsfähigen Softwarelösungen nur weiter beschleunigt.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die zusehende Verschmelzung von Hard- und Software. So kam der deutsche Hersteller Creamware mit dem Noah auf die Idee, einen Synthesizer zu entwickeln, der streng genommen nur noch ein Bedieninterface für die bekannte, hauseigene DSP-Technologie ist. Neun simulierte Synths, vom Minimoog über einen Vektorsynth bis zur Hammond B3, sind gleich mit an Bord und können- Innovation!- durch aus dem Internet zu beziehende Plug-Ins erweitert werden.

Zusehends springen auch Hardware-Hersteller auf den Zug auf, ihre zweifelsfrei schon hervorragenden Algorhitmen auch in entsprechende Software zu verpacken. Hier bestimmen unterschiedliche Geschäftsphilosophien das Bild: Während Waldorf mit dem Attack den Schritt gewagt hat, ein neues Instrument zunächst als natives VST-Instrument anzubieten und dann das entsprechende Rack-Gerät, den ‚Rack-Attack‘, zu veröffentlichen, geht Access wohl auch wegen dem höheren Performancehunger konservative Wege und vercheckt die Engine des Access Virus an TC.

Deren Powercore-Karte entwickelt sich für Dritthersteller zu einer sehr interessanten Plattform für Software-Portierungen bestehender Hardware-Geräte. Beispielsweise konnte TC auch Waldorf für das Konzept gewinnen. Mittelfristig kann also mit erschwinglichen Portierungen der großen Synths gerechnet werden.

Indes täuschten die großen der Branche wie Yamaha, Korg und Roland durch ihre bombastischen Auftritte darüber hinweg, dass wirklich Innovatives mit der Lupe zu suchen war. Hier ein portables Mini-Studio, da eine neue Workstation- letztendlich jedoch dominierte Produktpflege über wirklich Neuem. Wenn das mal keine Überleitung zu den Highlights war…

ABLETON
Live 1.5 – Update des beliebten Performance-Sequenzers

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Ableton präsentierte auf der Musikmesse eine neue Versionsnummer des bekannten Software-Sequenzers Live. Das im Amazona-Test sehr positiv aufgefallene Programm für Performance-Musiker wurde um wichtige Features zur besseren Implementierung in ein bestehendes Setup erweitert.

Netterweise kann das Update für Mac OS9, OSX und Windows ab Anfang April kostenlos von Ableton heruntergeladen werden.

Neben dem üblichen Feintuning gibt’s folgende Verbesserungen:

  • Volle Rewire-Kompatibiliät und damit nahtlose Einbindung in Cubase, Logic, Reason oder Digital Performer.
  • Wahlweise Betrieb als MIDI Master oder Slave.
  • Render-to-Disk-Funktion, um Daten schnell mit anderen Audio-Applikationen auszutauschen.
  • Gebrauch von externen Controller-Boxen.

BEHRINGER
DDX 3216 – Behringers erster Digitalmischer besticht durch Erschwinglichkeit

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Spätestens wenn Behringer ein Produkt veröffentlicht, das zu einem unglaublichen Preis die Features der Mitbewerber abdeckt, wurde aus einem Trend ein Massenmarkt. Man mag von Behringer denken, was man möchte: mit dem kompakten DDX3216 für unter 2000 Euros ist ihnen wieder ein Volltreffer gelungen, der die Digitaltechnik auch in semiprofessionellen Studios etablieren wird.

Das 16-Bus-, 32-Kanal Digitalpult mit analogem Feeling und 8 Aux Sends bietet pro Kanal über einen vollparametrischen 4-Band Equalizer, einen stimmbaren Hochpassfilter, ein Gate, eine Kompressor/Limiter-Sektion und eine Phaseninvertierung – alles gleichzeitig einsetzbar. Die ersten 16 Kanäle sind mit einer Delay-Funktion ausgestattet. Vier Effektprozessoren polieren den Sound auf, dynamische und Snapshot-Automationsfunktionen werden ergänzt durch umfangreiche Synchronisationsmöglichkeiten und MIDI und eine umfassende interne I/O Patchbay. Darüber hinaus bietet der Mischer noch zwei Einschübe für Erweiterungen mit Schnittstellen im ADAT ® -, TDIF- und AES/EBU-Format. Intern arbeitet das Pult mit 32 Bit, der EQ sogar mit 40 Bit.

CREAMWARE
Noah – Flexibles Synth-Konzept auf Basis der bekannten DSP-Karten

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So wie Noah die Evolution vor den Schrecken der Sintflut rettete, schickt sich Creamware nun an, selbiges mit den immer mehr aus der Mode kommenden Hardware-Synths zu tun.
Mit dem ‚Noah‘ gab es eine echte Innovation zumindest als Prototyp zu bewundern. Wie weiter oben schon erwähnt hat der bekannte Hersteller von DSP-befeuerten Softwarelösungen ein völlig neues Konzept für einen Hardware-Synthesizer erdacht. Der vermutlich ab Sommer als Rack- und Keyboardversion erhältliche Noah soll die Vorteile beider Welten (Spontaneität und Einfachheit vs. Flexibilität und Preis) durch flexible Software vereinen.
Die Sounds der neun am Anfang integrierten Synths werden dabei keine Samples sein, sondern durch die leistungsfähige DSP-Hardware dynamisch simuliert. Weitere Klangerzeuger sollen zum Download im Internet angeboten werden.

AMAZONA.de hält euch auf dem Laufenden, wohin sich Creamwares Baby entwickeln wird. Sobald wir ein Testgerät in die Finger bekommen seid ihr die ersten, die wissen ob die Kiste hält, was sie verspricht.

HARTMANN
Neuron – ‚neuronaler‘ Synthesizer mit innovativem Bedienkonzept

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Zwar überraschte die junge deutsche Synth-Schmiede Hartmann mit dem Neuron schon auf der Winter-NAMM in Anaheim, damals allerdings noch mit einem weit von der Serienreife entfernten Modell. Man befindet sich immer noch in der Feintuning-Phase; Hartmann schaffte es nur mit Mühe, zwei funktionsfähige Modelle auf der Musikmesse zu präsentieren.

Diesmal gab es aber zumindest eine Preisliste, mit der es leichter fällt das Gerät in eine Gewichtsklasse einzuordnen. Das auf der von Hartmann entwickelten ‚Artificial Neural Network‘ (ANN)-Technologie basierende und bis zu 48-stimmige Basismodell bietet zu einem Preis von knapp 5000 Euro 24 Bit / 96 kHz-Audioausgabe, auf Wunsch auch in 5.1-Surround. Erweiterungen wie mehr RAM oder statt dem vorhandenen S/PDIF- ein ADAT-Interface kosten extra (auf Anfrage / EUR 690,-).

Die Funktionsweise des Geräts ist so einfach wie genial: Ein auf der internen Festplatte befindliches Soundfragment füttert die erwähnte ANN-Engine. Diese untersucht das Signal nach klanglichen Aspekten wie ‚hölzern‘ oder ‚metallisch‘, kleiner oder großer- virtueller- Resonanzkörper usw. Die verschiedenen Parameter können nun mit Hilfe von Joysticks dynamisch eingestellt werden, was eine weit intuitivere Klanggestaltung als mit bisherigen sample-basierten oder virtuell-analogen Geräten ermöglicht. AMAZONA.de hält euch auf dem Laufenden!

MIDIMAN
USB Duo – hochwertiges, kompaktes USB-Audiointerface für unterwegs

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Ein allgemeiner Trend waren 2002 kompakte USB-Recording-Lösungen für Laptop-Musiker. Neben dem Roland MMP-2 (ein Mic-Modeling Preamp mit Steuersoftware) stellte MIDIMAN mit dem USB Duo einen sehr interessanten Vertreter dieser Familie vor.

Das Gerät ermöglicht Aufnahmen in professioneller Qualität mit 24Bit/96kHz-Auflösung und den Anschluss von 2 Mikrofonen (auch Großmembran-Mikrofone mit Phantomspeisung) sowie beliebigen Geräten mit Line-Ausgang (symmetrisch oder unsymmetrisch).

Das Eingangssignal kann über den eingebauten Vorverstärker mit einem Gain-Regler, Pad-Dämpfung, +4/-10dB Umschaltung und Signal/Clip-LED optimal angepasst werden. Die Eingänge können verzögerungsfrei abgehört werden, der Kopfhörer- und Lineausgang sowie der digitale S/PDIF-Ausgang stehen dem Host-Computer als 24Bit/96kHz USB-Audio Wiedergabegerät zur Verfügung.

Ohnehin besticht das USB Duo durch die hochwertige Qualität der Wandler. Ohne Computer taugt die kleine Kiste immer noch als professioneller A/D-Wandler. Sample-Rate einstellen, Mikrofon oder Line-Signal anklemmen und schon steht am S/PDIF-Ausgang ein entsprechendes Signal bereit. Das ist Fortschritt…

PROPELLERHEAD
Reason 2.0 – das fetteste virtuelle Rack wurde noch besser

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Die Propellerköpfe stellten auf der diesjährigen Musikmesse den Nachfolger des legendären Reason vor. Der volle Versionssprung auf 2.0 verspricht einiges an Innovation (laut eigenem Bekunden ‚extrem verbessert‘), doch Propellerhead Software verschrieb sich hauptsächlich dem Feintuning des Urahns.

Neben dem neuen, polyphonen und giftgrünen Graintable-Synth ‚Malström‘ mit charakteristischem Sound steckt ein neuer, getunter Sampler (‚NN-XT‘) im virtuellen Rack. Dieser soll schlau genug sein, um ein eingeladenes AIFF- oder WAV-Sample nach seiner Tonhöhe zu analysieren und intelligent zu mappen. Wie gut das funktioniert wird bald ein AMAZONA.de -Test zeigen.

Um den NN-XT auch gleich richtig in Szene setzen zu können gab Propellerhead dem jüngsten Spross noch die ‚Orkester‘-Soundbibliothek mit auf den Weg. Außerdem kann das Sequenzer-Fenster (endlich) aus dem Rack gelöst und beliebig auf dem Bildschirm positioniert werden. Das Sahnehäubchen zum Schluss: Reason 2.0 läuft auch unter Mac OSX.

STEINBERG
Cubase SX – Von Grund auf neues CuBase mit starken Nuendo-Anleihen

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Neben Wavelab 4.0 hatte Steinberg mit Cubase SX zweifelsfrei einen dicken Trumpf im Software-Ärmel. Nach der Vorstellung durch einen Entwickler war klar: hier wird nicht ein einfaches Update hübsch hinter einer neuen Bezeichnung versteckt. Vielmehr handelt es sich um ein von Grund auf neu geschriebenes Stück Software mit starken Nuendo-Anleihen und einer modernen, an vergangene Cubase-Versionen erinnernden Optik.

Als wichtigstes Feature, so wurde ich belehrt, wurde das unlimitierte Undo / Redo implementiert. Hier werden nicht nur alte Grenzen einer maximalen Schrittweite beim Rückwärtsgang gesprengt, sondern auch ein innovatives Konzept nach dem Motto ‚Wie sah mein Song eigentlich vor drei Minuten aus?‘ realisiert. Ferner bietet das neue Cubase mit dem VST System Link ein System zur sample-genauen Vernetzung von mehreren Computern mit Steinberg-Software. Dazu später mehr.

Ferner bietet das Programm intelligente MIDI-Input- und Processing-Tools, eine Vielzahl neuer virtueller Instrumente und Effekte, komfortables Editieren, Notensatz, 5.1 Surround Sound, Mixing und Mastering.

Cubase SX unterstützt sowohl Windows 2000/XP als auch Mac OSX und wird ab Ende des 2. Quartals 2002 zum Preis von EUR 799,- (UVP) erhältlich sein. Das Upgrade von Cubase VST/32 soll EUR 149.- kosten, das Upgrade von Cubase VST Score schlägt mit 199.- Euro zu Buche, das Upgrade von Cubase VST kostet EUR 299.-.

VST System Link – Innovative Vernetzung der Steinberg-Systeme

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Mit dem auf der Musikmesse vorgestellten VST System Link können mehrere Musikcomputer sample-genau miteinander vernetzt werden. Deren Verbindung erfolgt über ein einfaches Digital Audio Kabel, auf dem ein einziges Bit eines einzigen Audio Kanals dazu verwendet wird, beliebig viele Systeme, egal ob Macs oder Wintels, miteinander zu verbinden und samplegenau zu synchronisieren.

Die Vorteile der Technologie liegen auf der Hand, hier die wichtigsten:

  • alte PCs können weiterverwendet werden (zumindest als VST-Effektgerät taugt fast jeder Computer)
  • MIDI-Timingschwierigkeiten dürften der Vergangenheit angehören
  • Im Notebook entworfene Ideen lassen sich schnell und einfach im Studio einbinden

VST System Link wird voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2002 exklusiv in Cubase VST und Nuendo zur Verfügung stehen. Hoffentlich kommt Steinberg auf die Idee, die Technologie lizenzieren zu lassen und so auch bei unterschiedlichen Software-Vorlieben endlich für Timingfestigkeit zu sorgen.

TC ELECTRONIC
M300 – Preis- und hochwertiger Multieffektprozessor mit den legendären TC-Effekten

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Mit dem ‚M300′ geht TC nach dem ‚M-One‘ und dem ‚D-Two‘ einen weiteren Schritt Richtung Massenmarkt und stellte ein auch für den kleinen Geldbeutel sehr interessantes Effektgerät mit den gewohnt herausragenden Algorhitmen vor. Dank der einfachen, übersichtlichen Benutzeroberfläche und dem Layout der Effekte verspricht das Gerät, jeder denkbaren Anforderung vom Liveauftritt zum Studio gewachsen zu sein. Der M300 arbeitet intern mit 24-bittiger Datenbreite und bietet- wie von TC gewohnt- hervorragende Wandler.

Im Innern verrichten zwei Effektprozessoren ihre Arbeit, wobei sich einer auf die Simulation von 15 Hallumgebungen, der zweite auf ebenfalls 15 andere Soundverbiegungen spezialisiert hat. Die Reverbs beinhalten bewährte Algorhitmen wie das klassische TC-Reverb und versprechen durch direkt an der Vorderseite des Geräts zugänglicher Parameter reichlich Spaß beim Soundbasteln. Wer keine Zeit hat, im Parametermeer zu surfen kann natürlich auch auf eins der 256 ROM-Presets zurück greifen oder eigene Kreationen in einem der 99 zur Verfügung stehenden User-Speichereplätze ablegen.

VIRSYN
VirSyn TERA – Innovative Softgroovebox mit inneren Werten

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Harry Gohs ist ein engagierter Soundschrauber der ersten Stunde und beschäftigt sich schon seit weit über 15 Jahren intensiv mit der Theorie der Klangsynthese.

Das von ihm in Eigenregie entwickelte, vor einem Jahr noch hässliche Softgroovebox-Entlein VirSyn bekam eine komplett neue Benutzeroberfläche spendiert und kann nun via VST2-Schnittstelle in die bevorzugte Sequencing-Software eingebunden werden- wohlgemerkt ohne den internen Sequenzer des VirSyn TERA deaktivieren zu müssen. Damit jedoch nicht genug: die einzigartige Spektralsynthese erzeugt unglaublich resonante, abgefahrene Sounds und bietet so massig Spielraum für kreative Experimente. AMAZONA.de wird euch bald in einem Test sagen, was Sache ist.

Weitere Info´s zu den Messeneuheiten bekommt Ihr im Teil 2 diese Woche zu lesen…

Herzlichst Euer
Florian Wöhler
Chefredakteur AMAZONA.de

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