Report: Musikmesse 2010 News – Gitarre & Bass

An fünfter Stelle treffen wir auf den Buchstaben E, Anlass genug, ein paar Worte zu den  EVENTS zu verlieren. Die meisten Hochkaräter beehren für Fender die Bühnen des Messegeländes. Mit von der Partie sind unter anderem Bluesgitarristin Ana Popovic, Gary Hoey, die deutsche Metal Ikone Axel Rudel Pell und Surf Guitar-Legende Dick Dale. Zudem darf sich die Metalfraktion über eine Autogrammstunde mit Scott „NOT“ Ian (Anthrax) freuen.

Bei den Tieftönern hat Warwick die Nase vorn und hat Funky TM Stevens, Jonas Hellborg, Übertechniker Ryan Matinie (Mudvayne), sowie Jäcki Reznicek von der kürzlich reanimierten Band Silly im Gepäck. Außerdem standen vielversprechende Newcomer wie Sugar Honey Boo auf der Agora Stage, die mit ihrer Rezeptur aus funky Pop und kernigen Alternative Rock begeistern.

In Kooperation mit No.1 Guitar Center Hamburg und Circus Roncalli wurde die Vintage Show ins Leben gerufen, auf der eine Vielzahl von Seltenheiten die Speichelproduktion eines jeden Sammlers kräftig ankurbeln sollte. Das Highlight der Vintage Show: Das Guitar Center Hollywood präsentiert mit Claptons ‚Blacky‘ und Ray Vaughns ‚Lenny‘ die beiden wertvollsten Gitarren der Welt.

-- Fender American Special --

— Fender American Special —

Die amerikanische Traditionsinstitution FENDER hat gleich zwei seiner erfolgreichsten Baureihen einer Verjüngungskur unterzogen und mit neuen Features aufgelegt. So erfreut sich die neue American Special Series über 22 komfortable Jumbobünde, die bewährten Texas Special-Einspuler und eine seidenmatt lackierte Halsrückseite mit abgerundeten Kanten. Feine Details, die bei Fender leider manchmal zu kurz kommt. Erst im Vorjahr schwankten die Spezifikationen sogar innerhalb der an sich äußerst gelungenen Road Worn-Serie massiv. Während man den Gitarren mit schmaler Sattelbreite, schlanken 6105 Jumbobünden und anschmiegsamen V-Profil absolutes Wohlgefühl attestieren konnte, wurde der P-Bass mit einer überdimensionierten Sattelbreite von 44,5 mm (!!!) und  mickrigen Vintage-Bündchen abgestraft. Bleibt nur zu hoffen, dass ähnliche Ausrutscher in der Gradwanderung zwischen Antike und Moderne nun endgültig der Vergangenheit angehören. Zurück in die Gegenwart. Bei der Stratocaster kommt die große ’70s Kopfplatte hinzu, während man der Tele eine massive Brücke mit Messing-Reitern spendiert hat. Das zeitgemäße Update sollte mit erhöhter Klanggüte/Spielfreude sinnvoll die Brücke zwischen Standard Series (Mexikofertigung) und American Standard schlagen.

-- Fender American Deluxe --

— Fender American Deluxe —

Auch die amerikanische Nobel-Serie darf sich einer Neuauflage erfreuen. Der Precision Bass der American Deluxe-Serie ist dabei alles andere als zu kurz gekommen, dem ihm wurde eine massivere Brücke, Bypass-Schaltung, Noiseless Pickups, ein Saitenhalter für die A-Saite und fünffach-verschraubter Hals spendiert. Die Pimp-My-Deluxe-Variante an den 6-Saiten wurde sogar mit einem Compound Radius versehen. Der oben runder verlaufende Griffbrettradius flacht zu den hohen Lagen hin fließend ab, sodass für Rhythmusarbeit in den tiefen Lagen und filigranes Solo in den höheren Bereichen gleichermaßen optimale Voraussetzungen geschaffen werden. Ein uneingeschränkt sinnvolles Feature, das bei den Fender-Lizenzbauten von Warmoth schon längst zum absoluten Standard gehört und nun endlich Einzug in die ‚Originale‘ zu erhalten scheint – ein Schritt, der längst überfällig war.

Kräftige Verstärkung gibt’s vor allem im Tieftonbereich, denn mit den überarbeiteten Rumble Bass Amps hat man gleich 5 handliche Combos auf den Markt gebracht. Zwischen 15 – 350 Watt und 10 – 29 Kilo sollte für jeden die passende Größe und Ausstattung dabei sein. Mehr Output, eine stabilere Konstruktion und eine optimierte Vorstufe markieren die wesentlichen Verbesserungen. Die ausgewachsenen Modelle Rumble 350 (2×10“ Speaker) und Rumble 150 (1×15“ Speaker) zeichnen sich durch einen integrierten Overdrive für die richtige Portion Dreck im Sound aus. Zudem bieten die beiden Vorzeigemodelle reichlich praxistaugliche Regelmöglichkeiten. Neben der Kontrolle über die wichtigsten Frequenzbereiche kann man mittels zwei kleiner Schalter wahlweise die Tiefmieten unterstützen (‚Punch‘) oder den Mittenbereich bei gleichzeitiger Anhebung von Höhen/Bässen aushöhlen (‚Scoop‘).

-- Fender American Deluxe Tele --

— Fender American Deluxe Tele —

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