Report: NAMM Show News 2009 Teil 1

16. Januar 2009

NAMM-Report 1

Alle Jahre wieder …

… öffnet die Winter-NAMM ausgerechnet im sonnigen Kalifornien ihre Pforten und gibt einen Ausblick darauf, womit die Hersteller die Musikerwelt in den kommenden 12 Monaten beglücken werden. Man darf also in aller Ruhe sein Jahresbudget überschlagen – und sich in der Regel in Geduld üben, denn vieles von dem was gezeigt wird, ist erst in mehreren Monaten erhältlich. Oder es heißt viel zu oft: TBA. Auch die Preisangaben sind oft eher vage und natürlich in Dollar (zudem auf den amerikanischen Markt bezogen), sodass hier die Auskünfte für uns Kontinentalbewohner bestenfalls grobe Richtwerte sind. Konkreteres gibt es dann zur Musikmesse in Frankfurt.

Trotzdem ist die Winter-NAMM ein wichtigster Event im Musikerkalender, um Trends und Entwicklungen abzusehen. Einer dieser Trends lautet dieses Jahr offensichtlich: Wir haben auch MPC-Feeling. Wir haben hier die wichtigsten Infos aus den Bereichen Synthesizer und Studio zusammengetragen, um Ihnen ein wenig den Überblick zu erleichtern.

Im Laufe der kommenden Tage wird es natürlich noch weitere Einträge und Ergänzungen geben, also ab und zu mal reinschauen! Die jeweiligen Überschriften sind mit den Hersteller-Webseiten verlinkt – einfach draufklicken.

 

Beat Kangz Electronics

Eine echte Überraschung kommt aus Nashville. Die Beat Kangz kennt man noch von ihrer Zusammenarbeit mit Zoom für die SB-248 Streetboxx. Jetzt tat man den nächsten Schritt und hat eine Drummachine namens „The Beat Thang“ ganz in Eigenregie produziert. Optisch wirkt das Beat Ding wie eine Mischung aus ASR-X, Electribe und XR20. Die Featureliste liest sich durchaus beeindruckend: über 3.000 Sounds, Sample-Option inkl. Resampling- und Editierfunktionen, 8-fach Layer, 256 MB RAM Standard, 16 Spur Sequenzer, On-Board Effekten (Delay, Reverb, Filter, Chop usw.), Master-EQ und Limiter, USB-In/-Out, zwei SD Cardslots, Pitch- und Mod-Wheel, interner Akku.

Mit Sounds, Features und Marketing zielen die Beat Kangz klar auf den Hip Hop-Sektor ab, kein Wunder, stammen sie doch aus diesem musikalischen Umfeld. Wenn die Drummaschine hält, was sie verspricht, ist sie sicherlich eine Bereicherung in dieser Kategorie. Ob sie eine echte MPC-Konkurrenz wird, muss ein Test zeigen.

Zu Preis und Lieferbarkeit gibt es leider noch keine Angaben.

 

Muss die MPC jetzt Angst haben?

Muss die MPC jetzt Angst haben?

 

Kurzweil

Mit dem PC361 wird Kurzweil durchaus wieder für Synthfreaks interessant, denn in dem Keyboard der Performance Controller-Serie steckt der schon vor Jahren als Prototyp gezeigte VA-1 Virtual Analog Synthesizer, der modellierte Oszillatoren (inklusive Supersaw) nun mit verbesserten V.A.S.T.-Filtern und nicht-linearen Prozessoren kombiniert, die seit dem K2000 bei Soundbastlern überaus beliebt sind.

Auch der Rest des 61-Tasten Keyboardsynths braucht sich nicht zu verstecken. Mit 128 Stimmen, Hunderten neuen Sample-Sounds, u.a. dem Triple Strike Grand Piano, dem KB3 Orgel-Mode sowie einer großen Auswahl an Vintage Keyboard- und Orchesterklängen, die bei Kurzweil schon immer klasse waren, sowie einem leistungsfähigen Sequenzer ohne Spurenbegrenzung, 16 programmierbaren Arpeggiatoren und Effekten aus dem KSP8 Prozessor stellt sich Kurzweil den Workstation-Konkurrenten.

Preisangabe: $2395, Lieferbarkeit: Frühjahr (zuerst in Amerika)

 

wieder mal was für Synthfreaks

wieder mal was für Synthfreaks

 

IK Multimedia

Nach dem Ampeg SVX hat sich IKM ein weiteres Mal mit einem legendären Amp-Hersteller zusammengetan, um Verstärkung in den Rechner zu bringen. Diesmal ist kein Geringerer als Fender der Partner. AmpliTube Fender heißt das Softwarepaket, das insgesamt 12 Fender-Verstärker, darunter ’59 Bassman LTD, MH-500 Metalhead, Super-Sonic und natürlich ’65 Twin Reverb, dazu die 12 passenden Kabinette, einschließlich des Vibratone Rotary Speakers, 6 Pedaleffekte (Fender-Blender, Phaser, Fuzz Wah, ’63 Fender Reverb, Tape Echo, Volume) und 6 Rackeffekte aus der Cyber-Twin Serie (Pitchshift, Tape Echo, Sine Chorus, Triangle Flanger, Wah, Compressor).

3_IKM Fender 01.jpg

Damit dürfte AmpliTube Fender nicht nur für Gitarristen, sondern auch für Keyboarder interessant sein, um E-Piano und Orgel den richtigen Sound zu verleihen. Für die Abnahme kann man zwischen 9 verschiedenen Mikrofon-Emulationen wählen. Es lassen sich zwei vollständig konfigurierbare Klangketten mit bis zu 32 gleichzeitig aktiven Effekten programmieren. Es wird eine Library von mehreren Hundert Presets mitgeliefert. Natürlich ist AmpliTube Fender über geeignete Controller-Boards wie dem IKM StompIO und dem neuen StealthPedal sowie normalen MIDI-Controllern steuerbar. Die Software ist für die gängigen Formate VST, RTAS, AU (Win/Mac) sowie als Stand Alone-Version verfügbar.

Preise: AmpliTube Fender ca. 200,- Euro (UVP), AmpliTube Fender Studio (LE-Variante mit 4 Amps, 5 Kabinetten, 2 Stomps, 2 Mikrofonen, 2 Rack-Effekten) ca. 130,- Euro  (UVP), Lieferbarkeit: Ende Februar

 

4_IKM Fender 03.jpg

 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
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    Kommt es mir nur so vor, oder hört man von KORG so gar nichts an Gerüchten? =:^)

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    YES, der Waldorf Largo dürfte das werden worauf ich gewartet habe :-))

    Gibt es schon Infos zum Preis, Verfügbarkeit? Wird das Teil Micro Q Sounds importieren?

    cheers Philipp

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      Ja. Endlich wieder ein VST von Waldorf. Schade nur das die Wavetables vom Blofeld nicht übernommen wurden.

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    Wäre aber schön wenns bald mal wechle gäb ^^

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    Sollte Waldorf dem Largo Sample-Oszillatoren spendieren oder jedenfalls Wavetable-Import, dürfte die Luft für jeden anderen Synthie- hard oder soft- verdammt dünn werden.
    Stattdessen war noch nicht einmal von einem Audio-Eingang zu lesen.
    Wenn Ihr das lest: Macht doch mal RICHTIG Kohle!

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    so vie`s aussieht dürfte ein strassenpreis von 299 für den akai apc ein traum bleiben. erste läden machen ankündigungen bei 449 €
    wenn man ihn über die usa bestellt vielleicht

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