Report: NAMM Show News 2013 – Analog & Vintage Synthesizer

25. Januar 2013

NAMM SHOW NEWS 2013 - VINTAGE SYNTHS

Da die Winter-NAMM die erste Leistungsschau der Musikbranche im Jahr ist, sind die Erwartungen besonders hoch. Und die Prognose für dieses Jahr lautet: Im Bereich analoger und anderer richtiger Synthesizer verspricht das Jahr 2013 spannend zu werden.

Korg – MS-20 mini

Geburtstagskinder haben natürlich den Vortritt. Korg wird 50 und stellt zwei Synthesizer vor, die Begehrlichkeiten wecken. Zwar hatten wir Korgs Überraschungscoup schon vorab vermeldet, aber hier noch mal die offiziellen Daten.

Für die Wiederauferstehung von Korgs Kultsynthesizer haben mit Fumio Mieda und Hiroaki Nishijima die beiden gleichen Ingenieure beim MS-20 mini die Feder geführt, die auch schon 1978 das Original entwickelt hatten. Ich denke, der Sound dürfte klar gehen. Passend dazu sind auch Verpackung, Handbuch und Patch-Schablonen im Originalstil gehalten.

Zu 86 Prozent wieder auferstanden: der MS-20 mini

Zu 86 Prozent wieder auferstanden: der MS-20 mini

MS-20 mini besitzt zwei VCOs, ein Hoch- und ein Tiefpassfilter, zwei VCAs, zwei Hüllkurven und einen LFO. In den halbmodularen Signalweg kann über ein Patchfeld eingegriffen werden. Der typische MS-Charakter wird hauptsächlich durch das Dual-Filter, welches schnell zur Übersteuerung neigt, bestimmt. Eine andere MS-20-Eigenheit war der External Signal Processor, mit dem man beliebige Audiosignale durch den Synthesizer jagen konnte. Das findet sich hier natürlich auch wieder. Neu hingegen ist das MIDI-Interface mit einem klassischen 5-Pol MIDI-Eingang und USB-I/O. Nach den ersten Informationen scheinen nur Notenbefehle umgesetzt zu werden, Velocity oder Aftertouch sind ausgenommen. Andere Controller werden dann wohl auch wegfallen.

Das Gehäuse des MS-20 mini ist dem Namen entsprechend etwas kleiner ausgefallen als beim Original und die Patchbuchsen als 3,5 mm Klinken ausgeführt. In einem Amazona-Test werden wir sehen, wie sich der MS-20 mini im Verbund mit einem Modularsystem oder einem Stepsequencer schlägt. Apropos – war die MS-Familie seinerzeit nicht größer?

Preis: 713,- Euro UVP / ab April lieferbar

 

Korg – KingKORG

Ja, eigentlich gehört dieser Virtuell-Analoge nicht unbedingt hier dazu, aber als waschechter Synthesizer, der darüber hinaus über CV/Gate-Ausgänge verfügt, soll er uns dennoch willkommen sein.

Der 24-stimmige KingKORG soll die Nachfolge von Prophecy, Z1 und Radias antreten. Die Möglichkeiten wirken potent. Drei Oszillatoren (VA, PCM, DWGS) mit über 100 Schwingungsformen, ein Multimodefilter mit 18 verschiedenen Typen sowie drei Effektblöcke mit je sechs Algorithmen und ein Vocoder versprechen einen abwechslungsreichen Sound.

Die Bedienung wirkt auf den ersten Blick gut gelöst, u.a. weil Oszillator und Filter separate Minidisplays haben und die Effekte eigene Wahlregler. Da wird es wohl nur wenige Menüstepperei geben. Passend zum MS-20 mini sind Ausgänge für CV und Gate vorhanden.

Preis: 1.427,- Euro UVP / ab März lieferbar

KingKORG - Virtuell analog mit CV/Gate

KingKORG – Virtuell analog mit CV/Gate

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    theorist

    Synthetic Sound Labs 2260 Modulation Orgy LFO ist bei mir schon mehr als ein Jahr im Rack, ist also keine wirkliche Neuigkeit :-)

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    AMAZONA Archiv

    Der Prophet 12 sieht sehr vielversprechend aus, und ich bin gespannt auf einen Testbericht. Er hat allerdings durchgehend digitale Oszillatoren. Analog sind nur die Filter und VCAs. Man kann ihn also nicht wirklich analog nennen.

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