So prägte Roger Waters Pink Floyd
Roger Waters wird heute 83 Jahre alt und aus diesem Grund schauen wir in diesem Porträt auf seinen musikalischen Werdegang. Berühmt wurde er als Bassist und Gründungsmitglied von Pink Floyd, innerhalb der Band übernahm er allerdings schnell eine größere Rolle: Nach dem Ausscheiden von Syd Barrett entwickelte er sich zum wichtigsten Texter und Ideengeber. Vor allem die Alben „The Dark Side of the Moon“, „The Wall“ und „The Final Cut“ tragen seine Handschrift.
Worum geht es?
- Pink Floyd: Roger Waters prägte die Band als Bassist, Texter und Konzeptautor.
- Konzeptalben: Alben wie „The Wall“ und „Animals“ tragen seine Handschrift.
- Solokarriere: Nach Pink Floyd setzte Roger Waters seine musikalischen und politischen Themen fort.
- Kontroversen: Seine politischen Aussagen sorgen regelmäßig für heftige Kritik.
- Einfluss: Er zählt zu den prägendsten und gleichzeitig umstrittensten Figuren der Rockmusik.
Inhaltsverzeichnis
- Früher Verlust des Vaters
- Vom Architekturstudium zu Pink Floyd
- Roger Waters wird zum wichtigsten Texter
- Durchbruch mit „The Dark Side of the Moon“
- „Wish You Were Here“ und „Animals“
- „The Wall“ als musikalisches Großprojekt
- Abschied von Pink Floyd
- Solokarriere von Roger Waters
- Rückkehr auf die großen Bühnen
- Politisches Engagement und damit verbundene Kontroversen
- Einfluss von Roger Waters
Früher Verlust des Vaters
George Roger Waters wurde am 6. September 1943 in Great Bookham in der englischen Grafschaft Surrey geboren. Seine Eltern waren Lehrer und politisch aktiv. Sein Vater Eric Fletcher Waters verweigerte beispielsweise den Kriegsdienst und arbeitete während des Zweiten Weltkriegs als Krankenwagenfahrer, trat später allerdings doch in die britische Armee ein.
Im Februar 1944 fiel er bei den Kämpfen um Anzio in Italien, sein Sohn war damals erst fünf Monate alt. Roger Waters wuchs anschließend in Cambridge auf. Der frühe Tod seines Vaters beschäftigte ihn für viele Jahrzehnte und fand sich schließlich auch als Thema in seiner Musik wieder.
Vom Architekturstudium zu Pink Floyd
Nach der Schule zog er nach London und begann dort ein Architekturstudium, wo er den Schlagzeuger Nick Mason und den Keyboarder Richard Wright kennenlernte. Aus verschiedenen studentischen Bands entstand 1965 schließlich Pink Floyd. Zur ersten bekannten Besetzung gehörte außerdem der Gitarrist und Sänger Syd Barrett, den Roger Waters noch aus seiner Zeit in Cambridge kannte.
Pink Floyd wurden Teil der Londoner Underground-Szene und lange Improvisationen, Lichtprojektionen, Rückkopplungen und aufgenommene Geräusche gehörten früh zum Bestandteil ihrer Konzerte. 1967 experimentierte die Band bei „Games for May“ mit einem vierkanaligen Beschallungssystem. Schon zu dieser Zeit ging es Pink Floyd nicht nur um die Songs an sich, sondern auch um das gesamte Erlebnis eines Konzerts.
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Roger Waters wird zum wichtigsten Texter
Syd Barretts psychische Probleme machten die Zusammenarbeit innerhalb der Band immer schwieriger. Anfang 1968 kam David Gilmour als weiterer Gitarrist hinzu und wenig später schied Syd Barrett aus der Band aus, wodurch Pink Floyd ihren bisherigen Frontmann und Hauptautor verloren hatten.
Ab diesem Moment schrieb Roger Waters einen immer größeren Teil der Texte und begann, die Songs eines Albums thematisch miteinander zu verbinden. Die musikalische Entwicklung blieb trotzdem eine Gemeinschaftsarbeit und David Gilmour, Richard Wright und Nick Mason hatten einen großen Anteil am Sound der Band. Mit Alben wie „Atom Heart Mother“ und „Meddle“ entfernten sich Pink Floyd vom psychedelischen Pop ihrer Anfangsjahre und arbeiteten verstärkt mit langen Kompositionen und Klangflächen.
Durchbruch mit „The Dark Side of the Moon“
1973 erschien schließlich „The Dark Side of the Moon“, für das Roger Waters sämtliche Texte schrieb und dem Album seinen thematischen Rahmen gab. Die Songs handeln vor allem von Zeit, Geld, Tod und psychischem Druck. Besonders ist auch, dass Stimmen, Soundeffekte und fließende Übergänge die Stücke zu einem zusammenhängenden Werk verbinden.
Für die gesprochenen Passagen befragte die Band Mitarbeiter und Besucher der Abbey Road Studios in London zu Angst, Gewalt und Tod und Ausschnitte aus ihren Antworten wurden später in die Musik eingebaut. Auch das Intro von „Money“ ging auf eine Idee von Roger Waters zurück: Hierfür nahm er Münzen, Papier, eine Registrierkasse und weitere Geräusche auf, woraus später eine Tonbandschleife entstand, bevor das bekannte Bassriff im Sieben-Viertel-Takt einsetzt. „The Dark Side of the Moon“ wurde schließlich zu einem der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte und machte Pink Floyd weltweit bekannt.
„Wish You Were Here“ und „Animals“
Auf „Wish You Were Here“ beschäftigte sich Roger Waters 1975 mit Entfremdung und den Mechanismen der Musikindustrie und gleichzeitig setzte sich die Band mit Syd Barrett auseinander. Vor allem „Shine On You Crazy Diamond“ erinnert an das frühere Mitglied. Während der Aufnahmen erschien Syd Barrett überraschend im Studio und sein Aussehen hatte sich so stark verändert, dass ihn seine ehemaligen Bandkollegen zunächst nicht erkannten.
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Mit „Animals“ wurden Pink Floyd 1977 härter und direkter. Hier orientierte sich Roger Waters lose an George Orwells „Animal Farm“ und teilte die Gesellschaft in Hunde, Schweine und Schafe ein. Seine Texte handeln beispielsweise von Machtmissbrauch und politischer Manipulation. „Dogs“ schrieb er gemeinsam mit David Gilmour, während „Pigs“ und „Sheep“ überwiegend von ihm selbst stammen.
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„The Wall“ als musikalisches Großprojekt
Während der „Animals“-Tour wurde Roger Waters’ Distanz zum Publikum immer größer und bei einem Konzert in Montreal spuckte er sogar einen Fan an, der sich bis vor die Bühne gedrängt hatte. Der Vorfall beschäftigte ihn anschließend stark und er begann über eine unsichtbare Mauer zwischen Künstlern und Publikum nachzudenken.
Aus diesem Gedanken entstand 1979 „The Wall“, das als Doppelalbum die Geschichte des fiktiven Rockmusikers Pink erzählt, der sich nach traumatischen Erfahrungen von seiner Umgebung abschottet. Der Tod des Vaters, ein autoritäres Schulsystem, gescheiterte Beziehungen und der Alltag eines Rockstars werden zu einzelnen Steinen seiner inneren Mauer.
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Roger Waters schrieb den größten Teil des Albums, während sein Bandkollege David Gilmour unter anderem an „Comfortably Numb“, „Run Like Hell“ und „Young Lust“ beteiligt war. Der Produzent Bob Ezrin half dabei, die Handlung musikalisch zusammenzuführen, während der Produktion verschärften sich die Spannungen innerhalb der Band allerdings stark. Richard Wright musste Pink Floyd verlassen, nahm an den Konzerten aber als bezahlter Musiker teil.
Bei diesen Konzerten wurde während der ersten Hälfte tatsächlich eine Mauer zwischen Band und Publikum aufgebaut und Animationen, aufblasbare Figuren, Filmprojektionen und ein Surround-Sound machten die Aufführung zu einer der aufwendigsten Rockproduktionen ihrer Zeit.
Abschied von Pink Floyd
1985 verließ Roger Waters Pink Floyd und ging davon aus, dass damit auch die Band beendet sei. David Gilmour und Nick Mason wollten allerdings weitermachen und so folgte ein Rechtsstreit um den Namen Pink Floyd und verschiedene Elemente der früheren Bühnenshows. 1987 einigten sich beide Seiten außergerichtlich.
Solokarriere von Roger Waters
Schon 1984 veröffentlichte Roger Waters „The Pros and Cons of Hitch Hiking“, was als Konzept Ende der 1970er-Jahre entstand und ursprünglich auch Pink Floyd angeboten wurde. Einen großen Teil der Gitarrenparts spielt Eric Clapton.
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1987 folgte schließlich „Radio K.A.O.S.“, auf dem Roger Waters Kritik an Medien, Rüstungspolitik und wirtschaftlichen Veränderungen ausdrückte. 1992 beschäftigte er sich auf dem Album „Amused to Death“ mit der Frage, wie Fernsehen und Unterhaltung die Wahrnehmung von Krieg verändern. Hier wirkte der Gitarrist Jeff Beck an mehreren Stücken mit.
Rückkehr auf die großen Bühnen
Im Juli 1990 führte der Musiker „The Wall“ am Potsdamer Platz in Berlin auf. Die Berliner Mauer fiel wenige Monate vorher, wodurch der Song an diesem Ort eine zusätzliche Bedeutung bekam. 2005 standen Roger Waters, David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright beim Live-8-Konzert in London noch einmal gemeinsam auf der Bühne, es blieb allerdings der letzte Auftritt dieser Besetzung.
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Politisches Engagement und damit verbundene Kontroversen
Politische Themen gehörten schon früh zur Musik von Roger Waters und in seiner Solokarriere wurden seine Aussagen immer direkter. Er nutzt Konzerte, Interviews und öffentliche Auftritte regelmäßig für politische Botschaften. Seine Aussagen über Israel haben schwere Antisemitismusvorwürfe ausgelöst, die er zurückwies und seine Position vielmehr als Kritik an der israelischen Regierung bezeichnete. 2023 wollten die Stadt Frankfurt und das Land Hessen ein Konzert von ihm in der Frankfurter Festhalle verhindern, ein Gericht hob diese Entscheidung allerdings auf.
Auch seine Äußerungen zum russischen Angriff auf die Ukraine sorgten für Kritik, wodurch sich das ohnehin schwierige Verhältnis zu David Gilmour deutlich verschlechterte. Eine erneute Zusammenarbeit der verbliebenen Mitglieder von Pink Floyd ist also wohl kaum zu erwarten.
Einfluss von Roger Waters
Pink Floyd verdanken ihren Erfolg nicht einem einzelnen Musiker, denn David Gilmour, Richard Wright und Nick Mason waren für den Sound der Band ebenso wichtig. Roger Waters brachte allerdings viele Ideen unter einem gemeinsamen inhaltlichen Rahmen zusammen und unter seinem Einfluss wurden aus einzelnen Songs zusammenhängende Geschichten, bei denen Musik, Geräusche, Filme und Bühnenbilder immer sehr eng miteinander verbunden waren.
Seine Arbeit bei Pink Floyd hat die Rockmusik und Konzertproduktionen stark beeinflusst, seine politischen Aussagen prägen sein öffentliches Bild inzwischen allerdings mindestens genauso stark wie seine Musik. Roger Waters bleibt deshalb ein bedeutender, aber auch umstrittener Musiker und Konzeptautor.































Politisch stand ich immer hinter Roger, aber musikalisch ist er mir immer unsympathischer geworden…
Egal, ob man seine Live-Version von „The Wall“ nimmt, oder seine Tour mit der Aufführung von „Animals“ (was eine meiner drei Lieblingsplatten ÜBERHAUPT ist), klingt Rogers Musik immer so, als hätte sie jemand zu einem Clicktrack gespielt, und jetzt würde da einfach ein Playback laufen.
Verglichen mit David oder Nicks Auftritten, zieht mich nichts zu einem weiteren Konzert von Roger…
Bei der Ukraine muß man dabei auch daran denken, wie jede kritische Stimme hier quasi sofort geächtet wurde…“Russische Sängerin hat sich nicht ausreichend von Putin distanziert!“, und so weiter…
Wenn man dabei auch noch daran denkt, daß wir mit Schröder jemanden gehabt haben, der wirklich hätte vermitteln können, WEIL er sich eben mit Putin versteht, kann man sich schon denken, warum man das von vornherein abgewürgt hat, bis hin zu „Wir hängen sein Bild im Kanzleramt ab!“…dabei werden so gut wie alle Kriege heutzutage am Verhandlungstisch beendet, und nicht im Schützengraben…
@mort76 Hoffentlich gibt es das bald im derzeitigen Zustand Europas (bezüglich Verhandlungstisch).
@mort76 WOW. Einfach nur WOW.
Selbst in den Musikerkreisen hier ist das rechtsextreme Gedankengut nicht nur tief verwurzelt, sondern mittlerweile auch noch hoffähig geworden.
Es ist nicht mehr zu fassen.
@Merkstatt bitte geht das mit pm? danke
@Viertelnote Richtig. Es wird hier nicht sofort jede kleine politische Äußerung geächtet, weil Musik nun einmal auch eine politische Komponente hat, aber das hier geht definitiv zu weit.
@mort76 Sie oben. Bitte zur Musik zurückkehren und das Thema Politik und insbesondere den Ukraine-Krieg aussparen. Danke.
@Markus Galla pm = private Message
Hatte dies zwar schon gewusst, aber probehalber trotzdem die Suchmaschine meines Vertrauens befragt.
Hat keine 1,5 Minuten meiner wertvollen Lebenszeit gekostet.
@m-ex Vielen Dank für Deinen wertvollen Beitrag.
Vielleicht opferst Du einfach noch ein kleinwenig Lebenszeit und informierst Dich mittels der Profil-Funktion ein kleinwenig über Viertelnote?!
Im Gegensatz zu vielen anderen hier war Sie in der Lage, persönliche Angaben von sich zu machen.
Das erklärt dann vielleicht auch diese „kryptischen Äusserungen“.
Im Gegenzug darfst Du uns dann alle mit Deinen Hebräisch-Fähigkeiten überraschen.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass eine Beantwortung Deiner Fragen nicht wirklich erwartet wird…
@Markus Galla Lieber Gerd,
ich möchte dich bitten, dich an die Community-Richtlinien zu halten. Deshalb die Aufforderung, die Diskussion auf den privaten Bereich zu verlagern (per PM).
Niemand macht dir deine Meinung streitig, aber es ist hier nicht der richtige Ort, andere davon überzeugen zu wollen. Roger Waters ist nicht für seine differenzierte Betrachtungsweise bekannt und seine Aussagen sind nicht politisch, sondern hetzerisch. Es ist ein Unterschied, ob jemand sich politisch gegen die Handlungen des israelischen Regimes stellt oder das mit antisemitischen Parolen und Handlungen tut. Der Unterschied sollte jedem hier bekannt sein. Roger Waters hat leider letzteren Weg für sich gewählt und glaubt auch fest daran.
Dennoch hat die Redaktion beschlossen, sein musikalisches Werk zu seinem Geburtstag zu würdigen, denn das fantastische „The Wall“ Album hätte es wohl in der Form ohne ihn nicht gegeben. Journalistisch betrachtet ist es deshalb trotz der zu erwartenden Diskussion wichtig, hier zu differenzieren.
Allerdings dulden wir keine weiteren Diskussionen, die nicht sein musikalisches Werk betrachten und werden derartige Beiträge ab sofort kommentarlos löschen, da sie hier nicht hingehören.
@mort76 Lieber mort76,
auch für dich gelten die Community-Richtlinien. Bitte wieder zur Musik als Thema zurückkehren.
happy birthday von mir!🙂
Wow. Den russischen Angriffskrieg mit erklärtem Ziel der Auslöschung des ukrainischen Volks in einen „Ukraine-Konflikt, den der Westen angeheizt hat“ umzudeuten, da muss man ***Beleidigung entfernt***. Zur Erinnerung hier nochmal ein paar O-Töne [1-3] und Einordnung der gängigsten russischen Narrative [4].
***Rest des Kommentars wegen Verstoßes gegen die Community-Richtlinien entfernt***
Als ich „Shine On You Crazy Diamond“ zum ersten Mal hörte, hatte ich das Gefühl, für einen Moment in eine andere Welt einzutauchen. Welch außergewöhnliches Werk. Danke dafür.
Und Dir, lieber Roger, wünsche ich von Herzen Gesundheit, innere Gelassenheit und die Weisheit, die nur die Jahre schenken können.
Lieber Gerd,
bitte weitere politische Diskussionen an dieser Stelle unterlassen. Zum Thema Roger Waters und die kontroversen Themen rund um seine politische Einstellung ist alles gesagt. Bitte hier auf die Musik konzentrieren. Danke.
@Markus Galla Wenn ihr keine politische Diskussion wollt, dann veröffentlicht eben keine Artikel über offen antisemitische Putinfreunde wie Waters. Der Mann gibt regelmäßig unsäglichen Quark von sich und bekommt trotzdem (oder deswegen?) Eure Aufmerksamkeit, aber wir sollen uns das brav anschauen und Ruhe geben? Geht gar nicht!
Ich kann mich recht gut erinnern, als ich vor fast 55 Jahren zum ersten Mal ‚Ummagumma‘ hörte – DAS war absolutes Neuland in der Musik. Seither stehen Pink Floyd neben Yes und den alten Genesis für mich ganz oben in der Musik, die mich mein ganzes Leben und auch im Zelt in den Anden und in Flüchtlingslagern in Afrika am Leben hielt (und ich bis zum letzten Tag meines Lebens hören und genießen werde).
Roger Waters ist ein Vollblut-Musiker geblieben – ein alter weiser Mann geworden und ein Mensch, der klare Positionen bezieht (auch wenn viele letzteres angreifen). Ausnahmslos alles, auch was er auch in den letzten Jahren (Lockdown Sessions etc.) machte, zeugt von einer erlesenen musikalischen Professionalität, die ihresgleichen sucht.
Möge er noch einige weitere Jahre hochaktiv sein – und gesund bleiben!
@Nvelope Wenn man da historisch genau sein möchte: „The 13th Floor Elevators“ waren die ERSTEN, die so gearbeitet haben.
Zu Waters würde ich sagen: Für MICH klingt er ZU professionell, und es fehlt mir in seiner Arbeit die Seele von David und Nick. Und Rick.
@mort76 Nie gehört, ne eine Platte pder eine CD gesehen, nie jemand darüber reden (+/-) gehört … muss ich denn jetzt nachsehen und -hören, wer denn ‚The 13th Floor Elevators‘ war oder ist?
Wenn ich sie nicht kenne, dann werden sie wohl nicht sehr bedeutend und bekannt gewesen sein … dagegen reden selbst meine Klienten (trotz erkennbarer Freude über Musik von Helene F.!) AUCH über Pink Floyd – und dies positiv!
Ich bin mit Pink Floyd buchstäblich groß und mittlerweile alt geworden – und für mich zählt ganz sicher das Lebens(-lange)_Werk der (aller!) Pink Floyd Musiker, die seit 60 Jahren höchst kreativ sind, jeder an seinem/n Instrument/en, jeder mit seinen besonderen Fähigkeiten und jeder mit seiner ganzen Persönlichkeit. Ich will da nicht einmal jemand herausstellen – nun ist es eben Roger Waters, der 80 geworden ist … und vor einigen Monaten bei David Gilmour’s 80. ging es mir keinen Deut anders . . .
Mir gefällt ja The Final Cut am besten – diese emotionale Aufarbeitung der Kriegs- und Nachkriegsjahre in England bis hin zu Maggie Thatcher. „Maggie, what have we done?!“
Und auch die Anfangsjahre mit Apples and Oranges und See Emily Play. Liegt sicherlich daran, dass ich die Songs damals schon auf Tonband hatte und zig mal hintereinander dudeln konnte. (Fast so oft wie My Generation von The Who.) 🙂
‚Animals‘ in den 70ern life in der Festhalle Frankfurt fand ich dagegen ’stink‘ langweilig. Der üble Geruch des aufgeblasenen Schweins, das über die Zuschauer hinwegschwebte, ist das einzige, was mir in Erinnerung blieb. 🙂
Mit „The Pros and Cons of Hitch Hiking“ konnte ich nie so recht was anfangen. Aber „Radio K.A.O.S.“ hat mich dann voll geflasht damals. Da hat alles gepasst – Produktion, musikalische Umsetzung, Inhalt/Aussage. Eine Platte, die ich mir auch heute noch sehr gerne anhöre.
Waters selber war mir eigentlich schon immer schnuppe. Trotzdem, happy birthday!
Über Waters zu sprechen, ohne seine Aluhut-Ansichten und seinen Antisemitismus zu erwähnen, fällt auch in anderen Magazinen äußerst schwer. Es geht einfach nicht, weil niemand sachlich sein und gleichzeitig so tun kann, als ob er den Mist nicht von sich gäbe.
@Mac Abre Stimme absolut zu. Unkritisch über Waters zu berichten ist journalistisch fahrlässig.
Pink Floyd ist und bleibt wegweisend und einzigartig in der Musikgeschichte. Welchen geistigen Verwirrungen Roger Waters auch immer unterliegen mag, ist sein persönliches Problem und sollte keinen mehr interessieren.