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Roland Juno-60 vs. Behringer JN-80

Wie viel Juno-60 steckt im JN-80?

3. Oktober 2026

 

Roland Juno-60 vs Behringer JN-80 „Bild enthält KI-generierte Inhalte"

Roland Juno-60 und sein Klon, der Behringer JN-80 (Bild enthält KI-generierte Inhalte)

1982 brachte Roland einen preiswerten und einfach aufgebauten Synthesizer auf den Markt, den Roland Juno-60. Dieser entwickelte sich trotz seiner Einfachheit (oder vielleicht genau deswegen) zu einem äußerst beliebten Synthesizer. 2026 bringt Behringer einen analogen Nachbau des Juno-60 auf den Markt, den Behringer JN-80. Ich möchte der Frage nachgehen, was den Juno-60 zum Juno-60 macht und wieviel davon im Behringer JN-80 wiederzufinden ist.

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Roland Juno-60

Für richtige Synth-Enthusiasten ist der Roland Juno-60 sicher eine Art Anti-Synthesizer und das, weil er eigentlich fast nichts kann. Es fehlen ihm vielseitige Modulationsmöglichkeiten, ein brauchbarer Unisono-Modus und vor allem der zweite Oszillator. Vom Gefühl her hat Roland ca. zwei Drittel der Funktionen eines Roland Jupiter-8 über Bord geworfen und das Ganze dann einfach nur durch einen Chorus ersetzt. Aber würde man das nur so sehen, würde man dem Roland Juno-60 auf jeden Fall Unrecht tun. 

Für mich gehören zur Juno-60-Familie auch der Juno-6 (quasi ein Juno-60 ohne Speicherplätze) und der Juno-106 (Nachfolgemodell in einem anderen Design, mit MIDI und leichten klanglichen Unterschieden). Würde man die Hits aufzählen, die mit all diesen Juno-Modellen produziert wurden, würde das den Rahmen sprengen. Beim Juno-60 sind die bekanntesten auf jeden Fall „Take on me“ von a-ha und „Last Christmas“ von Wham. Also, so schlecht kann er dann ja nicht gewesen sein, der Juno.

Der Nachfolger des Juno-60, der Roland Juno-106

Was macht nun den Juno-60 zum Juno-60?

Auf jeden Fall seine einfache, intuitive Bedienung und sein Chorus. Der Chorus ist quasi der Turboboost oder sagen wir, das Salz in der Suppe oder das Tüpfelchen auf dem i. Wenn man ihn drückt, geht die Sonne auf und ein zweiter, imaginärer Oszillator erfüllt den Raum. Beim Juno-60 wird man sogar zum Poeten, merke ich gerade. 

Roland Juno-60 und Behringer JN-80

Weiterhin noch die 5-Oktaven-Tastatur, das Roland IR3109 24-dB-Filter, der Arpeggiator und die Möglichkeit, Sounds zu speichern (ab Mitte der 80er war das natürlich keine Besonderheit mehr). Weder hat der Oszillator einen einzigartigen Grundsound, noch ist das Filter vielseitig. Trotzdem bin ich bei der Erstellung von Sounds für eine gediegene Pop-Produktion viel schneller am Ergebnis als z. B. mit meinem Prophet-5. Klar, ein Schweizer Messer ist der Juno-60 nicht. Aber für die meisten Mainstream-Pop-Sounds ist er nicht nur vollkommen ausreichend, er klingt auch noch phantastisch. 

Crashkurs Roland Juno-60

Hier nochmal ein Kurzüberblick über die wichtigsten Merkmale eines Roland Juno-60:

  • Baujahr: 1982–1984
  • Tastatur: 61 Tasten / 5 Oktaven, kein Aftertouch, keine Velocity
  • Polyphonie: 6 Stimmen
  • Synthese: analog, subtraktiv
  • Oszillator: 1 DCO pro Stimme → 6 DCOs
  • DCO: digital getaktet, dadurch sehr stimmstabil
  • Schwingungsformen: Sägezahn, Puls/Rechteck, Suboszillator
  • Suboszillator: 1 Oktave unterhalb vom DCO
  • Noise: weißes Rauschen
  • PWM: manuell, per LFO oder Envelope
  • LFO: 0,3–20 Hz, Delay-Funktion
  • Filter: 24-dB/Oktave-Lowpass, Resonanz bis zur Selbstoszillation
  • HPF: separater Hochpass mit 4 Stufen
  • Envelope: ADSR
  • VCA: spannungsgesteuerter Verstärker
  • Chorus: zweistufiger analoger BBD-Chorus 
  • Arpeggiator: Up, Up & Down, Down, 3 Oktavbereiche
  • Patch-Speicher: 56 Sounds – 8 Speicherplätze × 7 Bänke
  • MIDI: ab Werk nein
  • CV/Gate: kein klassischer CV/Gate-Anschluss

Die interessanten Chips

  • IR3109 – vierfacher OTA-Baustein im VCF
  • BA662 – Roland-VCA-Chip; im Juno-60 für VCA-Funktionen eingesetzt
  • IR3R01 – Envelope-Generator

Frage an den Experten zur Servicefreundlichkeit des Roland Juno-60

Ich habe Stefan Hübner kontaktiert und ihn um seine Meinung bezüglich Fehleranfälligkeit und Ersatzteilen beim Roland Juno-60 gebeten:

„Viele Vintage-Synths haben Besonderheiten, die den Erhalt erschweren. Auch der Juno-6/60 ist davon leider nicht ausgenommen. Während es für die Schiebepotis brauchbare Nachbauten gibt, ist das bei den Druckschaltern beim Juno-60 schon schwieriger.

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Die Schalter lassen sich zerlegen und reinigen und auch Ersatz ist aktuell verfügbar, aber die Tastschalter des Juno 60 sind da schon problematischer. Dieser Typ wurde außer im Roland Juno-60 nur in zwei Sequencern und zwei Pianos verbaut und ist wenn nur als Ausschlachtteil verfügbar. Eine Reinigung ist meist möglich, aber dazu muss der Taster natürlich vorhanden und nicht beschädigt sein.

Die Achillesferse des Juno sind aber die Envelope-ICs. Das IR3R01 wurde nur im Juno-6/60, im MKS-70 und im Jupiter-8 verwendet und ist kaum beschaffbar und wenn, dann als Gebrauchtteil zu abenteuerlichen Preisen. Es wurde immer wieder mal an Replacements gearbeitet, deren Originaltreue und Verfügbarkeit allerdings wohl stark schwanken (Erfahrungsberichte aus dem Netz).

Wer nun noch nicht abgeschreckt ist, hat abgesehen von den genannten Bauteilen mit dem Juno aber trotzdem noch einen servicefreundlichen, gut zu reparierenden Synthesizer.“

Bei meinem eigenen Roland Juno-60 waren diese Taster auch kaputt. Nach dem Öffnen des Gerätes hat sich herausgestellt, dass er in einem Heustadel gelagert gewesen sein musste. Die Taster wurden durch Casio-Taster ersetzt. Die Kappen müssen geklebt und das Ganze muss auch irgendwie fixiert werden, sonst wackeln die zu sehr herum. Es ist viel Arbeit, doch eine mögliche Lösung. 

Der Behringer JN-80

Der JN-80 von Behringer ist der erste analoge Hardware-Klon des Roland Juno-60. Er wurde von Markus Galla schon ausführlich begutachtet. Den Test findet ihr hier:

https://www.amazona.de/test-behringer-jn-80-analoger-synthesizer-nach-roland-juno-60/

Behringer JN-80 Analoger Synthesizer nach Roland Juno-60 Test

Behringer JN-80

Der JN-80 ist definitiv ein Analogsynthesizer, wenn auch sicher SMD-Technik verwendet wird. SMD steht für Surface-Mount Device, also Bauteile, die direkt auf die Oberfläche der Leiterplatte gelötet werden. Genaue Infos dazu habe ich von Behringer nicht gefunden, aber industrielle Fertigung auf kleinem Raum ist nur so möglich. Der JN-80 verwendet auf jeden Fall auch die gleichen IR3109-Chips wie der Juno-60. Damit wirbt Behringer auch auf seiner Homepage. Preislich steht der JN-80 ungefähr bei einem Viertel des Preises eines Juno-60.

Wie viel Juno-60 steckt im JN-80?

Kehren wir zurück zu den wichtigsten Merkmalen eines Roland Juno-60. 

Einfache Bedienung, 5-Oktaven-Tastatur, 24-dB-Filter mit IR3109, Arpeggiator, Chorus. Ergänzen wir noch die PWM-Funktion, die entweder vom LFO oder auch von der Hüllkurve moduliert werden kann (das kann z. B. ein JX-3P nicht).

Die einfache Bedienung hat er definitiv. Es mangelt nur an den Auswahltastern der Presets. Davon gibt es nur vier (um die Lieblings-Presets direkt anzuwählen) sowie einen Plus-Minus-Taster bzw. einen Encoder. Bei Letzteren dreht man sich allerdings einen Wolf. Aber sonst ist alles da, was ein Juno-60 braucht und genauso zugänglich wie beim Original. Der JN-80 kann sogar mehr (siehe Testbericht).

Eine 5-Oktaven-Tastatur hat er nicht. Er hat leider nur vier, dafür aber Aftertouch und Velocity. Die Tastatur selbst ist äußerst billig und die Tastenkontakte sitzen viel zu tief. Man muss eine weiße Taste rund sieben Millimeter drücken, bis ein Ton rauskommt. Das Original hat hier nur etwa drei, die meisten meiner anderen Synths ca. fünf Millimeter. Die schwarzen Tasten reagieren sehr viel früher. Das Spielgefühl ist nicht jedermanns Sache und die Oktave fehlt auf jeden Fall. 

24-dB-Filter mit IR3109-Chip: Hat er! Und es liegt klanglich auch verdammt nah am Original. Wenn man hier einen Blindtest macht, wird kein Unterschied zu hören sein. Die Resonanz klingt etwas schärfer, sie lässt sich aber im Menü des JN-80 nachjustieren. 

 Arpeggiator hat er auch, sogar mit mehr Funktionen als das Original. Vor allem kann man den LFO mit dem Arpeggiator synchronisieren. Je nach Einstellung ist beim JN-80 ein leichtes Klacken zu Beginn der Hüllkurve zu hören, was ich aber nicht als störend empfinde. Arbeiten mit dem JN-80-Arpeggiator macht genauso Spaß wie mit dem Juno-60.

Den Chorus des Roland Juno-60 gibt es auch von TC Electronic

Der Chorus: Der hat ja wirklich dreimal so viel Gewicht wie die anderen Merkmale. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die von Roland verwendete Schaltung in Kombination mit den Bauteilen nur beim Juno-60 und beim Juno-6 verwendet wird. Der JN-80-Chorus klingt anders. Er kommt einfach nicht an den 60er heran. Aber das Hauptproblem, das ich damit habe, ist, dass das Signal verzerrt, wenn man den Chorus aktiviert, und das geht nun mal gar nicht. Beim schnellen Durchschalten der Sounds fällt das nicht auf, doch hört man genauer hin, reißt es einen richtig.  Zuerst hört man den Juno-60, dann den JN-80.

Man kann nur hoffen, dass Behringer das wahrnimmt und es schafft, diesen Fehler auszubessern. Apropos Fehler: Viermal ist mir der JN-80 beim Test abgestürzt. Die Drucktaster brauchen viel zu viel Druck, der Volume-Regler konzentriert die Änderung der Lautstärke auf den Bereich von 12 bis 15 Uhr, der Regler, der den Pitchbend-Bereich einstellt, ist für diesen Regelweg viel zu kurz usw. usw.

Was dann nur bleibt, ist der günstige Preis und bis zum Chorus ein Sound, der sicher zu mehr als neunzig Prozent am Klang eines originalen Juno-60 dran ist. 

Warum man dem JN-80 keine Effekte spendiert hat, bleibt mir auch ein Rätsel. Behringer hat ja die Funkionenen erweitert, aber hier war der Rotstift dann doch zu mächtig.

Juno-60 kann doch jeder, oder?

Die Liste der aktuellen Analog- bzw. VA-Synthesizer, die den Roland Juno-60 betreffend ihres Funktionsumfangs in die Tasche stecken, ist lang. Trotzdem würde ich ihn nicht mehr hergeben, weil er einfach für diese wenigen Funktionen den besten Sound bietet, den man bekommen kann. Gemäß der Weisheit „Weniger ist mehr“. 

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Mehr Informationen

Mein Vorschlag: Roland baut einen analogen Klon des Juno-60 mit exakt dem alten Chorus, 5-Oktaven-Tastatur und Holzseitenteilen. Zusätzlich gibt es wie beim JN-80 mehr Schwingungsformen für den LFO und eine Sync-Funktion zum Arpeggiator. Natürlich sollte ein guter Hall und ein Delay integriert sein. Kosten darf das Ganze dann rund 1.500,- Euro. Ich glaube, das würde sich gut verkaufen. 

Bei allen Klangbeispielen hört man zuerst den Juno-60, danach den JN-80.

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Klangbeispiele
Fazit

Wirklich verstehen kann ich nicht, warum ein so einfacher Synthesizer wie der Roland Juno-60 nicht exakt zu klonen ist. Und mit Klon meine ich nun keine Software-Lösung, sondern einen analogen Nachbau. Einfach eine vernünftige 5-Oktaven-Tastatur, ein exakter Chorus-Klon, zumindest 8×8-Preset-Taster und die Sache hat sich. Die Funktionen, die Behringer beim JN-80 erweitert hat, sind gut, nur die machen die aufgezählten Fehler nicht wett.

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Über den Autor
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Franz Kreimer Keys RED

Absoluter Keyboard und Synth-Nerd. 17 Jahre Keyboarder der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung). Mehr als 3000 Auftritte im deutschsprachigen Raum. Abgeschlossenes Musikstudium (Saxofon).

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    SynthNerd AHU

    Für mich bleibt der Deepmind12 aus gleichem Haus die überzeugendere Alternative:
    Für nur 70€ mehr bekommt man 12 Stimmen, zwei OSC pro Stimme, OSC Sync, drei Hüllkurven, zwei LFO, mächtige FX Sektion, 1024 Speicherplätze, ordentlich funktionierende Taster und Regler, bisher keine Abstürze…

  2. Profilbild
    PaulusS

    Danke für den Test! Das Original klingt etwas voluminöser und breiter.
    Gut, dass sind wahrscheinlich Eigenschaften, die schwer einfach so reproduzierbar sind.

  3. Profilbild
    DasIch&DerEr

    das ein Behringer Clone unter der Rubrik Vintage Gear läuft, dass ist schon eine Form von Comedy 😂

    Ich würde wie schon erwähnt aber den Deep Mind bevorzugen, ist klanglich flexibler. Behringer sollte den Juni Chorus seperat verkaufen, das wäre interessanter oder beim JN 80 eine Tastatur verbauen, die hochwertiger ist.

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @DasIch&DerEr den Chorus gibt’s schon lange extern.
      OK, aber von TC,.quasi die „nobelversion“ mit Metallgehäuse

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    Viertelnote AHU

    danke für versus🙂!

    juno-6 und 60 sind es nicht gleich.chorus motion ist anders.
    nur juno-6 hat hpf ohne stufen. juno-60 hat stufe man kann nicht so schön smooth scannen.
    vorteile okay 60 man hat klangspeicher.CHD midikit beide.cz einfach mail schreiben.

    june chorus tc electronic: kann ich gemeinsame linie nicht finden.guter chorus
    aber lebt es nicht.chorus bleibt chorus ever für mich von juno-6.🙂

    jN-80: solider synthesizer.built quality hier muß B.wachsen und genauer werden.
    jn-80 klingt gut aber nicht juno-6/60.fehlt mystic sex leidenschaft.charisma.
    für 550,00 euro man bekommt gute basis.

    • Profilbild
      Franz Kreimer Keys RED

      @Viertelnote Hallo. Ich habe zwar keinen Juno-6 zum Vergleich hier, aber die Recherche im Internet hat ergeben, dass z.B. der Chorus wirklich exakt gleich ist.

      • Profilbild
        Viertelnote AHU

        @Franz Kreimer Keys danke franz!🙂
        habe ich beide 6/60 chorus fliegt er anders ein.
        modulation deph rate ist gleich.
        okay hüllkurven sind sie minimales anders. attack.

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          Everpure AHU

          @Viertelnote Kann das nicht auch an Bauteil-bedingten Unterschieden liegen? Also, letztlich ist ja kein Instrument 100% genauso wie das nächste (also selbst zwei Juno-60 nebeneinander nicht).

          • Profilbild
            Filterpad AHU

            @Everpure Auf alte analoge Gerät trifft das auf jeden Fall zu. Es ist zumindest nicht ausgeschlossen das dies auch beim Juno-60 der Fall sein kann. Das ist sehr gut möglich.

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            Viertelnote AHU

            @Everpure tolerances meinst du?ja denke ich auch
            60 kann speichern 6 es nicht kann.hüllkurven und parameter.
            wegen speichern.aber chous ist ja analogue. ich höre versetzen da.
            aber ist technic.spielen macht mehr spaß🙂

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    Flowwater AHU

    Wieder mal ein sehr schöner Text, bei dem ich oftmals heftig schmunzeln musste. Man merkt wieder mal deutlich, dass sich hier jemand mit einem Gerät intensiv beschäftigt hat, und das KnowHow beim echten »Juno-6/60« nicht einfach von irgendwoher kommt (das ist der Grund, warum ich mir eigentlich alles vom Franz durchlese und ansehe, auch wenn mich das eigentliche Thema nicht so beschäftigt; muss auch mal gesagt werden). Ich ganz persönlich finde es auch schön, dass hier die Mängel des Behringer-Klons nochmals bestätigt wurden (und das soll nun wirklich alles andere als ein Seitenhieb auf den Test von Markus sein). Ich selber bin ja nun weiß Gott kein Fan von Behringer; aber ich habe meinen Frieden mit denen gemacht. Ein gewisses Gehabe von denen werde ich nie vergessen, aber die haben echt auch richtig schöne Synthesizer im Angebot. Aber warum die sich bei dem »JN-80« solche Blößen geben … sehr merkwürdig.

    Sollte ich jemals das unstillbare Verlangen nach dem Sound des »Juno« in Hardware verspüren, dann wäre es bei mir vermutlich ein gebrauchter »System-8« von Roland. Oder eben auch der »DeepMind« von Behringer. Aber so eine (sorry) »Klapperkiste« … nee, muss nicht sein. Hat fairerweise erwähnt bei mir aber auch damit zu tun, dass hier eine erhebliche Auswahl an Hardware herum steht.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Flowwater Ich denke du meinst dann die Plug-Out Variante des System-8, was ja prinzipiell Software wäre. Weil im System-8 stecken generell, bzw. war Vorbild der Jupiter-8, Juno 106 und der JX-3P. Ich persönlich bin sogar immer vom JP-8000 ausgegangen, stellte sich aber als nicht korrekt heraus. Natürlich bekommt man relativ gut auch diesen Sound hin. Wie weit das System-8 einen Juno-60 nachbildet, kann ich nur spekulieren. Aber es gibt den Juno-60 für die Plug-Out Variante und man bekommt dadurch einen Hardware Juno-60, wenn man so möchte. Stichwort: Roland Cloud. Zu Behringer: Leider ist dieses Teil nicht ganz ausgereift – Wirklich schade! Das kann Behringer definitiv besser. Zu Franz: Ja, er hat die ganzen original Geräte und kann zudem noch spielen und hat sogar Bühnenerfahrung (EAV). Gottgegebene ideale Voraussetzungen für einen Amazona-Berichtschreiber. 💪

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        Flowwater AHU

        @Filterpad Ja, ich meine die Hardware des »System-8«. Mir ist total egal, was in einem Hardware-Gerät drin ist. Er muss klingen und er muss sich bedienen lassen. Und er muss unabhängig von irgend welchen Updates von sonstwas sein.

        Ich habe mir vor ein paar Jahren mal die Preise eines gebrauchten »Juno-106« angesehen und mit Schrecken bemerkt, dass der locker einen »System-8« (damals noch neu) finanziert. Heute wechselt der gebraucht für unter EUR 1.300 das Zuhause. Und, ja, ich habe auf die ladbaren »PlugOuts« angespielt. Aber dann habe ich mich mit der nativen Synthese des »System-8« befasst; also die Klangsynthese, die keinem Vorbild folgt. Die ist so ausgefuchst und mächtig, dass ich vermutlich niemals die PlugOuts nutzen würde.

        Was hält mich davon ab, mir das Teil jetzt und sofort zu kaufen? Zum einen muss ich eben nicht den Klang des »Juno« unbedingt als Hardware haben. Ich würde mir eher – wenn denn Not am Manne wäre – von TAL den »TAL-U_NO-LX« kaufen. Ich habe aber auch das Gefühl, dass ich mit meinem heißgeliebten »TAL-Mod« dem Klang eines »Juno« schon nahe kommen würde. Ich bin nicht jemand, der seine musikalische Karriere am Originalsound eines »Juno« festmacht (oder Moog, oder Oberheim, you name it). Und wenn ich wirklich mal wieder Hardware kaufen wollen würde … dann schaue ich hier auf die Geräte, die hier so herum stehen und frage mich ernsthaft, ob es (im Moment) NOCH ein Synthesizer sein muss.

        • Profilbild
          TobyB RED

          @Flowwater , das System-8 und System-1m war mit den Plugouts schon eine Alternative, spätestens nachdem Roland die Parameter Condition(Alterung) Circuit Mod(Drift) und Rauschen in einige Chorus Effekte eingeführt haben passt das. Oder es geht sich aus. Auch die neuen Gaia2 sind Klasse. Ich glaube nicht das der Unterschied den Preisaufschlag zum Original rechtfertigt. Franz hat die Baustellen der Juno Familie genannt. Und wenn einer der o.g. IR Chips stirbt, muss man eh schauen. Billig ist die Reparatur eines 106 nicht. Ich hab mich beizeiten um Ersatzchips gekümmert. Bin aber froh das ich nicht immer schwitzen muss und Alternativen habe. Und wenn es Zenology GX auf dem iPad ist. PS: Auch ohne PlugOut bekommst du den Juno Sound am System-8 hin.

          • Profilbild
            Flowwater AHU

            @TobyB Nein, nicht, aufhören: Nicht doch noch einen Floh ins Ohr setzen. Einen gebrauchten »System-8« könnte ich mir quasie sofort kaufen. Aber … was soll ich mir denn hier noch alles hinstellen?! 😁

            • Profilbild
              TobyB RED

              @Flowwater , naja ich wollte keinen Floh wecken. Synthies die ich im Moment nicht nutze, stehen hochkant in einem Regal, spart Platz. Ich hab mir angewöhnt nur die Synths zu kaufen, die mich weiterbringen. Momentan sind das die Korg Module, insbesondere Multi/Poly und Co.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Flowwater Behringer hat uns nach den von mir erwähnten gravierenden Mängeln ein Austauschgerät angeboten, das diese nicht aufweisen sollte. Das ist der Synth, den Franz bekommen hat. Ich wollte die Gelegenheit nutzen, einen Klangvergleich machen zu lassen, Franz aber die Krücke, die ich hatte, nicht zumuten. Wie man lesen kann, hat das nicht so ganz geklappt. Irgendwie bin ich ja froh, dass ich mir das nicht alles nur eingebildet habe, andererseits tut es mir leid für den sehr netten Entwickler bei Behringer, dass am Ende in der Massenproduktion das daraus geworden ist. Nun gut, wir werden es nicht ändern. Vielleicht kommt ja noch ein Expander.

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        Flowwater AHU

        @Markus Galla Ja, schade. Wenn Behringer einen Klon hinbekommen hätte, der sich nur marginal vom Roland-Original unterschieden hätte … das Ding wäre denen aus den Händen gerissen worden. Bei dem hier nun … weiß ich nicht. Wie schon geschrieben brauche ich persönlich nun einen Juno-Sound nicht separat als Gerät. Wobei ich ja schon mal überlegt habe (allerdings nur kurz), mir einen echten »Juno-106« hier hinzustellen. Die Preisfrage auf dem Gebrauchtmarkt hat das Vorhaben dann schnell erledigt. Ein guter Nachbau wäre selbst bei mir sehr willkommen. Allerdings tendierte ich – wenn denn dann – tatsächlich wohl eher zu einem »System-8«.

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          Viertelnote AHU

          @Flowwater wenn du junosound compact.möchtest dann botique ju06a hendrik.
          okay nur 4 polyfonic aber klingt er sehr gut.🙂

          • Profilbild
            TobyB RED

            @Viertelnote , man kann die Boutiquen gut verketten dann hat er acht :-) habe ich beim Boutique Jupiter auch so gemacht. 4 Stimmen Low und 4 Stimmen high, war halt immer so der Produzenten-Trick aus den Achtzigern. Funktioniert heute aber auch noch.

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              Viertelnote AHU

              @TobyB meinst du 1st gen.? boutique series
              der jupiter 8 da war schnell ausgekauft.
              hast du reference da?wie ist der nahe am den original?

              • Profilbild
                TobyB RED

                @Viertelnote , die JP-08 wurde nur in geringer Stückzahl aufgelegt. Also was sicher berechtigt an der Kritk ist, die Bedienung ist „fummelig“. Klanglich ist die JP-08. wenn man zwei verkettet, sehr nah am Original. Ich würde sagen im Mix hört man den Unterschied nicht. Ich mach das einigen Sounds fest, ich hab mir mal die Mühe gemacht die Sounds von Trevor Horn und Steven Lipson nach zu programmieren. Hat für Beide gepasst. Anbei ein Track, den ich damals nur mit 2 JP-08 gemacht hab.

                https://on.soundcloud.com/nE8d0Ky86VsPVfPhn3

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          Markus Galla RED

          @Flowwater Ich würde dir zum digitalen Roland Juno-X raten. Einfach mal die Vorbehalte der Vintage-Sammler außen vor lassen und selbst ausprobieren. Hätte ich nicht schon einen Fantom, würde der Juno-X hier stehen. Ich finde die Juno-Sounds extrem gut getroffen, die sehr guten Effekte werten die auf, die Bedienung ist erstklassig und es ist ein moderner Zen-Core Synth, der mehr kann als nur klassische Juno-Sounds.

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            Flowwater AHU

            @Markus Galla Bei Roland musst Du mich gar nicht vorwarnen. Ich habe bei denen absolut keine Vorbehalte was das Digitale und schon gar nicht die Klangqualität angeht. Ich staune heute noch Bauklötze, was man alles aus einem »JV-1080« heraus holen kann. Auch den »Juno-X« hatte ich schon mal auf dem Schirm, hab den Kopf geschüttelt, weil die Leute ein vorhandenes Klavier bemängelt haben (ja, dann nutzt es halt nicht, meine Güte), war dann kurz mal überwältigt, was der sonst noch so alles kann … bin dann aber wieder davon abgekommen.

            Es gibt nur einen Punkt, der mich bei Roland wirklich stört, und das ist die Unübersichtlichkeit in deren »Cloud« Angebot. Genauer gesagt: Was nun genau bei welchem Angebot enthalten ist oder nicht, oder vielleicht doch, oder auf Lebzeit und das dann doch mit Cloud oder auch nicht … ich steige bei denen nicht durch und hab’s einfach aufgegeben.

            Aber die Klangqualität und die Qualität der Geräte an sich, und zwar bei ziemlich egal was die bauen: Da habe ich keine Bedenken.

          • Profilbild
            Viertelnote AHU

            @Markus Galla juno-x hm…ja optic ist okay aber hab verkauft den wieder.
            ist keine romance geworden. klang zen ist wie grober kies.
            paket ist gut.nur fantom samplematerial paßt es da nicht rein.

  6. Profilbild
    Murano

    Was beim Juno 6/60 zum umwerfenden Sound und der mustergültigen intuitiven Bedienung noch hinzu kommt ist die Haptik. Die Schieberegler zum Beispiel haben den genau richtigen Widerstand, da wackelt nix. Gute Qualität, gebaut für die Ewigkeit. Eine Neuauflage in dieser Qualität hinzubekommen wäre vielleicht doch etwas kostspieliger.

    Mein Urteil zu Juno 6/60: Das Teil kann nur wenig, aber was es kann, ist vom Allerfeinsten.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Murano Was wäre deine Einschätzung für einen Preis in Top Qualität? Ich denke für 1800€ sollte das machbar sein. Das ist natürlich alles andere als günstig, aber reiht sich in das normale aktuelle Preissegment einfacherer Synthis ein. Quasi grob wie der Behringer, aber mit hochwertiger Fatartastatur und tollen Reglern. So jedenfalls meine Einschätzung. Kurzes OT: Ich trauere immer noch einem TyrellN6 Hardwaresynthesizer hinterher. Schade das dieses Projekt eingestellt wurde. Das wäre zweifelsohne ein interessanter Synthi gewesen. Ein Synthesizer von User für User. Das kann eigentlich nur gut werden.

  7. Profilbild
    Mick AHU

    1500-1800,-€ ??? Nein, Behringer soll allgemein endlich bessere Tastaturen verbauen, bessere Endkontrollen durchführen, nicht 1:1 die Unzulänglichkeiten der Originalen kopieren und FX einbauen…fertig.
    Da bin ich immer noch unter 1000,-€

  8. Profilbild
    Cavestudioschweiz

    Danke für den Test und die Ehrliche Kritik an dem Nachbau. Ich habe hier zwei Juno-6, einen aufgebohrt mit Tubbutec 66 und Controller. Die Teile sind da von der Haptik und dem Aussehen eine ganz andere Liga. Irgendwie sieht dieser Nachbau so halbbacken aus, schlechte 4-Oktaventastatur geht gar nicht – dann lieber keine. Und der Chorus müsste auch exakt gleich sein, der ist schon einer der Besten, den Roland gebaut hat und trägt ja soviel zum Sound des Juno bei.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Cavestudioschweiz Ich besitze keinen »Juno-6/60/106« und kann dazu in der Praxis nix schreiben. Aber rein vom Aussehen her … ich bin da voll bei Dir. Die Roland-Geräte sehen einfach nach was aus. Eben nach einem vollwertigen Instrument, das man irgendwie gerne benutzt und auch gerne benutze will.

      Wenn ich dann lese, dass die Tastatur den »JN-80« Mängel hat und der Chorus nicht so dolle ist (wurde ja damals schon bei dem Standalone-Chorus bemängelt) … ich bin da echt voll bei Dir.

  9. Profilbild
    moinho AHU

    Ich bin kein Juno-Fan (historische Tatsache: die ersten Synths, mit denen ich spielte, waren ein PE-1000 und ein alpha Juno, das zu ner Zeit, wo coole Sachen freilich digital waren) wenn auch ein Mensch, der mit nem DeepMind 6 (diese Version aus Platzgründen für spezifische Setups) und kann zum JN-80 garnix sagen, aber:
    Ganz generell und insbesondere nach diesem Artikel verstehe ich nicht, warum es den JN-80 überhaupt gibt, weil:
    – jemand will nen junoesken Synth: DeepMind.
    – jemand will nen guten Juno-Klon: keine Ahnung was, aber anscheinend nicht JN-80.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @moinho Ich denke, man will sich nicht rumärgern bezüglich bautechnisch sehr schlechter Qualität. Das macht halt, je nachdem was minderwertig ist, auf Dauer echt keinen Spaß. Der Spaß am Gerät steht ja bei den meisten hier im Vordergrund. Was aber fast noch nicht zur Sprache kam: Mein Rat: Einfach einen Softwaresynthesizer Vorbild Juno-60 kaufen. Fall erledigt! Kaum kosten, keine Platzverschwendung und trotzdem den Juno-Klang, zumindest annähernd. ;)

    • Profilbild
      Franz Kreimer Keys RED

      @Everpure Beim Anblick der Schieberegler läuft mir zwar ein eiskalter Schauer über den Rücken, aber das System prinzipiell funktioniert sicher besser als der Behringer.

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