Blue Box: Roland System 700, Analoges Modularsystem Teil 1

22. Juni 2013

Legendär, modular und extrem "rare".

In zwei umfangreichen Teilen wollen wir Ihnen den legendären Modular-Synthesizer Roland System 700 vorstellen. Teil 2 finden Sie dann hier.

Roland System 700

Rolands erstes Signal an die Synthesizer-Welt war die SH-Serie. Einfache und kompakte Synthesizer für deutlich weniger Geld im Vergleich zu den amerikanischen Vorbildern Moog und ARP brachten vielen die Musik mit „diesem neuen Sound“ näher. Dadurch wurden auch andere Preise aufgerufen als die der Amerikaner. Modulare Synthesizer standen bei erfolgreichen Produzenten und noch eher in Universitäten. Der Zugang zu dieser Art Synthesizer war eher wie ein Privileg. Diese Szene hat sich bis heute auch mehrfach wiederholt.

system700

Wir befinden uns im Jahre 1976. Die frühen kommerziell erhältlichen Modulsysteme wurden bereits Ende der Sechziger veröffentlicht. Japan galt zu diesem Zeitpunkt noch eher als das, was kürzlich noch China bedeutete. Dennoch schaute man sich offenbar die bekannten Systeme an und brachte zwei höchst unterschiedliche Synthesizer auf den Markt. Das System 100, was ein in zwei Teilen (Keyboard und Expander) verkaufter kompletter SH-Synthesizer ist. Es war für die Musiker gedacht, die mit „normalem Einkommen“ über einige Monate sich einen vollständigen Studiosynthesizer finanzieren wollte. Das System war komplett. Sogar Boxen gab es zu kaufen, denn man nahm zu der Zeit offenbar an, dass dies das einzige an Audio-Geräten ist, was der Käufer besitzt. Das System 700 war hingegen für die Kundschaft, die keine Kompromisse eingehen musste. Zumindest im Rahmen der damaligen Erwartungen. Vielleicht sei noch erwähnt, dass 1500 DM damals durchaus mehr als ein Monatsgehalt war. Die beiden System 100-Elemente waren damit durchaus eine Anstrengung für je 1.5k€ – dafür aber nicht wirklich modular. Neben dem System 100m baute Roland nie wieder Modularsysteme. Somit sind nur das 100m und 700 wirklich modular. Im System 700 sind verschiedene Basissysteme möglich gewesen. Die sogenannte Lab Unit (2 Cabinets) oder Main Unit (übliches Cabinet), die Wings (Seitenflügel unten und oben jeweils so groß wie die Lab Unit, bzw. halb so groß wie die Main Unit) sowie ein sehr groß dimensionierter Sequencer und natürlich eine Tastatur. Die Modulwahl beschäftigte die Nutzer damals weniger, weshalb man meist auf eine fertige Konfiguration setzte.

sys_pron

Die Main-Unit und Sequencer sind gleich breit und stehen in der Regel übereinander. Die Seitenflügel konnte man extra kaufen und sind halb so breit. Angelehnt an die Moog Systeme hat man zwar einzelne individuelle Module in den beiden vinylbezogenen Cabinet-Typen bekommen, jedoch hat man ausschließlich ein zusammengestelltes System gekauft. Deshalb sind diese Systeme in der Regeln leicht zu unterschieden und auch die Position und Anzahl der Module gleich. Beim späteren und kleineren System 100m gibt es heute etwas variiertere Zusammenstellungen. Beim 700er kann man sich jedoch darauf einstellen, genau die folgenden Zusammenstellungen zu finden und kann sie preislich auch gut einordnen. Am sinnvollsten dürften die Basissysteme sein. Allerdings sind zusammen die beiden Hauptseitenflügel ebenso wie ein gutes System anzusehen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    mdesign  

    spannendes thema, umfangreicher artikel, viele details. sprachlich an einigen stellen leider sehr unverständlich. grammatik ist auch keine stärke des autors.

    2 beispiele:

    ‚Allerdings sind zusammen die beiden Hauptseitenflügel ebenso wie ein gutes System anzusehen.‘ – ???

    ‚Neben dem System 100m baute Roland nie wieder Modularsysteme. Somit sind nur das 100m und 700 wirklich modular.‘ – ???

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      moogulator  RED

      Dann dazu:

      1) Die Seitenflügel: Sollte man es schaffen die VCO und die VCF/VCA Bank ohne andere Module zu besorgen, so ist das ähnlich sinnvoll zu nutzen wie eine Lab-Unit

      2) Roland baute 2 wirklich modulare Systeme:
      -A) System 700
      -B) System 100m
      – C) und das halb offene System 100, welches eben nur Teile nach außen zugänglich macht.

      vielleicht tröstet es ja etwas.

  2. Profilbild
    Ishido

    danke für den bericht…aber bitte wenn möglich, textlich überarbeiten.das hat mich ab der zweiten seite ziemlich angestrengt ;)

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Aussagekräftige Hörproben jenseits Filterblubber, Geräusch oder Kleinkind Melodie wären ebenfalls nett.
    Was mitunter hier als Klangbeispiel geboten wird lässt jeden Musiker mit Fassungslosigkeit zurück.
    Musik ist Melodie und Harmonik!

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      jaxson  

      Machs erstmal besser…Anscheinend weiß kaum einer zu schätzen, was hier inhaltlich hier geboten wird,…wahrscheinlich gehörst du auch zu den Leuten die einen Synthesizer nach Presets beurteilen…

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        Klaus Joter  

        Ach Gottchen – was für eine Antwort! Wenn ich auch nicht komplett mit der Aussage von „knutinge“ übereinstimme, kann ich bei dieser Antwort nur feststellen, dass sie auf eine typische Weise durch Extrempositionen einen Vorschlaghammer zu imitieren versucht.
        „Mach´s erst mal besser“ – nein, das muss er nicht, denn er hat lediglich Kritik geäußert und das entbindet ihn per se von jeder Beweispflicht, es besser machen zu können.
        “ …. wahrscheinlich gehörst Du auch zu den Leuten, die Synthies nach Presets beurteilen“ – das kommt in diesem Umfeld natürlich einem vernichtenden Urteil gleich. Aber erstens: warum muss man auf eine Kritik derartig unsachlich und spekulativ antworten?
        Und zweitens: was hast Du gegen Preset-Spieler? Ich gebe gerne zu, dass ich seit längerem einfach nicht mehr die Zeit habe, endlos lange an Synthies zu schrauben, weil ich es vorziehe, zu üben und zu komponieren. Beides ist mE deutlich wichtiger für einen Musiker als das Schrauben. Erfolgreiche Musiker schrauben übrigens meistens gar nicht mehr, sie lassen nämlich von Sound-Designern schrauben.

  4. Profilbild
    Wavemaster  

    Hallo allerseits,

    den Artikel selber kann man schon mal als recht umfassend ansehen. Was es nützt, da einen Teil 2 mit Beschreibung der einzelnen Module hinterher zu schieben, ist vom Sinn her fragelich. Schliesslich kann man die Teile nicht mehr ohne weiteres käuflich erwerben.

    Mir persönlich fehlt jedoch der wesentliche Hinweis, dass die Qualität der Baugruppen und vor allem die Stimmstabilität der insgesamt neun Oszillatoren einem Moog System um Quanten voraus sind.

    Wer einen derart ausführlichen Bericht über das System 700 abfasst, dürfte es somit einige Zeit zur Verfügung (gehabt) haben. Da verwundert es dann schon, welche bescheidenen Hörproben erstellt wurden.
    Schon alleine der Bereich Sample & Hold in Verbindung mit diversen sich gegenseitig modulierenden Quellen stellt schon für sich einen gewaltigen Kosmos dar.

    • Profilbild
      nativeVS  AHU

      Auf die qualität der baugruppen kann man bei dem system 700 nicht oft genug hinweisen, denn die sind wirklich erste klass. Vor allem macht das System 700 alles sehr präzise, es könnte quasi als referenzsynth genutzt werden.

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