JX-8P Model Expansion für Roland Zenology veröffentlicht

1. Juli 2020

Emulation des JX-8P für Soft- und Hardware

Mit der JX-8P Model Expansion veröffentlicht Roland die erste Erweiterung für das Plugin Zenology – „und schon bald als Erweiterung für ZEN-Core-kompatibler Hardware“ (*Roland).

JX-8P Model Expansion Roland Zenology

Mit der JX-8P Model Expansion nimmt Roland zum ersten Mal eine Emulation dieses Synthesizer-Klassikers in das eigene Portfolio auf. Die Model Expansion bildet dabei auch die Funktionalität des Programmers PG-800 nach. Unter diesem Link findet ihr eine Vintage-Story zum Original JX-8P.
Das Plugin kann die Oberfläche in verschiedenen Größen aufrufen, je nachdem ob nur Sounds aufgerufen, editiert oder in einem großen Browser verwaltet werden sollen. Die Oberfläche ist jedoch nicht fotorealistisch, sondern funktional gestaltet. Zur Soundlibrary gehören neben zahlreichen Neukreationen auch die originalen Presets des JX-8P. Der Zustand der virtuellen Klangerzeugung lässt sich einstellen, um eine Alterung künstlich nachzubilden.

Die JX-8P Model Expansion gehört zur Roland Cloud in der Pro-Mitgliedschaft (9,99 Dollar im Monat / 99,- Dollar im Jahr) und der Ultimate-Mitgliedschaft (19,99 Dollar im Monat / 199,- Dollar im Jahr).
Die nächsten Expansions werden gestaffelt veröffentlicht: SH-101 am 16. Juli, Juno-106 am 8. August und Jupiter-8 am 31. August.

Ab hier die Meldung vom 12. Mai 2020

Zur NAMM hatte Roland die Möglichkeiten der Zen-Core Technologie nur recht allgemein vorgestellt, doch jetzt folgt mit Zenology ein konkretes Produkt.

roland zenology synthesizer plugin

Zur den Möglichkeiten und Aussichten der Zen-Core Technologie, die bislang in Roland-Geräten wie Jupiter X, Fantom Workstation, MC-707 / MC-101 und dem RD-88 Stagepiano Verwendung findet, hatten wir einen Artikel veröffentlicht, den ihr unter diesem Link nachlesen könnt.

Roland Zenology bringt die Zen-Core Technologie nun auf die Software-Ebene. Und um es gleich vorweg zu nehmen, Zenology ist Teil der nicht bei allen Musikern beliebten Roland Cloud. Doch zum einen gibt es eine Lite-Version, die zwar stark abgespeckte ist, aber auch nach Ablauf des kostenlosen Probemonats genutzt werden kann und zum anderen erwähnt Roland schon mal einen viel versprechenden Ausblick auf Zenology Pro.

Das Plugin (VST, AAX, AU) kommt mit einer massiven Library von 3.597 Tones und 80 Drumkits. Die Lite-Version besitzt lediglich 176 Tones und 6 Drumkits. Sounds und Bänke können mit anderen Zen-Core Geräten ausgetauscht werden, da ZEN-Core auf unabhängigen Synthesizerstimmen mit einem flexiblen Oszillator (VA, PCM, PCM-Sync, Supersaw, Juno, Noise), Mulitmode-Filter, Verstärker, zweistufigen LFOs und einer großen Effektenauswahl basiert. Es können in bis zu vier Stimmen verschiedene Syntheseelemente kombiniert werden. Ebenso reicht die Bandbreite der 90 FX von der Emulation klassischer Effekte wie CE-1 und Dimension D bis zu modernen Studioeffekten. Die Bedienung erfolgt über vereinfachtes Interface, die Sounds werden mit einem umfangreichen Browser verwaltet, über den auch der Austausch abgewickelt wird.

Im Herbst wird es Erweiterungen für Zenology geben, die klassische Roland Synthesizer mit einer dedizierten Oberfläche nachbilden. Bislang werden konkret Jupiter-8, Juno-106, SH-101 und JX-8P erwähnt, aber auch weitere sollen folgen. Es dürfte interessant sein, ob auch moderne Klassiker wie XV-5080 oder JP-8000 umgesetzt werden.

Nur kurz angerissen wird die Version Zenology Pro, die mit „full editing power“ beschrieben wird. Hierüber kann in alle Elemente der Engine eingegriffen und Sounds von Grund auf programmiert werden.

Die Roland Cloud bietet inzwischen vier Zugänge: Free (inkl. Zenology Lite), Core (2,99 Monat / 29,99 Jahr), Pro (9,99 Monat / 99,- Jahr) und Ultimate (19,99 MOnat / 199,- Jahr).

Forum
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    Soundreverend  AHU

    Aha, sehr interessant… danke für den Hinweis! Da ich tatsächlich Roland Cloud Nutzer bin lade ich auch schon das neue Plugin runter. Mal schauen was das so kann. Etwas verwirrend das ganze, einerseits habe ich bereits ein XV5080 als Plugin und nun habe ich Zenology mit Sounds des XV5080 ?! Der Download ist übrigens 440MB gross.

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    pulpicon

    Juno-Model ist also Bestandteil von Zen-Core? Aber Roland Fantom und MC 707 haben trotz Zen-Core kein Juno-Model. Wie soll da der Austausch gehen? Nur mit dem Core des Zen-Core, genannt ZenCoreCore? Ein Marketing-Desaster, was mich vom Kauf bisher abgehalten hat. Aber wenn ich jetzt alle Sounds inkl. Juno-Model als Plugin bekomme kann ich ja froh sein, das Geld gespart zu haben.

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      Horst

      Ja ey ne absolute Katastrophe. Hab einen System 8 und jetzt nach „plugout“ zu suchen treibt mich in den wahnsinn. die roland seite ist eine absolute katastrophe, nirgends findet man mal ne eindeutige uebersicht was jetzt in welchem abo-tier dabei ist oder nicht. was gibt es nur auf ZEN, was nur auf ACB, was auf beiden, kann ich meine ACB juno/jupiter lizenzen vom sys8 in zenology nutzen? voelliges chaos. haelt mich tatsaechlich auch davon ab, irgendwas zu kaufen.

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    Kingfisher  

    Da die Soundpacks für den Fantom auf die Cloud gewandert sind, wäre meine Frage welches Abo-Modell ausreichend ist, um sich zukünftig neue Soundpacks in den Fantom zu laden? Den Softwaresynth braucht man ja als Hardware Besitzer nicht mehr.

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    Maxi  

    „Unendliche Möglichkeiten für kleines Geld.“ Läuft als Vollversion anscheinend auf ein Abo-Modell hinaus. Schade, das DAW-Plugin sollte selbstverständlich inklusive sein, wenn man eine Hardware kauft, die Zen-Core unterstützt. Das würde dann auch den eher hochpreisigen Markenauftritt von Roland rechtfertigen.

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    syntach  

    199EUR im Jahr für alle Funktionen, das können und wollen sich aber nur noch Profis leisten.
    Und was ist nach ein paar Jahren? 1000+EUR ausgeben und dann wird ZEN CORE eventuell gestoppt?

    Aber ich bin auch kein Freund von plugin Abos.

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      8-VOICE  AHU

      Ich bin auch ein Cloud und Abo Gegner. Wenn es beides geben würde, Kauf und mieten zur Wahl, hätte jeder was er will oder finanzieren kann.

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    MartyK

    Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass es sog. „Lifetime Keys“ gibt, was bedeutet, dass man sich Roland-Plugins nun kaufen kann, z. B. den D50 für knapp 150 Euro. Ein Nachteil mag hierbei für den einen oder anderen sein, dass offenbar ein ständiger Kontakt mit der Cloud benötigt wird, was wohl der Verifizierung gilt.

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    mhagen1  

    Abos sind nicht jedermanns Sache. Kann ich nachvollziehen. So hakelig die Cloud am Anfang war und zeitweise noch ist, muss ich sagen, dass ich insgesamt begeistert bin! Die Soundqualität ist wirklich sensationell, die GUIs schön und skalierbar, die Bedienung gut. Ich habe auch den Eindruck, dass Zenology weniger resourcenhungrig ist.

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      Jens Barth  

      Das kann ich im Grund nur bestätigen.

      Zur Rolandcloud ist folgendes zu sagen:

      1, Abo ist immer schlecht, im ursprünglichen Modell waren es knapp 20 Euro pro Monat
      2. Die Soundqualität allerdings ist wirklich sehr gut (ich habe Arturias Jupiter 8, der nicht schlecht ist, aber der Roland Jupiter hat klar die Nase vorn.)
      3. Offensichtlich geht das aber nur durch exorbitanteN CPU – Verbruch. Meinen bisherigen „CPU – Meister“ Diva kann man da schon als sehr sparsam bezeichnen:-)

      Zenology braucht definitiv weniger CPU als die Emulation der analogen Vorbilder. Und hier finde ich auch die Preispolitik in Ordnung. Für knapp 30 USD / Jahr bekommt man Zenology und alle Expansions. Damit hat man eine Unmenge von erstklassigen Sounds aus dem Fantom, teilweise auch vom Jupiter. Einziges Manko: Die Bearbeitungsmöglichkeiten der Sounds sind (in der Standardversion) begrenzt.

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      DANIEL FISCH

      Die bisherigen ACB Versionen scheinen (noch) im Angebot zu bleiben, unter der Kategorie ‚Legendary‘. Natürlich werden sie neue Emulationen wie den JX-8P nur als ZEN Version anbieten ;-). Mal sehen was authentischer klingen wird…

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    Sudad G  

    Sinn und Zweck erschließen sich mir noch nicht so richtig. Da es das PlugIn nur im Abo gibt, hat man zwei mögliche bessere Alternativen.

    1.) Das kostenlose PG-8X PlugIn von Martin Lüders, welches SysEx Daten vom JX-8P einlesen kann und einem echten JX-8P recht nahe im Sound kommt. Zumindest konnte ich das PlugIn mit meinem SuperJX vergleichen. Andere würden für so ein PlugIn Geld verlangen.

    https://sites.google.com/site/mlvst0/

    2.) Einen gebrauchten JX-8P, der sich nach nur 3 Jahren amortisiert hat, weil es das PlugIn nur im Abo gibt. Und falls der JX-8P mal ausfallen sollte kann man mit dem kostenlosen PG8X weiterarbeiten und die Sounds importieren, bis er wieder fit ist.

    Insofern lohnt sich der Kauf nur für diejenigen, die das Roland Abo-Modell bereits ohnehin nutzen.

    Für alle anderen User uninteressant. Schade!

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    DANIEL FISCH

    Bleibt abzuwarten ob die angekündigten Model expansions von Jupiter 8 und Juno 106, auf der Zen Engine basierend, besser bzw näher an den Originalen sind als die bisherigen ACB Versionen. Da ich beide ACB Plugins besitze (da ich mal ein Jahr lang Abonnent war), habe ich nicht vor nochmals zu löhnen. Darüberhinaus finde ich die ZEN GUIs ziemlich banal und ziehe das Design der ACB Emulationen vor.

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    Wasserspeier

    So, so. Roland will also nicht mehr ihren alten Geister jagen. Dennoch scheint mir ihre ganze moderne Hardware (die sicherlich nicht schlecht ist) nichts anderes zu tun, als alte Geister zu emulieren. Mal etwas neues frisches damit zu bauen wäre nicht schlecht. Das können Korg und Waldorf besser.

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    gaffer  AHU

    „Zur Soundlibrary gehören neben zahlreichen Neukreationen auch die originalen Presets des JX-8P.“

    Ist das die Bestrafung für den Kauf? ;) Diese Sounds waren in meiner Erinnerung mit die Schlechtesten Werkssounds von Roland.

    Tja, Abomodelle, die obendrein auch noch so chaotisch sind, dass sie von vielen nicht verstanden werden. Abo allein spricht schon gegen den Kauf. Hoher CPU Verbrauch, permanente INet Verbindung. Sorry, aber denen wünsche ich wirklich eine Bauchlandung. Es zeigt sich immer wieder, CopyProtection führt bei einigen Herstellern einfach zu verminderter Leistung. Der ehrliche Käufer bezahlt seinen Obulus und bekommt ein nerviges und resourcenfressendes Produkt.

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