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Roland50.studio, Browser-App ist vollständig

Ab heute mit TR-909 Emulation

9. September 2022

Wer nie genug vom Roland-Sound bekommt oder noch nicht kennt oder mit den Sounds arbeiten möchte, ohne groß zu investieren, kann das jetzt mit der neuen kostenlosen Online-Browser-App Roland 50 Studio tun. Erstmal trat der Online-Plattform (Service) als 808303 Studio im Oktober 2020. Die Browser-App wurde von Yuri Suzuki  in Zusammenarbeit mit Roland entwickelt und ist somit auch offiziell abgesegnet. Die damalige Plattform bot eine TR-808- und eine TB 303-Emulation.

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Anfang März wurde aus dem 808303 Studio das Roland50 Studio und fügte den SH-101 dazu, am 4. April schließlich die SP-404 und der Countdown auf der Startseite lässt darauf schließen, dass noch eine TR-606, TR-707 und TR-909 dazukommen werden, und zwar am 6. Juni, 7. Juli und 9. September. In der Menüleiste sind dazu auch noch drei Platzhalter zu erkennen.

Für alle Sequenzer gibt es je 1 Pattern mit 16 Steps und 12 Spuren. Bei der TR-808 und SP-404 sind die Spuren den jeweiligen Einzelsounds zugeordnet und bei TB-303 und SH-101 sind es Noten. Es können maximal 3 Instrumente gleichzeitig aktiv sein und zwei nebeneinander sichtbar. Das dritte Instrument wird immer zusammengeklappt.

Das ist etwas frickelig zu bedienen, zumal oben in der Klappleiste das Instrument geöffnet wird, unten der Play-Status geändert und über die Menüleiste das Instrument komplett ausgetauscht wird. Start/Stop wird per Instrument manuell gewählt. Das Tempo ist global. Besonderheiten wie „Accent pro Step“ gibt es nicht.

TB-303 und TR-808

Für jedes Instrument gibt es eine Zufallsfunktion die RANDOM oder FILL heißt. Für die TR-808 sogar eine Wahl für AI-Variationen die „intelligent“ Pattern-Muster produziert.  So lassen sich fortwährend variierende Drum-Spuren erzeugen.

Bei der 303 gibt es die Parameter Cutoff, Resonance, EnvMod, Decay und Accent sowie einen Zufallsgenerator und Sägezahn- und Rechteckschwingungsformen.

SH-101 und SP-404

Der SH-101 bietet neben den drei Panel-Farben Rot, Blau und Grau auch einen X/Y-Pitchbender, sowie einen Transponierer und einen Arpeggiator. An Parametern gib es LFO-Mod, Lautstärkeregler für den Puls- (Needle), Sägezahn- und Suboszillator, sowie Cutoff-Frequenz, Resonance, Hüllkurvenverfolger und -modulator für das Filter.

Die SP-404 arbeitet monophon und hat bisher vier Sample-Spuren mit vorgeladenen Sounds, die mit den Effekten DELAY, PITCH SHIFT, MFX (Filter) und REVERSE verfremdet werden können. Die verbleibenden Spuren sind derzeit leer und dazu bestimmt eigene Samples nutzen zu können. Immerhin gibt es einen REC-Taster unter dem „Audio In“ steht, jedoch scheint die Aufnahme nur über ein internes Mikrophon (Laptop) möglich zu sein.  Auf MacOS 12.3.1 mit Firefox 99 und Safari 15.4 auf dem Mac mini 2018 und auf dem iPad und iPhone mit iOS 15.4 mit Safari funktionierte es nicht. Auf einem Laptop mit Windows 10 und Firefox hatte der Jim aber Erfolg.

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Vielleicht wird eine Import-Funktion für Samples noch nachgereicht?

TR 707 und TR 909

Am 6.06.2022, 7.07.2022 und am 9.09.2022 wurde dann auch schließlich die TR-707, TR-606 Drumatix und die TR-909 Drum-Machines nachgereicht, damit ist der Reigen der alten Klassiker von Roland dann wohl komplett.
Während die TR-707 und die TR-606 nur einen Regler für die Lautstärke eines jeden Instruments bieten, kommt die TR-909 schon mit ganzen zwei Parametern für für jedes Instrument daher.
Bass-Drum bietet Lautstärke und Decay, Snare Lautstärke und Snappy, Low-, Mid- und Hi-Tom haben je Tonhöhe und Decay. Rim und Clap sind einer Sektion zusammengefasst und bieten daher nur die Lautstärke. Hi-Hat bietet Lautstärke und Decay für Open-Hat und Cymbal bietet Lautstärke und Tonhöhe. Die selben Parameterregler werden auch für die Open-Cymbal benutzt.
So kommt die TR-909 auf insgesamt 12 Spuren.

Das gleiche Prinzip, 1 Regler für als 1 Instrument wird im übrigen auch bei der TR-707 und TR-606 angewandt die alle mit 12 Spuren daherkommen.

TR-606 Dramatix

 

Die Gesamt-Performance lässt sich über den REC-Taster Online aufnehmen und als MP4-Video über Facebook und Twitter oder Direkt-Link teilen und auch lokal herunterladen. Die Durchführung einer längeren Performance erinnert mich etwas daran, wie man als Jugendlicher Remixe mit dem Kassettenrekorder gemacht hat. Einen Fehler im Timing beim Umschalten machen heißt noch mal von vorne anzufangen.

Mixdown

Namesgebung

MP4-Rendering

Auf der Webseite finden sich keine Angaben darüber, wie lange die Verteiler-Links gespeichert werden, oder dass die Performances weiteren Nutzungsbedingungen unterliegen würden. Nur Infos zu den erhobenen Daten zur Durchführung des angeforderten Services gibt es in der „Privacy“-Sektion auf der ABOUT-Seite. Auch sympathisch ist das Fehlen einer E-Mail-Registrierung um die App überhaupt nutzen zu können, wie  bei der Roland Zenbeats iOS-App.

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Forum
  1. Profilbild
    Soundreverend AHU

    Lustig einfach so im Browser ein paar Sequences zu basteln… Krass was heute einfach so möglich ist. Schöner Zeitvertreib!

  2. Profilbild
    Citro Studio

    Guter Spassfaktor.
    Vermisse:
    Die ADSR-Hüllkurvenregler beim SH-101.
    Wünsche mir:
    Midi-Ansteuerung im Browser (das geht ja bei anderen Web-Synths auch).
    SP404: Factory-Samples auf allen Kanälen als Grundaustattung, die mit eigenen Samples (MIC und Upload) überschrieben werden können.
    Einen polyphonen Synth (Juno o.ä.).

  3. Profilbild
    wedok

    Heutige, jahrzehnte später, Computer und Operativsysteme und Webanschauungsbrowser, von denen sollte man doch erwarten, dass sie so uraltes wie ABL, Drumazon/Nepheton/Nithonat gedönse Programmierungscode, doch in absolut 100%iger Form wiedergeben können.
    Ich mein, 4k Pronos laufen doch auch, oder? :P

  4. Profilbild
    manomym

    Cool! Da habe ich mir doch gleich mal einen Track für den aktuellen Metapop 909-day Wettbewerb gebastelt :)

  5. Profilbild
    CDRowell

    Kann man da neben dem Recod-Button irgendwie die Grooves speichern… Momentan wirkt es auf mich total analog… Ausschalten und alles ist weg… 😢

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