Da knallt's im Eurorack
Shakmat Lancer’s Lash, ein achtteiliges Eurorack-Modul für vollständig synthetisierte Snaredrums
Shakmat Lancer’s Lash ist ein Snaredrum-Modul im 8-HP-Format, das sieben unterschiedliche Syntheseverfahren unter einer schlanken Oberfläche bündelt. Der Bogen reicht von trockenen Klassikern bis zu zerfaserten Klanggebilden, die mit einer herkömmlichen Snare nur noch die Rolle im Pattern gemeinsam haben. So eine Vielseitigkeit erfordert DSP und so ist das Modul auch vollkommen digital aufgebaut.
Konzept und Aufbau
- Kompaktes Modul mit 8 HP Breite und 29 mm Einbautiefe, skiff-tauglich; Entwicklung und Fertigung in der EU
- Digitale Klangerzeugung mit 16 Bit bei 48 kHz
- Vier Potentiometer für die Hauptparameter Decay, Timbre, Color und Pitch, ergänzt um eine Lock-Funktion, die den Pitch-Regler zum Oktavschalter macht
- OLED-Display mit vier Tastern: die oberen blättern durch die Seiten, die unteren verändern den jeweiligen Wert
- Trigger-Taster zum manuellen Auslösen, der gleichzeitig die Aktivität am Audioausgang anzeigt
- Micro-SD-Slot für Firmware-Updates und Presetverwaltung, für den laufenden Betrieb aber nicht erforderlich
Anschlüsse
- Trigger-Eingang 0 bis 5 V, Velocity-Eingang 0 bis 5 V
- CV-Eingänge für Decay, Timbre, Color und Preset im Bereich -5 bis +5 V
- Pitch-Eingang wahlweise als Full Range oder als V/Oct mit -3 bis +7 V
- Audioausgang mit einem Pegel von 10 V
Die sieben Modelle
Analog liefert klassische Drumcomputer-Snares, Slap setzt auf Druck und Präsenz durch ein helles, verzerrtes Rauschen. Modal bildet das Resonanzverhalten eines akustischen Trommelkörpers nach, Physical geht ebenfalls den physikalischen Weg und reicht von kontrollierten bis komplexen Sanre-Klängen. FM deckt alles vom angeschlagenen Metall bis zum digitalen Clap ab, Grains fügt granulare Texturen hinzu. Blend schichtet Boom-Bap-Samples aus Funkplatten der Siebziger. Jedes Modell hat seine eigene FX-Sektion und meist eine passend abgestimmte Verzerrung.
Zufall, Velocity und Speicher
Der Randomizer läuft über den Trigger-Eingang und lässt sich mit eigener Intensität auf alle Hauptparameter bis hin zur Modellwahl verteilen. Der Velocity-Eingang steuert die Lautstärke und je nach Modell weitere Parameter, wenn hier nichts gepatched ist, gilt jeder Trigger als maximaler Anschlag. 256 Presets in 16 Bänken lassen sich über Taster, CV-Eingang oder Select-Bus abrufen.
Verfügbarkeit
Shakmat Lancer’s Lash ist als Eurorack-Modul mit 8 HP Breite und 29 mm Tiefe erhältlich und kostet 285,- EUR. Ab sofort bei Thomann erhältlich.
Lancer’s Lash auf YouTube
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Shakmat langt wie immer gern mit beiden Händen zu. Andererseits sind die Module wirklich interessant konzipiert und imho gut (wenn auch nicht immer ganz intuitiv, aber wir reden halt von Eurorack, wo „intuitiv“ ein eher seltenes Adjektiv darstellt) benutzbar. Das Duo Time Wizard und Knight‘s Gallopp ist in meinem Utility-Case eine Art „Immerdrauf“. So gesehen ist Shakmat oft seinen Preis wert. Einzig schade, dass die keine schwarzen Versionen der Frontplatten anbieten.