Soma Laboratory Pulsar-23, organisch modulare Drummaschine

30. April 2019

Vorseriengerät bereit zur Superbooth

Vor knapp einem Jahr wurde die organisch modulare Drummaschine Soma Laboratory Pulsar-23 angekündigt. Auch wenn es danach, zumindest im Netz, etwas ruhig um das ambitionierte Projekt wurde, hat man doch offensichtlich intensiv daran gearbeitet. Ein inoffizielles Demovideo zeigt ein Vorseriengerät, das bereit für die Superbooth ist. Soma Laboratory ist am Stand W325 zu finden.

Ab hier die Meldung vom Juni 2018

Soma Laboratory aka Vlad Kreimer zeigt den Prototypen der „organismic drum machine“ Pulsar-23. Die semi-modulare Drummaschine besteht aus 23 unabhängigen Modulen und bewegt sich deutlich abseits von irgendwelchen Drum-Klassikern.

Soma Pulsar-23 Prototyp

Soma Laborytory fiel mit den ungewöhnlichen Drone-Synthesizern Lyra-8 und Lyra-4 auf. Nun folgt mit Pulsar-23 eine Drummaschine, die konzeptionelle Punkte davon aufgreift.
Pulsar-23 hat vier Drumkanäle: Bass Drum, Bass/Percussion, Snare Drum und Hihat. Für jeden Kanal gibt es einen Hüllkurvengenerator, der auch über Sustain verfügt, so dass aus jeder der vier Drums auch ein Drone/Noise-Sound werden kann.
Ein Clock-Generator erzeugt zusammen mit einer Anzahl an Clock-Teilern vielfältige Rhythmusstrukturen. Vier unabhängige Loop Recorder, die auch individuelle Clock-Auflösungen haben können, zeichnen Trigger-Events (keine Audio-Loops) auf.
Der sogenannte Shaos-Generator basiert auf Shift-Register mit vier unabhängigen Ausgängen und sorgt somit für pseudo-zufällige Trigger-Rhythmen.
Für Modulationen steht ein LFO mit einem sehr großen Frequenzbereich (0,1 bis 5000 Hz) und variabler Waveform zur Verfügung.
Als Effekte gibt es einen CV-steuerbaren DSP-Prozessor und Distortion. Ferner sind zwei CV-steuerbare Gates, zwei CV-steuerbare VCAs, zwei steuerbare Inverter, drei Attenuators und zwei dynamische CV-Sensoren vorhanden.

Pulsar-23 kann via MIDI gespielt und synchronisiert werden. Insgesamt gibt es 52 Regler, 11 Schalter und über 100 Patchpunkte, worüber die Drummaschine mit externem Equipment verbunden werden kann und sogar eine Art „live circuit bending“ möglich sein soll.
Allerdings sind diese Patchpunkte aus Platz- und Kostengründen nicht als die üblichen 3,5 mm-Buchsen, sondern als einfache, herausstehende Schrauben ausgeführt, die mittels Krokodilklemmen miteinander verbunden werden.
Alle Standardanschlüsse wie MIDI und Audioausgang sind jedoch als herkömmliche Buchsen ausgeführt und es werden einige Adapter von Miniklinke auf Krokodilklemme mitgeliefert werden.

Die im Demovideo gezeigte Version ist nur ein Prototyp, die finale Version wird eine andere Oberfläche erhalten. Das Design wird erst noch entwickelt, auch kleinere Änderungen sind noch wahrscheinlich und einige Kontrollfunktionen sollen noch hinzukommen.
Pulsar-23 soll die gleiche Fertigungsqualität wie Lyra-8 haben. Als Preis wird der Bereich von 1.200 bis 1.500 Euro anvisiert, eine genauere Angabe kann erst erfolgen, wenn die Fertigung durchgerechnet wird. Soma plant, Pulsar-23 zum Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres liefern zu können. Bereits jetzt kann man sich ohne Anzahlung auf der Warteliste eintragen.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    SOMA kannte ich noch nicht, vielen Dank. Das Teil sieht wirklich sehr interessant aus. Der Hersteller geht seinen eigenen Weg.

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    lightman  AHU

    Ich habe SOMA seit dem Lyra-8 auf dem Schirm, gewitzte Firma. Das Trommelmonster hier finde ich sehr vielversprechend, schön fieser, schabender Klang mit Wumms im unteren Berich, viele Möglichkeiten zum Krachmachen, sowas mag ich. Die Sache mit den Krokodilklemmen ist ganz witzig, da könnte ich meine alten gebendeten Audio-Grußkarten wieder mal zum Einsatz bringen.

    Nicht ganz billig, aber da werd‘ ich trotzdem mal dranbleiben.

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