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Special: Avid Pro Tools 9 / HD /LE

Einen Click gibts nur mit eigener Spur ...

Einen Click gibts nur mit eigener Spur …

Während beide ProTools HD-Varianten die gleichen Optionen und Features bereit halten (Nochmal: TDM-Plug-ins laufen selbstverständlich nicht auf dem nativen System), ist „ProTools 9“ im Funktionsumfang gegenüber den HD-Varianten etwas eingeschränkt. Hier macht Avid wohl ein Zugeständnis an alle High-End-User. Beispielsweise ist es mit der Basis-Version von ProTools nicht möglich, in Surround zu mischen, es können weniger Spuren gleichzeitig aufgenommen werden, es können weniger Spuren gleichzeitig im System genutzt werden, es kann „nur“ eine Video-Spur gefahren werden (statt 64), kein VCA-Mixing betrieben werden, kein Input-Monitoring genutzt werden (geht generell nur mit HD-Hardware) und noch ein paar Funktionen mehr nicht verwendet werden. Die meisten Anwendungen lassen sich aber problemlos mit der Basis-Version fahren! Dabei finde ich das Fehlen einer Surround-Möglichkeit noch am „schlimmsten“. Für knapp 1.800 Euro Listenpreis lässt sich mit dem „Complete Production Toolkit 2“ in fast allen Punkten auf die Funktionen der HD-Versionen aufschließen. Einer der wichtigsten Punkte erscheint mir dabei, dass ab dann der Sessiontausch mit HD-Usern möglich ist. Das war schon in der LE-Version möglich. Hinzu kommt, dass alle HD-Edit-Features aktiv blieben. Ein wenig gewagt finde ich den Mehrpreis von 1.800 Euro für den vergleichsweise „geringen“ Feature-Zuwachs – Damit meine ich nicht „nur“ Surround, sondern auch andere wichtige Features. Cakewalk (als Beispiel) bietet für einen etwas geringeren Preis wie die ProTools 9 Basis-Version auch schon eine Surround-Option an, und Nuendo kostet in der Summe weniger als ProTools 9 + Toolkit-Option und bietet Ähnliches. Wenigstens 5.1 sollte Avid dem „kleinen“ ProTools spendieren.

Das berühmte Edit-Window

Das berühmte Edit-Window

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chris23086

    Schade, dass bei dem Test nicht auf die fehlende 64bit Fähigkeit der aktuellen Version eingegangen wird. Zumindest auf Macs ist es mittlerweile eine große Entlastung bei umfangreicheren Projekten mehr als 4GB RAM adressieren zu können. Avid hat hier ganz klar den Anschluss verpasst! Ein Hinweis darauf darf in einem professionellen Test nicht fehlen, finde ich.

    • Profilbild
      Florian Scholz  RED

      Hey Chris,

      du hast absolut recht!!! Ich könnte schwören, dass ich das beim Kontra ursprünglich mit drin hatte! (Aber bei x-fachem durchlesen, korrigieren, geht mal was „in die Hose“) Ich schau mal, dass wir das nach reichen können! VIELEN DANK! & SORRY

      Gruß Florian

  2. Profilbild
    r.biernat  RED

    Hi Florian,

    schöner Artikel und gute Wortspiele,

    doch dass den TDM-Systemen Latenzen fremd sind, stimmt so nicht ganz. Die Eingangslatenz für Audiosignale beträgt fest 7 Samples und ohne vorgeschaltetes Analogpult ist lantenzfreies Monitoring sogar überhaupt nicht möglich, da die TDM Hardware dies nicht unterstützt. Zugegeben sind 7 Samples sehr gering, weshalb dieser Fakt oft außer Acht gelassen wird.

    Der eigentliche Vorteil der TDM-Systeme ist ihre penible Genauigkeit in der Zeitebene, die auf der speziellen TDM-Architektur beruht. Native Sequenzer lassen in dieser Hinsicht meiner Meinung nach noch einiges zu wünschen übrig.

    In Protools kann man hunderte Spuren mischen und der Klang bleibt stets frisch und transparant. In Logic tritt schon bei wesentlich weniger Spuren einiges an Matsch zutage, was meiner Meinung nach auf Ungenauigkeiten in der zeitlichen Einordnung der Audiosignale zurückzuführen ist.

    Gruß

    Robert

    • Profilbild
      Florian Scholz  RED

      Hi Robert,

      danke für die Blumen :-)

      Eine Anmerkung: die 7 Samples, die durch den Wandler entstehen, werden idR nicht als Latenz bezeichnet, weil es keine Latenz in diesem Sinne ist. Diese Verzögerung hast Du bei jedem digitalen Equipment. Ich bezweifle auch, dass das noch wahrgenommen werden kann (auch nicht unbewusst) – so gesehen hat auch ein analog-Pult eine Latenz ;-)
      Das Zeitebenenproblem kann ich aus Nuendo/Cubase-Sicht nicht bestätigen! Ich weiß, dass das schon öfters Thema war, aber ich habe das mal mit ein paar Bekannten durchexerziert: Können wir nicht bestätigen! Für Logic kann ich allerdings nicht sprechen! Matschiger Sound ist eher kein Timing-Problem, sondern ein dynamisches: Rundungsfehler, zu wenig Systemdynamik… Wie gesagt bei Nuendo/Cubase habe ich diese Probleme nie gehabt!

      Gruß

      Florian :-)

      • Profilbild
        r.biernat  RED

        Hi Florian,

        du hast recht, 7 Samples sind sehr kurz. Es ist auch nur wahrnehmbar, wenn man das Direktsignal vom Pult und das Signal von Protools gleichzeitig hört. Dann lässt sich ein leichtes „phasen“ vernehmen.
        Kann sein, dass der akkurate Sound von TDM-Systemen auch an der hohen internen Dynamik und fehlenden Rundungsfehlern liegt (48 Bit Fixpunkt). Vielleicht mag bei Logic auch die Audio-Engine Schuld am weniger frischen Sound sein, doch mir ist die Bedienung einfach in Fleisch und Blut übergegangen.

        Gruß

        Robert

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